Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Une affiche presentant le plan de protection a ete installee alors que les membres du Tennis Club Pully reprennent l'entrainement lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce mardi, 12 mai 2020 au Centre sportif de Rochettaz a Pully. En Suisse, a partir du 11 mai, les mesures d'assouplissement ralentissant la pandemie actuelle de la maladie COVID-19, causee par le coronavirus SRAS-CoV-2, deviennent effectives progressivement. L'enseignement en classe dans les ecoles primaires et secondaires est a nouveau autorise. Les magasins, marches, musees, bibliotheques et restaurants peuvent rouvrir dans le strict respect des mesures de precaution. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Tennisspielen ist weiterhin erlaubt. Bild: KEYSTONE

Was darf ich noch? Fragen und Antworten zu den neuen Regeln im Schweizer Sport

Die Worte von Gesundheitsminister Alain Berset tönen dramatisch. «Die Lage hat sich spektakulär verschlechtert. Darum müssen wir die Ungewissheit akzeptieren. Und nun auch bescheiden sein.» Es ist ein Appell, der ­direkt an die Sportlerinnen und Sportler der Schweiz gerichtet ist. So sieht die neue Welt aus.

Etienne Wuillemin / ch media



Darf ich bei meinem Lieblingsklub noch ins Stadion gehen?

Nein. Ab sofort sind in der ganzen Schweiz keine Grossanlässe mehr erlaubt mit mehr als 50 Personen.

Kann mein Fussball-Training im Hobby-Verein noch stattfinden?

Auch nicht. Jeder Kontaktsport ist verboten – ausser für Profis.

Wie kann ich mich sonst fit halten?

Sportliche Freizeitaktivitäten in der Halle sind erlaubt, wenn maximal 15 Personen dabei sind – und dabei die Abstandsregeln eingehalten und Masken getragen werden. Es gibt auch ­Alternativen ohne Maske, wie Tennis oder Badminton. Oder Sportarten draussen wie Joggen oder Velo fahren. Auch Schwimmen ist ­möglich – es gibt einfach Kapazitäts-­Beschränkungen in den Hallenbädern.

Des membres du groupe competition du Lausanne natation reprennent l'entrainement lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce mardi, 12 mai 2020 a la piscine de Mont Repos a Lausanne. En Suisse, a partir du 11 mai, les mesures d'assouplissement ralentissant la pandemie actuelle de la maladie COVID-19, causee par le coronavirus SRAS-CoV-2, deviennent effectives progressivement. L'enseignement en classe dans les ecoles primaires et secondaires est a nouveau autorise. Les magasins, marches, musees, bibliotheques et restaurants peuvent rouvrir dans le strict respect des mesures de precaution. (KEYSTONE/Cyril Zingaro)

Schwimmen ist mit Kapazitäts-Beschränkungen weiterhin möglich. Bild: KEYSTONE

Ich möchte lieber ins Fitnesscenter!

Das sollte gehen. Aber es gilt Maskenpflicht, sowohl für Gruppen-­Aktivitäten wie auch für Übungen an Geräten. Ausnahmen gibt es für Center mit riesigen Flächen und wenig Besucherinnen und Besuchern. Klar ist: Je grösser das Center desto einfacher kann man sich schützen. Auch Zumba, Pilates oder Yoga ist mit Maske möglich. Überall und immer gilt: Maximal 15 Leute zusammen.

Dürfen meine Kinder weiter in ihre Sportvereine gehen?

Ja. Kinder und Jugendliche bis und mit 16 Jahren dürfen alle Arten von Trainings weiterführen – auch Kontaktsportarten wie Unihockey, Volleyball, Basketball oder Handball. Auch der Unterricht in Schulklassen darf stattfinden, selbst wenn mehr als 15 Personen in einer Klasse sind.

Wie lange bleiben die Regeln so?

Das ist eben noch nicht klar, «Ungewissheit akzeptieren», hat Bundesrat Berset gesagt.

Darf ich wenigstens darauf hoffen, im Winter auf die Skipiste zu gehen?

Diese Chancen sind berechtigt. Wenn die Ansteckungs-Zahlen zurückgehen, können die Skigebiete öffnen. Jene, die schon offen haben, dürfen den Betrieb aufrechterhalten. Auch Skitouren, Schneeschuhwandern oder Langlaufen ist jederzeit möglich. Verschiedene Hersteller haben bereits Masken konzipiert, die wie ein erweiterter Schal wirken – also sogar noch warm geben.

