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Switzerland's Ricardo Rodriguez runs for the ball during their 2014 World Cup Group E soccer match against Ecuador at the Brasilia national stadium in Brasilia, June 15, 2014. REUTERS/Ueslei Marcelino (BRAZIL  - Tags: SOCCER SPORT WORLD CUP)

Ricardo Rodriguez: SFV-Wappen, Schweizer Kreuz, Ausrüster-Logo und die Nummer auf der Brust. Bild: UESLEI MARCELINO/REUTERS

Ärgernis für die Fans

Das Nati-Shirt kaufen ohne das Logo der Credit Suisse? Ein Ding der Unmöglichkeit

Nicht jeder will sich oder seinen Nachwuchs mit dem Logo einer Grossbank herumlaufen sehen, die regelmässig für negative Schlagzeilen sorgt. Als Fan der Schweizer Nati gibt's jedoch kein Entrinnen aus diesem Dilemma.



Als Haris Seferovic in der 93. Minute die Schweiz in den kollektiven Freudentaumel schiesst, lächelt sicher auch die Marketingabteilung der Credit Suisse. Die Grossbank ist seit 1993 treuer Sponsor der Schweizer Fussball-Nati. So weit, so gut. 

Aber die Credit Suisse sorgt neben ihrer (Wohl-)Tätigkeit im Fussball mit zahlreichen Negativschlagzeilen für Ärgernis. Ob versteckte Gelder in Milliardenhöhe, goldene Bonus-Fallschirme für die Führungsspitze, das 65-Millionen-Salär für Chef Brady Dougan, die 2,5 Milliarden Franken-Strafe der US-Regierung oder die intakte Chance der CS, die Strafe noch von den Steuern abziehen zu können. Die ganzen Querelen haben in der Bevölkerung, gelinde gesagt, viel Unverständnis hervorgerufen.

epa04259117 Haris Seferovic of Switzerland celebrates after scoring the 2-1 during the FIFA World Cup 2014 group E preliminary round match between Switzerland and Ecuador at the Estadio Nacional in Brasilia, Brazil, 15 June 2014. 

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/ROBERT GHEMENT   EDITORIAL USE ONLY

Das Originaltrikot: Haris Seferovic ohne Credit-Suisse-Aufschrift auf der Schulter. Bild: ROBERT GHEMENT/EPA/KEYSTONE

Im Laden gibt's nur Replica-Trikots

Deshalb wollen viele Fans ein möglichst «reines» Fussball-Trikot. Man wird ja schliesslich schon beim Klubfussball mit Sponsoren übersät. Während in der Schweiz wenigstens einige Körperstellen noch frei von Sponsoren sind, kennt die österreichische Fussballliga keine Grenzen: Auch Hinterteile werden bei unseren Nachbarn ungeniert mit Werbung vollgepappt.

APA17989908 - 19042014 - WIEN - ÖSTERREICH: 3:1 durch Philipp Hosiner (Austria/l) und Ola Kamara (r.) am Samstag, 19. April 2014, wähhrend einer Tipp3-Bundesliga-Begegnung zwischen FK Austria Wien - RZ Pellets WAC. APA-FOTO: HERBERT PFARRHOFER

Bild: APA

Die einzige Bastion im Fussball, wo man als Mode-Ästhet noch Freude hatte, war das Nationaltrikot. An das Emblem des Herstellers hat man sich ja schon lange gewöhnt. Der Rest vom Leibchen war aber meist purer Genuss fürs Auge. So konnte man ungehindert ein Shirt kaufen, dass auch der «Modepolizei» genehm war. Doch seit der letzten WM ist auch mit dieser heiligen Tradition gebrochen worden.

Bild

Screenshot: sportcheck.ch

Im Laden kann man nämlich heuer nicht das originale Schweizer WM-Trikot kaufen, sondern nur die «CS-Version». Und dies für einen Preis von über 100 Schweizer Franken. Das Logo der Credit Suisse mag für einige potentielle Käufer kein Problem sein, dafür der Fakt, dass es nicht das originale Trikot ist. Bei anderen hingegen sträuben sich die Nackenhaare, wenn sie im Laden ihrem Nachwuchs ein Dress kaufen müssen, bei dem das Logo der Bank draufsteht.

Die Lösung?

A Swiss fan holds a flag prior to the group E preliminary round match between Switzerland and Ecuador in the National Stadium in Brasilia, Brazil, Sunday, June 15, 2014. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

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Bild: KEYSTONE

Wenn Sie also nicht die Replica-Variante mit dem «CS-Logo» haben wollen, gibt es verschiedene Lösungsansätze: Entweder kaufen Sie ein anderes Replica-Shirt, bei welchem nur das Schweizer Wappen drauf ist. Oder Sie machen es einfach wie ein ehemaliger Fussballer, der kürzlich das Trikot-Dilemma in einem bekannten Fussballgeschäft elegant löste: Er drängte einfach seinem Sohnemann das Spanien-Trikot auf. Aus patriotischer Sicht sicher nicht die beste Lösung, und (momentan) auch sportlich nicht ganz geglückt ...

Finden Sie es bedenklich, dass man kein Nati-Shirt kaufen kann, ohne das Logo der Credit Suisse drauf?

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