Sport
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epa08287593 Mohamed Salah of Liverpool during the UEFA Champions League Round of 16, second leg match between Liverpool FC and Atletico Madrid in Liverpool, Britain, 11 March 2020.  EPA/PETER POWELL

Kehrtwende: Liverpool beansprucht das Hilfsprogramm der britischen Regierung nun doch nicht. Bild: EPA

Kommentar

Die hässliche Fratze des Fussballs: Wie Englands Vereine an ihrem Geld ersticken

Spieler beharren auf ihre Millionengehälter und Vereine wie Liverpool höhlen den Staat mit Anträgen auf Kurzarbeit aus. In der Coronakrise offenbaren sich Gier und fehlender Realitätssinn im englischen Fussball.

simon häring / ch media



Als würden sie, inmitten von Elend und Verzweiflung, auf einer Insel der Glückseligkeit leben – so verhalten sich die englischen Fussballvereine in Zeiten der Coronakrise. Als würde sie all das, was um sie herum gerade passiert, nicht kümmern.

Rückzieher der «Reds»

Dieser Artikel wurde am Montag um 14 Uhr publiziert. Rund fünf Stunden später krebste der FC Liverpool zurück. «Wir glauben, dass wir vergangene Woche eine falsche Entscheidung getroffen haben», heisst es in einem Schreiben von CEO Peter Moore auf der Website des Klubs. (ram)

Nach Tottenham Hotspur, Norwich City, Bournemouth und Newcastle kündigte am Wochenende der FC Liverpool als fünfter Verein aus der Premier League an, das Notfallprogramm der Regierung zu beanspruchen. Zur Erhaltung von Arbeitsplätzen hat der britische Staat beschlossen, für Unternehmen 80 Prozent der Einkommen bis zu einer Höhe von 2500 Pfund im Monat rückwirkend ab dem 1. März für drei Monate zu übernehmen. Das bedeutet, dass nun die Allgemeinheit für die Personalkosten des Champions-League-Siegers aufkommt.

«Das widerspricht der Moral und den Werten dieses Klubs, wie ich sie kennengelernt habe.»

Dietmar Hamann

Liverpool, das im letzten Geschäftsjahr für Spieler wie Alisson Becker, Fabinho, Naby Keita und Xherdan Shaqiri knapp 200 Millionen Franken in neue Spieler investiert hat. Das einen Gewinn von 50 Millionen Franken auswies, bei einem Umsatz von sagenhaften 670 Millionen Franken. Sieben Jahr spielte Dietmar Hamann für Liverpool. Seither machte sich der Deutsche als Experte einen Namen. Er sagt: «Das widerspricht der Moral und den Werten dieses Klubs, wie ich sie kennengelernt habe.»

Jamie Carragher, auch er ein ehemaliger Spieler, bezeichnet das Vorgehen als armselig. «Jürgen Klopp hat zu Beginn der Pandemie Mitgefühl gezeigt, wo ist jetzt der Respekt und das Wohlwollen?». Und ein betroffener Mitarbeiter sagt zum englischen TV-Sender «BBC»: «Der Klub nennt seine Mitarbeiter Familie. Ich fühle mich nicht wie ein Familienmitglied!»

«We are Liverpool. This means more»

Ausgerechnet der FC Liverpool also, der sich als erhaben über die Gier der Konkurrenz inszeniert, allen voran über das mit arabischem Geld alimentierte Manchester City, das übrigens auf Kurzarbeit verzichtet, dafür die Jahreskarten in Rechnung stellte.

Ausdruck verleiht dieser Haltung ein Leitspruch, den man im Jahr 2018 kreiert hat: «We are Liverpool. This means more». Der Slogan basiert auf einem Zitat des früheren Trainers Bill Shankly, dessen Wunsch es gewesen war, als selbstloser Mann in Erinnerung zu bleiben, der eine Familie aufbaute, deren Mitglieder mit erhobenem Haupt durch die Strassen gehen können, um zu sagen: «Wir sind Liverpool.» Der Schotte hat mit seinen Erfolgen und seiner sozialistischen Gesinnung den Mythos des Klubs mitbegründet.

epa08260182 Liverpool's goalkeeper Alisson Becker reacts during the English Premier League soccer match between Watford FC and Liverpool FC in Watford, Britain, 29 February 2020.  EPA/ANDY RAIN EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

