Sport
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Zuerichs Praesident Ancillo Canepa, beim Fussball Super-League Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Zuerich, am Mittwoch, 6. Februar 2019, im Kybunpark in St. Gallen. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Düstere Zeiten für Ancillo Canepa und seinen FCZ? «Nein», meint watson-Eismeister Klaus Zaugg. Bild: KEYSTONE

Kommentar

Fussball und Hockey – der Staat darf das Hobby der Millionäre nicht finanzieren

Unser Fussball und unser Eishockey können problemlos ohne zusätzliche staatliche Hilfe durch die Virus-Krise kommen. Eine Polemik wider einen Sündenfall.



Unser Sport – in erster Linie der Fussball und das Eishockey in den beiden höchsten Ligen – ist in seine grösste wirtschaftliche Krise der Geschichte geraten. Inzwischen ist der Staat in der Lage, die Wirtschaft mit Milliarden durch die Krise zu «füttern». Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, die Lohnbuchhaltungen über die Kurzarbeitsregelung zu entlasten. Davon profitiert auch der in Kapitalgesellschaften organisierte Profisport.

Der Sport ist systemrelevant geworden, daher werden zusätzliche Staatsgelder für die Rettung der Hockey- und Fussballfirmen erwartet. Aber systemrelevant ist nicht der «grosse» Sport, der in normalen Zeiten Wochenende für Wochenende die Stadien füllt und die TV-Programme von Bezahlsendern möbliert. Systemrelevant sind einzig und allein die Nachwuchsorganisationen. Ihre integrative gesellschaftliche Kraft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Es ist die edle Aufgabe des Staates, diese Nachwuchsorganisationen in der Krise zu alimentieren – aber nicht den Profifussball und das Profihockey. Gibt es Zuwendungen für den Sport, die über die üblichen staatlichen Hilfen für Unternehmen (Notkredite, Kurzarbeitsregelung) hinausgehen, dann sind diese ausschliesslich und zweckgebunden den Nachwuchsorganisationen zu überweisen. Es kann hingegen nicht die Aufgabe des Staates sein, das Hobby von Ancillo Canepa mit auch nur einem einzigen Steuerfranken zu unterstützen.

Die Virus-Krise entlarvt die Misswirtschaft im Profi-Mannschaftssport. Es ist nicht so, dass die Spieler früher praktisch gratis spielten, weil sie von einer edleren Gesinnung als die heutige Generation beseelt waren und nicht mehr Geld verlangt haben. Es war ganz einfach so, dass ihnen niemand viel Geld bezahlen mochte. Der Anreiz zu einem Klubwechsel war bis in die frühen 1960er Jahre hinein die Aussicht auf einen gut bezahlten, sicheren Arbeitsplatz in der Privatindustrie oder in einer staatlichen Verwaltung.

Erst ab den 1980er Jahren hat unser Fussball und unser Hockey im wirtschaftlichen Bereich die Bodenhaftung immer mehr verloren. Für die viel zu hohen Saläre sind einzig und allein die Klubbosse verantwortlich und nicht die Spieler, die halt nehmen, was ihnen geboten wird.

Die Virus-Krise führt nun zu einer Zäsur, die längst fällig war. Aber weder das Eishockey noch der Fussball stehen ohne zusätzliche Staatsgelder vor dem Ende. Zwar überbieten sich die Funktionäre und Klubvertreter im Ausmalen von schwarzen und schwärzesten Zukunftsszenarien. Wir dürfen sie getrost ignorieren.

Der Profi-Fussball und das Profi-Eishockey sind nämlich krisenresistente Wirtschaftszweige mit besten Zukunftsaussichten. Sobald das Leben zur Normalität zurückkehrt, wird das Sportgeschäft brummen wie eh und je. Die Geschichte lehrt uns, dass die Menschen zu allen Zeiten und unabhängig von ihren persönlichen finanziellen Verhältnissen in die Sportstadien geströmt sind. Kein anderer Kultur- und Unerhaltungsbetrieb kann die Faszination und die Emotionen des Sportes liefern und so gut von den Alltagssorgen ablenken.

Weder unser nationaler Fussball noch unser nationales Hockey sind von Rohstofflieferungen, Produktionsrückständen, Zollschranken, unterbrochenen Lieferketten oder wegbrechenden Absatzmärkten betroffen. Der Profisport muss nicht millionenschwere Produktionsanlagen amortisieren und riesige Warenlager bewirtschaften.

Von den meisten Schwierigkeiten, mit denen die Privatwirtschaft während und nach Krisen zu kämpfen hat, bleiben die Sportfirmen weitgehend verschont. Und wenn irgendwo Mieten für ein Stadion zu bezahlen sind – na und? Dann müssen eben die Klubbosse so verhandeln wie jeder Ladenbesitzer und Wirt, der versucht, mit dem Vermieter eine Mietstundung für die Zeit der Krise auszuhandeln.

Unser Eishockey und unser Fussball haben ein einziges Problem: die viel zu hohen, ja absurden Saläre. Und da es nur um die Saläre geht, die in keinem Verhältnis zu den erwirtschafteten Einnahmen stehen, ist die Virus-Krise kein existenzielles Problem. Die Krise ist zu meistern, wenn so lange die Löhne ausgesetzt werden, wie nicht vor Publikum gespielt werden darf.

Sind die Saläre unserer Stars zu hoch? FCB-Flügel Edon Zhegrova.

