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Der Schweizer Fussball-Nationalspieler Stephan Lichtsteiner gibt waehrend einer Medienkonferenz seinen Ruecktritt bekannt, am Mittwoch, 12. August 2020 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Am 12. August gab Stephan Lichtsteiner in Bern seinen Rücktritt bekannt. Bild: keystone

Interview

Ehemaliger Nati-Captain Stephan Lichtsteiner: «Mir ist es egal, ob ich geliebt werde»

Mit Stephan Lichtsteiner ist der erfolgreichste Schweizer Fussballer abgetreten. Der 36-jährige Luzerner im Gespräch über Image, Doppeladler und Emotionen.

Raphael Gutzwiller / CH Media



Stephan Lichtsteiner ist schon da. Vor ihm auf dem Tisch stehen die Reste seines Frühstücks auf der Terrasse eines Thalwiler Hotels. Sein grünes T-Shirt passt zu den Pflanzen im Hintergrund. Der ehemalige Fussballer wirkt locker, nippt an seinem Espresso und streckt zur Begrüssung die Faust hin.

Vor zwei Wochen sind Sie als Fussballprofi zurückgetreten. Sie bleiben nicht als Publikumsliebling in Erinnerung, sondern als Kämpfer und als Hitzkopf. Wie gehen Sie damit um?
Stephan Lichtsteiner: Im Fussball geht es nicht darum, von allen geliebt zu werden. Es geht darum, zu gewinnen und Erfolge zu feiern. Es gibt nur wenige, die so viel erreicht haben wie ich. Das war immer mein Ziel. Ich wollte es nie allen recht machen, sondern ging den Weg, der für mich stimmte. Mein Fokus lag immer auf dem Fussball, es ging mir nie darum, neben dem Platz im Mittelpunkt zu stehen.

Zum Rücktritt: Das war die Karriere von Stephan Lichtsteiner

In Ihren Anfängen bei GC machten Sie von sich reden, weil Sie oft ausgetickt sind. Später wurde dies besser. Was hat sich verändert?
Man muss in jungen Jahren als Profifussballer schon perfekt sein. Der Druck ist hoch. Aber ich wusste immer: Solange die Diskussionen um mein Verhalten und nicht um die fussballerischen Fähigkeiten gehen, bin ich auf einem guten Weg. Ich musste lernen, mit dem Ehrgeiz, dem Druck und meinen Emotionen besser umzugehen.​

Auch später haben Sie aber noch gerne und oft mit dem Schiedsrichter emotional diskutiert. Was geht Ihnen heute durch den Kopf, wenn Sie solche Bilder sehen?
Ich kann in jeder Situation sagen, worüber ich mit dem Schiedsrichter diskutiert habe. Ich habe die Kommunikation oft gesucht, sie ist wichtig. Für mich ging es immer darum, das Maximum herauszuholen. Auf dem Feld ist es wichtig, zu korrigieren. Zudem gab es auch Momente, in denen ich merkte, dass es ein Zeichen braucht. Manchmal kann man mit einer Aktion den Funken zünden, das Team wecken oder die Stimmung verändern. Das sind Dinge, für die man den richtigen Charakter haben muss. Das kann nicht jeder. Man muss Leaderqualitäten haben.​

ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON STEPHAN LICHTSTEINER --- Swiss defender Stephan Lichtsteiner, right, speaks to Baris Simsek, Additional assisant referee, left, during the UEFA EURO 2016 qualifying match Switzerland against England at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, Monday, September 8, 2014. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Stephan Lichtsteiner hatte keine Angst davor, dem Schiedsrichter seine Meinung zu sagen. Bild: keystone

Sie kamen verhältnismässig spät in die Nationalmannschaft. Im November 2006 haben Sie gegen Brasilien Ihr erstes von 108 Länderspielen absolviert. Wie blicken Sie darauf zurück?
Es war sicher noch eine andere Zeit. Man musste über Jahre Leistung zeigen, ehe man ins Nationalteam kommen konnte. Das hat sich geändert, heute geht es schneller. Nach meinem ersten Jahr in Lille war ich schon davon überzeugt, dass ich an der WM 2006 in Deutschland hätte dabei sein sollen. Leider war dem nicht so. Ich habe mir dann gesagt: «Jetzt erst recht.»

