Wirtschaft
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Hamster und Heuschrecke

Bild: watson/shutterstock

Analyse

Corona-Ökonomie pervers: Von Schmarotzern und Heuschrecken

Die wirklich gefährlichen Verschwörungstheorien handeln weder von George Soros noch von eingebildeten Biowaffen in China. Sie stützen sich auf vermeintlich wissenschaftliche Theorien der Volkswirtschaft.



Es ist nicht erstaunlich, dass die Corona-Krise zu jeder Menge von absurden Verschwörungstheorien geführt hat. Das Ganze sei ein teuflischer Plan wahlweise von George Soros oder Bill Gates, heisst es etwa. Oder das Virus sei aus einer Fabrik für Biowaffen in Wuhan entwichen.

Die Wirkung dieser Verschwörungstheorien dürfte überschaubar bleiben. Wer diesen Unsinn glaubt, dessen Intelligenzquotient dürfte kleiner sein als seine Schuhgrösse. Anders verhält es sich mit pseudowissenschaftlichen ökonomischen Theorien, die derzeit massenhaft auf YouTube abrufbar sind und deren Wirkung nicht zu unterschätzen ist. Hier zwei herausragende Beispiele:

Die Schmarotzer-These von Florian Homm und Markus Krall

Florian Homm hat als Investmentbanker und Investor einen zweifelhaften Leistungsausweis. Mit seinem Hedge Fund «Absolute Capital Management» verwaltete er zeitweise mehr als zwei Milliarden Dollar – und fuhr ihn 2007 gegen die Wand. Gemäss Wikipedia sollen Investoren dabei mehr als 200 Millionen Dollar verloren haben. Trotzdem fühlt sich Homm heute dazu berufen, den kleinen Mann per YouTube vor den Folgen eines kommenden Finanzcrashs zu warnen und zu bewahren.

Markus Krall ist Volkswirt, Risikomanager, Mitglied des Vorstands der Degussa Goldhandel GmbH und Vortragsredner. Dazu schreibt er auch Bücher, etwa «Der Draghi Crash», ein Werk, das selbst für Experten schwer entzifferbar ist. Auch für Laien verständlich ist sein neuester Besteller «Die Bürgerliche Revolution».

Krall und Homm sind bekennende Schüler der «österreichischen Schule», Anhänger der Ökonomen Ludwig von Mises und Friedrich Hayek. Die beiden ursprünglich aus Wien stammenden Ökonomen vertraten die Lehre, wonach Kredit des Teufels sei und wahre Werte nur mit hartem Geld kreiert werden können.

Zentralbanken sind für die Österreicher folgerichtig eine Vorstufe des Sozialismus und Sozialstaat der erste Schritt in die Knechtschaft, wie es Hayek in seinem bekanntesten Werk formulierte.

Vor der gediegenen Kulisse einer Bibliothek klären Krall und Homm auf einem zweiteiligen YouTube-Video über die kommenden Schrecken auf, welche wegen der Corona-Krise bald über uns hereinbrechen werden. Schuld daran sind die Hilfspakete, die überall auf der Welt geschnürt werden, um den Zusammenbruch der Wirtschaft zu verhindern.

Diese Hilfspakete sind gemäss Krall/Homm nichts anderes als der Versuch der Linken – dazu zählt auch Angela Merkel –, die Leistungsträger der deutschen Wirtschaft auszuplündern und den Rechtsstaat ausser Kraft zu setzen. Von den rund 80 Millionen Deutschen würden nämlich bloss 18 Millionen die Wirtschaft am Laufen halten, klärt uns Krall auf.

Dazu zählen Unternehmer, Gewerbler, Feuerwehrmänner, Polizisten und ein paar nicht von der 68-er-Ideologie verblendete Lehrer. Die übrigen seien Schmarotzer. Nun würden gemäss Krall genau diese Schmarotzer mit Hilfskrediten, Mieterlassen und Ähnlichem belohnt. Das müsse zwangsläufig ins Chaos und Anarchie führen. Venezuela sei ein Ponyhof im Vergleich. Und ja, die EU und der Euro seien übrigens auch Geschichte.

