Wirtschaft
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Lenin, Mosaik an Gebäude, Sotschi, Russland

Werden wir in der Coronavirus-Pandemie zu marxistischen Revolutionären? Wohl eher nicht. Aber die Probleme des Kapitalismus werden uns schmerzlich bewusst. Bild: Shutterstock

Das Virus und das Kapital: Die Pandemie legt offen, was im Kapitalismus falsch läuft

Die Pandemie zeigt die wunden Punkte unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung.

Marko Kovic



Zwei Brüder kaufen einen grossen Haufen eines Produktes und wollen es mit Gewinn weiterverkaufen. In regulären Zeiten würden wir diese Aktion bejubeln: Ein KMU erkennt eine unternehmerische Gelegenheit, lässt Angebot und Nachfrage auf dem freien Markt spielen und erhofft sich für diese Arbeit und das eingegangene Risiko ganz zurecht einen Profit.

Marko Kovic

Bild: zVg

Marko Kovic
denkt und schreibt zu gesellschaftlichem Wandel und Technologie-bezogenen Risiken. Zu hören ist er im Podcast Das Monokel.
kovic.ch

Doch in diesem Fall kam es ganz anders. Die Aktion des brüderlichen Entrepreneur-Duos wurde nicht, wie es zu erwarten gewesen wäre, beklatscht, sondern mehr oder weniger universal als unmoralisch und abstossend kritisiert. Warum? Die zwei US-amerikanischen Brüder hatten fast 18'000 Flaschen Desinfektionsmittel aufgekauft, um sie für möglichst viel Geld weiterzuverkaufen – und zwar inmitten der Coronavirus-Pandemie. Sie wollten also aus dem Chaos und der Verunsicherung der Pandemie Profit schlagen, was praktisch überall sauer aufgestossen ist.

Die Episode der zwei Brüder, die in der Coronavirus-Krise eine Chance auf den grossen Gewinn gewittert hatten, ist nur eine kleine Anekdote, aber sie ist symbolisch für einen grösseren Umbruch, den die Pandemie bewirkt: Das, was normalerweise als moralisch gut betrachtet wird (Unternehmertum und schlaue, auf Profit ausgelegte Entscheidungen) wird plötzlich als moralisch verwerflich angesehen (Profitgier zuungunsten der Allgemeinheit).

Die Coronavirus-Pandemie hat quasi über Nacht althergebrachte Denkmuster und Überzeugungen zu unserer wirtschaftlichen und politischen Gesellschaftsordnung in Frage gestellt. Mit der Folge, dass wir Probleme, die es schon vor der Pandemie gab, plötzlich sehr deutlich (und schmerzhaft) als solche erkennen. Oder anders ausgedrückt: In der Krise bröckelt der Lack des Kapitalismus.

Das Prekariat wird sichtbar

Vor der Coronavirus-Pandemie sind wir rein theoretisch alle gleich, denn das Virus unterscheidet nicht nach arm oder reich; wir alle können uns anstecken. In praktischer Hinsicht spielt der sozioökonomische Status aber durchaus eine grosse Rolle in der Pandemie: Jene, die wenig verdienen, nahe an der Armut sind und unsichere Jobs haben, werden von den wirtschaftlichen Verwerfungen der Coronavirus-Krise am stärksten getroffen. Die Krise zwingt uns, etwas zu akzeptieren, was wir eigentlich nicht wahrhaben wollen: Auch in reichen westlichen Ländern gibt es eine Unterschicht des wirtschaftlichen Prekariats.

Diese Aussage mag zunächst verwirren, weil es den Menschen im Westen doch alles in allem ganz gut geht, oder? In den USA herrschen vielleicht schlimme Zustände, aber bei uns in Europa ist die Situation doch ziemlich gut? Weit gefehlt: Auch in Europa gibt es erschreckend viele Menschen, die ihr Dasein am Rande des finanziellen Ruins fristen. So kann rund ein Drittel der europäischen Bevölkerung eine kleine unerwartete Ausgabe nicht verkraften, weil sie zu wenig Vermögen haben – ein Drittel Europas lebt effektiv von Lohn zu Lohn. Der Anteil ist in osteuropäischen Ländern etwas höher, aber das Problem ist auch in Ländern wie Deutschland (28%), Österreich (20%), der Schweiz (20%), Frankreich (31%) oder dem Vereinigten Königreich (34%) allzu real.

Rund 22% der Bevölkerung Europas lebt zudem am oder unter dem relativen Armutslimit (berechnet als 60% des Medianeinkommens des jeweiligen Landes). Auch hier ist die Situation in osteuropäischen Ländern ärger, doch Armut ist genauso in Ländern wie Deutschland (19%), Österreich (18%), der Schweiz (17%), Frankreich (17%) oder dem Vereinigten Königreich (24%) ein Problem, von dem Millionen von Menschen betroffen sind.

