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Ciriaco Sforza wird als neuer Cheftrainer des FC Basel 1893 vorgestellt in Basel, am Donnerstag, 27. August 2020. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Ciriaco Sforza tritt erstmals als FCB-Trainer vor die Medien. Bild: keystone

Sforza wird vorgestellt, doch Burgener spricht: «In Basel zählt nur der Meistertitel»



Der FC Basel hat seinen neuen Trainer Ciriaco Sforza offiziell vorgestellt. An der Medienkonferenz ging es aber auch um viele andere Themen, die den FCB momentan umschwirren.

«Das Ziel ist, Erfolg zu haben. Es ist auch Erfolg, junge Spieler weiter zu entwickeln. Wir müssen den Jungen eine Chance geben und eine Winner-Mentalität entwickeln.»

Ciriaco Sforza

Bei seiner Präsentation als neuer Trainer des FC Basel konnte Ciriaco Sforza weniger als 24 Stunden nach der Vertragsunterzeichnung noch nicht viel kommunizieren. In Sachen Zielsetzung blieb er vage. «Wir wollen Erfolg haben und die Jungen weiterentwickeln», sagte der 50-Jährige, der am Mittwoch beim FCB einen Vertrag über zwei Jahre unterschrieben hatte.

Was für den FC Basel als Erfolg gilt, sagte dafür der Präsident Bernhard Burgener: «Hier in Basel gilt nur der Meistertitel. Das erwarten die Fans und die ganze Stadt. Auch international wollen wir erfolgreich sein, und wir wollen wieder in den Cupfinal. Nur den Cup zu gewinnen wie in der letzten Saison (2018/19 – Red.), reicht nicht.»

«Wenn der Tiefpunkt der 3. Platz in der Meisterschaft, die Europa-League-Viertelfinals und der Cupfinal sind, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.»

Bernhard Burgener

Beim Pingpong mit den Medien stand Burgener deutlich mehr im Fokus als Sforza. Angesprochen auf die Kritik an seiner Person, gab sich der Präsident kämpferisch. «Die Kritik verstummt, wenn wir Meister werden. Aber ein Haar in der Suppe findet sich immer. Ich wusste, dass es schwierig wird, aber ich halte an meinem Konzept fest. Eigentlich haben wir es im Griff.»

Wie er das meinte? Burgener verwies auf die Leistungen der aktuellen Saison (auf dem Rasen), die am Sonntag mit dem Cupfinal gegen die Young Boys zu Ende geht. «Wenn der Tiefpunkt der 3. Platz in der Meisterschaft, die Europa-League-Viertelfinals und der Cupfinal sind, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.»

«Ich besitze den Klub und habe eine Verantwortung. Ich gehöre ans Ruder und muss das Schiff durch den Sturm führen. Ich bin kein Schettino»

Bernhard Burgener

Positive Neuigkeiten hatte Burgener von der finanziellen Front zu verkünden: Die Liquidität spiele eine zentrale Rolle. Am Anfang hätten sie gewusst, dass es bis zum Sommer reichen würde, jetzt seien sie sicher, dass es bis zum Februar oder März reichen würde, so Burgener. (abu/sda)

Der Liveticker zum Nachlesen:

Ticker: 27.8. FCB Sforza

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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chris-Be 28.08.2020 11:07
    Highlight Highlight Schön wie Burgener noch von "Konzept" spricht... mir ist das Rot-Blau für immer egal, ich war noch nie Fan von Spielern mit "reinem" Basler Hintergrund, sondern von solchen, welche auf dem Rasen für den Verein gekämpft haben bis zum Ende. Aktuell gefällt mir ein Cabral tausendmal besser, als ein Stocker oder Frei, welche als Leader ihre Leistung nicht bringen.
    Ausserdem zählen in Basel nicht nur Titel und europäische Spiele, sondern Spiele, nach denen wir Fans nach Hause gehen und wissen, dass die Mannschaft alles gegeben hat. Egal ob Sieg oder Niederlage.
    #burgenerout #odermattout #heriout
  • Blocher Jo 28.08.2020 07:06
    Highlight Highlight Nach dieser PK muss ich sagen: Bin seit Jahrzehnten FCB Anhänger, auch in NLB Zeiten. Immer loyal, was die Führung anbetrifft; bis gestern Bernhard Burgener mit seinen Durchhalteparolen das Fass zum überlaufen brachte. Jemand, der in dieser Situation von Meistertitel und europäischem Fussball spricht, ist ein unglaubhafter Plauderer. Herr Burgener, lassen sie sich von wirklichen Fussballexperten beraten oder geben sie den Klub ab. Herr Sforza tut mir jetzt schon leid, aber ich hoffe, dass er aus dieser Konstellation das Beste macht und der unsägliche "baasler Deig" den Hut nimmt beim FCB!
  • jMe 28.08.2020 06:38
    Highlight Highlight Er wirds nicht einfach haben!
  • Noblesse 27.08.2020 22:01
    Highlight Highlight Sforza sei auf dem Platz als Trainer sackstark. Sodann wartet mal ab, wie die daherkommen. Dann könnt ihr immer noch motzen oder aber auch schweigen!
  • Lucernefan 27.08.2020 21:19
    Highlight Highlight Oh wie ich mich auf die Matchinterviews mit Ciri nach dem Spiel freue! Jaja, mol, si händ vill glernt ond sich witerentwicklet. aber leider hemer glich scho weder verlore. 😅
  • Helios 27.08.2020 20:15
    Highlight Highlight Was eigentlich am meisten verwundert ist die inkonsequente Umsetzung der Strategie.