Von jedem KMU, ja sogar von den kleinen Leuten, wird von der Obrigkeit erwartet, ein paar Monate ohne Einnahmen bzw. ohne Lohn zu überstehen. Wenn das so ist, dann kann erst recht von jungen Männern, die 20'000 bis 60'000 Franken im Monat verdienen, verlangt werden, ein paar Monate auf die Löhne zu verzichten, die über das Maximum der Kurzarbeitsentschädigung hinausgehen.

Es ist an den Klubbossen, diese Notsituation ihren der Wirklichkeit entrückten Stars klarzumachen. Da alle im gleichen Boot sitzen, ist erstmals ein flächendeckender Lohnverzicht durchsetzbar – falls man dazu wirklich entschlossen ist.

24.Nov.2012; Zuerich; Fussball Super League - FC Zuerich - Servette; Ancillo Canepa (L) und Heliane Canepa (Andreas Meier/freshfocus)

Etwa dieses Gesicht würde Ancillo Canepa machen, müsste er mit dem Eismeister an einen Tisch sitzen. Bild: freshfocus

Die Lösung für den Profisport ist also ganz einfach: Salärverzicht der Stars. Je besser die Klubbosse und ihre Manager dieses Lohnopfer durchsetzen, desto besser kommen sie über die Runden. Sie müssen bloss den Mut aufbringen, mit ihren Stars genauso selbstsicher umzuspringen wie mit den kleinen Angestellten in ihren sonstigen Firmen oder mit dem nichtspielenden Personal. Dann sind sie auch nicht mehr dazu gezwungen, ihre Seele zu verkaufen und wegen der TV-Einnahmen ohne Zuschauer aufzutreten – was ein Sündenfall ohnegleichen ist.

Bis heute hat der Staat im Sport «nur» Infrastrukturen, die Organisation von Grossanlässen und Ausbildungsmöglichkeiten finanziell unterstützt, und einen dem Spitzensport angepasste Absolvierung des Militärdienstes ermöglicht. Zu den staatlichen Leistungen gehört etwa auch die Eidgenössische Hochschule für Sport in Magglingen.

Aber der Staat hat sich klugerweise immer aus dem Tagesgeschäft des Profisportes herausgehalten und ist so gut gefahren. Steuergelder für den Profisport wären ein ordnungspolitischer Sündenfall sondergleichen. Um es salopp zu sagen: Der Staat darf das Hobby der Milliardäre und Millionäre nicht finanzieren. Wenn Fussball- und Hockeyfirmen über Jahre nur noch funktionieren, weil Milliardäre und Millionäre das Defizit ausgleichen, dann dürfen wir von einem Hobby oder einer Leidenschaft sprechen, die nicht systemrelevant und damit nicht Sache des Staates ist.

Es ist hingegen eine noble Aufgabe unseres Staates, die Nachwuchsabteilungen der verschiedensten Sportarten zu alimentieren. Das ist umso einfacher, weil diese Nachwuchsorganisationen heute im Profisport in den meisten Fällen eigenständige Firmen (Töchter) der grossen Fussball- und Hockeyclubs sind. Es muss dabei lediglich sichergestellt werden, dass kein Rappen Steuergelder zur Quersubventionierung der überrissenen Stargehälter abgezweigt wird.

Unser Profisport hat alle Voraussetzungen, um gestärkt aus der Virus-Krise hervorzugehen. Ohne zusätzliche staatliche Hilfe. Ende der Polemik.

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    Alle Leser-Kommentare
  • René Obi (1) 05.05.2020 13:29
    Highlight Highlight Nun, ursächlich kann man die Schuld für die tatsächlich zu hohen Löhne für die Stars nicht den hiesigen Club-Präsidenten geben. Der Ursprung war, dass in den grossen Ligen immer mehr Geld geflossen ist und dadurch der Sog der jungen Spieler aus diesen Ländern immer grösser und die Entschädigung noch etwas zu warten hierzulande immer teurer wurde. Ansonsten bin ich schon auch einverstanden mit der Analyse. Vielleicht gilt ja auch hier: Never waste a good crisis.
  • Ötzi 05.05.2020 12:00
    Highlight Highlight Eigentlich wäre jetzt der richtige Zeitpunkt auch für einen Salary Cap! Der SCB, ZSC, Lausanne und Zug treiben die Löhne wie wild in den Himmel und die kleinen kriegen halt das, was noch auf dem Markt übrig ist. Jetzt wäre doch der ideale Zeitpunkt, die Liga durch den Cap ausgeglichener zu machen und damit können die Gelder auch in andere Richtungen investiert werden.
  • mix 05.05.2020 11:08
    Highlight Highlight 100% d'accod, rien à ajouter! Bei solchen Salären geht es wie beim ausschütten von Millionen-Dividenden in einer Firma, die Kurzarbeitsgeld verlangt: einfach unmoralisch.
  • gulf 05.05.2020 09:07
    Highlight Highlight was mich erstaunt .... ehrlich !

