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GC Trainer Uli Forte erscheint am Mediengespraech im Hinblick auf das Fussballspiel FC Luzern gegen den Grasshoppers Club Zuerich am Samstag, aufgenommen am Freitag, 10. Mai 2019 in Niederhasli. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Einer der wenigen, der noch an Bord ist: GC-Trainer Uli Forte. Bild: KEYSTONE

Der Rekordmeister setzt auf Bescheidenheit – das ist das Budget für die Challenge League



Den Grasshoppers bleibt zumindest das allerschlimmste Szenario erspart. Wie der Klub in einem Schreiben mitteilte, werden die beiden Hauptaktionäre Peter Stüber und Stephan Anliker den Klub weiterhin finanziell unterstützen, allerdings in spürbar kleinerem Umfang.

Im Gegensatz zum zurückgetretenen Präsidenten Stephan Rietiker hielten Stüber und Anliker beim Findungsprozess die bescheidenere Variante als vertret- und verantwortbarer. Rietiker, der sein Amt am Mittwoch nach wenigen Wochen niedergelegt hatte, wünschte sich einen raschen Wiederaufstieg mit entsprechenden Investitionen. Ein solches Szenario stuften die beiden Hauptaktionäre finanziell als nicht machbar und zu riskant ein.

«Die von uns zur Verfügung gestellten Garantien sind u.E. keineswegs zu knapp, um gute Leistungen in der Challenge League erbringen zu können», äusserten sich die beiden Hauptaktionäre gemeinsam.

Stefan Anliker, VR-Praesident des Grasshopper Club Zuerich (GC), spricht an der Pressekonferenz zu seinem sofortigen Rueckzug aus dem GC-Verwaltungsrat, am Montag, 25. Maerz 2019, in Zuerich. Anliker wird sich kuenftig auf seine Rolle als einer der zwei Hauptaktionaere von GC konzentrieren. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Stephan Anliker will mit einem Budget von 13.6 Millionen Franken operieren. Bild: KEYSTONE

GC müsse wieder auf eine solide Basis gestellt werden und mit machbaren sportlichen Zielen operieren, argumentieren Stüber/Anliker. Sie sind zugleich überzeugt, dass die von ihnen garantierte finanzielle Unterstützung gute Resultate und attraktiven Fussball in der Challenge League möglich macht. Mit der bescheideneren Haltung wolle man auch Sympathien gewinnen. Konkrete Zusagen über andere Finanzierungen seien nicht vorgelegen, betonte der Klub.

Das von den Aktionären verabschiedete Budget für die Challenge-League-Saison 2019/20 beträgt 13.6 Millionen Franken. Die Grasshoppers dürften damit finanziell im Bereich von Lausanne-Sport und deutlich oberhalb von Aarau operieren.

Der letzte verbleibende Verwaltungsrat ist Andras Gurovits. Er zeigte sich gemäss der Medienmitteilung der Grasshoppers als zufrieden mit dem Entscheid. «Das Budget ist für die Challenge League absolut in Ordnung. Wir werden alles daran setzen, um mit harter Arbeit, Bescheidenheit und Sportsmanship eine Mannschaft zusammen zu stellen, die einen ehrlichen und attraktiven Fussball spielen wird».

Nun soll der Verwaltungsrat wieder ausgebaut werden. Die sportliche Leitung obliegt derweil ab sofort einem Team bestehend aus Uli Forte (Cheftrainer), Paul Bollendorf (Chefscout) und Timo Jankowski (Ausbildungschef). (cma/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Servette 1989 07.06.2019 10:06
    Highlight Highlight Servette schaffte es zwei mal mit einer einstelligen Milionenzahl an Budget Aufzusteigen.
    Warum soll GC mit immer hin 13.6 Mio.
    keine Chance haben direkt Aufzusteigen??
  • Jong & Hässig 07.06.2019 00:34
    Highlight Highlight Aarau hat sein Budget für die 1. Mannschaft um 10% erhöht und hat nun 4.5 mio. GC bezeichnet 13.6 mio als „bescheiden“ und auf dem Niveau der Konkurrenz? Alles andere als Barrage oder direkter Aufstieg wäre peinlich.
    • Servette 1989 07.06.2019 10:11
      Highlight Highlight Servette 2019 =9.6 Mio Direkt Aufgestiegen!!!

      Servette 2011/12 =6.8 Mio Barrage und Aufstieg.

      Merkst du was??
      Es braucht gar keine Zweistellige Millionen um Aufzusteigen.
      Das Geld ist immer noch Nebensache.

  • Stinkstiefel 06.06.2019 23:21
    Highlight Highlight Ist für die Challenge League immer noch ein Budget, das weit über der Konkurrenz (exkl. Lausanne) liegt und mit welchem man seriös geführt durchaus aufsteigen kann.