Das Gegenstück zu den rechtskonservativen Krall und Homm findet sich auf dem YouTube-Kanal KenFM:

Ernst Wolff oder die Heuschrecken-These

KenFM ist ein Internet-Format, das hauptsächlich via YouTube verbreitet wird. Gegründet wurde es von Ken Jebsen, einem umstrittenen Berliner Journalisten. Jebsen sieht sich als Vertreter einer wie auch immer gearteten Friedensbewegung. KenFM fällt jedoch vor allem auf durch eine bedingungslose Treue zu Putin und Russland und einem ebenso bedingungslosen Hass auf alles, was mit der Nato und den USA zu tun hat.

Zu den Schweizern, die gelegentlich auf KenFM zu sehen sind, gehört der umstrittene Friedensforscher Daniele Ganser oder der freie Journalist René Zeyer, der sonst in der «Weltwoche» oder der «Basler Zeitung» zu lesen ist.

Die Ökonomie wird bei KenFM von Ernst Wolff abgedeckt, und zwar unter den Titel: «The Wolff of Wall Street». Dieser Wolff darf sich gelegentlich auch auf dem Schweizer Online-Portal «infosperber» austoben.

Wolffs ökonomische Thesen sind eine krude Mischung aus Gedankengut der Österreicher und Anti-Kapitalismus. Auch er sieht in der Kreditschöpfung der Zentralbanken einen finsteren Plot, der dazu dient, den redlichen Mittelstand verarmen zu lassen.

Die Corona-Krise ist daher in den Augen Wolffs keine Epidemie, welche die Gesundheit der Menschen bedroht. Sie ist ein Mittel der Hedge-Funds – oder Heuschrecken, wie Wolff sie nennt –, im Verbund mit den Zentral- und den Grossbanken das vor dem Ruin stehende Finanzsystem zu ihren Gunsten umzubiegen.

Seine These lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Neoliberalismus hat den Mittelstand an den Rand des Abgrundes gebracht. Die im Zusammenhang mit dem Virus verbreitete Hysterie ist ein Ablenkungsmanöver. Es soll verschleiern, dass das Finanzkapital im Begriff ist, die Macht weltweit zu übernehmen.

Ob Schmarotzer- oder Heuschrecken-These, beide sind viel gefährlicher als die plumpen Verschwörungstheorien der Rechtsextremen. Sie enthalten Versatzstücke seriöser ökonomischer Theorie. So ist angesichts der von den Zentralbanken losgetretenen Geldlawine die Gefahr einer Hyperinflation nicht von der Hand zu weisen. Dass der Finanzkapitalismus inzwischen mehr als dubiose Sumpfblüten hervorbringt, lässt sich ebenfalls nicht bestreiten.

Doch wichtige Dinge werden ausgeblendet. Krall und Homm verschweigen, dass die Lehre der Österreicher von Mises und Hayek mitschuldig war an der Depression der Dreissigerjahren. Und weshalb ausgerechnet die Hedge-Funds ein Interesse am Crash der Finanzmärkte haben sollen, wird wohl für ewig Wolffs Geheimnis bleiben.

Gleichzeitig verharmlosen beide, die rechtskonservativen Krall und Homm und der Kapitalismus-Kritiker Wolff, die reale Gefahr, die von der Pandemie ausgeht. Und das kann tödlich sein – im wahrsten Sinn des Wortes.

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83
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83Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • smartash 07.04.2020 18:36
    Highlight Highlight „Gemäß Wikipedia...“

    Wikipedia ist keine Quelle!!!
    Wikipedia ist eine Sammlung von offiziellen Quellen. Lest dort einfach nach und gebt dann die offiziellen Quellen an und nicht Wikipedia wo jeder reinschreiben kann wie er grad lustig ist