    Warum musste Wicky gehen, verfügte er doch genau über dasselbe Profil wie Ciri?

    Retrospektive war Wicky doch reltaiv erfolgreich unterwegs (nota bene in seiner ersten Spielzeit als Trainer in der höchsten Spielklasse!), baute Talente in die Mannschaft ein, welche für viel Geld verkauft werden konnten und führte die Mannschaft in eine sensationelle internationale Kampagne.
  • Lars mit Mars 27.08.2020 20:00
    Highlight Highlight Hihi, sie sind lustig, diese Baseler.
    • Vinyl only 27.08.2020 21:12
      Highlight Highlight dein pseudonym auch, hihi
  • McStem 27.08.2020 19:36
    Highlight Highlight Mich beschleicht da ein Gefühl, dass da bereits schlecht kommuniziert wurde. Da ist eine eindeutige Diskrepanz zwischen "junge Spieler entwickeln ist auch Erfolg" und "Es zählt nur der Titel".
    • Switch_on 27.08.2020 21:21
      Highlight Highlight Schlechte Kommunikation beim FCB? Das wäre ja seit Burgener da ist was ganz neues😅
  • ponebone 27.08.2020 18:12
    Highlight Highlight Ich hab da mal ne Frage an all die fleissig kommentierenden FCB Fans hier (Linus Luchs, der echte Elch, Asmodeus oder wer sich angesprochen fühlt 😉):
    versteht mich nicht falsch, auch ich finde, dass Burgener und Heri eine absolute Fehlbesetzung für ihre Posten sind und es im Interesse des FCB möglichst schnell zu einer Absetzung dieser kommen müsste, aber existieren denn im Raum Basel realistische Alternativen zu ihnen? Zumal jemand, welcher den FCB zur Zeit übernimmt, bis auf weiteres Ende Jahr das Defizit ausgleichen müsste. Das der Degen dies stemmen könnte, kann ich mir nicht vorstellen.
    • HenryJames 27.08.2020 20:28
      Highlight Highlight Es bleibt nur eine lösung: Rodscher Federer muss den Verein übernehmen, Dann kommt's gut.
    • 90er 27.08.2020 20:50
      Highlight Highlight Eric Sarasin oder Jacques Herzog z.B.
    • Vinyl only 27.08.2020 21:14
      Highlight Highlight das gäbe es vielleicht schon, nur will keiner den club so übernehmen, ein teufelskreis. ausser investoren, die keiner will und das ganze verschlimmbessern. die lage ist verzwickter als man denkt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peppa 27.08.2020 17:47
    Highlight Highlight Brot und Spiele. Ciriaco, leider bist nur das Opfer von Burgener.
  • TheKen 27.08.2020 17:34
    Highlight Highlight Also wenn für Burgener nur der Meistertitel gut genug ist, dann hat er jetzt dreimal hintereinander versagt. DJ er muss sofort zurücktreten. An seinen Ansprüchen gemessen.
  • Bruno Wüthrich 27.08.2020 17:30
    Highlight Highlight Wenn in der Organisation des FC Basel ebenso negativ gedacht wird, wie dies bei vielen Fans und "Kennern" der Fall ist, dann wird es tatsächlich nicht gut heraus kommen.

    Allerdings finde ich es schon etwas gewagt vom Präsidenten, in dieser Phase vom Meistertitel zu fabulieren. Dass dieser Ziel sein muss, ist völlig klar. Aber die Aussage, dass alles andere nicht zählt, kann unmöglich als "wohl überlegt" bezeichnet werden.

    Burgener hätte sagen können: Wir sind derzeit ziemlich weit vom Titel entfernt. Unser Ziel ist es, spätestens in drei Jahren wieder auf "unseren" Platz zurückzukehren.
  • N. Y. P. 27.08.2020 16:53
    Highlight Highlight Stmmt es,
    dass Sforza von Burgener noch 5 VHS Videokassetten als Antrittsgeschenk bekommen hat ?

    Nette Geste.