Bei Ihrem Debüt gegen Brasilien waren alle erstaunt über Ihren guten Auftritt. Sie auch?
Nein, ich gab einfach Vollgas und dachte nicht viel nach. Ich war nervös, aber ich konnte eigentlich fast nichts verlieren. Die ersten Spiele sind die Einfachsten. Niemand erwartet etwas. Später wird es schwieriger, die Erwartungen steigen. Man muss seine Leistung immer wieder bestätigen.

Das haben Sie 14 Jahre lang gemacht, spielten für die Schweiz insgesamt an fünf Endrunden. Von aussen hat sich das Team in dieser Zeit enorm verändert. Wie nahmen Sie dies innerhalb wahr?
2006 war die Mentalität noch eine andere. Der Weg des Teams ging aber stetig nach oben. Wir hatten eine grossartige Zeit mit Hitzfeld und mit Petkovic ging es positiv weiter. Von der Qualität und dem Zusammenhalt her steht dieser Mannschaft nichts im Weg.

«Man schaut zu viel darauf, wie die Bevölkerung das Nationalteam sieht.»

Stephan Lichtsteiner

Dies scheint sich verändert zu haben. Am Anfang Ihrer Nationalmannschafszeit gab es Grüppchen von Romands und Deutschschweizern, später gab es Debatten um Alex Frei und Marco Streller. Nun wirkt das Team wie eine Einheit.
Ich hatte nie das Gefühl, dass es in der Mannschaft Probleme gab. Natürlich gibt es immer wieder Konflikte, das ist normal. Doch meistens wurden die Themen von aussen an uns herangetragen. Das ist ein gutes Zeichen, denn es bedeutete, dass es sportlich funktioniert. Als wir 2012 eine Qualifikation verpasst haben, war das ganz anders.

Switzerland's midfielder Granit Xhaka, left, gives back the captain armband to Switzerland's defender Stephan Lichtsteiner, right, after the UEFA Euro 2020 qualifying Group D soccer match between Switzerland and Republic of Ireland, at the Stade de Geneve, in Geneva, Switzerland, Tuesday, October 15, 2019. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Ex-Captain Lichtsteiner (rechts) und sein Nachfolger Granit Xhaka. Bild: KEYSTONE

2015 sprachen Sie von «richtigen» und «anderen» Schweizern und meinten, man müsse aufpassen, dass das Nationalteam das richtige Image habe. Ist es inzwischen so, wie Sie sich das wünschen?
Die Aussage wurde sehr hoch gehängt. Ich denke, dass der Fokus mehr auf dem Fussball liegen sollte. Und dort ist die Schweiz seit Jahren erfolgreich. Man schaut zu viel darauf, wie die Bevölkerung das Nationalteam sieht. Es geht um Fussball. Und dort fehlt wenig, um endlich das Ziel des Viertelfinal-Einzuges erreichen zu können. Es wird immer eine Polemik darüber geben, ob Spieler die Nationalhymne singen oder nicht, aber wichtig für den Sport ist dies nicht.

Lichtsteiners Titelsammlung ist imposant

Stephan Lichtsteiners Karriere ist allein schon wegen seiner Titelsammlung imposant. Insgesamt holte der 36-Jährige 17 Titel, 14 davon alleine mit Juventus. Seine Karriere beginnt beim beschaulichen FC Adligenswil, wo er aufgewachsen und sein Vater der erste Trainer ist. Rasch zieht er zum FC Luzern weiter. Mit 16 wechselt er in den GC-Nachwuchs. Mit den Grasshoppers holt er 2003 seinen einzigen Schweizer Meistertitel.
Im französischen Lille reift Lichtsteiner zum Nationalspieler. Danach geht es für drei Jahre zu Lazio Rom, ehe 2011 bei Juventus Turin seine erfolgreichste Zeit beginnt. Sieben Mal gibt es den Meistertitel, zweimal steht Juventus im Endspiel der Champions League. Zuletzt spielt Lichtsteiner je ein Jahr für Arsenal und für den FC Augsburg. Für die Schweiz absolviert Lichtsteiner 108 Länderspiele. Er nimmt an drei WM-Endrunden und zwei EM-Endrunden teil.

An der WM 2018 haben Sie nach dem Serbien-Spiel wie Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri den Doppeladler gezeigt. Haben Sie damals unterschätzt, was dies auslösen könnte?
Ich glaube, dass die Medien es damals verpasst haben, die ganze Geschichte richtig zu transportieren. Am Fernseher war es nicht möglich, zu erfassen, wie die Situation im Stadion wirklich war. Die Journalisten, die im Stadion waren, haben jene Stimmung mit den heftigen Provokationen mitgekriegt.

