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Federer spielt auf Hausdach mit Corona-Stars – Trainer Ljubicic träumt von 2017-Kopie



Wegen seiner zweiten Knieoperation innerhalb weniger Monate hat Roger Federer die Tennis-Saison 2020 vorzeitig abgebrochen. Der bald 39-jährige «Maestro» wird in diesem Jahr kein Turnier mehr bestreiten, das hindert ihn aber nicht am Tennisspielen. Für Sponsor Barilla reiste Federer mit einem Privatflugzeug nach Finale Ligure. Im malerischen Hafenstädtchen an der italienischen Riviera zwischen Genua und Nizza bestritt der 20-fache Grand-Slam-Sieger auf einem Hausdach ein Plausch-Mätschli mit zwei jungen Mädchen.

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Federer auf einem Hausdach an der italienischen Riviera. bild: twitter

Carola Pessina (11) und Vittoria Oliveri (13) heissen die beiden Nachwuchsspielerinnen, die während dem Corona-Lockdown mit einem Tennis-Video einen viralen Hit landeten. Weil sie nicht aus dem Haus durften, spielten sich die beiden Talente die Bälle von Hausdach zu Hausdach zu – und zwar mit beeindruckender Präzision. Wir sind gespannt, ob Federer da mithalten kann ...

Während die aktuelle Weltnummer 4 pausiert, geniesst sein Trainer Ivan Ljubicic unverhoffte Ferien in seiner Heimat Kroatien. Doch der 41-jährige Ex-Profi sitzt nicht nur untätig rum, sondern beschäftigt sich bereits mit dem Comeback seines Schützlings. «Alles ist unter Kontrolle. Wir planen bereits die nächste Saison», erklärt Ljubicic in einem Interview mit dem kroatischen Newsportal Novi list. «Es wäre natürlich ein Traum, dass alles wieder so wird wie 2017.» Auch damals musste Federer eine monatelange Verletzungspause einlegen und kehrte dann mit dem Sieg beim Australian Open triumphal zurück.

Dass es schwierig wird, dies zu wiederholen, weiss auch Ljubicic. «Es ist klar, dass die Situation jetzt völlig anders ist. Aber wir haben eine positive Erfahrung, an der wir uns orientieren können. Wir sind alle sehr zuversichtlich.»

Im Tennis-Zirkus spricht derzeit alles vom spannenden Rennen um den Grand-Slam-Rekord, der in der «GOAT»-Debatte um den Grössten aller Zeiten einen wichtigen Stellenwert hat. Federer führt mit 20 Titeln noch knapp vor Rafael Nadal (19) und Novak Djokovic (17). Für Ljubicic ein leidiges Thema: «Momentan sind alle etwas zu sehr auf die Grand-Slam-Titel fokussiert», mahnt der Federer-Coach. Natürlich seien die Majors die wichtigsten Turniere, «aber es ist nicht die einzige wichtige Sache».

epa06481360 A handout photo made available by Tennis Australia shows Roger Federer of Switzerland posing with his trophy and his coach Ivan Ljubicic (R) in the men's locker room after winning the men's final match against Marin Cilic of Croatia at the Australian Open Grand Slam tennis tournament in Melbourne, Australia, 29 January 2018. EPA/FIONA HAMILTON/TENNIS AUSTRALIA HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

2017 marschierte Federer beim Australian Open durch – das erhofft sich Ljubicic auch für 2021. Bild: EPA TENNIS AUSTRALIA

Federer spiele in erster Linie noch Tennis aus Liebe zum Sport und nicht, weil er am Ende seiner Karriere mehr Titel auf dem Konto haben will als andere. «Mir ist jedoch klar, dass es Menschen gibt, die das nicht verstehen können», fügt Ljubicic an und stichelt mit dieser Aussage ein bisschen gegen Djokovics Vater. Dieser hatte unlängst erklärt, dass er nicht verstehe, warum Federer mit bald 40 immer noch Tennis spiele.

Eine kleine Kampfansage gibt es von Ljubicic ganz zum Schluss dann aber auch noch: «Natürlich werden wir alles tun, um gute Ergebnisse zu erzielen», erklärt er im Hinblick auf die Saisonvorbereitung. Auch der besonnene Kroate weiss, dass alles zusammenkommen muss, damit Federer mit 39 noch einen 21. Grand-Slam-Titel gewinnen kann. (pre)

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