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Velotour

Eine der vielen versteckten Perlen der Schweiz: Wo du diesen Ort findest, siehst du in der Diashow ganz unten. bild: watson

Der Sommer kann kommen: Das sind 9 der schönsten Velo-Ausfahrten der Schweiz

Die Temperaturen steigen, der Sommer naht und das Velo ist hoffentlich aus der Garage geholt. Denn hier kommen neun der schönsten Veloausfahrten durch die Schweiz. Zumindest sofern du noch etwas Restkondition über den Winter geschmuggelt hast.



Im letzten Sommer besuchte ich alle Gemeinden der Schweiz mit dem Velo. Aus all den schönen Ecken habe ich jetzt die schönsten Touren der Schweiz zusammengestellt. Einige Bilder dazu gibt's am Ende in der Diashow. Die Links auf die detaillierten Strecken können von der Originalroute leicht abweichen. Viel Spass!

Über den Passwang im Naturpark Thal

Länge: ca. 65 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1500m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 5-6 Stunden

Velotour Breitenbach

Nach Breitenbach SO begrüsst uns die Burg Neu-Thierstein bald in einer wunderschönen ruhigen Gegend. Noch steigt die Strasse gemütlich an, wir erreichen den Naturpark Thal und schon nach 15 Kilometern sind wir 600 Höhenmeter weiter oben auf dem Passwang. Die rasante Abfahrt bringt uns nach Balsthal. Kurz davor versetzt uns Schloss Neu-Falkenstein in eine Welt aus «Herr der Ringe».

Wir biegen links ab, die Strasse steigt sanft bis Langenbruck an. Hier sind wir bereits im Kanton Basel-Land. Nach der Abfahrt zum herzigen Waldenburg geht es hügelig zurück nach Breitenbach. Dabei durchfahren wir das Fünflibertal und geniessen von Liedertswil aus den schönen Blick hinunter auf Reigoldswil.

Option: Startort in Balsthal und dann von Nunningen aus direkt über den Nunningenberg rüber nach Oberbeinwil, das spart ca. 15 Kilometer.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

Velotour Breitenbach

Das Bündner Oberland runter und an der spektakulären Rheinschlucht vorbei

Länge: ca. 98 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1200 m rauf, 2000 m runter
Zeitbedarf: ca. 6-7 Stunden

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Von Andermatt geht's gleich 600 Höhenmeter hinauf zum Oberalppass. Dann ist die Arbeit getan und es folgt der Spass-Teil: die Abfahrt das Bündner Oberland hinunter. Wichtig: Bei Ilanz über den Rhein und rechts hoch nach Versam. Von dort der spektakulären Rheinschlucht entlang nach Bonaduz – einer der schönsten Strassenabschnitte der Schweiz.

Velotour Andermatt Bündner Oberland

Von Ilanz nach Valendas über Versam und an den Hängen der Rheinschlucht entlang nach Bonaduz.

Wichtig auch der Schluss: Bei Reichenau beim Zusammenfluss des Hinter- und Vorderrheins links halten, kurz etwas hinauf nach Tamins und dann auf der Calanda-Seite über Felsberg nach Chur. Dort in der Altstadt oder bei der Bäckerei Merz am Ende des Rossbodens die verdiente Verpflegung geniessen und mit dem Zug wieder heim.

Velotour Andermatt Bündner Oberland

Option: Wer sich den Aufstieg (600 Höhenmeter) zum Oberalppass schenken will und gleich mit der Abfahrt loslegen möchte, kann mit dem Zug dort hin. Für ganz Faule: Nur das Stück ab Ilanz (35 km/ca. 3 Stunden).

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

Velotour Bündner Oberland

Oberalp? Wer's gerne so richtig hügelig hat: Schöne Sommer-Bilder unserer Alpenpässe

Rund um die Churfirsten und dem Walensee entlang

Länge: ca. 95 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1700 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 7 Stunden

Velotour Walensee

Wir starten in Weesen am einen Ende des Walensees. Von hier führt ein wunderschöner Radweg mit den Churfirsten im Hintergrund dem See entlang bis nach Walenstadt. Nach dem Seeztal thront das Schloss Sargans über dem gleichnamigen Ort. Wir biegen links ab und radeln auf dem Rheindamm an der Grenze zu Liechtenstein entlang bis Buchs. Dort geht's vorbei am schönen Werdenberg – das sich als kleinste Stadt der Welt bezeichnet – und dann nach links.

Ab Grabs steigt der Weg nach gut 55 Kilometern erstmals richtig an. Erst gibt's die 700 Meter hinauf nach Wildhaus am oberen Ende des Toggenburgs. Die rasante Abfahrt mit den Churfirsten – jetzt von der anderen Seite – endet in Starkenbach, wo wir erneut links abbiegen. Auf den nächsten sieben, steilen Kilometern gewinnen wir nochmals gut 600 Höhenmeter auf die Vordere Höhi. Wir verlassen das Toggenburg und geniessen die 1100 Höhenmeter lange Abfahrt nach Weesen, wo es sich im Park am See auszuspannen lohnt.