    ich schaue seit vielen Jahren sehr gerne Sport am Fernsehen, Fussball, Eishockey, etc.
    Und jetzt habe ich mit Erstaunen festgestellt,
    wie wenig es mir fehlt ....
  • Dr no 05.05.2020 08:53
    Highlight Highlight Ist ja klar, dass jeder die hohle Hand macht, wenn der Bund grossspurig verkündet, allen zu helfen. Ich sehe KZA's Punkt, aber man kann sich schon fragen, warum man Banken gerettet hat mal und jetzt der SWISS das Geld hinterher wirft. Warum sollte dann der Sport leer ausgehen ?
  • Matthias Maier Haas 04.05.2020 19:19
    Highlight Highlight So ein Witz! Die meisten jungen Männer/Frauen die so dicke Autos fahren verdienen ihr Geld in Versicherungen wo auch jährlich aufgrund der horrenden Prämien die Preise steigen. Sollte der Bund dem Fussball nicht helfen geht er zugrunde und die rund 100k Zuschauer pro Wochenende verteilen sich an andere Events. Weshalb schiesst man vieeel Geld in Kultur für Oma und Opa und nicht für den Sport!?
  • ybfreak 04.05.2020 18:46
    Highlight Highlight Ach, wenn die ganze Angelegenheit nur so einfach wäre. Jeder Profiklub versucht irgendwie das Optimum aus dieser verschissenen Situation zu machen, manchmal gelingt das besser, manchmal schlechter. Dieser Artikel suggeriert, es ist nicht der Erste dieser Art, dass Profiklubs alle geldgierige Nichtsnutze sind. Auf desaströse, anti-journalistische Art werden hochkomplexe Geschäftsgebilde als Spielzeuge mit einfachsten Strukturen dargestellt. Und der Grossteil der Community jubelt mit erhobenen Händen in populistischer Art, wie sie sonst nur bei Artikeln von Martullo Blocher zu finden ist.
  • pop_eye 04.05.2020 16:33
    Highlight Highlight Spannrnder Bericht, wenn auch ziemlich polemisch!

    "....Unser Profisport hat alle Voraussetzungen, um gestärkt aus der Virus-Krise hervorzugehen. Ohne zusätzliche staatliche Hilfe. Ende der Polemik......"

    Aus dieser inszenierten Krise wird nur eine Branche ungeschoren davonkommen - Big Pharma mit seinen Milliardenscheeten Sponsoren!
  • Rethinking 04.05.2020 16:02
    Highlight Highlight Erfrischend...

    Endlich wird mal nicht nur über die überrissenen Managersaläre sondern auch über die überrissenen Sportlersaläre berichtet...

    Und ja... auch unser Liebling Roger Federer gehört dazu...
    • Mia_san_mia 04.05.2020 19:49
      Highlight Highlight @Rethinking: Wieso ist Federers Salär überrissen? Er verdient das, weil er der King ist 💪🏻
    • PapaBär 04.05.2020 22:44
      Highlight Highlight Es geht nicht um Einzelsportler, sondern um das unsägliche + verantwortungslose Handeln von Clubs. Es geht nicht, Löhne zu zahlen, die wirtschaftlich nicht finanzierbar sind. Als Spieler würde ich das Geld auch nehmen. Die Clubverantwortlichen entscheiden, welche Spielern der Club will... Manchmal wäre weniger (teure Spieler) vielleicht intelligenter (Beispiel:Freiburg in der BL). Bei Rodschi wär ich nur ein verstanden, wenn er für seine Leute Kurzarbeitsentschädigung einfordern würde.Für sein Einkommen sind letztlich die Turnierveranstalter und Sponsoren schuld. Wenn diese soviel zahlen...
  • Eau Rouge 04.05.2020 15:09
    Highlight Highlight Woooow Chlöisu! Hammer Bericht mit einem grossartigen, geradezu pilosophischen Meisterfeuerwerk in drei Worten zum Schluss:

    Ende der Polemik.

    (Dä isch Weltklasse😉)
  • Zanzibar 04.05.2020 14:32
    Highlight Highlight Wobei die Milliardäre die das Eishockey finanzieren (Mantegazza, Strebel, Frey usw.) viel weniger rummjammern als ihre Freunde Burgener, Canepa, Constantin, Rezetti und Konsorten. Die Fussballer sollten die Saison abbrechen oder bis in den Herbst hinein aussetzen. Den Spielern würde ich in dieser Zeit den Minimallohn ausbezahlen, andernfalls den Vertrag auflösen bzw. Kündigen aus Betriebswirtschaftlichen Gründen. Gibt ja dann genügend arbeitslose Kicker wenn es wieder losgeht.
    • Kak Attack 04.05.2020 21:21
      Highlight Highlight das stimmt, wobei die sich dann ev ab Herbst dazugesellen.

      Dein "Finanzierungskonzept" für die fussballlose Zeit finde ich etwas asozial. Dies würde die Klubs jedoch kaum davon abhalten, es zu machen. Gibt also somit noch andere Gründe, dass dies nicht so praktiziert wird ;-)
  • Kasatanov 04.05.2020 14:28
    Highlight Highlight Da kann man dem Eismeister nur gratulieren. Volltreffer. Hoffentlich lesen diesen Artikel auch diejenigen PolitikerInnen, die meinen zwecks Wiederwahl nun auch noch Brot und Spiele fördern zu müssen.
    Die Arroganz vorallem der Fussballbosse ist nicht mehr zu toppen
  • Boemi1988 04.05.2020 14:00
    Highlight Highlight Aber für was zahlen denn die Arbeitgeber und Spieler für Steuern und Versicherungen? Da nimmt man das Geld ja auch gerne...
    • Nocciolo 04.05.2020 16:53
      Highlight Highlight Weil das alle tun müssen?
  • Roger Fehr 04.05.2020 13:58
    Highlight Highlight absolut treffend - dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
  • Kanischti 04.05.2020 13:53
    Highlight Highlight Wie sähe der "spitzenfussball" in der schweiz wohl aus, wenn die vereine gewinn machen müssten? Eben so wie es alle firmen in der wirtschaft auch müssen? Was wäre wenn da keine mäzenen und andere geldgeber wären, um die vereine am leben zu erhalten? Was wäre wenn sämtliche einnahmen nur mit werbegeldern, senderechten und ticketeinnahmen zustande kommen müssten?

