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La joueuse de tennis suisse Timea Bacsinszky en action lors d'un entrainement sur un terrain de Swiss Tennis le mardi 26 mai 2020 a Bienne. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Timea Bacsinszky kritisiert Novak Djokovic. Bild: keystone

Bacsinszky erklärt, warum Djokovic unbeliebt ist: «Fans nehmen seine Widersprüche wahr»



Novak Djokovic gab in der Corona-Krise bislang nicht das beste Bild ab. Die Weltnummer 1 verwirrte mit Impfgegner-Aussagen, zeigte sich mit einem skurilen Guru und organisierte nicht zuletzt das Adria-Tour-Desaster, an dem er und seine Frau und diverse andere Tennisprofis sich mit dem Coronavirus angesteckt haben.

Das Verhalten des Serben irritierte auch Timea Bacsinszky. «An einem Tag hat er Vorbehalte wegen der Wiederaufnahme des Profi-Tennis. Dann organisiert er ein Showturnier mit vollen Tribünen und anderen Attraktionen», begründete die Schweizerin ihren Ärger.

Für Bacsinszky sind solche gegensätzliche Aussagen genau der Grund, warum Djokovic bei den Fans eben nicht gleich beliebt sei wie Rafael Nadal oder Roger Federer: «Mein Eindruck ist, dass Djokovic nicht geliebt wird, weil die Fans die Widersprüche in seinen Aussagen wahrnehmen und durchschauen.»

Gleichzeitig lobte die Schweizerin ihre weiblichen Tour-Kolleginnen. Im Gegensatz zu den männlichen Profis, bei denen in den letzten Wochen neben Djokovic auch Sascha Zverev und Dominic Thiem wegen ihres Verhaltens während der Pandemie viel Kritik einstecken mussten, gab es bei den Frauen nämlich kaum Grund für Rüffel: «Männer treffen sich eher in Nachtclubs als Frauen. Eines ist sicher, Tennis kann sich einen noch schlimmeren Vorfall nicht leisten. Ich bin stolz darauf, dass sich die Spielerinnen der Frauen-Tour sehr verantwortungsbewusst verhalten haben.»

Timea Bacsinszky ist nach langwierigen Verletzungsproblemen auf Rang 291 der Weltrangliste zurückgefallen. Sie hat seit September 2019 kein WTA-Turnier mehr bestritten. (abu)

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Matterhorn
20.07.2020 10:33registriert July 2014
Er ist einfach unsympathisch...
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Dr. Unwichtig
20.07.2020 11:26registriert December 2016
Tennis ist eben primär ein Spiel - und bei den Fans beliebt ist in der Regel derjenige, der es auch wie in Spiel aussehen lässt. Bereits in der Vergangenheit gab es Beispiele für erfolgreiche "Arbeiter", die dennoch nicht sonderlich beliebt waren (z. B. Ivan Lendl). Rafael Nadal ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt - bei ihm hängt aber vieles mit der Rivalität mit Roger Federer zusammen. Ausserdem pflegt Nadal einen so speziellen Stil, dass auch er nicht einfach ein Tennisarbeiter ist.
Djokovic spielt hingegen wie eine Maschine. So gewinnt man halt keine Herzen...
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Therealmonti
20.07.2020 16:43registriert April 2016
Etwas weit hergeholt, was Frau Bacsinszky sagt. Tatsache ist doch einfach, dass der Typ so krampfhaft verbissen ist und dazu noch Eltern hat, die einen Stuss nach dem anderen von sich geben.
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21

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