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Geschäftsführer Jimmy Berisha will GC in eine erfolgreiche Zukunft führen. bild: gcz.ch

Interview

GC-Geschäftsführer Berisha: «Grosse Transferausgaben wollen wir uns nicht leisten»



Die Grasshoppers haben seit letzter Woche mit der Chinesin Jenny Wang eine neue Besitzerin. Auch die operative Führung wurde neu aufgestellt. An deren Spitze steht nun Jimmy Berisha als Managing Director. Bisher war der 38-Jährige im Fussball als Spielervermittler und Berater tätig.

«Die Fussballkompetenz ist die gleiche», sagt Berisha. «Der grosse Unterschied besteht darin, dass ich ein Unternehmen mit rund 100 Angestellten führen werde.» Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA nahm Berisha zu verschiedenen Fragen Stellung.

Herr Berisha, wie kam es zum Kontakt mit den neuen Besitzern?
Zusammen mit dem neuen Generalsekretär, Samuel Haas, pflegen wir seit längerer Zeit engen Kontakt zu den Investoren. Wir konnten unseren Partner Jorge Mendes, den Berater von Cristiano Ronaldo, vom Potenzial des Klubs überzeugen. Er stellte dann den Kontakt zur Investorin her. Danach haben wiederum wir den Kontakt zwischen GC und der Investorin initiiert.

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Die beiden Neuen in der operativen Führung stellen sich vor. Video: YouTube/Grasshopper Club Zürich

Was wird Ihre Aufgabe sein?
Als Managing Director werden vorwiegend geschäftsführerische Tätigkeiten durch mich abgewickelt werden. Durch das länger bestehende Vertrauensverhältnis bin ich das Bindeglied zwischen dem Verwaltungsrat und der Operativen.

Welche Erwartungen haben Sie in sportlicher Hinsicht?
Der Aufstieg ist kurzfristig das oberste Ziel. Mittelfristig möchten wir uns in der Super League etablieren und uns Schritt für Schritt weiterentwickeln. Langfristig kann man im Fussball sowieso nicht bis ins letzte Detail planen. Die Ziele bleiben jedoch klar. Wir möchten GC wieder zu alter Stärke zurückbegleiten. Zu jener Stärke von 2003 mit dem letzten Meistertitel oder 2013 mit dem Cupsieg.

Die Grasshoppes Veroljub Salatic, links, und Marko Basic, rechts, nach der Niederlage beim Fussballspiel der Challenge League Grasshopper Club Zuerich gegen den FC Vaduz in Zuerich am Freitag, 31. Januar 2020. (KEYSTONE/Walter Bieri)

GC steht momentan nicht auf einem Aufstiegsplatz. Bild: KEYSTONE

Gibt es einen zeitlichen Fahrplan für das Erreichen der Ziele?
Da wir zum heutigen Zeitpunkt nicht wissen, wie die Saison weitergeführt wird, ist es schwierig eine genaue Prognose abzugeben. Jedoch ist das oberste Ziel, wie bereits erwähnt, der Aufstieg. Danach werden wir die Ziele neu definieren. Wichtig ist aber zu erwähnen, dass die Investorin Jenny Wang sich für ein langfristiges Engagement verpflichtet hat.

Kann man von GC in naher Zukunft grosse Transfers erwarten?
Grosse Transferausgaben wollen wir uns nicht leisten. Wir wollen der GC-Linie treu bleiben und weiterhin eigene junge Spieler in unserem Campus ausbilden, die anschliessend vielleicht den Weg ins Ausland finden. Es ist jedoch nicht unbedingt unsere Absicht, die besten Spieler vor ihrem sportlichen Zenit wieder abzugeben.

Gibt es einen Grundsatz, den Sie befolgen wollen?
Wir wollen den Verein auf ein hohes Niveau führen. Und dies Schritt für Schritt. Alle sollen etwas davon haben: die Mitarbeiter, die Fans, die Spieler und auch die Inhaberschaft. Wir werden aber von den Grundsätzen, welche GC heute und auch in den letzten Jahren verkörpert hat, nicht abweichen.

Was werden Ihre ersten Schritte sein mit GC?
Wir werden uns zuerst ein Bild vom vorhandenen Know-how verschaffen und alle Mitarbeiter persönlich kennenlernen. Wir sind in erster Linie hier, um die bestehende Struktur zu festigen und zu verstärken. Wir sind uns sicher, dass wir auf die bestehenden Mitarbeiter zählen können. Denn diese finanzielle Sicherheit, welche im Klub und somit in den verschiedenen Ressorts dank der neuen Investorin ab sofort vorhanden ist, gab es bei GC seit längerem nicht mehr.