    Danke
  • *klippklapp* 07.04.2020 15:58
    Highlight Highlight Nur das Auseinandernehmen von solchen Verschwörungstheorien wird aber nicht reichen. Die Menschen merken ja, dass mit unserem System schon lange etwas nicht stimmt und dass wir uns auf einen Abgrund zu bewegen.
    Was es jetzt vom Journalismus braucht, ist eine ökonomische Erklärung für die Situation, die gegenüber der bestehenden Institutionen die nötige kritische Haltung mitbringt.
    Kommt diese Erklärung nicht, werden sich die Menschen immer mehr solchen Verschwörungstheorien zuwenden. Und dann kann es gefährlich werden!
  • ManCan 07.04.2020 15:42
    Highlight Highlight 3. Kommentar:
    Jetzt (nach einigen Youtubes) verstehe ich die Abneigung gegen Ganser. Er weist auf den Einsturz eines 3. Wolkenkratzers WTC7, ohne Einfluss der Flugzeug-Einschläge hin. Dass das WTC7 voll war mit CIA, FBI, ... Akten. Etwas komisch ist die Aussage der NIST schon. Aber Hallo! Wenn ein Staat wirklich sein eigenes Volk, weshalb auch immer, angreifen würde, das wäre doch purer Irrsinn. Diese Regierungsleute und Experten hätten sie ja wohl nicht alle!
    Diese blödsinnige Aussage ist etwa 3% der Aussagen von Ganser. Die restlichen 97% sind über Frieden und deshalb gut gemeint.
  • ManCan 07.04.2020 13:32
    Highlight Highlight 2. Kommentar: Analyse des Artikels
    Ich kenne 3 Figuren in diesem Artikel.
    Homm kann ich nicht ernst nehmen.
    Krall ist ein sehr guter Annalist aber sehr pessimistisch. Allerdings befürwortet er Marktwirtschaftliche Anarchie. Darunter leidet die Menschheit doch schon seit langem. Geld regiert und nicht der Nutzen für die Menschen. Was nutzt uns der Fortschritt, wenn nur extrem wenige davon profitieren und die anderen in Armut versinken. Planwirtschaft ist aber auch nicht brauchbar.
    Wolff hat ein enormes Wissen, ist aber etwas paranoid.
    Ganser predigt immer wieder Frieden. Was ist daran falsch?
  • Score 07.04.2020 11:36
    Highlight Highlight Ist es zielführend solchen Personen eine Plattform zu bieten?
  • Said 07.04.2020 11:12
    Highlight Highlight Gemäss den Auswertungen von Swiss Propaganda Research hat Watson eine radikalere Positionierung in Bezug auf die geopolitische Ausrichtung wie auch auf die politische Ausrichtung als KenFM.

    https://swprs.files.wordpress.com/2020/02/medien-navigator-2020.pdf.