Sie kritisieren damit also vor allem die Medien.
Was geschehen ist, ist geschehen. Aber wenn man weiss, was vor Ort abging, sollte man Verständnis zeigen. Mir ging es um Solidarität. Es sollte zeigen: Wenn wir Schwierigkeiten haben, stehen wir als Team zusammen.

«Viele sehen nur meine Erfolge. Aber mir bleiben die bitteren Niederlagen mehr.»

Stephan Lichtsteiner

Im Gegensatz zu anderen Spielern gehörten Sie bis zum Schluss Ihrer Karriere dem Nationalteam an. Warum ist das Verhältnis von Ihnen zur Nati so speziell?
Da geht es nicht um das Nationalteam, sondern um meinen Charakter. Ich wollte dabei sein, bis es nicht mehr reicht. Man kann nach einem Höhepunkt zurücktreten. Doch wann ist der Höhepunkt erreicht? Wenn ich nach dem ersten Meistertitel bei Juventus aufgehört hätte, hätte ich die anderen sechs nicht geholt. Ich probiere lieber etwas und scheitere, als es gar nicht zu probieren. Darum bin ich mit 34 zu Arsenal und mit 35 zu Augsburg gewechselt. Es gibt nur wenige Spieler mit meinem Renommee, die diesen Schritt machen. Es wäre einfacher gewesen, in die USA, nach China oder sonst wo hin zu wechseln. Doch ich wollte mich in das Nationalteam zurückkämpfen und das habe ich geschafft. Ich wäre mit 36 Jahren an einer EM dabei gewesen, wenn sie nicht verschoben worden wäre. Mich macht dies stolz.

Bildnummer: 10573392  Datum: 13.05.2012  Copyright: imago/Anan Sesa
Alexander MANNINGER, Stpehan LICHTSTEINE, Giorgio CHIELLINI (Juventus campione d Italia) Torino 13/05/2012 Stadio Juventus stadium Serie A 2011/2012 Football Calcio Juventus Turin - italienischer Meister 2011/2012  PUBLICATIONxNOTxINxITAxFRA allexsabba; Fussball ITA Serie A 2011 Meister Meisterfeier Feier Juve Turin Scudetto xmk x1x 2012 quer Aufmacher premiumd  o0 Sieg, Sieger Pokal, Troph

2012 holte Stephan Lichtsteiner seinen ersten von sieben Meistertiteln mit Juventus. imago images / Insidefoto

Sie planen Ihre Zukunft zweigleisig. Zum einen möchten Sie die Trainerdiplome absolvieren, Sie schauen aber auch in die Wirtschaft hinein. Wie sieht es aus, wenn Stephan Lichtsteiner in die Wirtschaft Einblick erhält?
Das ist auch für mich noch schwer beantworten. Ich will nicht überall reinschauen, viel kennt man schon. Es geht eher darum, mit Menschen zu sprechen, die Karriere in einem Bereich gemacht haben. Von solchen Personen möchte ich lernen. So oder so werde ich – ob als Trainer oder in der Wirtschaft – mal auf die Schnauze fallen. Das war auch als Profi so. Viele sehen nur meine Erfolge. Aber mir bleiben die bitteren Niederlagen mehr. Zwei Mal verlor ich den Champions-League-Final mit Juventus, einmal den Europa-League-Final mit Arsenal. Das sind Momente, die mich prägten und antrieben.

Sie hätten noch bei einem Schweizer Verein einen Vertrag bekommen können, haben sich aber dagegen entscheiden. Warum?
Fussball ist meine Leidenschaft, es macht immer noch Spass. Aber ich habe geplant, meine Karriere mit 36 zu beenden. Zudem kann man sich nicht belügen: Ich kann zwar immer noch gut kicken, aber ich weiss, wie gut ich einmal war. Es ist frustrierend, wenn man merkt, dass man nicht mehr auf dem Niveau ist, auf dem man einmal war.