Durchschnittlich 6,2 Prozent der EU-Bürger sind von extremer Armut betroffen. Spitzenreiter ist Bulgarien, wo jeder Fünfte seine Rechnungen nicht bezahlen kann. Mit 1,5 Prozent extrem Armer (gemäss EU-Norm) steht die Schweiz auf Rang drei der *reichsten

Zahlreiche Europäer leben am oder unter dem relativen Armutslimit. Bild: DPA

Zudem steigt auch in Europa seit Jahrzehnten der Trend hin zu prekären Arbeitsverhältnissen. Es gibt immer mehr Temporärarbeit, mehr «Flex Worker» und «Gig Worker», mehr Pseudo-Selbstständigkeit, mehr befristete Jobs, mehr Teilzeitjobs. Dieser Trend dient den Interessen der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber und damit also letztlich den Interessen des Kapitals: Atypische, «flexible» Anstellungsbedingungen bedeuten aus Arbeitgebersicht weniger bis gar keine Sozialabgaben und grundsätzlich billigere Arbeitskraft bei maximaler Flexibilität, diese Arbeitskräfte spontan wieder abzustossen. Zum Beispiel in einer wirtschaftlichen Krise wie der durch die Coronavirus-Pandemie verursachte.

In regulären Zeiten nehmen wir die brutale Realität des wirtschaftlichen Prekariats einfach hin, weil sie die meisten von uns nicht betrifft und nicht auf der politischen und medialen Agenda ist. Punktuelle Kritik an diesem Umstand kann denn auch recht salopp mit dem Verweis auf «Eigenverantwortung» und «Freiheit» vom Tisch gefegt werden («Wenn dem Uber-Fahrer sein Job nicht gefällt, kann er sich ja einen anderen suchen!»). In der Krise aber können wir nicht mehr ignorieren, dass Abermillionen von Menschen unverschuldet vor dem finanziellen Ruin stehen.

Gesundheit funktioniert nicht als Markt

Ein freier Markt und kapitalistische Interessen und Anreize können in unterschiedlichen Domänen halbwegs gut funktionieren. Zum Beispiel, wenn es um Turnschuhe geht. Oder Schaumwein. Oder Luxusuhren. Weniger Sinn machen marktwirtschaftliche und kapitalistische Prinzipien hingegen, wenn es um Gesundheit geht. Das wissen wir als Europäerinnen und Europäer natürlich und rümpfen gerne die Nase über die USA, wo ein weitgehend privatisiertes System der Krankenversicherungen zur Folge hat, dass immer noch rund 28 Millionen Menschen ohne Versicherung sind – und dass auch jene, die eine Versicherung haben, im Krankheitsfall exorbitante Kosten befürchten müssen.

Es überrascht daher nicht, dass die Mehrheit der Amerikanerinnen und Amerikaner das Coronavirus auch darum fürchtet, weil sie im Krankheitsfall mit sehr hohen Kosten rechnen müssen. Bei uns in Europa ist die Situation diesbezüglich aber besser, oder?

FILE- In this Feb. 9, 2018, file photo, a nurse hooks up an IV to a flu patient at Upson Regional Medical Center in Thomaston, Ga. Health insurance costs have climbed so high, there’s insurance for it. More employers are offering their workers supplemental coverage for expenses that crop up when an unexpected illness or injury hits.. (AP Photo/David Goldman, File)
Kathleen Burks

Im Krankheitsfall müssen Amerikaner mit sehr hohen Kosten rechnen. Bild: AP

Tatsächlich kennen im Grunde alle europäischen Länder die ein oder andere Form der universalen Krankenversicherung, was in der Praxis bedeutet, dass im Krankheitsfall nicht automatisch der finanzielle Ruin droht (würden die USA ein solches System einführen, würden pro Jahr fast 70'000 Menschenleben gerettet und Hunderte von Milliarden Dollar eingespart). Doch auch die europäischen Gesundheitssysteme wurden im Zuge neoliberaler Reformen der letzten Jahrzehnte auf Effizienz und Sparsamkeit getrimmt.

Die Folgen davon zeigen sich nun während der Pandemie anhand eines schockierenden Mangels an medizinischem Personal, an medizinischen Kapazitäten und sogar an medizinischem Verbrauchsmaterial wie Gesichtsmasken und Schutzkleidung. Das gilt auch für die Schweiz, wo über die Jahre aus Kosten- und Effizienzgründen Spitäler geschlossen und Betten abgebaut wurden. Eine Entwicklung, die in direktem Widerspruch zu offiziellen Pandemieplänen des Bundes steht.

Ein weiterer Vektor, über den Gesundheitssysteme kapitalistisch unterwandert wurden, ist der enorme Einfluss privater Medizinunternehmen. Medizinisches Verbrauchsmaterial, medizinische Geräte sowie nicht zuletzt Arzneimittel werden heute mehrheitlich von privaten, profitorientierten Unternehmen hergestellt. Das Problem dabei ist, dass das Profitmotiv privater Medizinunternehmen oftmals in ziemlich direktem Widerspruch zum öffentlichen Allgemeinwohl steht. So waren grosse Pharmaunternehmen relativ lange uninteressiert an der Entwicklung eines Impfstoffes gegen das neue Coronavirus, weil damit kein genug attraktiver Gewinn zu machen ist.

Ein Lehrstück in Sachen Interessenkonflikt zwischen Profitmotiv und Allgemeinwohl im Gesundheitswesen ist das antivirale Arzneimittel Tamiflu, das im Rahmen der Schweinegrippe-Pandemie 2009 Berühmtheit erlangte. Tamiflu ist ein Medikament, das sowohl die Übertragung von Influenza-Viren als auch die Stärke der Symptome bei Ausbruch der Krankheit reduzieren sollte. Zahlreiche Länder auf der Welt haben in den 2000er Jahren nicht zuletzt auf Anraten der Weltgesundheitsorganisation WHO grosse Mengen an Tamiflu auf Vorrat gekauft.