    🤦‍♂️
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 07.04.2020 22:18
      Highlight Highlight Wer SPR als Grundlage seines Wissens nimmt darf sich nicht wundern wenn er nicht ernst genommen wird .
  • SUV-Fahrer 07.04.2020 09:40
    Highlight Highlight Also wenn der Herr Löpfe grand nicht auf Trump einschlägt, schreibt er ja ganz vernünftige Beiträge. Kompliment.
  • DomKi 06.04.2020 20:46
    Highlight Highlight Hr. Löpfe, massigen Sie sich, denn Sie könnten sehr falsch liegen. Ich kenne diese Herren nicht und ich werde Ihre Videos auch nicht anschauen. Aber ich kann Ihnen eins sagen, nach dieser Virus-Krise (der wird bald verschwinden wenn es wärmer wird) werden wir eine große soziale, politische und wirtschaftliche Krise haben auf der ganzen Welt! Da muss man erstens kein Hellseher sein und zweitens ist doch sehr offensichtlich, dass im Moment Regierungen sehr ausnutzen mit dem was abgeht, Fall Spanien, wo ich wohne: z. B, hier plant man den Bürgern per Handy zu folgen aufgrund dieses Virus.
  • Horst-Rüdiger 06.04.2020 18:28
    Highlight Highlight Als Libertärer kann ich in der heutigen Zeit nur gegen diesen Wahnsinn anschreiben, das Blitzgewitter über mich ergehen lassen und traurig zusehen wie die nächste Weltwirtschaftskrise durch die Sozialstaaten und ihre indoktrinierten Bürger dieser Welt heraufbeschworen wird.
    Und dann wenn wir wieder hungernde Kinder irgendwo auf dieser Welt sehen werden, sind es wieder die bösen Neoliberalen, welche mit ihrem Raubtierkapitalismus das ganze Leid verursachen.
    WWK in den 30er, verursacht durch libertäre Ideen? Wirklich??
    Wow!
    Vox populi..
    • Varanasi 06.04.2020 20:58
      Highlight Highlight Auf welcher Welt lebst du?
      Auf meiner stirbt alle 10 Sekunden ein Kind an Hunger.
      Und das liegt sicherlich nicht am Sozialismus.
    • Horst-Rüdiger 06.04.2020 23:11
      Highlight Highlight @Varanasi: Alle 10 Sekunden ein Kind? Das sind ja über 8000 in einem Tag! Viel mehr als durch dieses Virus!
      Und warum hat man da nicht schon längst reagiert, mit Milliardenpaketen aus der Portokasse der Cüplisozialisten zum Beispiel?
      Aber stirbt dann ein 83-jähriger Median, ja dann muss sofort die Weltwirtschaft lahmgelegt werden.
      Heuchelei!
    • Sophia 07.04.2020 01:01
      Highlight Highlight Gehört ganz einfach in die Müllabfuhr!
      Wir sehen gerade, wie selbst hartnäckige Erzkonservative von unseren sozialen Einrichtungen und den mutigen Menschen in den sozialen Berufen, also Aerzten, Krankenschwestern und und und profitieren, gepflegt und betreut werden, teilweise am Leben gehalten und sogar finanziell gerettet werden, und da fällt so manchen Dummkopf nichts anderes ein, als über genau das her zuziehen. Mein Chef hätte dazu gesagt: "Scheisse im Trompetenrohr kommt zum Glück nur selten vor."
  • ManCan 06.04.2020 18:20
    Highlight Highlight Dieser Artikel riecht schon nach Diffamierung von Meinungen die nicht mit Watson und seiner USA-philen Berichterstattung kompatibel sind. Ich verstehe zu wenig von Wirtschaft/Politik um hier Stellung zu nehmen, aber die arrogante Art dieses Artikels die absolute Wahrheit zu kennen, ist schon sehr gut herauszulesen. Die Vergabe von IQ's, wenn man nicht glaubt was der Verfasser als Wahrheit einstuft, erwarte ich in den Kommentaren von emotionalen Lesern, nicht aber von einem Journalisten. Das wirkt sehr unprofessionell.
    Sehr schlechter Artikel.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 06.04.2020 18:36
      Highlight Highlight Schwach. Einfach nur schwach. 🤦‍♂️
    • ManCan 07.04.2020 13:13
      Highlight Highlight Was ist schwach? Mein Kommentar oder der Artikel. Genau solch zweideutige Aussagen finde ich ärgerlich. So entstehen Gerüchte und seltsame Meinungen.
      Ich finde diese Antwort lausig und peinlich. Diejenigen die hier ein Herz/Blitz gegeben haben! Wisst ihr wirklich was dieser Kommentar genau wollte? Menschen die zu solch zweideutigen Aussagen Stellung nehmen, kann ich nicht ernst nehmen.
      Man muss auch Artikel von Journalisten kritisch betrachten und hinterfragen. Bedeutet nicht, dass ich mit den Kritiken hier nicht einverstanden bin. Aber die Aufgabe von Journalisten ist nicht Meinungsmache.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 07.04.2020 14:51
      Highlight Highlight Immer noch ziemlich schwach.
      Erklär doch genau, was an dem Artikel nicht stimmt, wieso die kritisierten Recht haben.
      DAS wäre eine starke Antwort gewesen anstatt komisches Gefluche ohne klare Angaben und Argumente.
      Denn dein Beitrag ist exakt das, was du so am Artikel kritisierst.
  • bernd 06.04.2020 17:51
    Highlight Highlight Solche Typen wie Krall und Homm sind echt der Hammer. Seit gefühlt 2009 warnen die konstant, dass der nächste Crash spätestens im nächsten Jahr kommen muss, mal wegen X, mal wegen Y. Wenn dann wegen etwas völlig anderem wie einem Virus tatsächlich ein Crash kommt, können sie wieder auf jeder Plattform auftreten und sagen seht ihr, wir habens ja immer gesagt!
  • Offi 06.04.2020 17:25
    Highlight Highlight Ich möchte eigentlich eher wissen wer die grössten Gewinner sind ... wär mal ne positive Nachricht
    • Shlomo 06.04.2020 18:14
      Highlight Highlight As usual, die Banken, also wenigstens bei uns. Die Banken kassieren alleine mit den Krediten für welche der Bund bürgt 400 Mio. an Zinsdifferenz und zusätzlich werden ihre faulen Kredite, welche sie an KMUs vergeben haben so bedient.
  • Mehmed 06.04.2020 16:29
    Highlight Highlight Typisch für ALLE Ökonomen ist, dass sie die Welt aus ihrem Lehnstuhl aus betrachten und sich irgendwelche Modellspielereien ausdenken. Alle gutgenährt und die letzten, die Not leiden müssten. Auch jetzt, in der Corona-Krise. Überflüssig zwar für die Gesellschaft, aber gutbezahlt.

