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Parallel-Riesenslalom der Männer in Chamonix

1. Loic Meillard (SUI)
2. Thomas Tumler (SUI)
3. Alexander Schmid (GER)

Switzerland's Loic Meillard speeds down the slope during an alpine ski, men's World Cup parallel giant slalom, in Chamonix, France, Sunday, Feb. 9, 2020. (AP Photo/Gabriele Facciotti)

Loic Meillard fliegt in Chamonix zu seinem ersten Weltcupsieg. Bild: AP

Schweizer Skifest in Chamonix! Loic Meillard gewinnt vor Thomas Tumler

In einem rein schweizerischen Final holte sich Loïc Meillard im Parallel-Riesenslalom in Chamonix seinen ersten Weltcupsieg.



Der Walliser Loïc Meillard bezwang in einem team-internen Zweikampf den Bündner Thomas Tumler. Gleichzeitig gewann Meillard auch die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Disziplinen-Weltcups, der erstmals vergeben wurde. Es standen nur zwei Rennen auf dem Programm. Das erste in Alta Badia hatte Meillard als Neunter beendet.

«Es ist sehr schön, mit Tomi auf dem Podest zu stehen. Mit zwei Rennen eine Kugel zu gewinnen macht nicht so viel Sinn, über eine Slalom- oder Riesenslalomkugel würde ich mich mehr freuen. Heute hatte ich auch etwas das Glück auf meiner Seite.»

Loic Meillard

Der Schweizer Final im Video. Video: SRF

Loïc Meillard gilt schon lange als die vielleicht grösste Zukunftshoffnung im Schweizer Skisport, wenngleich er in diesem Winter diesem Anspruch noch nicht so oft gerecht werden konnte, wie er sich das gewünscht hätte. Zweiter war er aber in der Vorwoche im Riesenslalom von Garmisch geworden, und in Chamonix konnte er nun noch einen drauf setzen.

«Nach der Krise, die ich in der Saison bisher hatte, bedeutet mir dieses Resultat sehr viel. Zuerst wollte ich hier gar nicht fahren. Aber es ist jetzt der Lohn dafür, dass ich nie aufgegeben habe. Vielleicht hatten die Gegner Angst, dass alle gestürzt sind. Nein, man fährt natürlich in dieser Disziplin immer am Limit.»

Thomas Tumler

Als erster Schweizer überhaupt gewann Meillard einen dieser Parallel-Riesenslaloms, die erst seit 2015 gefahren werden. Es ist eine Sparte, in der man eine grosse Portion Glück haben muss, um zu reüssieren. Dies galt am Sonntag auch für Meillard. Sämtliche K.o.-Läufe ab den Achtelfinals bestritt der Romand auf dem «blauen» Kurs, der sich als vorteilhafter erwies.

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Tommy Ford schlittert nach seinem Sturz hauchdünn an Thomas Tumler vorbei. Video: streamable

In den Sechzehntelfinals, die noch in zwei Läufen ausgetragen worden waren, hatte er den Norweger Leif Kristian Nestvold-Haugen ausgeschaltet, dank einer einzigen Hundertstelsekunde Vorsprung. Danach gestaltete Meillard die Sache klarer. Der Reihe nach schaltete er den Kanadier Erik Read, den Norweger Aleksander Kilde und den Deutschen Alexander Schmid aus, ehe er im Final auch Tumler um 25 Hundertstel bezwang.

Für Tumler war indes auch Platz 2 ein grosser Erfolg. Erst einmal, im Dezember 2018, stand er bisher im Weltcup auf dem Podium. Damals wurde er Dritter im Riesenslalom von Beaver Creek. Dort realisierte Tumler auch in der laufenden Saison sein bestes Ergebnis, allerdings lediglich als Zwölfter.

Die aktuelle Nationenwertung:

Bild

bild: screenshot teletext

Weniger gut lief es den übrigen Schweizern. Fünf von ihnen, darunter auch Daniel Yule, blieben schon bei der Qualifikation hängen. Neben Meillard und Tumler schaffte nur der Genfer Tanguy Nef den Vorstoss unter die 32 Finalisten. Dort kam allerdings für Nef das schnelle Aus in der ersten Runde. (abu/sda)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • aristocrat 09.02.2020 23:19
    Highlight Highlight Bei aller Freude über unsere Schweizer: Die Fis sollte sich ernsthafte Gedanken über den Sinn dieser Parallelrennen machen. Eine Kugel für 2 Rennen ist lächerlich. Wenn dann noch eine Piste klar bevorteilt ist, hat das mit Spitzensport nicht mehr viel zu tun.
  • Mia_san_mia 09.02.2020 15:14
    Highlight Highlight Ein super Tag für die Nationenwertung 💪🏻🇨🇭💪🏻
  • w'ever 09.02.2020 15:13
    Highlight Highlight bitte ans SF. stellt diesen co-kommentator mit dem, selbst für einen schweizer, unverständlichen dialekt ab.
    • Raembe 09.02.2020 16:30
      Highlight Highlight Also ich als Zürcher, verstehe ihn ganz gut, sehe Dein Problem nicht ganz.

      Btw. In der werden offiziell vier Landessprachen gesprochen, daher ist die Aussage: „Als Schweizer", ziemlich nichts sagend😅
    • Natürlich 09.02.2020 17:08
      Highlight Highlight Ganz ehrlich:
      Ich mag den Plaschy auch nicht so.
      Mir ist Berthod viiiel lieber.
      Aber ist wohl auch Geschmackssache.
    • egemek 09.02.2020 18:59
      Highlight Highlight Plaschy hat viel Ahnung und ein gutes Auge und sein Walliser Dialekt empfinde ich auch als schöne Abwechslung. So lange nicht Dominik Paris Co-Kommentator wird, sollte auch das mit dem Verstehen klappen. 😀
  • crik 09.02.2020 14:51
    Highlight Highlight Siege zuerst bei den Frauen, dann bei den Männern - und die Schweiz hat in der Nationenwertung 497 Punkte Vorsprung auf Österreich :)
  • Natürlich 09.02.2020 14:49
    Highlight Highlight Grandios!
    Und noch geiler: „Unser“ Vorsprung in der Nationenwertung ist nun auf über 500 Punkte angewachsen 🤩
    Jetzt muss es doch reichen!
    • Natürlich 09.02.2020 15:03
      Highlight Highlight Okay, zu schnell (falsch) gerechnet
      Es sind knapp 500 😄
    • woody0000 09.02.2020 15:11
      Highlight Highlight Nicht ganz
      Es sind 497😉🤣
      Aber auch das ist grandios und sollte hoffentlich reichen!
  • c_meier 09.02.2020 14:22
    Highlight Highlight Tumler auf den Spuren von Bradbury... 😂
    (Bradbury gewann ja Gold bei Olympia im Shorttrack weil alle anderen gestützt sind)
    • egemek 09.02.2020 18:57
      Highlight Highlight Musste auch immer an Bradbury denken. Aber danach wird nie jemand fragen. Schön, wenn man im Skisport mal Glück hat, gibt ja genügend Situationen (v.a. Verletzungen) mit Pech.

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