    Solange das nicht so ist und viele clubs nur durch private zuschüsse überleben können, darf da kein öffentliches geld hinfliessen, um die hobbys der mäzenen und überteuerte spieler mit zu finanzieren.
  • Imfall 04.05.2020 13:43
    Highlight Highlight Ausnahmsweise ist hier die Schweiz bei den hohen Salären nicht der Taktgeber!

    Wenn eigene Spieler gehalten werden wollen, müssen ähnliche Löhne wie im Ausland gezahlt werden. Ansonsten verlieren die Schweizer Teams immer mehr den Anschluss an die europäische Ligen.

    Mal sehen, wieviele Vereine überleben..

    Die Profi Teams sind übrigens auch Arbeitgeber!
    • Kanischti 04.05.2020 16:52
      Highlight Highlight Dem letzten satz kann ich beipflichten, wenn es dabei nicht um die spieler geht.

      Was sie aber zuvor geschrieben haben: Na und?
    • Imfall 06.05.2020 09:16
      Highlight Highlight da geht's dann um die dicken Prämien der champions league !
  • uhl 04.05.2020 13:39
    Highlight Highlight Eine Art Salary Cap wäre nicht allzu schlecht. Aber da es verschiedene Ligen sind wohl kaum umzusetzen...
  • Rumpelstilz 04.05.2020 13:38
    Highlight Highlight Ich bin selten einer Meinung mit dem Eismeister. Aber diesmal hat er den Nagel auf den Kopf getroffen. Diese Krise ist (weltweit) eine Chance, die davongaloppierenden Sport-Gehälter wieder auf ein normales Mass schrumpfen zu lassen.
  • uhl 04.05.2020 13:32
    Highlight Highlight Der Nachwuchs muss ganz klar an erster Stelle stehen.

    Was die anderen angeht: Wenn sich all diese Egoisten (Spieler, Vereine und Verbände) einmal vernünftig zeigen würden, wäre sehr viel möglich. Denn die (nicht so) wenigen Topverdiener könnten mir ihren Summen Dutzenden von anderen Spielern unter die Arme greifen, die nicht auf Rosen gebettet sind. Der Sport kann sich also sehr wohl selber retten, wenn er das Geld, das über die Jahre gescheffelt wurde jetzt am richtigen Ort wieder einsetzt. Das Problem liegt nicht beim haben, sondern beim wollen.
  • dho 04.05.2020 13:17
    Highlight Highlight Systemrelevant sind einzig und allein die Nachwuchsorganisationen. Ihre integrative gesellschaftliche Kraft kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. (Zitat Eismeister)

    Ich habe fertig.
  • goalfisch 04.05.2020 12:56
    Highlight Highlight Sorry Klaus
    Die brauchen dringend Geld.
    Hast du die zerrissenen Hosen von Edon gesehen?
    und Schmerzen am Ellbogen hat er vermutlich auch noch!
  • Ranger55 04.05.2020 12:30
    Highlight Highlight Es ist interessant zu sehen, dass die SCB Fraktion zu diesem Artikel schweigt. Ein weiterer Fakt, dass der SCB in Sachen Nachwuchsförderung gegenüber mehreren Clubs den Anschluss verpasst hat. Jeder Club verdient meine höchste Anerkennung, welcher junge Spieler an die NL heranführt und diese auch in der 1. Mannschaft einbaut gegenüber Clubs, welche 3. und 4. Linien Spieler vergolden und nun zu denken mit mehr Ausländern könnte man die Preisspirale durchbrechen. Wishful thinking.. sage ich zu dem nur.
    • das Otzelot 04.05.2020 13:38
      Highlight Highlight Im Kader der Schweizer Nati 2019 waren mit: Weber, Hischier, Kurashev,Scherwey,Bertschy und Josi doch einige SCB Junioren dabei. Vermin war noch verletzt. Das ist Fakt.
      Glaube nicht, dass man sagen kann der SCB hätte schlechte Junioren. Einfach mal was behaupten ist ziemlich einfach.
    • MARC AUREL 04.05.2020 14:40
      Highlight Highlight Ranger55,😴😴😴 da können wir nur lachen über deine Aussage!
  • runthehuber 04.05.2020 12:30
    Highlight Highlight Chapeau, Klaus Zaugg! Ein Artikel, hinter dem ich voll und ganz stehen kann!
    eine naive Frage: wenn der CEO vom FC Basel meint, dass ein Geisterspiel CHF 300'000.- kostet, man daraus die Hochrechnung auf den Rest der Saison macht, durch diese Hochrechnung ein Club finanzielle Probleme bekommt, warum ist man dann nicht so einsichtig und vernünftig, die laufende Saison als beendet zu betrachten und so wenigstens den finanziellen Schaden zu vermeiden. Oder ist da der Stolz, eine Meisterschaft trotz Geisterspielen zu beenden zu gross. und das sage ich als Sportfan, der an Hockeyspiele geht.
    • St. Galler_95 04.05.2020 13:31
      Highlight Highlight Da gibt es schon auch noch andere Überlegungen dahinter. Gerade der FCB hat sich auf die Fahnen geschrieben, stark auf Transfereinnahmen zu setzen. Wird die Saison einfach abgebrochen verlieren die Spieler klar an Wert. Zudem ist der FCB momentan Dritter, eine Verbesserung der Tabellensituation würde durch die attraktiveren internationalen Spiele auch finanzielle Auswirkungen haben. Hinzu kommen die TV Verträge, die wohl erst vollumfänglich ausbezahlt werden wenn auch alle Spiele der Saison gespielt sind.
    • Elpampa 04.05.2020 13:31
      Highlight Highlight Die Gegenfrage lautet, was ist mit den Fernsehgeldern? Ein Abbruch hätte meiner Meinung nach noch Höhere Kosten...
  • Noblesse 04.05.2020 12:20
    Highlight Highlight Super Artikel Herr Zaugg!
  • Score 04.05.2020 12:15
    Highlight Highlight Toll geschrieben! Und gleich noch die wohl lustigste Bildunterschrift seit langem "Etwa dieses Gesicht würde Ancillo Canepa machen, müsste er mit dem Eismeister an einen Tisch sitzen." :-D