    • Eisvogel 06.04.2020 21:02
      Highlight Highlight Mehmed- das stimmt nicht. Lies mal Piketty, Zucman oder Graeber.
  • Heinzbond 06.04.2020 15:49
    Highlight Highlight Der Neoliberalismus hat den Mittelstand an den Rand des Abgrundes gebracht.
    Dem kann ich sogar zustimmen. Aber dem Rest der verschwörungstheoretikern empfehle ich mal wertfrei einen Intelligenz test und Bewertung der psychischen Gesundheit....
  • Atavar 06.04.2020 15:46
    Highlight Highlight Herr Löpfe liegt richtig, wenn er es so nennt:
    "Sie enthalten Versatzstücke seriöser ökonomischer Theorie."

    Die Ironie:
    Die Zielgruppe dieser "Herren" versteht auch die Versatzstücke nicht. Sie erkennen lediglich Begriffe wieder, die sie zu kennen glauben. Wie bei gefühlt allen Verschwörungstheorien.

    Die Wiedererkennung des "eigenen Wissens" erschafft eine Identifikation - und damit Glaubwürdigkeit. Das Unverständnis (der Materie) wird dann bei den Gegenargumenten sehr plakative zur Schau gestellt.

    Wirtschaftstheorien sind sehr abstrakte Gebilde. Die Realität ist niemals so eindimensional
  • Raphael Stein 06.04.2020 15:44
    Highlight Highlight Ok, haben wir abgeladen.

    Und was sagen mir die "anderen Fachleute" zur momentanen Situation der Finanzindustrie? Die letzten beiden Kriesen schon vergessen und deren Ursachen auch schon?
    Weitermachen und abschöpfen wie bisher vermutlich.

  • Bert der Geologe 06.04.2020 15:44
    Highlight Highlight Ich hätte von diesen Leuten nie gehört oder gelesen, wenn sie nicht von Hrn. Löpfe hier aufgewärmt worden wären. Was mich in dieser Hinsicht mehr ärgert, war das Interview mit dem Professor Eichenberger in der NZZ am Sonntag. Der behauptet mit allem Ernst, nur die Schweden würden es richtig machen. Zynischerweise hat er mathematisch-ökonomisch elfenbeinturmmässig wahrscheinlich sogar recht. Nur vergisst er, dass die Menschen noch oft über Empathie verfügen, welche seine Laborversuchsvorschläge zu Nichte machen. Empathie mit den Opfern und dem Pflegepersonal.
    • Buck32 06.04.2020 17:07
      Highlight Highlight sehe ich auch so mit Schweden, ich befürchte die lockeren Regeln werden sich rächen ! Hab aus Schweden gehört, gibt anscheinend schon über 700 Tote. Aber will hier auch klar festhalten, die Info ist vom einem Freund in Schweden, also nicht bestätigt....!
    • Philipp Löpfe 06.04.2020 17:54
      Highlight Highlight #Bert: Unterschätz die mal nicht. Krall ist Besteller-Autor und Homm hat Millionen-Clicks bei YouTube.
    • Octavius 06.04.2020 19:32
      Highlight Highlight @ Philipp Löpfe
      echt jetzt ? Na und,das haben PewDiePies und Jamie Oliver auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smoking gun 06.04.2020 15:38
    Highlight Highlight Krall und Homm kenn ich nicht (2007/08 haben so einige viel mehr als 200 Mio. an die Wand gefahren und dürfen trotzdem immer noch das Maul aufmachen). Ernst Wolf schätze ich sehr (wusste gar nicht, dass Philipp Löpfe KenFM schaut. Ich empfehle dir den Beitrag über Derivate). Und was ist eigentlich mit Dirk Müller? Der kritisiert ja auch die ganze Zeit, ist aber mit seinem eher defensiv ausgerichteten Fonds erfolgreich unterwegs. Das war mein Senf und jetzt gehe ich mir einen Aluhut basteln, dann noch rasch den Reptilien-Sklaven im Keller füttern und anschliessend gründlich mit Wodka gurgeln.
    • E7#9 06.04.2020 21:49
      Highlight Highlight Dirk Müller erwartet eine grössere Hyperinflation als 1922.