Option: Abkürzungen gibt es hier leider keine, ausser man beendet die Tour an einem anderen Ort. Buchs liegt verkehrstechnisch noch gut. Wer mag, kann sich neben dem Schloss Sargans und Werdenberg unterwegs auch die Schlösser von Balzers (Burg Gutenberg), Wartau (nur noch Ruine im Wald) und Vaduz näher anschauen.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

Velotour Walensee

Von Winterthur aufs Land hinaus

Länge: ca. 45 Kilometer
Höhenmeter: ca. 650 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 3-4 Stunden

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Einrollen ist nicht, in Winterthur geht es gleich bergauf zum Tierpark Bruderhaus. Der Lohn sind eine schöne Aussicht zur Kyburg und eine Abfahrt. Danach nicht rechts auf der Hauptstrasse weiter, sondern geradeaus nach Eidberg. Hoch und runter führt der Weg nun auf Nebenstrassen über den Weiler Hofstetten und über den Huggenberg auf den Rüetschberg, auf dessen anderer Seite der Bichelsee liegt. Ein schöner Ort für eine Rast.

Vom Bichelsee geht es nach Turbenthal, wo man entlang der Töss auf einem tadellosen Veloweg zurück nach Winterthur fahren kann. Wer sich die letzten paar Kilometer im Stadtverkehr ersparen will, biegt auf dem Seemer Buck links ab und fährt noch einmal über den Eschenberg.

Option: Wer am Ende noch Kraft hat, kann von Rikon oder Kollbrunn hoch zum schön gelegenen Dörfchen Kyburg mit dem Schloss und dann die steile Waldabfahrt nach Sennhof geniessen. Je nach Velo dann nach der Holzbrücke über die Töss nach links und auf der Waldstrasse dem Fluss entlang bis nach Winterthur.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

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Vom Zürichsee über die Schwyzer Pässe

Länge: ca. 90 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1900 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 8 Stunden

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Ab Pfäffikon führen die ersten knapp 10 Kilometer flach nach Galgenen. Doch dann ist Schluss mit Einrollen. Wir biegen im Dorf rechts ab und fahren über den Vorderberg ins Wägital hinein. Der Veloweg führt wunderschön abseits der Hauptstrasse bis zur Sonne. Hier beginnt der Anstieg zur Sattelegg so richtig. Es geht nochmals 500 Höhenmeter hinauf zur Passhöhe, wo sich eine Rast mit schöner Blick auf den Grossen und Kleinen Aubrig lohnt.

Nach der Abfahrt zum Sihlsee biegen wir in Willerzell links ab und fahren auf der Fläche bis Unteriberg. Der Anstieg zur Ibergeregg beginnt mit dem Stück bis Oberiberg steil, danach schlängelt sich die Strasse gemütlich hoch zum höchsten Punkt der Tour.

1000 Meter weiter unten in Schwyz fahren wir via Steinen auf einer Nebenstrasse – unter anderem am schönen Ortsnamen Ecce Homo vorbei – hoch zum Sattel, wo der letzte Aufstieg gemeistert ist. Von hier führt der Radweg abseits der Hauptstrasse am Rand der Moorlandschaft nach Biberbrugg, wo die verdiente Schlussabfahrt zum Ziel beginnt.

Option: Von Willerzell via Einsiedeln zurück nach Pfäffikon (rund 45 km) oder wer über die Ibergeregg möchte und die Sattelegg auslassen will: In Einsiedeln oder Schwyz starten und nach Biberbrugg rechts zurück nach Einsiedeln (rund 60 km).

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

Velotour Schwyz

Um die Berner Oberländer Seen

Länge: ca. 90 Kilometer
Höhenmeter: ca. 900 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 7 Stunden

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Die 90 Kilometer verlaufen mehrheitlich flach. Wir fangen in Thun an und umfahren beide Seen erst auf der rechten Seite. Nach Brienz zu den Giessbachfällen gilt es die anstrengendste Steigung zu bewältigen. Nach dem Naturspektakel geht es für wenige Kilometer kurz über einen Kiesweg, bevor wir auf der Teerstrasse Iseltwald erreichen. Hier lohnt sich eine Pause unten am See.

Zurück in Interlaken fahren wir jetzt auf der anderen Seite des Thunersees zurück. Bis Faulensee fahren wir praktisch dem Ufer entlang, danach führt der Weg durch Spiez etwas weg vom Wasser. Zurück in Thun eine Erfrischung in der Altstadt geniessen.