    Einen kleinen Makel sehe ich trotzdem. Die Nachwuchsförderung ist schon länger zum Geschäft geworden. Werden da ja die Talente gefördert die dann für viel Geld verkauft werden sollen. Das heisst auch hier sollte man nicht einfach zu unüberlegt Geld einschiessen.
    Jedes KMU muss sich aktuell überlegen und verhandeln wie man über die Runden kommt. Den Fussballclubs soll es nicht anders gehen...
    • FaLa02 04.05.2020 13:06
      Highlight Highlight Das stimmt zum einen, der Nachwuchs wird auch langsam zum Geschäft....., jedoch ist dieser zumindest im Eishockey ( ich spreche hier aus der SL) in hohem Masse eher defizitär und noch lange kein Geschäft, die effektiven Kosten können den Spieler/innen und Eltern bei weitem nicht verrechnet werden, sonst hätten wir keine Kinder mehr im Eishockey, dies nicht zuletzt durch Label Organen Seitens Verband und die mindestens 3/4 Breitensport Anteil ohne welche gar nicht genügen Talente für den Leistungssport vorhanden wären....., vom Spitzensport sprechen wir erst gar nicht.
    • Score 04.05.2020 16:13
      Highlight Highlight Eishockey ist auch nicht mit dem Fussball vergleichbar weil zumindest in der Schweiz im Eishockey keine Ablösen bezahlt werden...
  • THEOne 04.05.2020 12:14
    Highlight Highlight herr zaug, chapeau. geschrieben wie ein wahrer meister. schön, dass es noch journalisten mit eiern gibt.
  • Burkis 04.05.2020 12:13
    Highlight Highlight Wieso soll ein Sportler der 4000.- (oder auch mehr) pro Monat verdient besser gestellt sein als ein Angestellter in der Gastronomie? Wenn es mit Kurzarbeit nicht reicht und der Besitzer nicht gewillt ist seine Reserven anzufassen oder einfach keine da sind, dann reicht es halt nicht mehr das beste oder bestbezahlte Personal zu halten. So what? 🤷🏻‍♂️
    • Elpampa 04.05.2020 13:33
      Highlight Highlight Weil der Beizer momentan wieder einen Teil seines Umsatz erzielen kann unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen.

      Der Fussballverein kann momentan wieder spielen, hat aber keine Einnahmen weil die Zuschauer nicht dürfen..
    • Burkis 04.05.2020 13:50
      Highlight Highlight @ Elpampa, das ist dann wohl Branchen- und Unternehmensrisiko. Geht dem Schauspieler im Theater, Musiker, uvm. genau gleich.
      Wie sollen staatliche Gelder unter den Vereinen gerecht verteilt werden? Nach Umsatz oder je nachdem wie gross das Loch in der Kasse ist? Das ist doch Wettbewerbsverzerrung und letztendlich sind noch die welche vernünftig Wirtschaften die bestraften.
  • Rellik 04.05.2020 11:18
    Highlight Highlight Wow Klaus Zaugg! Ich bin begeistert! So eine klare und realistische Darstellung finde ich gerade von einem Sportjournalisten sehr weitisichtig. Hätte ich nicht erwartet. Chapeau!

    Ps. Der EVZ hat wohl dank ihnen keine Finanzprobleme, oder? ;)
  • emptynetter 04.05.2020 11:15
    Highlight Highlight Das ist so gut, das ist gar keine Polemik.
  • ThePower 04.05.2020 11:13
    Highlight Highlight Das ist mir dann doch zu polemisch. Millionengehälter in der Super League? Dürften an einer Hand abzuzählen sein, ein paar verdienen recht gut, aber dann wirds dann bald schon dünn, ein Thun-Spieler wird kaum fünfstellig im Monat verdienen.