Die Fragen wurden schriftlich beantwortet. (pre/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Raubleugel 15.04.2020 18:01
    Highlight Highlight An alle die es nicht kennen. Es gibt im Fussball ein financial fairplay. Kurz gesagt es darf nur soviel ausgegeben werden wie eingenommen wird. Da Gc ja immer so wenig einnimmt, wird es sehr schwierig mit guten Transfers obwohl vielleicht das Geld da wäre.
    • sanoi 15.04.2020 21:59
      Highlight Highlight Naja, diese Financial Fairplay kommt erst zum tragen wenn ein Team international spielt. Bis Gc eieder so virl Klasse hat gehts wohl noch ein paar Jahre🤷‍♂️🤑
  • sanoi 15.04.2020 17:59
    Highlight Highlight "Wir werden aber von den Grundsätzen, welche GC heute und auch in den letzten Jahren verkörpert hat, nicht abweichen."
    Ich interpretiere jetzt mal was das bedeuten soll. Konzeptlosigkeit, null Konstanz bei Mannschaft und Staff und chronische Erfolglosigkeit.
    Ich wünsche mir, dass nun ehemalige GC-Grössen mit viel Know-how wie Christian Gross, Mats Gren, Ricci Cabanas, Smiljanic, Pascal Zuberbühler und als Trainer Bruno Berner ins Boot geholt werden.
    Aber wenn man mit leeren Floskeln, wie in diesem Interview weiterbasteln will, dann hätte man auch beim alten Nichtsnutz Anliker bleiben können.
    • mukeleven 15.04.2020 19:29
      Highlight Highlight harte kritik.
      deckt sich aber in voller breite mitmeiner einschätzung.
      ich lasse mich aber gerne vom gegenteil überzeugen und eines besseren belehren.
  • Hipster mit Leggins 15.04.2020 17:44
    Highlight Highlight Die Standardantworten. Typisches Marketing-Gelaber, kommt mir vor wie ein Spieler-Interview nach einem Spiel. Immer die gleichen Floskeln. Haben wir schon viel gehört und dann anders erlebt. Also zerscht liefere, denn lafere...
  • Jogut 15.04.2020 17:28
    Highlight Highlight Gar nicht so verkrampft die zwei 😄
  • PostFinance-Arena 15.04.2020 16:10
    Highlight Highlight Ich befürchte, dass die ganze Angelgenheit sportlich erfolgreich sein wird...irgendwie andere Ausgangslage als bei Wil, Xamax, Servette, etc...
    • hopplaschorsch12 15.04.2020 16:42
      Highlight Highlight logisch. es handelt sich ja auch um gc!
  • Woodi61 15.04.2020 16:09
    Highlight Highlight Es würde mich interessieren, warum das Interview schriftlich geführt wurde? Sonst könnte man auf die Idee kommen, bei GC habe man Angst vor Nachfragen oder Furcht vor der eigenen Medienkompetenz. Alles in allem wäre das nicht sehr vertrauenserweckend.
    • hopplaschorsch12 15.04.2020 16:43
      Highlight Highlight schon mal was von coronavirus (covid-19) gehört?
    • Konrad Konterbier 15.04.2020 16:43
      Highlight Highlight Coronavirus ist dir ein Begriff?
    • Forrest Gump 15.04.2020 16:52
      Highlight Highlight Ist Ihnen vielleicht entgangen, war ja auch nicht so präsent in den Medien, zurzeit geht da so ein Virus rum..
    Weitere Antworten anzeigen
  • ponebone 15.04.2020 16:09
    Highlight Highlight "Wir werden aber von den Grundsätzen, welche GC heute und auch in den letzten Jahren verkörpert hat, nicht abweichen."
    Totales Chaos ?!?
    Ich denke es wäre für sie besser, sie würden. Für den neutralen Beobachter des CH Fussballs kanns nur recht sein, FC Sion, FC Basel, zur Abwechslung mal FC Luzern und dann wieder GC, beste Unterhaltung garantiert :-))


    • Burkis 15.04.2020 16:35
      Highlight Highlight Die Grundsätze beziehen sich wohl auf eine konsequente Ausbildung des eigenen Nachwuchs.
    • ponebone 15.04.2020 16:47
      Highlight Highlight @ Burkis,
      schon klar, aber es klingt halt wirklich sehr amüsant, wenn man sich die letzten Jahre bei GC vor Augen hält ;)
  • Hans Jürg 15.04.2020 15:20
    Highlight Highlight «Grosse Transferausgaben wollen wir uns nicht leisten»

    Und auch wenn die wollten, könnten die sich das gar nicht leisten. :-)
    • hopplaschorsch12 15.04.2020 16:44
      Highlight Highlight wieso? begründen sie ihre aussage bitte.
    • Forrest Gump 15.04.2020 16:57
      Highlight Highlight Ja der neue Eigentümer hat auch nur schlappe 5 Mrd. auf der Seite..
    • Neunauge 15.04.2020 18:45
      Highlight Highlight Was GC schon immer an Charme fehlte, macht es jetzt halt wieder mit Geld wett.
  • gupa 15.04.2020 14:59
    Highlight Highlight Jenny und Jimmy, was für ein Dreamteam.

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