Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Basel's disappointed players with captain Fabian Frei, front, leave the pitch after the UEFA Europa League play-off second leg match between Cyprus' Apollon Limassol FC and Switzerland's FC Basel 1893 in the GSP stadium in Nicosia, Cyprus, on Thursday, August 30, 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Konsterniert – der FC Basel spielt erstmals seit 15 Jahren nicht in einer europäischen Gruppenphase. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Ein historischer Tiefpunkt – jetzt muss Basel auf Meister YB und Erzfeind FCZ hoffen

Was für eine Blamage! Der FC Basel scheitert in der Qualifikation für die Europa League an Apollon Limassol, verliert auf Zypern mit 0:1 und wird bis nächsten Sommer höchstens noch internationale Freundschaftsspiele bestreiten.

Sébastian Lavoyer



Dem FCB entgehen mit dem Verpassen der Europa League nicht nur rund 10 Millionen Franken an Einnahmen, er wird auch zum ersten Mal seit 15 Jahren im Herbst nicht mehr in der Gruppenphase eines europäischen Wettbewerbs vertreten sein. Der Dauergast wird zum Zuschauen verdammt.

Das Einzige, was den Baslern nun bleibt: Meister YB und Erzfeind FCZ die Daumen zu drücken und zu hoffen, dass die Schweiz im UEFA-Ranking nicht zu weit abrutscht. Man könnte nun sagen, dass das Wegfallen der Dreifachbelastung für den FCB den Weg in der Meisterschaft ebnet. Denn Berner und Zürcher sind bis zur Winterpause wenigstens sechs Mal mehr gefordert.

Aber internationale Erfolge können auch Flügel verleihen. Man erinnere sich bloss an die vergangene Saison. Sobald der FCB in der Königsklasse Glanzpunkte setzte, lief es auch in der Liga. Und Trainer Marcel Koller wird ohne Europa League Schwierigkeiten haben, sein Kader bei Laune zu halten.

Das Perfide ist nun, dass die Basler eigentlich darauf hoffen müssen, dass der FCZ und YB auch Ausrufezeichen setzen können. Denn das erfolgreichste Jahr auf europäischen Bühnen bricht dem Schweizer Fussball aus der UEFA-Fünfjahreswertung. Bei einem Versagen der noch in europäischen Wettbewerben vertretenen Schweizer Klubs droht der Absturz. Und damit würde der Weg zu den UEFA-Millionen immer steiniger. Selbst für den Meister.

abspielen

Die Highlights der Partie – aus Sicht von Limassol zumindest ... Video: streamable

Vom Meistertitel aber ist der FCB derzeit noch weit entfernt. Sieben Punkte liegt der erfolgsverwöhnte Verein hinter Titelverteidiger YB. Zwar hat der Trainerwechsel gleich zu Beginn der Saison die Mannschaft gefestigt, aber mit dem Scheitern in den Europa-League-Playoffs wird der Klub ein weiteres Mal durchgeschüttelt. Das Selbstverständnis ist verloren gegangen – ein historischer Tiefpunkt ist erreicht.

Die grössten Schweizer Europacup-Erfolge im Fussball

Das ist der moderne Fussball

Oh Mäzen, mein Mäzen – wie der Schweizer Fussball ums finanzielle Überleben kämpft

Link zum Artikel

«Hunderte Dinge haben mich genervt» – dieser Fan boykottiert seit einem Jahr Fussball

Link zum Artikel

Nur noch 7 Profis im Kader – Traditionsklub Bolton droht der totale Kollaps

Link zum Artikel

Wir würden als Sportchefs für 100 Millionen diese Teams zusammenstellen – und du?

Link zum Artikel

Marcel Reif zum St.Galler VAR-Drama: «Das ist nicht die Idee des VAR, so schadet er»

Link zum Artikel

Barça patzt, Real profitiert – das ist der «japanische Messi» Takefusa Kubo

Link zum Artikel

Der ÖFB-Cup als Fundgrube für jeden mit einem Herz für grossartige Klubnamen

Link zum Artikel

Falschen Jallow verpflichtet: Türkischer Klub leistet sich Transfer-Blamage des Sommers

Link zum Artikel

4 Fussball-Stars erstreiken sich den Wechsel – und immer soll es zu Barcelona gehen

Link zum Artikel

11-Jähriger trifft Messi im Strandurlaub – und spielt eine Runde mit ihm

Link zum Artikel

Kein Witz! Darum heisst Juventus Turin im neusten FIFA-Game «Piemonte Calcio»

Link zum Artikel

Warum es besser wäre, wenn jeder Klub nur noch drei Transfers tätigen dürfte

Link zum Artikel

Rassismus-Vorwürfe gegen einen FCSG-Spieler – was geschah im Testspiel gegen Bochum?

Link zum Artikel

Psychologe analysiert Tattoos von Fussballprofis – mit klarem Ergebnis

Link zum Artikel

Kevin-Prince Boateng haut neuen Rapsong raus – aber was macht das Pferd da eigentlich?

Link zum Artikel

Die teuersten Teenager der letzten 25 Jahre – so krass sind die Transfersummen explodiert

Link zum Artikel

Topklubs haben schon fast 1 Milliarde für Transfers ausgegeben – die Übersicht

Link zum Artikel

Liga gibt zu, dass der VAR in St.Gallen nicht hätte eingreifen dürfen

Link zum Artikel

Vier Gründe, warum Bayern München einfach keinen Topstar abkriegt

Link zum Artikel

Ein Problem namens Wanda – wie Torjäger Mauro Icardi bei Inter in Ungnade gefallen ist

Link zum Artikel

Ausländer-Trios, werbefreie Trikots oder das Nasenpflaster – 16 Dinge, die aus dem Fussball verschwunden sind

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Zum Tod von Diego Maradona: Wie die «Hand Gottes» zur Legende wurde

Diego Armando Maradona stirbt im Alter von 60 Jahren. Kein anderer Spieler hat je eine WM so dominiert wie Diego Maradona 1986. Die beiden Treffer gegen England haben ihn nicht nur in Argentinien zum Fussballgott gemacht.

Diego Maradonas Augen waren noch glasig, sagen diejenigen, die ihn an diesem 22. Juni 1986 in der Kabine haben sitzen sehen. Sein Lächeln sei steinern gewesen. Er war sich bewusst, dass er mit seinem Tor zum 2:0 gegen England einen Akt sublimer Kunst vollbracht hatte. Sublime Kunst bedeutet, etwas Grosses, Überwältigendes, das nur mit dem Gespür für das Aussergewöhnliche überhaupt verstanden und nicht wiederholt werden kann.

Das war sein sublimes Kunststück: Er startete in der eigenen …

Artikel lesen
Link zum Artikel