    Schält auch schön die Kernkompetenzen von Präsident Burgener heraus.
  • Black Cat in a Sink 27.08.2020 16:32
    Highlight Highlight Der Witz des Jahres: mit Burgener an der Spitze ist der Meistertitel eine Utopie!
  • IQ-Allergikersindluschtig 27.08.2020 15:46
    Highlight Highlight Fakt ist dass kein Trainer auf diesem Niveau die Leute Fussballspielen lernen muss. Es geht um Spielsystem und Kommunikation, hauptsächlich. Ciri war ein sehr guter Fussballer, wird aber mit seiner Verschwiegenheit / Kommunikationsschwäche nie sehr erfolgreich auf diesem Niveau sein. Das sagen bekannt gute Profis. Bsp. gefällig im O - Ton : "Der sagt kaum etwas und spricht viel zu wenig mit den Spielern" - "Du weisst bei ihm nie wo du 'stehst', was er meint" - "du weisst nicht wieso du spielst oder wieso du auf der Bank Platz nimmst". Das hat sich bei Insidern alles längst herum gesprochen.
    • Bruno Wüthrich 27.08.2020 17:18
      Highlight Highlight Das sagt einer, der wohl unter Sforza nur selten gespielt hat. Und weil er denkt, dass dies nicht in Ordnung war, und er eigentlich viel mehr Einsätze zu gut gehabt hätte, stänkert er jetzt rum.

      Wetten, dass es "Insider" gibt, die das genaue Gegenteil berichten.
    • Kak Attack 27.08.2020 20:00
      Highlight Highlight Wie er in der Garderobe und in Einzelgesprächen auf die Spieler eingeht weiss ich nicht, aber am Spielfeldrand gab es in dieser Saison in der CHL keinen aktiveren Coach.
      Gerade nach Corona konnte man gut zuhören, wie er seine Mannschaft pausenlos dirigierte. Bin weder Wil- noch Sforzafan, aber ich fands ziemlich eindrücklich und zT lehrreich.
  • Bert der Geologe 27.08.2020 15:12
    Highlight Highlight Wieso teilte er nicht mit, welche der "vielen Sportexperten" beim Entscheid dabei waren ? Ich tippe auf Karli und Heri, sowie als externer Experte, die Dame, welche das Bier servierte.
    • TodosSomosSecondos 27.08.2020 17:02
      Highlight Highlight man muss hier aber auch fair sein und ganz klar attestieren, dass die Bierdame mehr Sportsachverstand hat als Heri und Burgener zusammen.. zusammen mit Karli ergibt das dann etwa 0,7 Challengeleague-Durchschnitts-Sportchefs..
    • Bert der Geologe 27.08.2020 17:34
      Highlight Highlight Ich finde es einfach peinlich, von Transparenz zu reden und dann geheimnisvoll von "Experten" zu reden. Diese Widersprüche ziehen sich durch die ganze Kommunikation der Aera Burgener. Offenheit und Ehrlichkeit und vorausschauende Kommunikation ist unverzichtbar für die Führung eines Vereins dieser Grössenordnung. In diesem Fahrwasser braucht es nächste Saison keine speziellen Coronamassnahmen, weil die Fans zu Hause bleiben werden.
  • teha drey 27.08.2020 14:23
    Highlight Highlight Frage an Ciriaco Sforza: Was haben sie für einen Verein angetroffen?
    «Einen ruhigen und klaren Verein. Ein Verein mit einer klaren Philosophie!

    Man hat ihm aber schon erzählt, dass FCB nicht FC Brüttisellen ist, sondern DER FC Basel, oder?
    • Dan Rifter 27.08.2020 17:29
      Highlight Highlight Legitimes Beispiel, Brüttisellen hats schliesslich auf eine Saison im B geschafft Ende 80er oder Anfangs 90er (u.a. mit Uli Forte im Kader)
  • Quasi Modo 27.08.2020 14:08
    Highlight Highlight »Der Beschluss war einstimmig, dass Sforza die beste Wahl ist.»

    HA, der war gut
    • N. Y. P. 27.08.2020 17:12
      Highlight Highlight Eingegangene Stimmen 1

      Gültige Stimmen 1

      Ungültige Stimmen 0

      Leere Stimmen 0

      Somit einstimmiges Ergebnis zugunsten Sforzas.
    • Nicosinho 27.08.2020 17:32
      Highlight Highlight Die Ansprüche beim FCB sind gesunken...
    • TimK 27.08.2020 19:42
      Highlight Highlight Ich glaube das sogar. Damals mit Streller, diesmal mit Frei: die Vermutung liegt nahe, dass da Verträge nach Lust und Laune ohne Chef aufgesetzt wurden um ihn kindisch zu umspielen mit der Absicht es durchzuzwängele. Anders kann ich mir das nicht erklären.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glenn Quagmire 27.08.2020 13:53
    Highlight Highlight @Ralf: Für die Unvergessen Serie:

    Irgendwo lässt sich doch das Interview vom jungen Ciri finden, wo er ein Handspiel beging und ein Tor erzielte und sagte "ich bin halt ein Italiener, ein Schlitzohr..." war ja einige Tage lang ein Skandal in der BuLi.

Kommentar

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