ZUR STUDIE BEZUEGLICH DES NUTZENS VON TAMIFLU STELLEN WIR IHNEN FOLGENES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Das Grippe-Medikament

Roche-Megaseller: Tamiflu. Bild: KEYSTONE

Als 2009 die Schweinegrippe-Pandemie ausbrach, brach auch ein regelrechter Tamiflu-Hype aus, denn Tamiflu war damals die einzige vorhandene medizinische Massnahme, um etwas gegen das neuartige Influenzavirus zu unternehmen. In der Folge des globalen Tamiflu-Hypes hat die Tamiflu-Herstellerin Roche bis 2009 mit ihrem Megaseller über 18 Milliarden US-Dollar verdient.

Doch die Sache hatte einen Haken: Die meisten Studien, welche positive Effekte von Tamiflu fanden, waren von Roche selber durchgeführt – und Roche weigerte sich jahrelang, die Rohdaten aus den Studien zu veröffentlichen. Das änderte sich erst 2014, und mit dem nun vollständigen Bild der klinischen Daten zeigte sich: Tamiflu wirkt kaum und hat erhebliche Nebenwirkungen.

Ein noch nie dagewesener Skandal, von dem sich Roche nie erholen sollte – könnte man naiverweise denken. In Tat und Wahrheit hatten die Tamiflu-Lügen keinerlei Konsequenzen für Roche; es gab keine Bussen, geschweige denn ein juristisches Nachspiel. Roche schreibt auch heute noch jedes Jahr Milliardengewinne. Und Tamiflu ist weiterhin auf dem Markt.

Plötzlich zählen Solidarität und Mitgefühl

Was haben wichtige politische Figuren wie Augusto Pinochet, Margaret Thatcher, Ronald Reagan, Bill Clinton, Tony Blair, Gerhard Schröder, George W. Bush, Angela Merkel, Barack Obama, Emmanuel Macron und Boris Johnson gemein? Sie alle verfolgten und verfolgen einen im Grunde ähnlichen Satz an politischen Reformen und Stossrichtungen: Deregulierung, Privatisierung, Steuersenkungen, Abbau des Sozialstaates und Kampf gegen Gewerkschaften. Sie alle betreiben Politik im Zeichen des Neoliberalismus.

Neoliberalismus ist ein Reformprojekt, mit dem ab den 1970er Jahren die Macht des Kapitals nach den «sozialmarktwirtschaftlichen» Nachkriegsjahren, in denen die Interessen der Arbeiterschaft politisch zur Geltung kamen, wieder gestärkt wurde. Die konkreten politischen Massnahmen bilden dabei nur eine Seite der neoliberalen Medaille. Mindestens genauso wichtig ist Neoliberalismus als Ideologie, die wir alle verinnerlicht haben. Und zwar nicht nur, wenn wir über abstrakte Ideen wie Wirtschaft oder Politik reden, sondern auch und vielleicht vor allem, wenn es um unser eigenes Tun und unsere Lebensgestaltung geht. Wir haben alle gelernt, in Kategorien wie «Selbstverantwortung» , «Freiheit» und «Auswahl» zu denken.

Wir alle bewegen uns immer auf einem «Markt» und stehen zu anderen Menschen in einem immerwährenden «Wettbewerb». Wir wollen immer profitieren und gewinnen, weil es ansonsten andere tun und wir schliesslich nicht zu den Verlierern gehören wollen. Jeder ist seines Glückes Schmied; sich auf andere oder gar auf Vater Staat zu verlassen, ist falsch. Die neoliberale Ideologie hat Margaret Thatcher mit ihrem berühmten Diktum «There’s no such thing as society» perfekt auf den Punkt gebracht – so etwas wie eine Gesellschaft gebe es nicht.

Prime Minister Margaret Thatcher addresses the 55th Annual Conservative Women 's Conference at the Barbican Centre in London, May 22, 1985. Her keynote speech was on inflation.(KEYSTONE/EPA/PA/Str)

Margaret Thatcher: «There’s no such thing as society.» Bild: EPA PA

In der Coronavirus-Pandemie merken wir, dass es die Gesellschaft doch gibt. Wir merken, dass wir nicht isolierte Einzelkämpfer sind, die sich gegen andere Egoisten behaupten müssen. Wir sind Teil einer Gemeinschaft, die dann und nur dann funktioniert, wenn wir alle dafür etwas tun. Das Coronavirus ist keine individuelle, sondern eine kollektive Herausforderung, und wir können das Problem nur bewältigen, wenn wir am gleichen Strick ziehen. Die Pandemie bewältigen wir nicht mit Wettbewerb und Konkurrenz, sondern durch Kooperation. Und genau so funktioniert eine gesunde, prosperierende Gesellschaft: Wenn wir gemeinsam anpacken, sind wir alle Gewinner.

Führt die Krise zu tiefgreifendem Wandel?