    Weiter hängen ja nicht nur die Spielergehälter dran, sondern auch normale Angestellte der Vereine sowie die ganzen Zulieferer. Ganz so einfach ist das also nicht..
    • Score 04.05.2020 12:21
      Highlight Highlight Naja, bis vor kurzem (ich weiss nicht wie es jetzt ist) bekam ein Junior bei GC der einen ersten Vertrag unterschrieb 5000.- im Monat. Das kann durchaus ein 17 oder 18 Jähriger sein. Dazu kommen dann noch die Prämien. Das ist für das Alter nicht schlecht würde ich sagen, wenn auch keine Millionen. Und bei einem Topverein dürfte das entsprechend höher ausfallen (YB, Basel zB)...
      Zum Punkt betreffend Angestellte: Fast jedes KMU hat aktuell dieses Problem. Der Profisport darf hier nicht bevorzugt werden...
    • ThePower 04.05.2020 13:25
      Highlight Highlight Gut, die KMUs bekamen und bekommen ja diese zinslosen Darlehen, so etwas Ähnliches kann ich mir auch im Fussball vorstellen. Auch die Vereine sind, machen wir uns bei aller Fussballromantik nichts vor, mittlerweile Unternehmen. Bevorzugen soll man sie nicht, aber wenn jede Feld-, Wald- und Wiesen-Malerbude Kohle erhält, warum sollen die Vereine dann nicht auch Hilfe erhalten? Wie gesagt, auch da hängen viele Jobs dran..
    • Score 04.05.2020 13:57
      Highlight Highlight Die Fussballclubs haben ebenfalls Möglichkeiten für Darlehen. UND sie durften Kurzarbeit einführen, was einem Sonderrecht entspricht da dies so nicht vorgesehen war/ist
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kanischti 04.05.2020 11:05
    Highlight Highlight Lieber herr zaugg. Das ist keine polemik!
    Dass dieses system, vor allem im fussball, seit jahrzehnten krank ist, sollte jedem klar sein. Aber solange brot und spiele für das volk geboten werden, ist alles ok.

    Nun aber treten diese systemfehler an die oberfläche. Ich glaube aber, dass einfach weiterhin weggeschaut wird.
  • Kunibert der Fiese 04.05.2020 11:03
    Highlight Highlight Genau.
  • McStem 04.05.2020 10:57
    Highlight Highlight Wie viele Fussballer in der Schweiz verdienen denn zwischen 20k und 60k pro Monat? Laut dem Watson Artikel "Scheiss-Millionäre? So viel (oder wenig) verdienen Fussballer wirklich" (2016) gerade mal 9.8% von 143 befragten. Hochgerechnet auf SL und CL als ca. 55. Normal bis schlecht (<= 4000) sind es 58% (310).
    Wir sollen den Sportclubs das Geld nicht in den Rachen schieben, aber mit realistischen Zahlen arbeiten!Die Löhne sind seit 2016 gestiegen, aber nicht in einem riesen Ausmass.
    Zudem verzichten bereits bei einigen Vereinen (z.B. SG) die Spieler auf Löhne und nicht alle haben einen Canepa.
    • Rellik 04.05.2020 11:16
      Highlight Highlight Ja aber wenn die Fussballer nicht mehr vom Kicken Leben können sollen sie sich halt einen anderen Beruf suchen. Mit seinem Sport Geld zu verdienen ist immer ein Luxus, auch bei 5'000 pro Monat.
    • McStem 04.05.2020 11:31
      Highlight Highlight @Rellik: Natürlich ist das Luxus, nur ist das jetzt eine Ausnahmesituation, in der man nicht eben mal einen Job findet.

      Wie gesagt, die "Topverdiener" verzichten vielfach bereits auf Gehalt. Und ich sage nicht, wir sollen alle Vereine Subventionieren bis zum geht nicht mehr. ABER halt auch der realität ins Auge sehen, dass die meisten Fussballer in der Schweiz kein Luxusleben führen, bei dem man mal eben auf 80% des Einkommens verzichten kann.

      Und welchen Beruf sollen sie sich aktuell suchen? Das ist allerhöchstens ein Punkt für nach der Krise (oder die ALV).
    • Moeff 04.05.2020 11:37
      Highlight Highlight @Rellik: Was ist das für ein besch...... Argument.
      Kannst das Gleiche ja all den Gastroangestellten sagen, die jetzt oder in Zukunft auf der Strasse sethen, dass sie sich halt ein anderen Job suchen können. Oder dass Fliegen eh Luxus ist, das spielt es keine Rolle wenn Tausende den Job verlieren
    Weitere Antworten anzeigen
  • O.Brady 04.05.2020 10:54
    Highlight Highlight Wer möchte den schweizer Fussball retten? Schlechtes Niveau und so langweilig wie kein anderer Sport
    • rburri38 04.05.2020 11:16
      Highlight Highlight Die ca. 60'000 Schweizer die jedes Wochenende in Stadion gehen. Aber weil du es langweilig findest, sollte man es natürlich untergehen lassen, logisch!
  • G. Laube 04.05.2020 10:37
    Highlight Highlight Klaus: Chapeau!
  • TWilli 04.05.2020 10:35
    Highlight Highlight Der Staat unterstützt die Profiklubs indirekt schon lange. Wenn die Sicherheitsdienste alle Kosten verrechnen würden, hätten die Klubs merklich weniger Geld. Und in der Schweiz sind übertriebene Löhne eher selten. Neuorientierung nach dem Rücktritt braucht auch Geld. Aber das ganze "wie viel ist zu viel" ist ein anderes Thema das überall diskutiert werden könnte
    • Bündn0r 04.05.2020 11:13
      Highlight Highlight Schlechte Vergleiche.
      Bei SVP Tagung und Konzert geht es um den Schutz der Teilnehmer vor Bedrohung Dritter, während es beim Fussball um Überwachung und Verhinderung von Gewalt durch die Teilnehmer geht.