Im Fussball haben sie jahrelang viele Emotionen gezeigt. Wo lassen Sie künftig Ihre Emotionen raus?
Das brauche ich nicht. Ich muss nicht herumschreien. Privat bin ich ein anderer Mensch als auf dem Feld. Bei mir waren die Emotionen im Fussball so gross, weil ich immer alles machen wollte für den Sieg. Das ist auch jetzt noch in jedem Spiel so. Ich muss mich selbst beim Joggen bremsen, weil ich immer noch jenes Tempo gehen möchte, das ich als Profi rannte.

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21Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 30.08.2020 14:54
    Highlight Highlight Vielen Dank für alles, das Du in all den Jahren für den schweizer Fussball geleistet hast Steph!

    Und meinen vollen Respekt für diese Aussage:

    "Zudem kann man sich nicht belügen: Ich kann zwar immer noch gut kicken, aber ich weiss, wie gut ich einmal war. Es ist frustrierend, wenn man merkt, dass man nicht mehr auf dem Niveau ist, auf dem man einmal war."
  • Dave1974 30.08.2020 10:31
    Highlight Highlight Ein Ex-Club von Lichti hat übrigens kürzlich den FA-Cup gewonnen und gestern auch den ersten (ja, unwichtigen) Topf der neuen Saison.

    Kein Sterbenswörtchen darüber.
  • Mia_san_mia 30.08.2020 07:28
    Highlight Highlight Legende 💪🏻💪🏻💪🏻
  • [CH-Bürger] 29.08.2020 23:24
    Highlight Highlight Arrogant und ignorant, Punkt!

    er mag viele Titel errungen und mitverdient haben. Aber Aussagen wie "für jemanden mit einem Renommée wie ich" und "früher musste man über Jahre eine gute Leistung zeigen [um ins Nationalteam zu gelangen], heute geht das viel schneller" zeugen von mangelnder Selbstreflektion und Respekt gegenüber anderen.
    Und seine Aktion mit dem Doppeladler finde ich nach wie vor total daneben. Zeigt, dass er sich der Wirkung nach aussen nicht bewusst ist! In einem Teamtrikot mag man sowas noch verzeihen - aber im Natitrikot nicht, einfach nicht!
  • Lemmyking 29.08.2020 22:05
    Highlight Highlight Ich ziehe den Hut vor deiner sensationellen Karriere als Profi-Fussballer #26. Habe besonders deine unfassbar erfolgreiche Zeit bei Juve eng verfolgt und nur wenige Spiele verpasst. Mit deiner Sieger-DNA warst du zweifelsohne auch am richtigen Ort, denn um dich herum waren nur Gleichgesinnte. Auf dem Platz konnte man sich auf dich und deine Kämpferqualitäten verlassen. Lo Svizzero zerriss sich für die Farben die er trug. Aufopferungsbereitschaft ohne Ende. Die Juve-Fans haben dich nicht vergessen. In ihren - in unseren - Herzen wirst du immer ein Juventino bleiben. Grazie Licht! Grande!
  • Gubbe 29.08.2020 20:33
    Highlight Highlight Beim lesen des Interviews begann es im Zimmer unangenehm zu riechen - bei all dem Selbstruhm.
    • ksayu45 30.08.2020 02:14
      Highlight Highlight Sein Leistungsausweis mit all den Länderspielen und internationalen Titeln sucht in der Schweiz seinesgleichen. Das ist nun mal einfach Fakt.

      Er war ein Spieler, der neben seinem soliden Talent, zweifellos von seinem Ehrgeiz und Selbstvertrauen gelebt hat. Nur in der Schweiz wird das einem so erfolgreichen Spieler als Selbstruhm oder Arroganz ausgelegt. Ich finde, hier sollte man vermehrt auch solche Charaktere respektieren, die halt vielleicht nicht dem Paradebeispiel der Schweizer Bescheidenheit entsprechen.
  • Barracuda 29.08.2020 20:19
    Highlight Highlight Als junger Hitzkopf als er noch bei GC spielte, war mir Lichtsteiner anfänglich alles andere als sympathisch. Unterdessen habe ich eine komplett andere Meinung von ihm. Er hat eine unglaubliche Entwicklung durchgemacht. Natürlich war er immer heissblütig, aber im positiven Sinn. Er war immer mit Herzblut dabei und ist über die Jahre zu einer richtigen Leaderfigur geworden. Solche Spieler, die sich wie Lichtsteiner in den Dienst der Mannschaft stellen, findet man immer seltener.
  • Erklärbart. 29.08.2020 20:01
    Highlight Highlight «Mir ist es egal, ob ich geliebt werde»

