Sport
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Abfahrt in Bansko (Bulgarien)

1. Mikaela Shiffrin (USA)
2. Federica Brignone (ITA) +0,18
3. Joana Hählen +0,23

14. Corinne Suter +2,15
27. Rahel Kopp +3,13

Switzerland's Joana Haehlen celebrates on the podium her third place after an alpine ski, women's World Cup downhill, in Bansko, Bulgaria, Friday, Jan. 24, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Endlich geht es auf: Hählen bestätigt ihre Trainingsbestzeit von gestern. Bild: AP

Hählen dank der Abfahrt ihres Lebens erstmals auf dem Podest

Joana Hählen steht bei der ersten von zwei Abfahrten im bulgarischen Bansko erstmals auf einem Weltcuppodest. Beim Sieg von Mikaela Shiffrin wird die Berner Oberländerin Dritte.



An ihrem 28. Geburtstag stellte Hählen gestern die Trainingsbestzeit auf. Im Rennen bestätigte sie diese Leistung, mit einer bärenstarken Fahrt übernahm die Berner Oberländerin aus der Lenk mit Startnummer 14 die Führung. «Es gelang mir, auf Zug zu fahren und die Ski laufen zu lassen», freute sich Hählen im SRF. «Es braucht hier Mut, um frech zu fahren.»

Hählens brillante Fahrt. Video: SRF

Dass es nicht zum Sieg reichen würde, war rasch klar. Mikaela Shiffrin (Startnummer 16) und Federica Brignone (18) waren schneller als sie. Die US-Amerikanerin feierte den 65. Weltcupsieg ihrer Karriere. Zittern musste Hählen dann insbesondere noch bei den Fahrten von Elena Curtoni (23), Marta Bassino (31) und Petra Vlhova (32), ehe ihr erster Podestplatz feststand.

From left, second place Italy's Federica Brignone, winner United States' Mikaela Shiffrin and third place Switzerland's Joana Haehlen celebrate on the podium after an alpine ski, women's World Cup downhill, in Bansko, Bulgaria, Friday, Jan. 24, 2020. (AP Photo/Giovanni Auletta)

Das Podest mit Brignone, Shiffrin und Hählen (von links). Bild: AP

In Bansko erwartete die Fahrerinnen eine überaus steile Abfahrt, die ihnen alles abverlangte. «Die Frauen sind am Limit, es ist das obere Limit», sagte der Schweizer Frauen-Cheftrainer Beat Tschuor zum SRF. «Dafür ist es spektakulär und spannend. Ich finde, es ist eine fantastische Strecke, die Athletinnen werden technisch stark herausgefordert.» Auf Hählen sei die Strecke zugeschnitten: «Sie ist eine Athletin, der das liegt, sie ist mutig und hat die nötige Risikobereitschaft.»

Schon einmal Zweite – und dann doch nicht

Hählen hatte schon im vergangenen Winter über ihren ersten Podestplatz im Weltcup gejubelt. In Crans-Montana wurde sie in der Abfahrt Zweite – zunächst. Aber das Rennen wurde von einem Chaos mit der Zeitnahme überschattet und Hählen drei Tage nach dem Rennen auf Rang 4 zurückversetzt. Es war gleichwohl ihr bis heute bestes Weltcupergebnis. «Deshalb freut es mich für sie besonders, dass es nun für sie geklappt hat», sagte Trainer Tschuor. Über sechs Jahre sind seit Hählens Debüt im Weltcup vergangen.

Second placed Switzerland's Joana Haehlen, top center, celebrates on the podium with teammates at the end of a women's World Cup downhill, in Crans Montana, Switzerland, Saturday, Feb. 23, 2019. (AP Photo/Alessandro Trovati)

Da war die Welt noch in Ordnung: Hählen wird im Wallis für Rang 2 gefeiert, der ihr später aberkannt wird. Bild: AP

Corinne Suter wird auch in der zweiten Abfahrt morgen als Führende des Disziplinenweltcups antreten. Heute belegte die Schwyzerin als zweitbeste Schweizerin Rang 14. Es sei eine schwierige Strecke, sagte sie und sprach «von einem Kampf von oben bis unten.» Suter hat im Kampf um die kleine Kristallkugel für die Abfahrtswertung 37 Punkte Vorsprung auf Shiffrin. Aussergewöhnlich viele Fahrerinnen schieden aus, darunter unter anderem auch Michelle Gisin, Lara Gut-Behrami und Jasmine Flury.

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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Samurai Gra 24.01.2020 17:50
    Highlight Highlight 🤯🥳🥳
    Sehr erfreulich
    Mags ihr gönnen 🥳
  • Licorne 24.01.2020 17:19
    Highlight Highlight Freut mich riesig, dass es für Joana Hählen mit ihrem explosiven und offensiven Fahrstil endlich aufgegangen ist und ich wünsche ihr, dass sie am Wochenende nachdoppeln kann 😀
  • Herr J. 24.01.2020 15:30
    Highlight Highlight Wenn's eine Abfahrt gewesen wäre und kein Riesenslalom, wäre das noch schön. Und es würden nicht die Slalomfahrerinnen gewinnen. Denn der Anlass firmierte unter dem Titel "Downhill".

    Chapeau Joana Hählen, immerhin hat sie's als einzige Abfahrerin aufs Treppchen geschafft. Zwar auch nur, weil Vlhova kurz vor dem Ziel einen Bock schoss, aber das kann ihr herzlich egal sein.
  • alingher 24.01.2020 10:31
    Highlight Highlight Irres Rennen. Was aber etwas nervt sind die bezahlten "Fans" mit ihren Transparenten. Halten die Veranstalter uns für dämlich?
    • Licorne 24.01.2020 17:16
      Highlight Highlight Ich konnte das Rennen leider nicht verfolgen und Google spuckt nichts aus.. Was war denn da los?
    • alingher 24.01.2020 19:39
      Highlight Highlight Naja, eigentlich nichts schlimmes. Lediglich ein paar bezahlte Zuschauer die vorgedruckte Transparente mit den Namen der Fahrer in die Kamera hielten und Fan spielten.

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