Die Coronavirus-Pandemie zeigt uns Probleme unserer kapitalistischen Gesellschaftsordnung auf, wie wir sie in ihrer Schärfe nur schwer ignorieren können. Ist das der erste Schritt hin zu einem Wandel, der die Gesellschaft fairer, gerechter und widerstandsfähiger macht? Ist die Krise ein Gelegenheitsfenster für positive Veränderung?

Ganz so einfach wird die Sache nicht. Die kapitalistischen Machtstrukturen in der Gesellschaft sind nämlich nach wie vor intakt. Die Reichen und die Investorenklasse mögen im Zuge der Krise an Reichtum und Kapital verloren haben, aber sie konzentrieren nach wie vor viel Macht und Einfluss auf sich. Politische, kulturelle, wirtschaftliche, zivilgesellschaftliche und journalistische Eliten werden nach wie vor massiv durch die Interessen des Kapitals beeinflusst oder geradezu von diesen gesteuert (wirtschaftsliberale Thinktanks beispielsweise existieren einzig und alleine, um die Interessen des Kapitals ideologisch und politisch zu stärken). Ein Wandel der kapitalistischen Gesellschaftsordnung ist also schwierig, weil jene, die vom status quo profitieren, faktisch auch über eine ungeheure Veto-Macht verfügen.

Der status quo ist träge. Ganz unverrückbar ist er aber nicht. Die Coronavirus-Krise könnte zur grössten wirtschaftlichen Verwerfung der Nachkriegszeit werden, sodass die Idee, etwas müsse sich verändern, nicht länger als extreme Ansicht linker Spinner angesehen wird.

Vielleicht entsteht im Chaos der Krise eine neue soziale Bewegung, welche sich zum Ziel setzt, das System zugunsten aller zu verändern. Eine Bewegung, die es schafft, die Interessen der Allgemeinheit auf die Agenda politischer, kultureller und wirtschaftlicher Eliten zu bringen. So ein Projekt wäre alles andere als einfach, aber wann sollen wir positiven Wandel wagen, wenn nicht in Zeiten des Umbruchs?

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.
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    Alle Leser-Kommentare
  • swisskiss 06.04.2020 19:33
    Highlight Highlight Der grosse ökonomische Irrtum. Nicht der Kapitalismus ist verantwortlich für Ungleichgewichte in Gesellschaften, und zwischen Ländern, sondern das Kapital. Es ist die Politik, die Leitlinien setzt, wie Kapital arbeiten, beeinflussen und wirken darf. Das Kapital orientiert sich IMMER an den politischen Systemen, die möglichst wenige oder keine Einschränkungen für die Gewinnmaximierung kennen.

    Es sind NICHT globalisierte Handels -und Finanzströme die Ungleichgewicht verursachen, sondern nationale Steuer-, Sozial und Arbeitsrechte, die dieses Kapial anziehen und an anderer Stelle entziehen.
  • Blue Sun 06.04.2020 18:54
    Highlight Highlight Ein glaubs Finnischer Künstler hat was Interessantes gesagt:
    95% der Menschen kann sich Vorstellen das die Welt von einem Komet Zerstört wird!
    Aber keine 5% eine Welt ohne Kapitalismus!

    Dabei müsste man eigentlich nur wieder die Soziale Marktwirtschaft haben wie sie so 1980 war! Damals waren die Angestellten wichtig und Aktionäre weniger!
    Heute sind Aktionäre das Wichtigste und Angestellte nur noch Kostenfaktoren!
  • Projektionsfläche 06.04.2020 18:00
    Highlight Highlight Ein ausgezeichneter Artikel, herzlichen Dank dafür. Ich erlaube mir, dazu die Lektüre des gleichsam ausgezeichneten Büchleins „Wer verdient schon, was er verdient? - Fünf Gespräche über Markt und Moral“ (Walter Pfannkuche, Reclam) zu empfehlen. Es ist 2003 erschienen und m.E. heute aktueller denn je.

    Man kann aus meiner Sicht nicht leugnen, dass der Kapitalismus in seiner aktuellen Ausprägung dringend reformiert werden muss. Zumindest dann nicht, wenn man sich auch nur einen Restfunken Verstand und Menschlichkeit bewahrt hat. Eine für alle gerechtere, bessere Welt ist möglich.
  • Alisha Hesam 06.04.2020 17:22
    Highlight Highlight Tja, im glorreichen Kommunismus funktioniert ja immer alles: z. B. China *stirnklatsch*
  • Holunderblütensirup 06.04.2020 14:07
    Highlight Highlight Der Gott der Märkte - Der Kapitalismus.
    Welch schöne Religion es doch ist. Die Ärmeren in unserer Gesellschaft, haben sich nun mal für den anderen Weg entschieden. Wären diese Ketzer von Anfang an innovativ und zielstrebig gewesen, wären sie jetzt nicht arm, sondern würden ein Weltkonzern leiten. Wer nicht an diesen Gott glaubt, der wird meist als Ideologe oder Kommunist mit Rosabrille diffamiert. Ist es nicht schön hoch lebe der freie Markt. :)
  • Swen Goldpreis 06.04.2020 13:53
    Highlight Highlight Ein neoliberaler Ansatz zur Corona-Krise wäre, den Lockdown abzubrechen und es jedem zu überlassen, sich selbst zu schützen. Was würde passieren?