    Eine der besten Einstellungen die man (heutzutage) haben kann. 😎
    • cola 3.2.1.. 30.08.2020 07:28
      Highlight Highlight Nja. Das Zitat könnte auch von Assad oder Lukashenko stammem. 😁
  • Pipikaka Man 29.08.2020 19:29
    Highlight Highlight Fand 2018 hat sich die Nati selbst diskreditiert als guter Vertreter der Schweiz. Ich habe mich nicht repräsentiert gefühlt noch habe ich das gefeiert. Die Nati wurde missbraucht um einen Ausländischen Konflikt auszutragen in dem Spiel. Behrami war da sogar am gescheitesten und hat bei dem Ding nicht mitgemacht. Er war weitsichtig und die anderen aus dem Balkan wie Gavra etc auch nicht. Man hätte die dummen Serben Fans ignorieren sollen, so wäre man besser dagestanden. Da hat Lichti sich in etwas schlechtes einspannen lassen leider.

    PS: Ich hoffe das es freigeschaltet wird.
    • ksayu45 30.08.2020 02:05
      Highlight Highlight Jeder, der schon mal in einem mittelmässigen Amateurverein (Fussball oder was auch immer) gespielt hat, weiss, dass in besonderen Momenten die Emotionen mal überkochen können. Ich kann ihn gut verstehen, wenn er sich im Affekt durch den Doppeladler mit den Teamkollegen solidarisieren wollte. Unter diesem Aspekt, finde ich die Aktion von ihm als Captain und Leader eigentlich fast schon rührend. Meiner Meinung nach wurde bzw. wird es damals wie heute ziemlich überbewertet.
    • Mia_san_mia 30.08.2020 07:40
      Highlight Highlight Das war das Beste, dass er je gemacht hat 👐🏻👐🏻👐🏻
  • MyErdbeere 29.08.2020 19:07
    Highlight Highlight Solche Charaktere bräuchte es häufiger bei den aktuellen Topklubs. Einer, der halt auch mal die Faust auf den Tisch haut. Punkto Vorbildfunktion nicht immer optimal, aber sein Charakter hat auch seine Vorzüge (Kämpferherz usw). Man kann auch anderer Meinung sein, aber ich habe ihn stets für seine Art geschätzt.
  • Doppelpass 29.08.2020 18:38
    Highlight Highlight Geliebt oder nicht, er ist bereits eine Legende!
    Einer der grosses erreicht hat, einer mit Ecken und Kanten, der nie ein Blatt vor den Mund genommen hat!
    Danke!
    • Pipikaka Man 29.08.2020 19:34
      Highlight Highlight Mag ihn sehr, 2018 gegen Serbien war halt sein Makel, sonst ein Legendspieler für die Schweiz und immer alles gegeben!
    • Mia_san_mia 30.08.2020 07:41
      Highlight Highlight @Pipikaka: Wie bitte? Das war das beste, was er je gemacht hat!
  • Tschügge9 29.08.2020 17:40
    Highlight Highlight Seine grosse Klappe und seine Gestik auf dem Spielfeld haben mich immer sehr geärgert und genervt. Hat überhaupt nichts mit Leadership zu tun. Weit überschätzter Spieler.
    • Glücklicher 29.08.2020 17:57
      Highlight Highlight Tut es gut, einem am Ende einer Karriere (in einer Kommentarspalte) noch eins drauf zu geben?
    • Staedy 29.08.2020 18:16
      Highlight Highlight Ich, ich und ich und nochmals ich. Er findet nur Worte für sich, Er hatte auch liebe Mitspieler und Trainer. Aber die erwähnt er null. Ok beiläufig noch den Ottmar und Vladimir genannt. Fussballerisch kein Mehrwert für eine Mannschaft, dafür viel Kampf und übertriebene Aggressivität. Ich werde ihn ganz sicher nicht vermissen. Seine Worte zeugen von falsch gelebtem Ehrgeiz und fehlendem Demut.
    • BöserOnkel 30.08.2020 00:28
      Highlight Highlight Nun ja, es mag sympathischere Typen geben als Lichsteiger, aber das ist einer der Sorte Spieler die du lieber im eigenen Team hast, als beim Gegner. Der hat der Nati ganz sicher einen Mehrwert gebracht! Wer was anderes behauptet verwechselt seine subjektive Ansichten über ihn mit seinen fußballerischen Qualitäten.

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