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Inters Meistermannschaft 1979/80. bild: wikipedia

Unvergessen

Typisch italienisch startet die Serie A mit fünf 0:0 in die Saison

16. September 1979: Was für ein lascher Auftakt in die neue Spielzeit! In der Serie A mischen die Abwehrreihen vorzüglichen Beton an. In acht Spielen gibt es nur einen Sieger und insgesamt fallen bloss sechs Tore.



Italiens Fussball hat seit Jahrzehnten einen Imageschaden. Spätestens seit Helenio Herrera mit Inter Mailand in den 60er-Jahren den Catenaccio perfektioniert hat, gilt in unserem südlichen Nachbarland die Devise: Hinten muss die Null stehen.

Zwar hat sich dies in der Zwischenzeit geändert; heute fallen in der Serie A im Durchschnitt etwa gleich viele Tore wie in England und Spanien. Doch im Herbst 1979 ist man von den 2,68 Toren pro Spiel in der Saison 2017/18 noch weit entfernt. In der 1. Runde fallen in acht Partien bloss sechs Tore und gleich in fünf Stadien müssen die Tifosi nach Hause, ohne einen Treffer gesehen zu haben:

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Torfestival im San Siro: Inter schiesst gegen Pescara gleich zwei Treffer! Video: streamable

Im Verlauf der Saison zieht die Torproduktion ein wenig an, doch sie bleibt mit 1,88 Toren pro Spiel bescheiden. Inter Mailand wird Meister, mit einem Torverhältnis von 44:25 in 30 Spielen. «Capocannoniere» wird mit 16 Treffern Juves Roberto Bettega.

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Beppe und Franco Baresi im Mailänder Derby. bild: wikipedia

Zwei Baresi

Eine von Inters Stützen auf dem Weg zum Titel heisst Baresi. «Moment mal, der ist doch eine Milan-Legende!», denkst du bestimmt. Doch es gibt zwei Baresi. Während Franco Baresi seine ganze Karriere bei Milan verbringt und ein Superstar ist, absolviert sein Bruder Giuseppe «Beppe» Baresi fast 400 Spiele für den Stadtrivalen Inter und läuft 18 Mal für Italien auf.

Der «Totonero»-Skandal überschattet die Saison

In Erinnerung bleibt die Saison 1979/80 indes nicht wegen der Remis-Quote von 87,5 Prozent in der 1. Runde. Sondern vielmehr wegen des «Totonero»-Skandals. Mindestens 22 Protagonisten mehrerer Vereine haben Spiele verschoben, die AC Milan und Lazio Rom werden zwangsrelegiert.

Viele Akteure werden gesperrt, unter anderem werden Perugia-Stürmer Paolo Rossi drei Jahre aufgebrummt. Weil die Sperre später auf zwei Jahre reduziert wird, kann er bei der WM 1982 mit dabei sein – und Italien als Torschützenkönig zum Titel ballern.

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Rossis sechs Tore an der WM 1982. Video: YouTube/Barbosa Fútbol Videos

Unvergessen

In der Serie «Unvergessen» blicken wir jeweils am Jahrestag auf ein grosses Ereignis der Sportgeschichte zurück: Ob hervorragende Leistung, bewegendes Drama oder witzige Anekdote – alles ist dabei.
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    Alle Leser-Kommentare
  • ahaok 16.09.2019 13:49
    Highlight Highlight Die Saison 1984/85 war auch Speziell.
    Aufgrund der Wettskandale in den 80ern wurde die Ansetzung der Schiedsrichter zum ersten mal ausgelost und nicht mehr von einer Kommission bestimmt. So führte die Abschlusstabelle dieser Saison zu etlichen Spekulationen. Hellas Verona wurde Meister, während die Schwergewichte des italienischen Fußballs Juventus Turin und der AC Mailand ungewohnt schlecht platziert waren. Die Auslosung der Schiedsrichter wurde danach wieder geändert.
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  • maxi #sovielfürdieregiongetan 16.09.2019 06:27
    Highlight Highlight Die Tabelle aus der Saison 86/87 hat auch noch interessante Sachen aufzuzeigen.

    Man kann mit 41 Toren in 30 Spielen Meisterwerden.
    Como erreiche Rang 9 mit lächerlichen 5 Saisonsiegen.
    Kein Team gewann mehr als die Hälfte seiner Spiele.
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