A skier cuts through the snow near the Treasure ski lift at Wolf Creek Ski Area in Pagosa Springs, Colo., Wednesday, Oct. 28, 2020. Wolf Creek is the first ski area in Colorado to open for the 2020-21 season, with a snow total of 24 inches. Treasure, Bonanza and Nova lifts are in full operation. Due to COVID-19, all indoor facilities are closed, excluding bathrooms, social distancing and wearing of face masks are required. (Chancey Bush/The Gazette via AP)

Skifahren sollte in diesem Winter möglich sein. Bild: keystone

Überleben die Skigebiete, wenn viel weniger Leute kommen?

Natürlich spüren sie es, wenn Ski-Weekends abgesagt werden und der Après-Ski ausfällt. Dafür sehen die Zahlen des Sommers hervorragend aus, es sind viele Rekorde zu erwarten. Deshalb ist die Lage nicht aussichtslos.

Wie stark gefährdet ist mein ­Lieblingsverein im Fussball und im Eishockey?

Die finanzielle Lage spitzt sich zu. Den Vereinen entgehen zwischen sechs und zehn Millionen Franken.

Wie kann das Überleben sicher­gestellt werden?

Eine wichtige Rolle spielt das zinslose Darlehen des Bundes. Ab Dezember kann jeder Verein Geld in der Höhe von maximal 25 Prozent der Ausgaben der Saison 18/19 beziehen. Für den Fussball stehen gesamthaft 100 Millionen Franken fürs Jahr 2020 bereit, fürs Eishockey 75 Millionen. Im Jahr 2021 noch einmal derselbe Betrag Die Rückzahlungsfrist beträgt zehn Jahre. Doch diese Dauer ist unerheblich, denn die Klubs werden die Gelder nie zurückzahlen können - da können sie die Löhne noch so senken. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass der Bund die allermeisten der Schweizer Profiklubs betreiben und in den Konkurs schicken wird, ist sehr gering.

Kann ich in den nächsten Wochen weiterhin Fussballspiele der Super League schauen?

Ja. Die Liga tut alles dafür, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Die Liga lobt die Schutzmassnahmen der Klubs, muss aber auch immer wieder erleben, dass Kantonsärzte und Kantonsärztinnen ganze Mannschaften in Quarantäne schicken, wenn einzelne Spieler positiv getestet werden. CEO Claudius Schäfer sagt darum: «Die Quarantäne ist für einen geregelten Spielbetrieb ein grosses Hemmnis. Wir erwarten, dass es möglich ist weiterzuspielen, selbst wenn man zwei oder drei positive Fälle im Team hat. Wie in anderen Ligen auch. Das hatten wir vorab mit den Gesundheitsbehörden so besprochen.»

Wie sieht es im Eishockey aus?

Die National League wird ihren Spielbetrieb vorläufig bis zum 1. Dezember aufrecht erhalten. Den Entscheid zur Fortführung fällten die Vertreter der National-League-Klubs nach einer Telefonkonferenz. Am 2. Dezember werden die Führungen der Liga und der Vereine die Situation neu beurteilen. Entscheidend für das weitere Vorgehen wird zum einen die epidemiologische Lage in der Schweiz sein, zum anderen der Status in Bezug auf die vom Bund zugesagten finanziellen Zuschüsse.

Welche Erkenntnisse gibt es aus dem runden Tisch, zu dem Sportministerin Viola Amherd geladen hat?

Das Bewusstsein, wie sehr der Sport leidet, ist in der Politik angekommen. Und ebenso die Bereitschaft, den Sport zu unterstützen. Weil die Erkenntnis gewachsen ist, dass Profiklubs mehr sind als geldverschlingende Monster. Es ist sogar möglich, dass die Vereine von der «Härtefall»-Klausel profitieren könnten. Zudem sind die Sportverbände erfreut, dass Kinder und Jugendliche weiter Teamsport treiben können.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das sind die Verordnungen des Bundesrates vom 28. Oktober

Maske zusammenfalten? NEIN! So handhabt man Masken richtig

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Im Alter von 60 Jahren: Diego Maradona stirbt an Herzinfarkt

Die Fussballwelt erleidet einen traurigen Verlust. Gemäss argentinischen Medienberichten soll Diego Armando Maradona im Alter von 60 Jahren in seinem Haus in Tigre an einem Herzinfarkt verstorben sein.

Der Weltmeister wurde Anfang November in ein Spital in Buenos Aires eingeliefert, weil er sich unwohl fühlte und um seine Medikation neu einzustellen. Bei der darauffolgenden Untersuchung wurde ein Blutgerinnsel im Gehirn entdeckt, das ihm tags darauf operativ entfernt wurde.

Nach dem erfolgreichen …

Artikel lesen
Link zum Artikel