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Rad, Strassen-WM in Imola

1. Julian Alaphilippe (FRA)
2. Wout van Aert (BEL)
3. Marc Hirschi (SUI)

4. Michal Kwiatkowski (POL)

5. Jakob Fuglsang (DEN)

6. Primoz Roglic ( SLO)

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So knapp war es, doch Hirschi ist ein paar Zentimeter vor Kwiatkowski im Ziel. bild: screenshot srf

Hirschi holt WM-Bronze im Fotofinish: «Noch schöner, als ich es mir erträumt habe»



Marc Hirschi gewinnt im WM-Strassenrennen in Imola die erhoffte Medaille. Der Berner klassiert sich im Fünfer-Sprint um Platz 2 als Dritter. Weltmeister wird der Franzose Julian Alaphilippe.

Hirschi setzte sich nach 258,2 kräftezehrenden Kilometern in einer Fotofinish-Entscheidung hauchdünn vor dem polnischen Ex-Weltmeister Michal Kwiatkowski durch. Silber ging an den Belgier Wout van Aert. Zwei Jahre nach seinem WM-Titel in der U23-Kategorie schaffte es Hirschi auch bei der Elite aufs Podest. Der 22-Jährige aus Ittigen folgt als WM-Dritter auf seinen Landsmann Stefan Küng, der vor einem Jahr in Yorkshire ebenfalls die Bronzemedaille gewonnen hatte.

Hirschi wurde in einem Ausscheidungsrennen mit 18 kurzen, aber harten Anstiegen und rund 5000 Höhenmetern seinem Status als Mitfavorit gerecht, den er sich dank starken Leistungen an der Tour de France erarbeitet hatte. Als einer der wenigen Sieganwärter war der Leader des sechsköpfigen Schweizer Teams auf den letzten zwei von neun Runden auf sich alleine gestellt.

Marc Hirschi im Interview:

«Es ist wunderschön. Noch schöner, als ich es mir erträumt habe. Der dritte Platz ist mehr, als ich erwartet habe. Ich fühlte mich im Rennen nicht besonders gut. Es war brutal hart, am Ende machte der Parcours die Selektion selbst. Der letzte Aufstieg war entscheidend, dort hatte niemand mehr den richtigen Punch. Leider konnte ich Alaphilippe im Aufstieg nicht ganz folgen, im Sprint habe ich dann das Beste herausgeholt. Viel Zeit zum Feiern habe ich nicht, in drei Tagen steht ja schon das nächste Rennen an.»

Doch Hirschi liess sich davon nicht beirren und ging rund 13 km vor dem Ziel im letzten Anstieg des Tages nach einem erfolglosen Solovorstoss von Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar in die Offensive. Damit läutete der Schweizer den Kampf um die Medaillen ein.

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Das Podest mit Hirschi (r.). bild: screenshot srf

Weltmeister wurde Julian Alaphilippe. Der Franzose hatte sich kurz vor dem Gipfel des letzten Anstiegs rund 12 km vor dem Ziel abgesetzt und rettete 24 Sekunden auf seine Verfolger ins Ziel. Alaphilippe ist der erste Franzose seit Laurent Brochard im Jahr 1997, der sich das begehrte Regenbogentrikot als Nachfolger des Dänen Mads Pedersen sicherte.

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Der Angriff von Marc Hirschi am letzten Anstieg. Video: streamable

Mit der Bronzemedaille von Hirschi gingen für Swiss Cycling die Titelkämpfe mit einem weiteren Spitzenergebnis zu Ende. Nach der Enttäuschung über die Corona-bedingte Absage der Heim-WM in Aigle/Martigny bereiteten die Schweizer Athleten in den letzten vier Tagen in Imola viel Freude. Nach Silber von Marlen Reusser und Bronze von Stefan Küng im Zeitfahren ging am Sonntag bereits zum dritten Mal in dieser Woche eine Siegerehrung mit Schweizer Beteiligung über die Bühne. (pre/sda)

Die Schlussrangliste:

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bild: screenshot srf

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