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epa06869562 Neymar (R) of Brazil in action during the FIFA World Cup 2018 quarter final soccer match between Brazil and Belgium in Kazan, Russia, 06 July 2018.

(RESTRICTIONS APPLY: Editorial Use Only, not used in association with any commercial entity - Images must not be used in any form of alert service or push service of any kind including via mobile alert services, downloads to mobile devices or MMS messaging - Images must appear as still images and must not emulate match action video footage - No alteration is made to, and no text or image is superimposed over, any published image which: (a) intentionally obscures or removes a sponsor identification image; or (b) adds or overlays the commercial identification of any third party which is not officially associated with the FIFA World Cup)  EPA/TATYANA ZENKOVICH   EDITORIAL USE ONLY

Neymar macht's vor: Brasilien fliegt nach Hause. Bild: EPA/EPA

Wegen solcher Szenen freuen sich (fast) alle, dass Brasilien draussen ist

«Geheimfavorit» Belgien macht aus Brasilien den Geh-Heim-Favoriten. Die Seleção ist draussen. Der Rekordweltmeister und diesjährige Titelfavorit muss die Segel streichen und nach Hause rollen – und fast niemanden scheint dies zu stören.



95% der watson-User drückten im zweiten Viertelfinalspiel den Belgiern die Daumen. Fünf Prozent nur den favorisierten Brasilianern. Ein Wert, den man sonst nur bei Spielen von Roger Federer, dem Maestro himself, zu sehen bekommt.

Bild

Ein Verhältnis, das in unseren Livetickern sonst nur bei Federer-Spielen herrscht.

Es zeigt, wie sich das Bild der Brasilianer in den letzten Jahren verändert hat. Die Zeiten von Ronaldinho und Co. sind vorbei. Die Realität heisst Neymar. Und dieser Neymar hat mit seinen theatralischen Einlagen den Unmut vieler Fussballfans auf sich und die ganze brasilianische Nationalmannschaft gezogen. So sehr, dass man sich nur wegen dem schreienden Neymar freut, dass Brasilien nach Hause fahren muss.

epa06858312 Neymar of Brazil reacts on the pitch the FIFA World Cup 2018 round of 16 soccer match between Brazil and Mexico in Samara, Russia, 02 July 2018.

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Das Bild, das uns von den Brasilianern bleiben wird: Neymar schreiend am Boden. Bild: EPA/EPA

Dirk schreibt, was viele denken.

Es scheint kaum jemanden zu stören, dass Neymar nach Hause rollt.

Im Viertelfinal gegen Belgien scheint sich Neymar etwas zurückzuhalten. Selten sieht man den PSG-Star am Boden. Und trotzdem zeigt uns Brasiliens Aushängeschild, warum niemand wirklich traurig ist, dass Brasilien draussen ist.

In der 53. Minute zieht Neymar von links in den Strafraum. Noch bevor es zum Rencontre mit Marouane Fellaini kommt, ist klar: Neymar wird den Penalty suchen. Und so kommt's. Die Nummer 10 sucht mit seinem rechten Fuss den Kontakt mit dem belgischen Mittelfeldspieler und fällt. Der Pfiff bleibt zu Recht aus. 

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Neymar fliegt, kriegt den Penalty aber nicht. Video: streamable

Es vergehen keine Sekunden, da hagelt es auf Twitter Neymar-Kommentare. Obwohl sich der Millionenmann nach dem Abflug ziemlich schnell wieder aufrichtet – der Geduldsfaden bei den Fans ist schon lange gerissen. Neymar kann tun und machen was er will, Sympathien für den eigentlich begnadeten Fussballer sind keine mehr vorhanden.

Zu viel Theatralik und der Pfiff bleibt aus

Was die Theatralik eines Neymars neben kritischen Stimmen auch noch auslösen kann, ist im Spiel gegen Belgien zu sehen. Die Schiedsrichter scheinen nach den vergangenen Partien ebenfalls genug von seinem Auftreten zu haben. Der serbische Unparteiische Milorad Mazic macht dem Brasilianer von Sekunde eins an klar, dass es heute nichts zu holen gibt mit seinen Mätzchen.

Referee Milorad Mazic from Serbia, left, gestures as he speaking to Brazil's Neymar during the quarterfinal match between Brazil and Belgium at the 2018 soccer World Cup in the Kazan Arena, in Kazan, Russia, Friday, July 6, 2018. (AP Photo/Frank Augstein)

Klare Geste: Mazic sagt Neymar, dass er ein Auge auf ihn hat. Bild: AP/AP

Und so ist es. Mazic lässt viel laufen und denkt bei heiklen Szenen im belgischen Strafraum gar nicht erst daran, auf den Elfmeterpunkt zu zeigen. Einmal allerdings hätte er dies wohl tun sollen. Ob Brasilien-Kritiker oder nicht: Das Tackling von Vincent Kompany an Gabriel Jesus in der 56. Minute hätte mit einem Penalty geahndet werden müssen. Doch so blieb es beim 2:1 für Belgien, womit die «Roten Teufel» im Halbfinal auf Frankreich treffen. Brasilien hingegen muss nach Hause ... rollen.

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Das Tackling von Vincent Kompany gegen Gabriel Jesus. Video: streamable

Weil Neymar so schön fliegt, es die watson-Bauernregeln gibt

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Weil Neymar so schön fliegt, es die watson-Bauernregeln gibt
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