Option: Wer's kürzer mag, fährt einfach nur um einen See – ich empfehle den Brienzersee. Wem die Höhenmeter fehlen, kann bei Gunten hoch nach Sigriswil und via eine schöne, wenig befahrene Strasse durch den Wald bis nach Beatenberg. Ganz Verrückte können hier auch noch den Bogen via Habkern anhängen bevor er runter nach Interlaken geht. Kilometermässig ist die Schlaufe (100km/106 km via Habkern) nur wenig länger, höhenmetermässig bewegen wir uns bei 1600 Hm/1900 Hm. Entschädigt wird man mit fantastischen Aussichten.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

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Zum abgelegensten Ort der Schweiz

Länge: ca. 53 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1350 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 5 Stunden

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Die ersten knapp 20 Kilometer führen gemütlich dem Lago Maggiore entlang. Wir verlassen für diese Rundfahrt auch kurz die Schweiz und biegen im italienischen Maccagno ab ins Valle Veddasca. Auf 20 Kilometern steigen wir dabei 1100 Höhenmeter auf die Alpe di Neggia, wo sich eine Pause mit grandiosem Blick auf den Lago Maggiore und das Maggia-Delta lohnt. Zuvor passieren wir Indemini, das als abgelegenster Ort der Schweiz gilt.

Auf der Schlussabfahrt vernichten wir 1100 Höhenmeter auf 13 Kilometern. Unten am See dann irgendwo ein Gelato geniessen und die Bremsen abkühlen lassen.

Option: Eine Abkürzung gibt es auch hier nicht. Aber wer sich den Aufstieg zur Alpe di Neggia auf die harte Tour geben will, fährt in die andere Richtung. Die Rampe gilt als eine der anstrengendsten der Schweiz.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

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Spektakuläres Unterwallis

Länge: ca. 38 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1500 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 4-5 Stunden

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Wir starten in Martigny und rollen uns kurz Richtung Grosser Sankt Bernhard ein. Nach drei Kilometern geht's bei La Croix aber rechts hoch zum Col de la Forclaz. Die gut 1000 Höhenmeter auf 10 Kilometern bewältigen wir wenn möglich auf Nebenstrassen durch Les Rappes, La Fontaine oder Le Fays.

Martigny Velotour

Von La Croix zum Forclaz: Nur selten muss man auf der Passstrasse (Orange) fahren.

Nach dem Pass sausen wir mitten in einer imposanten Bergwelt runter nach Trient und biegen dann kurz vor der französischen Grenze nach rechts ab. Es geht über die Trientschlucht, welcher wir danach bis an deren Ende folgen. Achtung: Das Teilstück zwischen Finhaut und Salvan besteht teilweise aus Kiesweg. Es lohnt sich aber. Ein Stopp bei der Gorge du Triège oder beim Freibad in den Felsen von Salvan lohnen sich.

Das letzte Teilstück läutet die Pont de Gueuroz ein, welche noch einmal den Blick über die Trientschlucht öffnet. Dann fahren lassen bis Martigny.

Option: Wer noch mehr Höhenmeter will: Von Finhaut hoch zum Lac d'Emosson (hier endet die 17. Etappe der diesjährigen Tour de France). Das gibt rund 700 Höhenmeter dazu – belohnt mit einer super Aussicht.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

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Im Jura durch eindrückliche Schluchten und Täler

Länge: ca. 81 Kilometer
Höhenmeter: ca. 1500 m rauf und runter
Zeitbedarf: ca. 7 Stunden

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Wir starten in Delémont und folgen bei Bassecourt der Sorne flussaufwärts. Die Strasse steigt durch die eindrückliche Gorges du Pichoux gemütlich an. Am Ende der Schlucht führt der Weg scharf nach rechts und im Berner Jura das Petit-Val hoch bis Les Genevez, das wiederum zum Jura gehört. Nach den knapp zehn flachen Kilometern bis Montfaucon folgt an Les Enfers (die Hölle) vorbei die Abfahrt bis Soubey am Doubs.

Das herzige Dörfli wenige Kilometer vor der französischen Grenze lädt zur Rast ein. Oder man radelt auf einer Anhöhe über dem Doubs bis ins malerische St-Ursanne, das wieder unten am Fluss liegt. Gestärkt nehmen wir den letzten Anstieg des Tages in Angriff. 400 Höhenmeter führen aus dem Tal hinaus auf den Col des Rangiers. Von hier die letzten 15 Kilometer zurück hinunter nach Delémont geniessen.

Option: Statt in Delémont in Basscourt starten. Beim Schlussaufstieg hinauf zum Col des Rangiers kurz davor rechts zum La Caquerelle und dann via Boécourt runter nach Bassecourt.

Hier gibt's die ungefähre Strecke im Detail.

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Kommentar

Ich wage es kaum zu sagen, aber ein E-Bike ist das Allerbeste, was ich mir je gönnte

Hach, wie ich E-Bikes verabscheute. Zumindest bis ich mir selbst eines kaufte. Jetzt kann ich sagen: Es ist die vermutlich allerbeste Erfindung der Welt. Und wer glaubt, dass man da nicht schwitzt, der irrt gewaltig. Denn es hat auch einen Nachteil.

Ich sag's grad am Anfang, dann ist es raus: Ich habe ein E-Bike gekauft.

Wer mich kennt, weiss: Ich habe über E-Bikes geflucht. Es gibt nicht viel Ärgerlicheres, als von einem Velofahrer fortgeschrittenen Alters in Alltagskleidern (und im schlimmsten Fall noch mit Chörbli am Lenker) locker überholt zu werden, während man selbst in totaler Velomontur gefühlt zügig unterwegs ist.

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