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From left to right on the back row, Switzerland's midfielder Denis Zakaria, Switzerland's defender Manuel Akanji, Switzerland's midfielder Granit Xhaka, Switzerland's forward Haris Seferovic, Switzerland's defender Stephan Lichtsteiner, Switzerland's defender Fabian Schaer, Switzerland's goalkeeper Yann Sommer, and from left to right on the front row, Switzerland's defender Ricardo Rodriguez, Switzerland's midfielder Steven Zuber, Switzerland's midfielder Blerim Dzemaili, Switzerland's midfielder Xherdan Shaqiri, pose for a group picture during the 2018 Fifa World Cup play-offs first leg soccer match Northern Ireland against Switzerland at Windsor Park, in Belfast, Northern Ireland, Britain, Thursday, November 9, 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Elf Fussballer, die einfach an eine WM gehören. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Warum ich, ein 22 Jahre junger Nati-Fan, jetzt den WM-Titel fordere

Die Freude über die WM-Qualifikation der Fussball-Nati ist gross, aber sicher nicht überschwänglich. Auch ich verfalle nicht in Ekstase. Aus einem simplen Grund: Die Schweiz gehört ganz einfach an eine Weltmeisterschaft. Ein Kommentar eines erfolgsverwöhnten 22-jährigen Nati-Fans.



Zum vierten Mal hintereinander steht die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft an einer WM-Endrunde. Das ist sensationell. Doch dieser Fakt zeigt eigentlich nur eines auf: Wir sind schon lange kein Fussballzwerg mehr.

Jetzt mal ehrlich: Hat vor der WM-Qualifikation wirklich jemand gedacht, dass die Schweiz nicht an die WM fahren würde? Ungarn, Lettland, Färöer, Andorra und jetzt noch Nordirland sind doch keine Gegner! Die Nati ist mit ihren Qualitäten schon lange nicht mehr nur die kleine Schweiz. Und so hochgestochen es als erfolgsverwöhnter 22-jähriger Nati-Fan vielleicht tönt, muss ich sagen: Die Schweiz hat mit der Endrunden-Qualifikation ihre Pflicht erfüllt. Mehr nicht.

epa06163470 St. Basil Cathedral on the Red Square is illuminated during the general rehearsal for the Spasskaya Tower International Military Music Festival on Moscow's Red Square, Russia, 25 August 2017. The festival will take place from 26 August to 03 September 2017.  EPA/SERGEI ILNITSKY

Russland, wir kommen! Bild: EPA

Bevor du motzt, ich solle mich über diese Erfolge in den letzten Jahren einfach freuen: Genau das will ich ja damit sagen. Ich bin begeistert darüber, eine derart stilsichere und starke Schweizer Nationalmannschaft zu erleben. Aber hören wir auf mit diesem ständigen schweizerischen Understatement. Natürlich ist es ein Privileg, eine derart starke Nationalmannschaft zu erleben. Doch so ist es nun eben. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Also stehen wir dazu, dass wir an eine WM gehören und führen uns auch so auf. Und geben wir uns nicht mehr mit so wenig zufrieden. Weltmeister will ich werden! Und nicht in einem Achtelfinal gut gespielt haben und trotzdem ausgeschieden sein. Tamisiech!

Die WM-Erfahrungen als 22-Jähriger Nati-Fan

WM 1998 in Frankreich

Ich bin drei Jahre alt. Nach dem Sandmännchen ist Feierabend. Frankreich ist Weltmeister? Kann man das essen?

French teammates from left : Zinedine Zidane, Marcel Desailly and Laurent Blanc hold the World Cup after France defeated Brazil 3-0 in the final of the World Cup 98at the Stade de France in Saint Denis, north of Paris, Sunday, July 12, 1998. (AP Photo/Michel Euler)

Ici pour petit Quentin: Zinédine, Marcel, Laurent et la coupe. Bild: AP NY

WM 2002 in Japan und Südkorea

Mit sieben Jahren hat mich die Faszination Fussball bereits gepackt. Und schnell ist mir klar: Wer im Fussball etwas erreichen will muss entweder aus Brasilien sein oder … ja, das wär's eigentlich.

Brazil forward Ronaldo celebrates with the Brazilian flag after they defeated Germany 2-0 in the 2002 World Cup final Sunday, June 30, 2002 in Yokohama, Japan. (AP Photo/Amy Sancetta)

Ronaldo: Bis auf die «Frisur» Weltklasse. Bild: AP NY

WM 2006 in Deutschland

Von wegen Brasilien: Die Schweiz ist ein Fussball-Land! Ein Unentschieden gegen die grossen Franzosen, ein Schweizer Fan-Aufmarsch sondergleichen gegen Togo und ein blutender Senderos gegen Südkorea. Geil, geil, geil! Wäre da nur nicht der züngelnde Streller gegen die Ukraine gewesen.

JAHRESRUECKBLICK 2006 - SPORT - JUBEL PHILIPPE SENDEROS NACH SPEKTAKULAEREM GOAL: Switzerland's Philippe Senderos, right, celebrates after scoring with teammate Ricardo Cabanas during the Switzerland v. South Korea 2006 World Cup Group G soccer match at the World Cup stadium, Friday, June 23, 2006, in Hanover, Germany. France and Togo also play in Group G. (KEYSTONE/AP Photo/Murad Sezer)

Senderos und sein Jubel nach dem Tor gegen Südkorea. Bild: AP

WM 2010 in Südafrika

Weltmeister-Bezwinger! Alles andere war Beilage.

WM 2014 in Brasilien

Souveräne Gruppenphase, gefolgt von der wohl bittersten Nati-Niederlage meines jungen Fan-Lebens. Und das gegen den späteren Vize-Weltmeister Argentinien. Die haben Messi im Kader. Und wir hätten fast gewonnen. Blöder Pfosten!

ZUR QUALIFIKATION DER SCHWEIZER FUSSBALL-NATIONALMANNSCHAFT FUER DIE FIFA WM 2018 IN RUSSLAND STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - epa04294278 Swiss players (front) show their dejection as Argentinian players (C) celebrate after the FIFA World Cup 2014 round of 16 match between Argentina and Switzerland at the Arena Corinthians in Sao Paulo, Brazil, 01 July 2014. Argentina won 1-0 after extra time. (KEYSTONE/EPA/EMILIO LAVANDEIRA JR)

Argentinen hat Messi, wir haben Pech. Bild: EPA

WM 2018 in Russland

Und nun stehen wir dank der besten Gruppenphase der Verbandsgeschichte und einem absolut abgeklärten Barrage-Sieg gegen Nordirland wieder in der Endrunde einer Weltmeisterschaft. Was sich so wunderbar anhört, ist für mich irgendwie gar nicht mehr so aussergewöhnlich. Viel eher selbstverständlich.

Nur einer ist ungenügend: Die Noten für die Nati-Spieler nach dem 0:0 gegen Nordirland

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Die Noten für die Nati-Spieler nach dem 0:0 gegen Nordirland
quelle: keystone / georgios kefalas
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Wann haben die grossen Nationen letztmals eine WM verpasst? Die Schweiz 2002

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Wann haben die grossen Nationen letztmals eine WM verpasst?
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07.03.2007: Johann Vogel droht Köbi Kuhn, in den Flieger zu steigen, um ihm «eins zu tätschen»

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18.06.1994: Beni Thurnheers fataler Irrtum – es gibt eben doch einen Zweiten wie Bregy

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13.11.1991: Weil die Schweizer Nati in der «Hölle von Bukarest» auf 0:0 spielt, vergeigt sie die EM-Qualifikation im letzten Moment doch noch

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