    Die Leute würden wieder arbeiten. Ein Grundschutz der Arbeiter liegt im Interesse der Arbeitgeber, denn Ausfälle sind teurer als Sicherheitsmassnahmen wie Home Office.

    Jeder einzelne würde eine Risikoanalyse machen und sich entsprechend verhalten. Junge gehen raus und Senioren dürfen sich entscheiden, ob sie lieber das vielleicht letzte Jahr eingesperrt sind oder ob sie ein 20 prozentiges Sterberisko in Kauf nehmen. Das fänd ich gar nicht schlecht.
    • Altweibersommer 06.04.2020 18:35
      Highlight Highlight Falsch. Wir gehen nicht arbeiten, weil wir dies so entscheiden. Wir sind einfach abhängig von unserem Job, was auch die Arbeitgeber wissen. Und wenn diese aufgrund diffuser Ängste beschliessen würden, dass Homeoffice nicht klappt, würden trotzdem alle normal arbeiten müssen.

      Und der Vergleich mit den Älteren hinkt auch, da die, denen es egal ist, nach einem Tag unter Leuten zurück ins Altersheim gehen und dort die anderen anstecken.

      Es ist ein Märchen, dass wir nur für uns selber entscheiden. Denn jede individuelle Entscheidung hat immer auch einen Einfluss auf Andere
    • Swen Goldpreis 06.04.2020 19:38
      Highlight Highlight In der Rhetorik nennt man das "Strohmann-Argument". Man legt dem anderen etwas in den Mund, das er weder gesagt noch gemeint hat und widerlegt es dann. Bravo!

      Wie abhängig jemand von Arbeit ist, hängt massgeblich von der persönlichen Situation ab. Aber das ist`hier nicht der Punkt. Es geht darum, dass es auch in einem neoliberalen System den Anreiz gibt, die Belegschaft möglichst gut zu schützen, weil Ausfälle teurer sind als die Schutzmassnahmen.


  • Skip Bo 06.04.2020 13:11
    Highlight Highlight Hätten die Brüder Desinfektionsmittel produziert und zu einem rentablen Preis verkaufen können, wären sie trotz des höheren Preises Helden. Das Beispiel präsentiert einen Auswuchs, die Spekulation, des Kapitalismus, nicht den Grundgedanken. Der wäre eigentlich, dass die Aussicht auf einen Gewinn die Produktion fördert, die Produktionsprozesse optimiert und im Idealfall erschwingliche Güter für Alle bereitstellt und dem Risikoträger eine Entgeltung des Risikos. Die unverzichtbaren Güter müssen ganz einfach vor Spekulation bewahrt werden. Im Pandemiefall auch Masken und Desinfektionsmittel.
  • Aletheia 06.04.2020 12:51
    Highlight Highlight Ein guter Artikel! Es sei hier erwähnt, dass der Kapitalismus bereits vor der Erfindung ihrer heutigen Widersacher gescheitert ist. Genau deshalb wurden ja der Sozialismus sowie die soziale Marktwirtschaft überhaupt erfunden!

    Seit dem Zusammenbruch der UDSSR bewegen wir uns nun wieder hin zu diesem ursprünglichen Kapitalismus. Die UDSSR ist keine Alternative! Aber vielleicht gibt es ja noch etwas anderes...

    Eine Wirtschaftsordnung, die auf Anerkennung des Anderen und auf Respekt beruht. Heute sind wir meilenweit von einer solchen Wirtschaftsordnung entfernt.

    Aber wäre es nicht an der Zeit?
  • Steven Zuber 06.04.2020 12:17
    Highlight Highlight Die Notenbanken drucken Geld und stützen vor allem die Reichen. Dies kann man sehr klar an den Börsen sehen. Wenn alles mit rechten Dingen zu und her gehen würde, dann wäre eine Börsenkorrektur von mindestens 50 Prozent zu sehen. Gesteuert wird das ganze aus Amerika. Die nächste Generation wird unsere Rechnung bezahlen müssen. Totalitäre Staaten oder der Sozialismus wird Einzug halten. Eventuell kommt es zum Ende des Systems wie wir es kennen. Auch Anwälte können nichts gehen diese Manipulation machen.
    https://one-fin.net/alternativen/
    https://www.anwalt-zuerich.attorney
    Play Icon
  • Calm 06.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Ohne eine gewichtige, gebündelte Stimme wird meiner Meinung nach weder Druck aufgebaut werden können, noch sich irgend etwas ändern. Von „unten“ respektive von uns, dem sogenannten „Volk“ wird da nichts kommen, da wir zwar unseren Senf zu jeder Alternativen geben können, aber aufgrund der Unorganisiertheit bloss mitbrabbeln können. Eine Parteimitgliedschaft hilft auch nicht, da es hier nicht um ein ideologisches Problem geht sondern um ein existenzielles.
  • Calm 06.04.2020 11:25
    Highlight Highlight Ideen zu Alternativen, Weiterentwicklungen, Transformation zum Kapitalismus gibt es ja bereits seit einiger Zeit.
    Beispiel: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/alternativen-den-kapitalismus-weiterdenken-1.2544315
    Solange es keine globale Interessensgemeinschaft oder Koordinationsstelle gibt, bei der die Alternativen gebündelt werden, werden auch nicht Varianten oder kombinierte Varianten ernsthaft diskutiert und weiterverfolgt werden können. (Fortsetzung folgt)
  • Albi Gabriel 06.04.2020 10:18
    Highlight Highlight Interessanter Artikel. Aber was ich nicht verstehen kann, wieso der mit einem Bild des Massenmörders Lenin illustriert werden muss. Eine diskussionswürdige Alternative zum Kapitalismus kann unter keinen Umständen eine Sowjetdiktatur bzw. die leninistische Version des Kommunismus sein. Denn dieses menschenverachtende System ist zu Recht auf dem Abfallhaufen der Geschichte gelandet!
  • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 06.04.2020 09:56
    Highlight Highlight klasse artikel!