      Play Icon


  • rakatoka 06.04.2020 15:31
    Highlight Highlight Interessant finde ich momentan nicht solche "Pseudo-Experten" Meinungen, sondern solche, die das monetäre Geldsystem schon länger untersuchen. Habe ein Video von 2016 gefunde, der in eine ähnliche, wenn auch weniger verurteilende Richtung geht als die Thesen von Homm und Krall:

    Play Icon


    Hat sicher den einen oder andere richtigen Punkt drin; der Video setzt aber primär auf Gold/Silber als "sicherer Hafen"...
    • loquito 06.04.2020 16:36
      Highlight Highlight Dwcoding elite plan... Zacc ich muss es nicht anschauen und weiss ganz genau, dass es gebau so ein Video ist, wie im artikel erwähnt... LEUTE, YOUTUBE IST KEINE QUELLE...
    • Petra Meier 06.04.2020 16:38
      Highlight Highlight schon die Bildsprache des Vorschaubildes lässt bei mir alle Warnglocken bzgl. Unseriosität schrill klingeln.
  • Mad Scientist 06.04.2020 15:27
    Highlight Highlight Wenn ich sehe, dass sich Anhänger der sog. "Österreichischen Schule der Ökonomie" zu Wort melden, dann weiss ich bereits, dass es immer aufs Gleiche hinausläuft: Staat böse, Zentralbanken böse, Geld vom Staat = Ausplündern, Steuern = Raub und, nicht zu vergessen, die Vorliebe dieser Typen, alle ausser den Reichen als "Schmarotzer" zu beschimpfen.

    Da ist es nicht verwunderlich, wenn Ökonomen, die bekannt sind für ihre nützlichen Beiträge zur Ökonomie das Ganze als "Schandfleck der Ökonomie" betrachten.

    Aber kein Wunder, das Ganze ist ein VT-Geschwurbel ohnegleichen, Fakten des Teufels...
  • PVJ 06.04.2020 15:21
    Highlight Highlight Die libertären Traumtänzer leiden unter Realitätsverlust, das weiss man ja schon länger. Die Berichte aus den USA sprechen Bände und zeigen deutlich, dass es gerade in Krisensituationen eine soziale Absicherung braucht. Das hat nichts mit Sozialismus zu tun.
    • Mad Scientist 06.04.2020 15:51
      Highlight Highlight Doch, doch, und morgen schon kommt der KGB und verhaftet alle Dissidenten!!11
    • Ökonometriker 06.04.2020 18:12
      Highlight Highlight @PVJ: die USA sind ja eben genau nicht libertär, sondern Anhänger der keynesianistischen Chicago Schule. Und Keynesianismus in den USA heisst oft: die Verbündeten des aktuellen Präsidenten kassieren dick ab.

      In der ökonomischen Forschung erhalten, nicht zu letzt dank Chinas wirtschaftlichem Erfolg, gerade die Neoinstitutionalisten Aufwind. Sie legen den Fokus wieder vermehrt auf die Qualität der staatlichen Institutionen und das Design der Märkte.
    • PVJ 07.04.2020 00:52
      Highlight Highlight @Ökonometriker: Du hast natürlich recht, die USA sind nicht libertär regiert, sonst wären 2008 keine Banken gerettet worden. Mit "libertär" bezog ich mich auf die im Artikel beschriebenen Anhänger der österreichischen Schule, welche den Sozialstaat als sozialistisches Teufelszeug ablehnen.
      Allerdings sind die Libertären in den USA eine recht einflussreiche Kraft, mit Think Tanks, republikanischen Politikern und Milliardären, die Ihnen nahestehen. Dass der Sozialstaat in den USA sehr schlecht ausgebaut ist dürfte auch auf diesen Einfluss zurückzuführen sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 06.04.2020 15:10
    Highlight Highlight Das Gelddrucken ist aber durchaus problematisch. So wird belohnt, wer hat - nicht wer leistet.

    Andererseits haben wir halt einfach keine bessere Lösung parat. Langfristig kann man bessere staatliche Institutionen bauen, das Wirtschafts- und Politiksystem stabiler und resilienter ausgestalten usw. Aber für eine kurzfristige Lösung können wir auch heute nur Geld drucken und staatliche Hilfspakete schnüren. Doch das befeuert die Ungleichheit weiter und verleitet Politiker dazu, die komplexen strukturellen Probleme weiter zu ignorieren. Ein Teufelskreis...
    • Sälüzäme 06.04.2020 16:02
      Highlight Highlight Ich stimme Ihren Aussagen weitensgehend zu, bis auf den Schluss.
      Es sind nicht die Politiker sondern die Wähler, zumindenst bei uns, für einen Strukturwandel verantwortlich. Hier geht es der Gesellschaft aber immer noch zu gut und wenn es schlimmer wird dürfte es zu spät sein für einen geordneten Wandel. Erst kommt die Anarchie und dann die Diktatur.
    • Ökonometriker 06.04.2020 18:04
      Highlight Highlight @Sälü: bei uns (in der Schweiz) sind die Institutionen auch hervorragend. Aber man schaue nur schon in gewisse Nachbarländer, da sieht man dann ein ganz anderes Bild...
      Und das Problem in diesen Ländern ist eben, dass sie im Gegensatz zur Schweiz noch keine direkte Demokratie entwickelt haben. Dort können die Wähler nicht so gut mitbestimmen.
  • N. Y. P. 06.04.2020 15:07
    Highlight Highlight Was für Stuss da in Umlauf gebracht wird. Da werden Zusammenhänge hergestellt, es schleckt keine Geiss weg.