      Gerne kann man diese Kosten dem 1.Mai Komitee, den Linksradikalen oder den Terroristen aufbrummen. Entstehen die Kosten doch wegen ihnen.
      Insbesondere bei Terroristen wird dies jedoch schwierig.
    • Elpampa 04.05.2020 13:18
      Highlight Highlight @Bündn0r:

      Du stellst jetzt aber nicht gerade Fussballfans mit Terroristen gleich....?
    • Bündn0r 04.05.2020 15:06
      Highlight Highlight @Elpampa
      Jein. Auf einer abstrakten Ebene, auf der Suche nach Gefahr ja. Beide sind ein potentielles Risiko, ein Grund für das Aufgebot von Sicherheitskräften. Feuer, Panik etc übrigens auch.

      Der Unterschied liegt aber darin, dass Fans Schutzgut und Bedrohung gleichzeitig sind.
      Die Sicherheitskräfte beschützen die friedlichen Fans vor den gewalttätigen. Nur kann man diese schwer voneinander unterscheiden, bis es zu spät ist. Schrödingers Fan sozusagen.
  • neutrino 04.05.2020 10:34
    Highlight Highlight Die Ausführungen treffen im Fussball nur auf Basel, YB und Sion zu. Alle anderen Klubs haben höchstens einzelne Spieler, die mehr als 20'000 verdienen.

    Zudem: in der Challenge League ist der Grossteil der Löhne um oder unter dem gängigen Existenzminimum (Ausnahme FC Vaduz und Lausanne).
    • maylander 04.05.2020 11:34
      Highlight Highlight Für die Challenge League im Fussball und die Swissleague im Eishockey reicht es auch, wenn mit Halbprofis gespielt wird. Hier müssen die Klubs ran und die entsprechenden Strukturen schaffen. Auch im Sinne der Spieler die nach Ende des Sportlerlebens noch lange nicht ausgesorgt haben und noch 30 Jahre lang einen Beruf ausüben müssen.
  • IMaki 04.05.2020 10:12
    Highlight Highlight Zuerst brilliert der Hans im Stöckli und jetzt der Klaus im Sport. Es ist die Stunde der alten weisen Männer. Standing ovations!
  • P. Meier 04.05.2020 10:11
    Highlight Highlight Interessante Aussagen von Herrn Zaugg. Offensichtlich leiden viele Journalisten, die über nichts anderes als Fussball oder Eishockey berichten können. Wie sonst ist es zu erklären, dass mit vollem Elan die Archive durchsucht werden, im eine alte Geschichte nochmals zu bringen? Immer wieder wird der Fussball zitiert, die jetzt keine Spiele hat. Vorsorglich wird schon über Geisterspiele gejammert. Bei fast jedem Artikel, bei dem es um Sport allgemein geht, wird ein Fussballbild verwendet. Es ist nicht nur Fussball betroffen. Z.B. sind alle Turnfeste abgesagt worden. Aber das interessiert nicht.
    • uhl 04.05.2020 13:40
      Highlight Highlight Die Turner verdienen auch ein paar Batzeli weniger...
  • Blogg Buster 04.05.2020 10:08
    Highlight Highlight Lieber Eismeister
    Du bist der Eismeister, weil Du etwas von Hockey verstehst, und darum solltest Du auch über Hockey schreiben und die Finger von Themen lassen, die ganz offenbar nicht Dein Hometurf sind. Es sollen also Junioren gefördert werden, das ist gut, nur von welchen Clubs? Die grossen werden es ohne Hilfe und ohne Zuschauer nicht überleben. Punkt. Dass die Spieler zuviel verdienen ist keine Frage, aber das ist der Preis, wenn man einigermaßen international mitspielen will. Ich möchte dann gerne mal Dein Kolumne lesen, wenn die Schweiz weder an der Hockey noch FussballWM vertreten ist.
  • uhuhu 04.05.2020 10:05
    Highlight Highlight Kann mich den Ausführungen des Eis- (und für diesmal) Rassenmeisters nur anschliessen. Es wird eine Herausforderung werden, politisch und gesellschaftlich den Druck so aufrecht zu halten, dass in diesem Bereich keine Steuergelder verschwendet werden.
    • Rellik 04.05.2020 11:19
      Highlight Highlight Rassen? ^^
  • Bruno Wüthrich 04.05.2020 09:59
    Highlight Highlight Nachwuchsorganisationen sind meistens Tochterfirmen der eigentlichen Sportklubs, und sie sind meistens defizitär. Wenn nicht ein Mäzen aus dem eigenen Sack die Defizite bezahlt, so wird dies zwangsläufig die Mutterfirma übernehmen müssen. Die Defizite sind meistens sowohl bei der Tochter wie auch bei der Mutter budgetiert. Das heisst: Lässt der Staat Geld in die Nachwuchsorganisationen fliessen, entlastet dies zu 100 Prozent die Mutterfirma, welche die Gelder dann für den Profisport verwenden kann.
    Es braucht also mehr als nur die Auflage, das Geld für den Nachwuchs zu verwenden.
  • Paul_Partisan 04.05.2020 09:56
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich, dass der Profisport international jeglichen Bezug zur Realität verloren hat - die Saläre der Spieler und Funktionäre ist in keinster Weise vertretbar.
    ABER: einerseits betrifft dies wie gesagt den globalen Sport, es macht daher keinen Sinn die Schweizer Proficlubs dem Prinzip zu "opfern". Andererseits werden auch in anderen Branchen absurde Löhne gezahlt und Unternehmen erhalten Geld.