200 Millionen Franken liess sich Liverpool neue Spieler wie Alisson kosten. Bild: EPA

Und die Spieler? Sie jonglieren sich mit WC-Papier durch die sozialen Medien. Und Liverpools Captain Jordan Henderson richtet mit seinen Kollegen einen Hilfsfonds für Notleidende ein. Alles Schall und Rauch, denn wenn es ums eigene Portemonnaie geht, ist sich auch in England jeder selbst der Nächste. Am Sonntag lehnten die Profis die Forderung nach einem 30-prozentigen Gehaltsverzicht ab.

Ihre Haltung begründete die Spielergewerkschaft PFA mit dem Verweis auf einen daraus resultierenden Verlust von Steuergeldern von etwa 200 Millionen Pfund. Leidtragender sei der nationale Gesundheitsdienst NHS, der sich um die an der Lungenkrankheit Covid-19 Erkrankten kümmert, zu denen auch der Premierminister Boris Johnson gehört, der am Sonntag hospitalisiert werden musste.

Wayne Rooney, der inzwischen bei Derby County in der zweiten Liga spielt, schreibt in einer Kolumne in der «Sunday Times»: «Warum sind Fussballer plötzlich die Sündenböcke?» Wenn schon, müsse der Verzicht freiwillig sein. Nicht jeder könne auf so viel Geld verzichten.

epa08273211 Derby County's Wayne Rooney reacts during the English FA cup fifth round soccer match between Derby County and Manchester United held at the Pride Park in Derby, Britain, 05 March 2020.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Wayne Rooney mag es nicht, dass Fussballer jetzt als Sündenböcke abgestempelt werden. Bild: EPA

Spiele in China oder ohne Publikum

Wirklich nicht? Man stellt sich die Frage, wo diese Spieler künftig ihr Geld verdienen wollen, wenn sie den Fussball mit ihrem fehlenden Verzicht in den Bankrott treiben. Ein Drittel der deutschen Profivereine ist durch die Krise von der Insolvenz bedroht. In Deutschland, Spanien und Italien haben die Spieler temporären Lohneinbussen zugestimmt.

Nur in England, wo die besten Gehälter bezahlt werden, stellen sich die Spieler quer. Sie predigen Wasser und trinken Wein. Als hätte es noch weiteres Beispiel gebraucht, wie heuchlerisch und selbstsüchtig das Krisenmanagement ist, rief der Verteidiger Kyle Walker am Wochenende dazu auf, Zuhause zu bleiben – und vergnügte sich am gleichen Abend mit zwei Prostituierten. Gerade in der Krise zeigt der Fussball seine hässliche Fratze.

Es zeigt, wie weit sich der englische Fussball von der Basis entfernt hat. Über fünf Milliarden Franken erhält die Premier League alleine aus TV-Verträgen. Mehr als die Hälfte der Vereine befinden sich in ausländischer Hand und sind das Spielzeug unverschämt reicher Menschen, Scheichs aus Katar, dem Geldadel aus Saudi-Arabien, Oligarchen aus Russland, Geschäftsleuten aus China. Die englischen Vereine drohen an ihrem Geld zu ersticken. Und die Zuschauer? Sind nur noch Kulisse. Anders ist nicht zu erklären, wie man auf die Idee kommen kann, den Ligabetrieb in China wieder aufzunehmen. Oder den Meister in den verbliebenen 92 Spiele in einem Turnier in London und Birmingham zu ermitteln. Ohne Publikum, versteht sich. Willkommen auf der Insel der Glückseligen.

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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Marex1950 07.04.2020 09:59
    Highlight Highlight Es ist schlicht eine Frechheit, wie sich ein Teil der „Sportler“ und Clubs benehmen. Mit Millionen für Spieler kleckern und keinen Cent als Rücklage und dann nach dem Staat schreien. Diese Clubs verdienen es nicht, unterstützt zu werden. Im Ein x Eins einer Geschäftsführung wird das Anlegen von Reserven als Grundpfeiler aufgeführt. Aber das gilt für den Sport offensichtlich nicht. Es ist eine Schande und alle Fans sollten sich gut überlegen, ob ihr Verein das wert ist.
  • JohnDoe 06.04.2020 19:49
    Highlight Highlight Support you local team!