    Und der arme Löpfe muss diesen Schund noch zusammentragen und einen Artikel zurechtzimmern.

    Einen einzigen Satz finde ich aber bemerkenswert :

    👉 Der Neoliberalismus hat den Mittelstand an den Rand des Abgrundes gebracht.

    Hier bin ich geneigt zuzustimmen. Neoliberalismus ist eine Form des Wirtschaftsliberalismus, die nach den besten Bedingungen für funktionierende Märkte sucht. Desweitern soll er die Geldsäcke der Geldsäcke füllen.
  • Sherlock_Holmes 06.04.2020 15:04
    Highlight Highlight Man würde diese Herren – u. ggf. Damen – gerne in Vollmontur-Schutzkleider stecken und ihnen Reinigungsausrüstungen in die Hände drücken. Sofern sie nicht selbst zu einer Risikogruppe gehörten.

    So könnten sie sich unter anderem in den Spitälern um effektive Brutstätten kümmern und nicht nur um solche des Geistes.

    Auf diese Weise würden sie weit nützlicheren und notwendigeren Tätigkeiten nachgehen und kämen zudem vielleicht zu ganz neuen grundlegenden Einsichten.

    Damit habe ich selbstverständlich nichts gegen qualifizierte Wissenschafter gesagt, welche unter Hochdruck an Lösungen arbeiten.
  • Tomtom64 06.04.2020 14:58
    Highlight Highlight Leider nicht nur im "Rahmen" der Ökonomie werden solch kruden Theorien verbreitet. Auch im Gesundheits-TV, wo Covid-19 ständig als ganz normale, mit einer Grippe auf gleicher Stufe stehenden, Viruserkrankung verhramlost wird, werden solche schrägen Theorien unters Volk gebracht.
    In solchen Momenten frage ich mich manchmal, ob die Meinungsfreiheit wirklich eine gute Sache ist. Solange nur wenige diesen Theorien Glauben schenken, freue ich mich über die Freiheit und danke jenen, die auf solche Verschwörungsapostel hinweisen.
  • Baumann moni 06.04.2020 14:57
    Highlight Highlight Ich glaube das dieses Virus vom Labor kommt. September 2019 hat die CIA mit Bill Gates und ein paar andere Übung gemacht fals das coronavirus kommt Bill Gates hat jetzt zu dem Stellung genommen. Das Virus ist zum 3 Mal da und immer stärkerund nur in Europa komisch es sind 2016 sehr viele Menschen gestorben im stillen keine Regierung hat dies interessiert keine Verschwörungstheorie AIDS Ebola kommt auch von einem Labor in Amerika und jetzt das Virus und auch kein Zufall
    • PC Principal 06.04.2020 15:17
      Highlight Highlight Bill Gates warnt schon seit langer Zeit vor einer Pandemie. Er hat sehr viel Geld gespendet, hauptsächlich nach Afrika, um das Gesundheitswesen zu stärken. Welches Interesse hätte er an einer Pandemie?
    • Statler 06.04.2020 15:17
      Highlight Highlight sorry - WHAT???
    • Gravitation 06.04.2020 15:19
      Highlight Highlight Ist das ironisch gemeint oder aktivierst du gerade deine letzten Hirnzellen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 06.04.2020 14:33
    Highlight Highlight Ja genau solch zwielichtige Gestalten wie Homm gehören also zu den „Leistungsträgern“ dieser Gesellschaft? Da kommt mir die Galle hoch.
    • Der Hund muss schnell raus! 07.04.2020 12:02
      Highlight Highlight Schaue mal wie viele Investment Bänker in der Politik sind und in welchen Parteien. Da wird einem Schlecht! Immer wenn ich Meinungen von Investmentbänker lese ist die, das sie die grössten sind und wer nicht Reich ist ist Dumm oder Faul!
      Wer nicht Bänker ist hat bewiesen das er Dumm ist!
      Geld ist alles und der rest braucht es nicht!
  • MeinAluhutBrennt 06.04.2020 14:29
    Highlight Highlight wenn Du, lieber Philipp, nicht wahrhaben willst dass die WHO ein privater Lobby-Haufen der Pharmaindustrie ist dann kann ich Dir im Fall auch nicht mehr helfen! Und nun willst Du uns weiss machen Ernst Wolf sei eine Gefahr?