    Fussball- und Eishockeyvereine funktionieren leider heute wie Unternehmen - und wenn einem Unternehmen krisenbedingt die wichtigste Einnahmequelle fehlt, hat es nun mal ein Problem.
    • eye love two hockey 04.05.2020 10:20
      Highlight Highlight Hier müssen wir aber doch noch etwas differenzieren. Die Löhne im Schweizer Fussball werden durchaus vom Ausland in die Höhe getrieben und die Proficlubs können sich nur schlecht als recht aus den "System" ausklinken.

      Im Eishockey sieht's hingegen schon wieder ganz anders aus.. Durch die extrem strenge Ausländerregeleung klinken sich die Schweizer Eishockeyvereine quasi völlig vom internationalen Markt aus, weshalb sie einzig und allein für die steigenden Gehälter verantwortlich sind. Solange diese Regelung hält müssen wir hier ganz und gar nichts "opfern".

    • Kasatanov 04.05.2020 14:44
      Highlight Highlight Was für ein Unsinn. Auch im Fussball bestimmen die CH Clubs wieviel bezahlt wird.
  • troggs 04.05.2020 09:51
    Highlight Highlight Wow, da hat sich Klausi mit diesem Statement wieder mal selbst übertroffen. Dem gibt es nichts, aber auch gar nichts beizufügen.
  • Moeff 04.05.2020 09:49
    Highlight Highlight Der Grundfehler dieses Artikels ist, dass es im Schweizer Profifussball abseits von YB und Basel ganz viele Spieler gibt mit < 20'000/Mt. Wahrscheinlich sogar amehr als die Hälfte. Denke, dass höchstens eine Handvoll Nati B-Schütteler gibt, die eine Viertelmillion im Jahr verdienen.
    • vierundzwanzigsieben 04.05.2020 10:30
      Highlight Highlight Der Durchschnittslohn in der Challenge League liegt bei ca. 3'500.-. Da verdient mMn gar keiner eine Viertelmillion. Selbst in der Super League werden die allerwenigsten einen Lohn in dieser Grössenordnung haben. Nicht jeder Fussballprofi ist automatisch Millionär und bezieht ein exorbitantes Gehalt. Soll keine Rechtfertigung oder Entschuldigung für irgendetwas sein, sind lediglich die Fakten. Du hast in der Privatwirtschaft noch schnell einen besseren Lohn als einer, der beim z.B. FC Thun kickt.
    • DieFeuerlilie 04.05.2020 10:35
      Highlight Highlight Naja.. bei 20‘000.- pro Monat scheint es mir durchaus möglich, den einen oder anderen Monat ganz ohne Lohnzahlung überleben zu können.

      Ausser man war nicht intelligent genug, auch etwas für schlechtere Zeiten auf die Seite zu legen. 😊
    • Burkis 04.05.2020 11:26
      Highlight Highlight Die Putzfrau einer Grossbank arbeitet auch für 3000.- obwohl der Chef das x-fache verdient. Wird sie in Kurzarbeit geschickt dann muss sie auch damit klar kommen. Die Frage ist doch wieso grade junge Fussballer in der 1. oder 2.Liga alleine vom Fussballspielen leben müssen? Wieso soll sich ein 20-Jähriger Fussballprofi um ein Ausbildung bemühen wenn er schon 6000.- verdient und die Aussichten nach oben unbeschränkt sind? Das es auch anders geht zeigt ja z.B. der SC Kriens.
    Weitere Antworten anzeigen
  • maylander 04.05.2020 09:48
    Highlight Highlight Grossen Dank an den Eismeister.
    Dem ist nichts hinzuzufügen.
    • Elpampa 04.05.2020 12:42
      Highlight Highlight Doch:

      Er verkennt, dass die Nachwuchsabteilungen den Proficlubs angeschlossen sind. Des weiteren sind seine Angaben von den Löhnen bei weitem masslos übertrieben für die Schweiz. Ein Proficlub ist mittlerweile ein KMU, wodurch Zulieferer und sonstige Unternehmen als Wertschöpfung dranhängen.

      Ich bin der Meinung, der Sport gehört in dieser einmaligen Situation mit Geldern unterstützt.
    • sealeane 04.05.2020 21:11
      Highlight Highlight @elpa Nein ich möchte nicht das Hobby anderer bezahlen... (weder Fans/Mätzen noch Spieler) im Fussball versickert zu viel Geld....
      Es ist für mich OK wenn z.B. Zürich deutlich weniger Einnahmen bei der Stadionmiete hat. Wber direkte Gelder sollen keine fliessen.
      Auch wenn die Clubs von Geldrn an den Nachwuchs peofitieren finde ich das ein Stück weit okey. Aber keine direkten zusätzlichen Mittel an die spitzen Clubs. Und dan die "Hobbby"-Liegen noch weniger.
  • Heini Hemmi 04.05.2020 09:41
    Highlight Highlight Dem ist nichts hinzuzufügen.

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