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Bild: AFP
Russland vor WM-Aus

Belgien wie Argentinien, Hazard wie Messi – Die «Roten Teufel» stehen nach bescheidenem Auftritt im Achtelfinal

Lange mussten sich die Fans im Maracanã-Stadion gedulden. Belgien und Russland lieferten sich ein Duell ohne grosse Highlights – bis Hazard durch einen Energieanfall in der 88. Minute mustergültig zum 1:0 auflegte.
22.06.2014, 20:58

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Nach dem glücklichen 2:1-Sieg im Startspiel gegen Algerien stand für Belgien die zweite Bewährungsprobe auf dem Programm. Gegen Russland wollten die «Roten Teufel» ihre Favoritenrolle ausüben und den hohen Erwartungen der Zuschauer gerecht werden. Doch über weite Strecken enttäuschte das Team von Marc Wilmots weiter.

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Lange Zeit war die Partie zum Einschlafen.
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Achtzig Minuten lang lieferten sich die beiden Mannschaften der Gruppe H auf dem Rasen im Stadion Maracanã ein ermüdendes Duell. Belgien fand die Lücke nicht, die Russen beschränkten sich auf das Konterspiel. In der 25. Minute zahlte sich dieses beinahe aus. Maxim Kanunnikow kam im belgischen Strafraum zu Fall, nachdem ihm Tobi Alderweireld auf die Füsse stand. Die Russen forderten vehement einen Penalty, doch Schiedsrichter Felix Brych liess weiterspielen – eine umstrittene Szene, mit welcher die Belgier zufrieden sein können.

Tobi Alderweireld winkt ab: kein Penalty. Wirklich?
Tobi Alderweireld winkt ab: kein Penalty. Wirklich?
Bild: AFP

Zehn Minuten Powerfussball

Auch nach dem nicht gegebenen Elfmeter stand Russland näher am ersten Treffer als sein Gegner. Kurz vor der Pause setzte Alexander Kokorin einen Kopfball völlig freistehend vor Courtois neben das Tor. Glück für Belgien, das mit dem 0:0 gut leben konnte.

Zum Bedauern der über 70'000 Zuschauer vor Ort flachte die Partie nach dem Pausentee weiter ab. Die ersten Pfiffe ertönten bereits von den Rängen, als Russland nach einer fesch vorgetragenen Kombination durch Andrey Eshchenko zu einem gefährlichen Abschluss kam. Doch der Ball zischte am Tor vorbei.

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Die Szene, welche dem Spiel neuen Reiz versprühte.
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Eine Chance mit Signalwirkung: Plötzlich war etwas los in Rio de Janeiro. Drei Minuten nach der Grosschance der Russen knallte Kevin Mirallas einen flach getretenen Freistoss an den Pfosten. Und der Sturmlauf der Belgier hielt an.

Nachdem Eden Hazard bereits in der 85. Minute die komplette russische Hintermannschaft vernaschte und den Ball knapp am Pfosten vorbeifliegen sah, setzte der Stürmer vom FC Chelsea kurz vor Spielschluss zum nächsten Solo an. Die flinke Nummer 10 liess auf der linken Seite alle stehen, zog in die Mitte und legte perfekt auf den freien Divock Origi auf, welcher das Leder unter die Latte hämmerte. 1:0 Belgien, wie schon gegen Algerien dank eines Jokertors.

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Origi schliesst nach schöner Vorarbeit Hazards zum 1:0 ab.
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Es blieb der einzige Treffer der Partie und Belgien steht nach zwei Siegen sicher im Achtelfinal – genauso wie Argentinien. Und der bisherige Turnierverlauf der beiden Mannschaften hat viel gemeinsam. Beide qualifizierten sich nach zwei Minisiegen für die Runde der besten 16. Beide Mannschaft wussten in ihren Partien nicht zu überzeugen, verfügten jedoch über hervorragende Einzelspieler, welche mit einer Aktion eine ganze Nation verzaubern können. Am Freitag war es Messi für Argentinien, als er in letzter Sekunde den Ball zum 1:0 für Argentinien in die Maschen schlenzte. Heute schlug Hazard zu, als er mit einem Energieanfall für den Unterschied sorgte.

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