    Ich weiss, auch meine Grün-Weissen haben kurzarbeit beantragt und spielen "nur" Fussball, ABER... die Löhne in der Schweiz sind mehrheitlich nicht unanständig hoch. Die Englische Bonzenliga ist schön zu schauen, aber Emotionen? Nö. Es geht nichts über den Geruch von Rasen in der Nase und die Mannschaft mit Bankern, LkW Fahrern, Wirtschaftsprüfern, ... zum Sieg zu schreien oder sich über ne Niederlage zu ärgern.
  • Badummtsss 06.04.2020 18:22
    Highlight Highlight Nur noch Gier und Wahnsinn in England. Für den Fussball hoffe ich, die Krise dauert noch einige Monate oder Jahre. Nur so wird ein Umdenken provoziert.
  • demian 06.04.2020 17:37
    Highlight Highlight Fragwürdig ist doch, dass viele Fussballvereine (wobei Unternehmen passender wäre) keine oder kaum Rücklagen haben um die Löhne aller Mitarbeiter zu bezahlen. Bei den Anderen, welche einfach nur von staatlicher Hilfe profitieren wollen ist sowieso Hopfen und Malz verloren.


  • JohnnyMcHorsePenis 06.04.2020 17:06
    Highlight Highlight ja es mag wohl heuchlerisch sein aber bei den Fussballclubs handelt es sich halt auch um ganz normale Firmen hinter denen eine AG mit finanziellen Interessen steckt. Jede Firma schaut in diesen Zeiten für sich und will das eigene Überleben sichern. Und auch andere Firmen aus der Privatwirtschaft haben Top-Manager (die Spieler bei den Vereinen), welche ein vielfaches der anderen Mitarbeiter einstreichen. Trotzdem nehmen auch diese die staatlichen Hilfen in Anspruch und die Manager verzichten auch nicht freiwillig auf ihre astronomischen Gehälter. Wo ist da der Unterschied? Kapitalismus...
  • banda69 06.04.2020 16:58
    Highlight Highlight «We are Liverpool. This means more»

    Der Slogan gewinnt eine ganz neue Bedeutung.



    Aber eben. Von den Reichen lernt man sparen.
    • Sweetwater 06.04.2020 20:17
      Highlight Highlight Nein, sparen wollen sie ja eben nicht. Darum soll die Kohle weiterhin wie vorher zu ihnen fliessen...
  • Dr no 06.04.2020 16:37
    Highlight Highlight im Fussball wurde schon lange der Sinn für die Realität verloren. und ich finde es hier auch armselig die Almosen vom Staat anzunehmen (Entschädigung ist ja gedeckelt) Als grundsätzlicher Einwand Folgendes: Wer viel verdient bezahlt hohe Abzüge und viel Steuern. Ich weiss nicht wie es in GB ist, aber bei uns bezahlst du ja unbeschränkt ALV und bekommst im schlimmsten Fall nur einen gedeckelten Ersatz. Es findet also hier schon eine massive Umverteilung statt. Warum sollen nun Sportler dauernd nur einzahlen und nichts beziehen? Es ist eine Versicherung. Jeder hat Anspruch
    • blueberry muffin 06.04.2020 17:49
      Highlight Highlight Gerade Firmen und Reiche zahlen wenig Steuern im Westen.

      Auch ist die Idee von Steuern eine Umverteilung. Aber nicht von unten nach oben.
    • joevanbeeck 06.04.2020 19:51
      Highlight Highlight @blueberry muffin Ich bin immer wieder überrascht das es unter den Watson Lesern so viele Steuerexperten gibt und dass die sogar fähig sind , scheinbar ohne nachzudenken, auf ein kleines Herz zu klicken.