    Das zeigt, was man vom den Rücktrittsgründen des Dr. Stefan Rietiker halten kann. Jetzt weiss man mindestens auch bei GC, dass ein Manager US-Amerikanischer Prägung, der nach eigener Aussage nicht die geringste Ahnung vom Schweizer Fussball hat - und der das in den 9 Wochen auch mehrfach demonstrieren konnte - für das Präsidenten-Amt nicht die ideale Wahl war.
  • cada momento 06.06.2019 22:26
    Highlight Highlight Ein Polizistensohn aus Höngg, 6x Meister und 5x Cupsieger in der Schweiz, könnte den Grasshoppers das fehlende Fachwissen, als Sportchef oder President, vermitteln.
  • Tooto 06.06.2019 22:15
    Highlight Highlight Aarau hat es es diese Saison mit einem 1/3 von dem easy in die Barrage geschafft.
    (Ironie)


    So bescheiden ist das von GC nun überhaupt nicht. Aber ich freu mich drauf wenn sie dann etwas geärgert werden.
    • LebeauFortier 07.06.2019 06:10
      Highlight Highlight Das ist aber keine Ironie, sondern Zynismus. Da hilft alles Markieren nichts...
  • timeless 06.06.2019 22:09
    Highlight Highlight Fakt ist: der Schweizer Profi-Fussball ist eine gewaltige Geldvernichtungsmaschine. Ausnahmen sind an einer Hand abzuzählen: Basel, YB und evtl. noch Thun.
    Solange in Zürich kein vernünftiges Fussballstadion steht, ist die Attraktivität, ein Spiel live zu verfolgen minim.
    Die Zuschauereinnahmen sind gegenüber früher fast vernachlässigbar. Nur die Clubs, die international erfolgreich spielen, können selbsttragend operieren. Wer es nicht regelmässig dorthin schafft, lebt von Geldgebern, die das Fass ohne Boden ständig füllen. Wie lange war Servette weg vom Fenster? GC kommt wieder, nur Geduld.
  • Sir Konterbier 06.06.2019 20:53
    Highlight Highlight Den Hoppers bleibt das allerschlimmste erspart? Das ist ein schlechter Witz! Das allerschlimmste Szenario ist hier eingetreten. Ich bevorzugte einen Bankrott und Neuanfang in der 2. Liga mit Leuten wie Fetscherin, Cabanas etc. als auch nur eine Sekunde weiter mit Anliker in diesem Verein.

    Anliker muss GC um jeden Preis verlassen, sonst kommt das niemals gut. Ich hoffe einfach bis zum neuen Hardturm haben wir ein paar Hoppers auf dem Platz und in der Führung, dann kommt vielleicht auch wieder sportlicher Erfolg. Hopp GC 🔵⚪️
    • mukeleven 06.06.2019 21:59
      Highlight Highlight yup - absolut teile deine meinung, aber denn fetscherin lassen wir bitte in arosa, der macht dort oben nämlich einen wahnsinns-job beim ehc.
    • bcZcity 07.06.2019 00:01
      Highlight Highlight Egal was gebaut wird, es wird nicht Hardturm heissen und auch nicht der Hardturm sein. Besser als der Letzi wird es aber sicher!
  • Eifach_öpis 06.06.2019 20:50
    Highlight Highlight Ich sehe GC in nächster Zeit nicht in der Super League. Es wird nur schon Jahre dauern bis die Strukturen wider einigermassen Aufgebaut sind.
  • Cyrillius 06.06.2019 20:26
    Highlight Highlight Das schlimme ist nicht das Budget, sondern wenn man sich anschaut wer bei Gc in nächster Zeit das sagen hat. Die für den Sport verantowortlichen Bollendorf und Jankowski,welche beide für den Abstieg und die Misstände im Nachwuchsbereicch massiv mitverantwortlich sind, sind nur das naheliegendste Beispiel dafür.
    • Platonismo 06.06.2019 22:10
      Highlight Highlight Der Horror geht genau gleich weiter. Bollendorf als Chefscout war neben Walther der Baumeister des Untergangs. Seine Weiterbeschäftigung ist eine Bankrotterklärung, schlimmer als der Abstieg...
    • jaähä 06.06.2019 23:21
      Highlight Highlight Jankowski ist zusammen mit von moos noch einer der wenigen der im Verein gute Arbeit leistet. Der GC Nachwuchs läuft gut, für diese einzelfälle kann jankowski nichts. Sonst gebe ich dir aber 100% recht.
  • Pana 06.06.2019 20:18
    Highlight Highlight 13.6 Millionen soll ein "bescheidenes" Budget sein?

    Gemäss Google spielen St. Gallen mit etwa 8, Thun mit 6 Millionen in der NLA.
    • Canuck 06.06.2019 20:28
      Highlight Highlight Die Fixkosten sind sehr hoch (ca. 6 Mio.). Ergo beträgt das Budget für das Kader rund 7.5 Mio.
    • Cyrillius 06.06.2019 20:32
      Highlight Highlight Stimmt grundsätzlich, berSt Gallen spielt mit 8 Mio Budget für die erste Mannschaft, zusätzlich müsste man noch mindestens 3 Millionen für den Nachwuchs dazurechnen. Bei Gc hingegen fallen 4 Millionen schon alleine für Nachwuchs und Campus an, was die Mittel für die erste Mannschaft deutlich einschränkt.
    • Sihlwahn 06.06.2019 20:34
      Highlight Highlight Eine andere Quelle spricht von einem Thuner Budget von 12 Millionen.
      Dazu soll GC diese Saison ein Budget von 20 Millionen gehabt haben.
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