    aber nach dieser pandemie wird sich nur eines ändern. die kluft zwischen arm und reich wird grösser. die reichen werden sich angeschlagene, jedoch zukunftsfähige unternehmen einverleiben und dadurch noch mehr geld scheffeln der rest wird mittel- oder langfristig untergehen.

    es gibt, in meinen augen, nur ein szenario welches diese spirale des geldes stoppen könnte... und das wäre ein globaler krieg. aber das ist definitiv kein ziel auf welches wir hinarbeiten sollen
  • Walter Erwin Marmet 06.04.2020 09:42
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen fundierten Artikel Herr Kovic. Wie wäre es, wenn diese Raubtierkapitalisten endlich auch einen Beitrag beisteuern würden, z.B. Roche die 8 Milliarden, welche mit dem untauglichen Tamiflu ergaunert wurde, jetzt spenden?
  • Bratansauce 06.04.2020 09:41
    Highlight Highlight Wow, mal ein Artikel mit ordentlich Tiefgang, ich bin begeistert - und kann Ihnen, Herr Kovic in fast allen Punkten beipflichten.
    "Gesundheit funktioniert nicht als Markt" finde ich sehr treffend - zur Gesundheit gehören (wie sie ja korrekterweise im Bericht anderswo anschneiden) nicht nur die geldgierigen Pharmafirmen, sondern eben auch die Versicherungsunternehmen.
    Die obligatorische Grundversicherung gehört verstaatlicht, punkt.
  • Kari Baldi #WirAlleSindCorona 06.04.2020 09:25
    Highlight Highlight Nach einer gewissen "Karenzzeit" wird die Wirtschaft wieder aufblühen wie nie zuvor. Corona wird nicht die Jungen, die Wirtschaftsführer und Manager dahin gerafft haben, sondern diejenigen, die die Gesellschaft sprich unser Gesundheitssystem massiv belastet haben. Wie bei Sturm Lothar: die alten, dürren und krankhaften Bäume wurde gefällt, damit die jungen Bäume mehr Platz haben. Wird dazu noch ein Impfstoff gefunden, geht die Wirtschaft und die Börse ab wie die Post. Die Gier nach Geld wurde noch nie durch eine Katastrophe aufgehalten.
    • FrancoL 06.04.2020 19:10
      Highlight Highlight Das wird dann aber der Nährboden für die nächste Krise die weniger mit einem einem Virus zu tun haben wird.
  • geissenpetrov 06.04.2020 07:47
    Highlight Highlight Erst mal vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe in den Mainstreammedien noch selten eine solch treffende Kapitalismuskritik gelesen.

    Ergänzend müsste man erwähnen, dass es in dieser Krise nicht nur Verlierer gibt. Hedgefund und Shortseller haben imense Wetten auf den Absturz von Unternehmen abgesetz. Die wirklich Reichen werden durch die Krise noch reicher. Ein absurdes System.
  • Schneider Alex 06.04.2020 06:34
    Highlight Highlight „Auch in der CH, die eine grosse Nutzniesserin der Globalisierung ist, gibt es Verlorene und Vergessene des raschen Strukturwandels und der kulturellen Brüche. Das verfügbare Einkommen nach Abzug der gestiegenen Mieten, KV-Prämien und Abgaben ist in den letzten zehn Jahren in manchen Regionen für die Mehrheit der Bev. gesunken. Das Hamsterrad der Arbeitswelt dreht und dreht, doch die halbe Bev. hat nichts davon. Nur dank den flankierenden Lohnschutzmassnahmen und der breit angelegten Berufsbildung hat die CH eine soziale Verelendung durch Tiefstlohnzuwanderung vermeiden können." (R. Strahm)
  • S. L. 06.04.2020 03:08
    Highlight Highlight Wie wird Geld erschaffen? Eine Bank stellt einen Kredit aus. Einen Prozentsatz des ausgegebenen Geldes hat sie als Einlagen wirklich vorrätig. Der Rest des Geldes entseht aus purer Luft ("giriert). Im Prinzip unterschreibt der Kreditnehmer einen Zettel, dass er mehr Geld haben wird und erhält dafür Geld das es nicht geben dürfte. Und schon da wird klar:
    das Geld ist eine Phantasie und
    Zins ist der Grund allen Übels.
  • Dominik Treier 06.04.2020 02:39
    Highlight Highlight Thatcher brachte mit ihrem Satz es gebe keine Gesellschaft vor allem einen der grössten Witze der Menschheitsgeschichte heraus.