      https://www.handelszeitung.ch/management/die-grossen-steuerzahler-der-schweiz
  • Flyeagle144 06.04.2020 16:26
    Highlight Highlight Ich bin extrem enttäuscht von liverpool mega schade...
    In den sozialen medien lese ich auch viel kritik richtung klopp aber der hat das doch gar nicht zu entscheiden oder??
    • Illuminati 06.04.2020 17:57
      Highlight Highlight Nein das wird er wohl kaum zu entscheiden haben und ich kann mir gut vorstellen das ihn dies auch sehr stark nervt.
      Schliesslich ist der Verein ihm gewissermassen in den Rücken gefallen. Nach dem Video von Klopp über die Helden des NHS, was ihm viel Sympathie gebracht hat, ist eine solche Entscheidung des Vereins für ihn natürlich sehr schädlich und ärgerlich.
    • Flyeagle144 06.04.2020 18:23
      Highlight Highlight Ok alles klar danke für die aufklärung!
      Hab mir schon gedacht das passt nicht so ganz zum kloppo
  • Arneis 06.04.2020 16:14
    Highlight Highlight Positiv gesehen, meine Bude wirtschaftet besser als der FC Liverpool.
    Schon unglaublich.
  • TWilli 06.04.2020 15:32
    Highlight Highlight Es geht in der ganzen Sache um etwas völlig anderes. Es geht darum, wie sozial Leute sind/sein sollen die "zu viel (mehr als sie für ihr gesamtes Leben brauchen) " verdienen. Ob das nun Fussballer, CEOs oder was auch immer für Grossverdiener sind. In dem wird die extreme Marktwirtschaft unterstützen und z.B. Fussball (bzw. Werbung) schauen unterstützen wir dieses System. Schlussendlich ist wenn schon das ganze System verwerflich und das moralische Problem von "Lohnverzicht" sollte nicht nur momenten ein Thema sein
  • Victor Paulsen 06.04.2020 15:28
    Highlight Highlight Bei Vereinen wie Bournemouth oderist es noch knapp nachvollziehbar, dass sie das Teile vom Notfallprogramm beanspruchen wollen. Newcastle hat mittlerweile auch reiche, ausländische Eigentümer, Tottenham hat gute Finanzen, denn sie haben in den letzten Jahren regelmässig teure Spieler verkauft und kaum eingekauft und Liverpool, das ist einfach nur lächerlich.
  • MrBlack 06.04.2020 15:19
    Highlight Highlight Ich kenne keinen Liverpool-Fan, der diese "Kurzarbeit" gut findet. Ausserdem kann ich mir auch nicht vorstellen, dass Jürgen Klopp das gut findet. Ich hoffe immer noch, dass er sich dazu äussert & somit den Club zu einem Rückzieher zwingt.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt...
  • fools garden 06.04.2020 15:14
    Highlight Highlight ...und wenn dann wieder gespielt und übertragen wird, wirds wieder zu neuen Rekordverträgen kommen, wir Konsumenten könnten das ändern, viel Hoffnung hab ich allerdings nicht.
    • champedissle 06.04.2020 15:55
      Highlight Highlight Doch doch. Die Hoffnung habe ich durchaus. Es geht doch wunderbar ohne Fussball. Keine Krawalle, keine Zwischenfälle mit Fans, kein Radau. Die Herumrennerei ist ja sowieso Geschmackssache. Von mir aus kann das so bleiben.,
    • BigMic 06.04.2020 19:54
      Highlight Highlight Doch doch... ein wenig Hoffnung besteht. Ich zB. schau seit dieser Saison keine CL mehr an... und es geht ganz gut ohne. Geldgieriger Haufen!! Lieber einmal mehr auf die Schützi!
  • Clank 06.04.2020 15:03
    Highlight Highlight Und was genau unterscheidet denn den Fussballer von sonst einem Arbeiter?
    Sind Fussballer Schuld für die Epidemie und sollen deswegen büssen. Oder hat man einfach das Gefühl, weil sie "sowieso überbezahlt sind" sollen die sich mehr opfern als andere. Ich verstehe den Artikel nicht ganz.
    Es gibt nun mal sowas wie Verträge und Rechte. Die gelten auch für Grossverdiener.
    Wer freiwillig auf seinen Lohn verzichten will, kann das tun, aber das ist noch lange keine Pflicht.
    Ich finde es immer wieder komisch, wie von Sportler mehr erwartet wird als von anderen.
    • fools garden 06.04.2020 15:30
      Highlight Highlight es geht nicht um den Sportler, um den Großverdiener hingegen schon.
      Ich hab Mühe Leuten zu Helfen die mehr haben als ich, hingegen helf ich Denen die weniger haben gerne.
    • mutorintemporibus 06.04.2020 15:35
      Highlight Highlight ... vielleicht weil „Sportler“ i. d. R. So viel mehr verdienen?
  • grind 06.04.2020 14:50
    Highlight Highlight watzke will den kleinen nicht helfen
    liverpool macht auf kmu