    Ernst Wolf, einer der letzten integren Menschen zu verunglimpfen Zeigt eigentlich deutlich wie die Machtstrukturen im Hintergrund langsam die Hosen voll haben! Nicht das plötzlich noch zu viele erwachen gäll xD

    • Shlomo 06.04.2020 14:46
      Highlight Highlight Der Aluhut scheint zu sitzen 👍
    • MartinZH 06.04.2020 15:12
      Highlight Highlight WHO: "MeinAluhutBrennt" hat leider vollkommen recht!

      "Die Industrie infiltriert die WHO. Genauso schlimm: Die Mitgliedsstaaten missbrauchen die WHO für ihre nationalen Wirtschaftsinteressen. Ob Tabakskandal, Schweinegrippe oder der Atomunfall in Fukushima: Die WHO spielt eine erschreckende Rolle. Ihr fehlt es an Geld, Macht und Transparenz. Und ihre Entscheidungen helfen am Ende weniger den Opfern als den Pharmafirmen und der Atomindustrie."

      "WHO - Am Tropf der Geldgeber"
      Dokumentarfilm Deutschland 2016 | arte
      https://programm.ard.de/TV/arte/who---am-tropf-der-geldgeber/eid_287241624634979
    • MeinAluhutBrennt 06.04.2020 15:16
      Highlight Highlight Und wie - Dana Ashil, Amazing Polly und Janet Ossebaard - alles starke Frauen - schenkt ihnen mal ein Ohr!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nathan der Weise 06.04.2020 14:25
    Highlight Highlight Ganz sicher sind Hedge Funds nicht die Ursache der heutigen Angelegenheit rund um Corona. Jedoch kann man nicht leugnen, dass diese von den Zusätzlichen Geldmengen und volatiler Märkte profitieren können.
  • blueberry muffin 06.04.2020 14:23
    Highlight Highlight Naja, KenFM ist ja auch eher Rechtsextrem.

    Davon abgesehen jedoch: "Der Neoliberalismus hat den Mittelstand an den Rand des Abgrundes gebracht. Die im Zusammenhang mit dem Virus verbreitete Hysterie ist ein Ablenkungsmanöver. Es soll verschleiern, dass das Finanzkapital im Begriff ist, die Macht weltweit zu übernehmen."

    Also, das Finanzkapital uebernahm die Macht spaetestens mit Reagan und Thatcher. Will heissen:

    Erster Satz ist wahr, zweiter Satz ist frei erfunden und dritter Satz ist 40 Jahre alt.
    • Der Hund muss schnell raus! 07.04.2020 11:40
      Highlight Highlight Ja, ist so. Die Einzige Zeit an dem man die Finanzwirtschft Eindämmte war die Zeit nach der Grossen Depression. Und mit Reagan und Thatcher wurde das Schrittweise Demontiert. Damals hatten wir die Soziale Marktwirtschaft und die hat Funktioniert. Dann wurde seit dem alles was Sozial ist gestrichen, Ergebnis wir haben nicht Marktwirtschaft sondern Marktdarwinismus. Grosskonzerne die sich Monopole Erkaufen. Die To Big too fail sind. Banken die Sparer in Geiselhaft nehmen da es keine Trennbanken mehr sind. Und eine Wende ist nicht in sicht, da zuviele Bürgerliche dem Lobbyistengeld Nachhecheln.
  • maylander 06.04.2020 14:21
    Highlight Highlight Je länger der Lockdown dauert desto mehr Leute werden sich solche Videos zu Gemüte führen.
    • Varanasi 06.04.2020 15:57
      Highlight Highlight .... und daran glauben.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 07.04.2020 22:06
      Highlight Highlight Welcher Lockdown? Genau mit der Mantramässigen Wiederholung des falschen Begtiffes treiben wir die Wirrköpfe in die offenen Arme dieser Herren.

Kommentar

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