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Blutgrätsche an der Seitenlinie

Yapi ist nicht nur Opfer – auch er war schon ein fürchterlicher Treter



Yapi Glarner GIFYapi Glarner GIF

GIF: SRF

User «Nomis Stumbler» macht uns auf dieses Foul aus dem November 2010 aufmerksam: Gilles Yapi vom FC Basel säbelt äusserst rüde Thuns Stefan Glarner um und fliegt mit Rot vom Platz. Von einem «Kamikazefoul» ist in der «Basler Zeitung» die Rede, der «SonntagsBlick» schreibt von einer «Monstergrätsche». Glarner übersteht das Foul unverletzt und kann weiterspielen.

Wieso wir das Foul aus dem Archiv kramen? Weil der selbe Gilles Yapi nun um die Fortsetzung seiner Karriere bangt. Er war am Sonntag – beinahe auf den Tag genau vier Jahre nach der beschriebenen Szene – im Spiel Aarau–Zürich von Sandro Wieser brutal gefoult worden, sein Knie erlitt Totalschaden. FCZ-Präsident Ancillo Canepa droht deswegen mit einer Zivilklage. 

Die Aussage «Gilles Yapi ist Profi und kennt das Berufsrisiko» mag zynisch klingen, angesichts der Tatsache, dass die Karriere des 32-Jährigen möglicherweise zu Ende ist. Aber der Ivorer weiss aus eigener Erfahrung, dass man im Fussball manchmal Opfer ist und manchmal Täter. Das entschuldigt keinesfalls die Attacke Wiesers – hilft aber bei der Einordnung des Geschehen. Vielleicht auch Ancillo Canepa. (ram)

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Wiesers Foul gegen Yapi am vergangenen Sonntag. GIF: SRF

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