    Die wohl wichtigste These auf dem der Neoliberalismus und die Chicagoer-Schule gründen, nämlich der Mensch handle logisch und eigennützig, wesshalb der Markt auch logisch sein müsse ist inhärenter Blödsinn!

    Wenn es etwas nicht gibt, dann ist es höchstens der allwissende Markt, denn Menschen werden von Emotionen beherrscht, vor allem von Angst und nur ein System das sich dessen bewusst ist wird nicht untergehen...
  • Anton Meier 05.04.2020 23:31
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel, Herr Kovic. In Ihrer Einführung sind interessante Gedanken bezüglich Unternehmertum. Allerdings sind Ihre Ansichten etwas veraltet (das Kommunistische Manifest datiert zurück auf 1848). Eine Verbindung zwischen Corona Virus und Kapitalismus herzustellen ist etwas überzeichnet. Des weiteren unterstellen Sie der "bösen" Pharma Industrie der Lüge. Das ist definitiv nicht der richtige Zeitpunkt für Finger-pointing. Sie sind Mitglied des ZIPAR Thinktanks.
    Mein Rat: Bevor Sie einen weiteren Artikel dieser Art schreiben, think twice!
    • MarGo 06.04.2020 08:20
      Highlight Highlight Immer diese Schwarz-Weiss-Seher... wir brauchen neue Gedanken, neue Überlegungen, weg von Kapitalismus vs. Kommunismus... als ob es nur diese zwei Wege gäbe für die Menschheit...
      Der Kommunismus hat nicht funktioniert - das muss noch lange nicht heissen, dass der Kapitalismus das einzig Wahre und gelbe vom Ei ist...

      Mein Rat: Bevor Sie wieder jeden Anti-Kapitalisten in die Rote Ecke werfen - think in different ways!
    • Dominik Treier 06.04.2020 14:33
      Highlight Highlight Ich kann diesen ewigen mistigen Reflex zur "bösen roten Gefahr" auch nicht mehr hören MarGo...

      Denn wenn wir ehrlich sind, haben doch folgende 3 Systeme, nämlich: Autokratie, Kommunismus (Autokratie mit möchtegernlinkem Alibi) und Neoliberalismus alle genau das gleiche Problem.

      Sie führen letzlich durch Taten oder deren Unterlassung dazu, dass eine kleine willkürliche Gruppe Menschen viel zu viel Macht über die Mehrheit erhält!

      Ein System das gut wäre müsste diese Macht zurück auf die Individuen verteilen, ihnen eine bedingungslose Existenz frei von Angst und Zwang gewähren!
    • Dominik Treier 06.04.2020 14:39
      Highlight Highlight So gäbe es keine Machtverhältnisse mehr und die Menschen könnten sich Wahrhaft frei entfalten und ihr wahres Potenzial erstmals nutzen.

      Wie wahrhaft liberal eine Gesellschaft und ein System ist zeigt sich letztlich eben gerade nicht daran, was ein Milliardär mit toller Ausbildung, viel Arbeit und Beziehungen alles erreichen kann und darf, sondern wie frei und selbstbestimmt ein einzelnes Individuum in so einem System leben kann, dass die vorteilhaften Eigenschaften für dieses System wie Gesundheit, Ausdauer, Geld, Beziehungen etc. nicht aufweisst und nach diesen Massstab sieht es düster aus.
  • Sackhegelbutzer 05.04.2020 23:09
    Highlight Highlight Jetzt wissen wir, was alles falsch ist (und auch ein bisschen, was gut/richtig ist). Nun fehlen mir nur noch ein paar gute und machbare Ideen, wie man die Situation verbessern könnte. Und dann fehlt noch jemand, der es macht.
    • Nino F. 06.04.2020 00:50
      Highlight Highlight Vorschlag: Statt profitorientiert und ausbeuterisch ins Blaue hinaus massenhaft Waren zu produzieren, von denen dann doch nicht alles gebraucht wird, könnte man gemeinsam festlegen, welche Güter wir brauchen und wie das produziert werden soll. Mit Computern und Internet sollte das ein Kinderspiel sein. Dann wird die dafür notwendigen Arbeit gerecht verteilt. Bedarfswirtschaft, basisdemokratisch und global vernetzt. Das wäre next level der menschlichen Entwicklung. Leider im Kapitalismus nicht möglich. Drum Kommunismus oder wie auch immer wir das dann nennen wollen.
    • Sackhegelbutzer 06.04.2020 16:24
      Highlight Highlight Nino F., ich habe bewusst "machbare Ideen" geschrieben. Dass Kommunismus nicht funktioniert, dafür haben wir genug Beispiele in der Geschichte.

