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FC Zuerich Trainer Uli Forte spricht an der Medienkonferenz, aufgenommen am Dienstag, 24. Mai 2016 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Uli Forte (l.) gab den Medien im FCZ-Museum in bestimmtem Ton Auskunft. Bild: KEYSTONE

«Der Abstieg wurde nicht thematisiert» – Uli Forte bleibt vor dem Schicksalsspiel gelassen

Uli Forte ist um seine Position als FCZ-Feuerwehrmann nicht zu beneiden. Doch der 42-jährige Zürcher macht trotz dem drohenden Abstieg beim letzten Medientermin vor dem entscheidenden Meisterschaftsspiel einen bestimmten und gleichwohl lockeren Eindruck.

Donat Roduner
Donat Roduner



Uli Forte war keinerlei Anspannung anzusehen, als er gegen Mittag im FCZ-Museum den Medien entgegentrat und auch auf die Fragen der etwas mehr als 20 anwesenden Journalisten reagierte der FCZ-Trainer gelassen. Eigentlich ungewöhnlich für die Situation, in der er sich befindet.

L'entraineur du FCZ Uli Forte, centre, remercie ses joueurs lors de la rencontre de football de Super League entre entre le FC Sion et le FC Zuerich ce dimanche 22 mai 2016 au stade de Tourbillon a Sion. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Forte gratuliert seinen Spielern zum 2:2 in Sion.
Bild: KEYSTONE

Er selbst führt sein Verhalten auf seine «Unbefangenheit» zurück, die er aufgrund seiner erst kurzen Amtszeit beim FCZ noch hat. Erfrischenderweise verzichtete Forte grösstenteils auf die gängigen Floskeln und Durchhalteparolen. Er hoffe, der Fussballgott sei morgen FCZ-Fan – das war's.

Kopf freihalten und positiv bleiben

Für Forte ist entscheidend, dass die Zürcher morgen (20.30 Uhr) gegen den nun geretteten FC Vaduz ihren Job machen, sprich das Spiel gewinnen, was er mehrfach betonte. Es gäbe nichts Schlimmeres, als von einem erhofften Punktverlust von Abstiegskonkurrent Lugano, der gleichzeitig gegen St.Gallen spielt, nicht profitieren zu können. Darum werden die Zürcher aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf den Totomat im Stadion verzichten, um den Spielern den Kopf freizuhalten.

Personelle Situation

Beim FCZ sind gegen Vaduz Franck Etoundi, Vinicius und Oliver Buff, die allesamt gegen Sion ausgewechselt werden mussten, fraglich. Dazu ist Alain Nef nach seinem Platzverweis gesperrt.
Vaduz wird ohne Topskorer Armando Sadiku antreten, weil er nach dem liechtensteinischen Cupfinal noch leicht angeschlagen sei. Es wäre auch das «Horrorszenario», wenn ausgerechnet der Zürcher Leih-Spieler seinen Stammverein in die Challenge League schiessen würde, meinte Uli Forte.

16.05.2016; Zuerich; Fussball Super League - Grasshopper Club Zuerich - FC Vaduz;
Armando Sadiku (Vaduz)
(Claudia Minder/freshfocus)

Armando Sadiku spielte seit Januar leihweise für Vaduz. Bild: freshfocus

Für den Mannschaftszusammenhalt bleiben die Zürcher nach dem Training heute Nachmittag zusammen und verbringen die Nacht im Hotel. Forte wird weiter das Gespräch mit seinen Akteuren suchen. «Der Abstieg wurde nicht thematisiert», sagt er und das wird sich auch nicht ändern, zu wichtig ist dem Trainer die positive Denkweise.

Bleibt Forte FCZ-Trainer?

Doelf Frueh, Praesident des Verwaltungsrates der FC St. Gallen AG, aufgenommen an der Saisoneroeffnungs-Medienkonferenz des FC St. Gallen, am Mittwoch, 8. Juli 2015 in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Der FC St.Gallen mit Präsident Dölf Früh könnte dem FCZ in Lugano einen grossen Gefallen machen. Bild: KEYSTONE

Forte verlässt sich auch darauf, dass sein Ex-Verein St.Gallen seinen Job ebenfalls macht und in Lugano punktet, um dem FCZ den Ligaerhalt überhaupt zu ermöglichen. Er habe FCSG-Präsident Dölf Früh nach der Niederlage im Direktduell am vorletzten Sonntag natürlich angefleht, im Cornaredo vollen Einsatz zu geben, weitere Kontaktaufnahmen mit den Ostschweizern habe es aber nicht gegeben.

Bezüglich Zukunft wollte Forte die Karten noch nicht offenlegen, es liess sich aber zwischen den Zeilen herauslesen, dass er sich einen Verbleib beim FCZ vorstellen kann – auch in der Challenge League. Es sei «kein abwegiger Gedanke», dass das Engagement trotz dem allfälligen Abstieg weitergeführt werde. Selbstverständlich werden erst aber noch die zwei wichtigsten Spiele der Saison – das gegen Vaduz und dann noch den Cupfinal gegen Lugano (29. Mai) – gespielt, bevor die personelle Situation definitiv geregelt wird.

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