Sport
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm

1. Thomas Dressen GER
2. Beat Feuz +0,07
3. Mauro Caviezel +0,09
4. Carlo Janka +0,26
5. Niels Hintermann +0,49

Switzerland's Beat Feuz reacts at finish line after completing an alpine ski, men's World Cup downhill, in Saalbach, Austria, Thursday, Feb. 13, 2020. (AP Photo/Marco Tacca)

Feuz kommt mit Bestzeit ins Ziel und nur einer ist am Ende schneller als er. Bild: AP

Dank Schweizer Abfahrts-Kleeblatt wächst der Vorsprung auf Österreich weiter

Beat Feuz hat die Disziplinenwertung noch nicht gewonnen, aber er hat auch in der Abfahrt im österreichischen Saalbach-Hinterglemm überzeugt. Der 33-Jährige führt ein grandioses Schweizer Team an, das nur vom Deutschen Thomas Dressen geschlagen wird.



Phänomenaler Auftritt des Swiss-Ski-Teams in der Weltcup-Abfahrt von Saalbach-Hinterglemm. Angeführt von ihrem Leader belegen Beat Feuz, Mauro Caviezel, Carlo Janka und Niels Hintermann die Ränge 2 bis 5. Schneller ist einzig Thomas Dressen aus Deutschland.

Der Kampf um die Kugel

Dressen ist der letzte Gegner von Beat Feuz um den Gewinn der Disziplinenwertung. Zwei Abfahrten stehen noch auf dem Programm und der Vorsprung des Emmentalers ist mit 194 Punkten komfortabel. Er bedeutet, dass der 26-jährige Dressen zwingend auch in Kvitfjell und Cortina d'Ampezzo gewinnen muss und er Feuz selbst dann nur noch überholt, wenn der sich selber schlägt. Dem Schweizer genügt in Norwegen schon Rang 24, um die Kristallkugel vor dem Weltcupfinal in den Dolomiten zu gewinnen.

Switzerland's Beat Feuz celebrates holding the men's World Cup downhill discipline trophy, at the alpine ski World Cup finals, in Soldeu, Andorra, Wednesday, March 13, 2019. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Feuz gewann die Abfahrtswertung schon in den vergangenen zwei Saisons. Bild: AP

Die Nationenwertung

Die grossartige Schweizer Teamleistung schlägt sich natürlich auch in der Nationenwertung nieder. Im Duell mit Österreich baut die Schweiz ihre Führung weiter aus. Der Vorsprung von 497 Punkten ist heute auf 635 Zähler angewachsen.

«Wir witzelten zwar vorhin, ob wir bei Herrn Schröcksnadel vorbei gehen sollen», verriet Carlo Janka im SRF-Interview. Bei besagtem Herrn handelt es sich um den allmächtigen Präsidenten des Österreichischen Skiverbands. «Aber eigentlich ist die Nationenwertung für uns Fahrer kein grosses Thema.» Dass den Schweizern mannschaftlich eine so starke Leistung gelang, findet Janka selbstredend trotzdem «eine Top-Sache».

Des einen Freud, des anderen Leid:

Bild

Das sagen die Schweizer

«Ich bin sicher zufrieden», sagte Feuz nach seinem siebten Podestplatz in der achten Abfahrt des Winters. «Die sieben Hundertstel, die für den Sieg fehlten, kann man unterwegs überall finden. Aber mir gelang es, aufs Podest zu fahren, und ich habe ja nicht nur sieben Hundertstel Rückstand nach vorne, sondern auch bloss zwei Hundertstel Vorsprung nach hinten. Daher bin ich wirklich zufrieden.»

Die Fahrt von Beat Feuz. Video: SRF

Mauro Caviezel, der in seiner Karriere zum zweiten Mal auf einem Abfahrts-Podest stand, sagte zu seinem Rennen: «Es hat sich nicht gut angefühlt, es war ein Kampf.» Caviezel gelang im untersten Teil keine saubere Fahrt, womit er ein noch besseres Ergebnis vergab. «Ich habe alles versucht, aber es ging nicht auf.»