      Das Problem ist nicht die Idee, sondern die Umsetzung. Derjenige der die Bedarfsströme lenkt hat Macht, und Macht korrumpiert. Unausweichlich, leider.
  • Oder so 05.04.2020 22:20
    Highlight Highlight Ich hätte mehr Meinungen und Kommentare erwartet.... waren wohl alle draussen in der Sonne.
    • geissenpetrov 06.04.2020 07:30
      Highlight Highlight Man konnte anfänglich keine Kommentare absenden. Keine Ahnung warum.
    • hemster (eidg. dipl. Rechtschreibfehler) 06.04.2020 09:47
      Highlight Highlight es ist ein super artikel, leider ist es kein artikel der die masse interessiert. viel zu viel unbequeme fragen das sich dasdurchschnitt-schaf nie stellen möchte...
    • Daniel Huber 06.04.2020 10:09
      Highlight Highlight @Oder so: Es liegt daran, dass der Artikel, der für den Sonntag vorgesehen war, bereits am Mittwoch irrtümlich für kurze Zeit online gestellt wurde. Da die Kommentar-Funktion in unseren Artikeln automatisch 48 Stunden nach Publikation abgeschaltet wird, geschah dies auch hier, obwohl der Artikel wieder von der Seite genommen wurde, als wir den Irrtum bemerkten. Leider bemerkten wir erst gestern Abend, dass es gar nicht möglich war, den Artikel zu kommentieren. Das tut uns leid, denn es handelt sich um einen Beitrag, der es verdient hätte, rege diskutiert zu werden.
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  • destin 05.04.2020 21:09
    Highlight Highlight Danke für die perfekte Analyse, Herr Kovic. Leider ist auch der Konjunktiv im Schlussteil gerechtfertigt.
  • Hoci 05.04.2020 21:01
    Highlight Highlight Und ja redet man mit zb (alleinerziehenden) Müttern usw. Viele haben stundenlohn Jobs und Arbeit auf Abruf. Egal ob stark gefährdet oder nicht, sie müssen Arbeiten um zu essen zu haben, nicht Mal krank geht. Und wegen diverser statt eunem Job gibts auch meist keine Pensionskasse.
  • Hoci 05.04.2020 20:58
    Highlight Highlight Danke fpr den Artikel. Aber stärker gekprzt und auf den Punkt gebracht wöre sinnvoll. Und bitte Quellen angeben. In dem Artikel werden einige grosse mir bisher unbekannte SKandale besprochen.
    Ich finde es abee toll gesellschaftskritik filosofie zu finden. Es fehlt hier oft.
    Deshalb weiter so.
  • Share 01.04.2020 21:21
    Highlight Highlight Diese Gedanken bringen auf den Punkt, was nicht zum ersten Mal ausgesprochen wurde. Gemäss WHO zeigt sich diese Infektionskrankheit im neuen Kleid; Ausbreitung und Krankheitsverlauf sind noch ungeklärt, was jede Prognose und Vergleich überfordert. Interessant wären finanzielle Vergleichsdaten zum Gesundheitssystem von Kanada und Schweden. Ebenfalls wissenswert sind Zahlen zu Commodities; Eier und Butter werden nun importiert, Fleisch subventioniert, Rohöl ist ungleich billiger zu haben. Das sind Kalkulationen mit Gewinnern und Verlierern.

    Eine Gesellschaft misst sich am Wohle der Schwächsten.
  • FrancoL 01.04.2020 19:37
    Highlight Highlight Um zu einem tiefgreifenden Wandel zu kommen müssten die die heute das Zepter schwingen, also die ganze Wirtschaft beeinflussen + regeln plötzlich weg vom Fenster sein.
    Das sind sie aber ganz und gar nicht.
    Sie werden nach der Krise wieder ihre gewohnte Arbeit aufnehmen ihre Muskeln spielen lassen und ihre Lobbyisten wieder auf die Politik los lassen.
    Die Verlierer dieser Krise werden sich die Wunden lecken und wieder versuchen dem ewigen Wachstum nachzurennen.
    Sicherlich wird es eine Anzahl Menschen geben, die sich mehr Gedanken machen wird, aber diese Krise bricht den Mechanismus nicht.
    • TheRealSnakePlissken 06.04.2020 12:34
      Highlight Highlight Diese pessimistische Sicht mag für die Schweizer Situation zutreffen, aber es gibt ja auch noch andere Länder und Weltgegenden.
    • Altweibersommer 06.04.2020 18:43
      Highlight Highlight Die sind nicht stärker, die haben nur mehr Geld.

      Zahlenmässig sind wir weit überlegen und wir sind gerade dran, dies zu kapieren.
    • FrancoL 06.04.2020 19:15
      Highlight Highlight Wenn es bei uns zutrifft wird es an anderen Orten kaum besser werden, die nötigen Änderungen werden immer noch über unsere Breitengrade, China inklusive, laufen.
      Das ist leider so, weil wir diese anderen Gegenden in Geisselhaft genommen haben.

Offen gesagt

«Liebes Coronavirus, lass uns den Tanz beginnen ...»

Ab heute sind weitestgehende Lockerungen der Anti-Corona-Massnahmen in Kraft. Es beginnt der Tanz mit dem Virus. Für die Schweiz wird der bevorzugte Stil der Eiertanz sein.

Liebes Coronavirus

Wir haben Sie ganz schön plattgemacht. Von 1500 täglichen Ansteckungen runter auf 28 haben wir Ihren exponentiellen Infektionsfuror gehämmert. Und das in nur acht Wochen! Das ist wohl nicht so gelaufen, wie Sie sich das vorgestellt haben. Haha!

Nehmen Sie uns ein wenig Triumphgeheul nicht übel, aber wir hatten schon ein bisschen Schiss nach den Szenen, die Sie in Bergamo veranstaltet hatten. Und jetzt sind wir ein bisschen stolz. Gleichzeitig aber auch beunruhigt, und wir …

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