    harte zeiten für die watson kommentarspalte

  • uicked 06.04.2020 14:47
    Highlight Highlight Oh Dear, what a pity. Wie schon bei den restlichen Reichen.
    Hoffe nun doch das es zu einem Umdenken der "Arbeitenden" kommt. Die halten den Laden nicht am laufen, es sind am Schluss immer wir. Also muss auch der Verdienst, der Orden und die Kohle wieder bei uns landen.
  • Zugriff 06.04.2020 14:44
    Highlight Highlight Wir wissen ja aus den Tennis-Artikeln, dass Häring gerne Zitate aus dem Kontext reisst. Ich habe Rooney noch nie gemocht, aber:

    Er wehrt sich in seiner Kolumne vor allem dagegen, dass der britische Gesundheitsminister von Fussballprofis (also für Spieler bis zur 4. Liga) verlangt, dass sie pauschal Lohneinbussen von 30 Prozent tätigen müssten. Er wittert den populistischen Versuch, Sündenböcke für das Versagen der Regierung zu finden, die lange alles laufen liess und jetzt in Panik ausbricht. Und da hat er nicht ganz unrecht.
  • Sagitarius 06.04.2020 14:42
    Highlight Highlight Bescheidenheit ist eine Zier; doch weiter kommt man ohne ihr.... (sarcasm off)
  • FyRn4d4 06.04.2020 14:35
    Highlight Highlight Achtung unpopuläre Meinung:
    Ja, die Spieler verdienen viel. Und ja, sie kämen temporär wohl auch ohne Gehalt über die Runden.
    Trotzdem verstehe ich jeden der sagt er wolle das volle Gehalt. Schlussendlich sind die Spieler bloss Arbeitnehmer und sollten nicht für das wirtschaftliche Risiko des Arbeitgebers haften.
    Man verlangt ja auch nicht von LKW-Fahrer auf das Gehalt zu verzichten nur weil jetzt weniger Aufträge vorhanden sind.
    • mrgoku 06.04.2020 15:02
      Highlight Highlight Der LKW Fahrer verdient aber 5'000.- pro Monat, brutto und nicht 5'000.- pro Tag, netto.
    • FyRn4d4 06.04.2020 15:15
      Highlight Highlight das existenzminimum liegt glaube ich bei 2500.- Franken pro Monat. da ist er mit 5000.- noch weit drüber.
      Wie gesagt die Fussballer könnten es sich leisten. Aber man kann so etwas nicht nur von spezifischen Gruppen fordern. Entweder man verlangt Solidarität von allen oder man lässt es ganz bleiben.
    • Silent_Revolution 06.04.2020 15:30
      Highlight Highlight mrgoku

      Der Arbeitgeber des LKW Fahrers profitiert finanziell auch nicht annähernd so ausschweifend wie der Club vom jeweiligen Fussballer.

      Was ändert der Lohnunterschied also? Nichts.

      Betriebe können nicht jahrelang vom kapitalistischen System profitieren und bei einer Krise auf Sozialismus machen und erwarten, dass die Arbeitnehmer zurückstecken.

      Verträge sind einzuhalten, ob der Lohn nun CHF 500.- oder 5`000`000.- ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Salamikönig 06.04.2020 14:26
    Highlight Highlight Alle Profis verdienen 10% weniger bis die Krise vorbei ist. Das tut den Spielern sowieso nicht weh und das Problem wäre gelöst.
    • FyRn4d4 06.04.2020 14:55
      Highlight Highlight Definiere Profi.
      Manche Challenge League Spieler sind auch Profis und können nicht einfach so auf 10% verzichten.
      Die Angestellten in der Pflege sind auch Profis. Müssen sie ebenfalls 10% abgeben?
    • Salamikönig 06.04.2020 15:58
      Highlight Highlight @FyRn4d4 war natürlich auf die Fussballprofis bezogen, die im Millionenbereich verdienen.

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