So gut wie nie in einer Abfahrt war mit Rang 5 Niels Hintermann. Dabei hatte der Zürcher nach dem gestrigen Training überhaupt kein gutes Gefühl. «Aber dann sah ich oben am Start die anderen Schweizer im Fernsehen und dachte mir, dass es geil sei, hier zu fahren.» Sein sechster Platz in Bormio kurz vor Silvester habe bei ihm etwas ausgelöst: «Ich will vorwärts, ich will schnell sein und habe Spass, Rennen zu fahren.»

Das sagt der Sieger

Germany's Thomas Dressen reacts at finish line after completing an alpine ski, men's World Cup downhill, in Saalbach, Austria, Thursday, Feb. 13, 2020. (AP Photo/Marco Tacca)

Bild: AP

«Wahnsinn, dass es heute so aufgegangen ist, nach dem grossen Fehler, den ich oben gemacht habe», strahlte Thomas Dressen. «Im Ziel konnte ich es kaum glauben, als ich die Bestzeit gesehen habe.» Der Deutsche hob seine mittlerweile grössere Erfahrung hervor, die es ihm ermöglicht habe, trotzdem schnell zu sein. «Das ist auch das, was etwa einen Routinier wie Beat Feuz so auszeichnet.» Dressen hatte zum Saisonauftakt in Lake Louise gewonnen und auch in der zuvor letzten Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Schweizer Frauen- und Männer-Siege am gleichen Tag

Big-Wave-Surfing in Nazaré

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • feuseltier 13.02.2020 20:55
    Highlight Highlight Einfach nur Weltklasse diese Leistungen & das breite Kader . Lasst es uns genießen
  • TheKen 13.02.2020 16:33
    Highlight Highlight Made my day. Habe absolut nichts gegen die Österreicher, finde sie wirklich tolle Nachbarn. Aber ihre Selbstzerfleischung ist ist vom Feinsten. Schaut mal in deren Kommentarspalte.
    • Mia_san_mia 13.02.2020 18:13
      Highlight Highlight In welche österreischische Kommentarspalte schaust Du? Das würde ich auch gerne sehen 😉
    • skisandtrail 13.02.2020 19:57
      Highlight Highlight *kommentardalassummitzulesen*
    • TheKen 13.02.2020 21:53
      Highlight Highlight steht im Beitrag: Krone.at
    Weitere Antworten anzeigen
  • Illuminati 13.02.2020 16:26
    Highlight Highlight 635 Punkte vor Österreich! Das ist schon ein schöner Vorsprung, das lassen wir uns nicht mehr mehmen!
  • Tobi-wan 13.02.2020 15:38
    Highlight Highlight Das ist jetzt schon ein nettes Augenzwinkern in Richtung Österreich, dieses Klassement.

Das Snowboarden ist dem Tode geweiht: Eine Trauerbewältigung in 5 Schritten

Snowboarden stirbt. Es ist hart aber wahr. Es werden kaum noch Bretter vermietet, die Sesselbahnen werden auf Skifahrer ausgelegt und auch die Schneeverhältnisse lassen die Trendsportart aus den 90er-Jahren im Stich. Der Niedergang des schönsten Wintersportes in fünf Akten.

In den 90er-Jahren galt Snowboarden als die Trendsportart schlechthin. «Zusammen mit dem Inline-Skating [...] gehört Snowboard zu den grössten Gewinnern der 90er-Jahre», steht im grossen Schweizer Sport-Report aus dem Jahre 2000.

Es ist die Zeit, als Freestyle-Skifahren noch so aussah:

Mit dem Snowboard hingegen sah das so aus:

Kein Wunder also, dass die Sportart besonders bei Jungen beliebt war. Das Durchschnittsalter der Snowboarder in der Schweiz betrug damals laut dem Sport-Report 22 …

Artikel lesen
Link zum Artikel