Wirtschaft
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Apple Pay darf Twint nicht mehr unterbrechen, aber ...

Die Wettbewerbshüter des Bundes haben sich mit dem iPhone-Hersteller geeinigt. Demnach kommt es nicht zu einer Untersuchung.



Das Wichtigste in Kürze

Was ist passiert?

Die Wettbewerbskommission (Weko) des Bundes hat am Dienstag über eine Einigung mit Apple informiert.

In dem Fall geht es um das bargeldlose Bezahlen mit dem iPhone und iPad und der Apple Watch.

«Apple hat sich gegenüber dem Sekretariat der Weko verpflichtet, Twint ab sofort die technische Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, um den automatischen Start von Apple Pay während der Dauer des Bezahlvorgangs mit der Twint-App zu unterdrücken.»

quelle: medienmitteilung weko

ARCHIVBILD ZU RAZZIA BEI TWINT --- [Staged Picture] A person uses the Twint cashless payment system via app on a smartphone at a Twint beacon terminal in an Amavita pharmacy in Berne, Switzerland, on May 2, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Apple darf Twint während des gestarteten Bezahlvorgangs nicht mehr unterbrechen. Bild: KEYSTONE

iPhones von Apple seien so konfiguriert, dass diese, sobald sie in die Nähe eines Bezahlterminals mit Kontaktlos-Funktion gehalten werden, automatisch Apple Pay aufstarten und den Bezahlvorgang über diese App ermöglichen, schreibt die Weko am Dienstag.

Zahlungen über Twint, die über das Mobiltelefon und das Einscannen eines QR-Codes erfolgen, liefen so bis anhin Gefahr, dass sie durch den automatischen Vorgang bei Apple Pay unterbrochen wurden.

Dem hat die Weko Einhalt geboten. Apple habe sich dazu verpflichtet, Twint ab sofort die technische Möglichkeit zur Verfügung zu stellen, um den automatischen Start von Apple Pay während der Dauer des Bezahlvorgangs mit der Twint-App zu unterdrücken, so die Weko. Aufgrund dieser Zusage stellte das Sekretariat die Vorabklärung gegen Apple ein.

Noch nicht abgeschlossen sind dagegen weiterreichende Untersuchungen zur Schweizer Bezahl-App Twint, bei denen auch Schweizer Finanzinstitute involviert sind.

In Sachen Bezahl-Apps hat die Weko im November für Schlagzeilen gesorgt. Seitdem untersucht die Behörde, ob Schweizer Finanzinstitute, die mit Twint zusammenarbeiten, möglicherweise die Bezahlfunktionen Apple Pay und Samsung Pay boykottiert haben. Die Wettbewerbshüter untersuchen die Rolle der Grossbanken UBS und Credit Suisse, der Postfinance sowie der Kreditkartenherausgeber Swisscard und Aduno. Diese Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

(dsc/awp/sda)

So manipulieren Karten unser Kaufverhalten

Video: srf

Apple Pay, Twint und Co.

Eine Untergrund-Industrie plündert Banking-Apps wie Revolut – so gehen die Betrüger vor

Link zum Artikel

Paukenschlag von Google: Google Pay startet heute in der Schweiz

Link zum Artikel

Mit diesen 7 Apps bleibt dir am Monatsende mehr Geld im Portemonnaie

Link zum Artikel

Mit der CS setzt die erste grosse Schweizer Bank auf Apple Pay

Link zum Artikel

Die Revolut-App startet durch – schon über 110'000 User in der Schweiz

Link zum Artikel

Über 80'000 Euro bei Online-Bank N26 geklaut: Kundenservice reagiert erst Wochen später

Link zum Artikel

So wollen Smartphone-Banken in der Schweiz durchstarten

Link zum Artikel

Die Wachablösung: Bargeld ist nicht mehr das beliebteste Zahlungsmittel

Link zum Artikel

Warum die Bezahl-App Twint bei Schweizer Teenagern gerade so richtig durchstartet

Link zum Artikel

Der grosse Kassen-Report: So bezahlt die Schweiz

Link zum Artikel

Besser als Apple Pay und Twint? Das musst du über Samsung Pay wissen

Link zum Artikel

Mastercard lanciert Kreditkarte mit Fingerabdruck-Sensor

Link zum Artikel

Schweizer Konsumentenschutz verklagt Apple – wegen iPhone-Technologie

Link zum Artikel

Bei Coop mit der Apple Watch bezahlen? Wir haben's ausprobiert

Link zum Artikel

Apple Pay neu in der Schweiz verfügbar – das musst du wissen

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

50 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
RealPasha
18.12.2018 08:47registriert July 2018
Sofern ich das richtig verstanden habe, wird Twint jedoch keinen Zugang zum NFC Chip von iPhones erhalten und somit weiterhin auf Bluetooth setzen müssen?
Sorry, aber das kann doch nicht die Zukunft sein...
24311
Melden
Zum Kommentar
Doppelhorn
18.12.2018 10:35registriert October 2017
Was immer gerne vergessen wird: Twint ist nur in der Schweiz verfügbar und eine Katastrophe was den Datenschutz betrifft. Twint gelangt über App, Händler- und Zahlungsdaten an eine unheimliche Menge von Informationen über was und wo Benutzer mit Twint bezahlen. Im Gegensatz dazu anonymisiert Apple Pay sogar die Kreditkartennummer und schiebt einem Grossteil der Sammelwut den Riegel vor. Ceterum censeo: Über kurz oder lang sollte Twint besser vom Markt verschwindent. Es fördert die Einfalt, nicht die Vielfalt.
8539
Melden
Zum Kommentar
René S.
18.12.2018 11:33registriert June 2014
Ich frag mich gerade wie blöd die Weko eigentlich ist.
Die haben nun das gefühl was sie da für einen Coup gelandet haben und derweil lacht man sich bei Apple einen schranz in den Bauch, weil sie die NFC schnittstelle nicht freigeben müssen.
Apple schmerz diese abmachung kein bisschen, solange geschäzte 99% aller Schweizer Kreditkarten sowiso nicht für Apple Pay zu verwenden sind.
472
Melden
Zum Kommentar
50

Undercover-Journalist infiltriert Netzwerk von Schweizer Corona-Verschwörern

Ein junger Westschweizer Journalist verbrachte zwei Monate «undercover» bei einer Gruppierung, die gegen das Maskentragen und die SwissCovid-App kämpft. Seine Enthüllungen werfen unbequeme Fragen auf.

Dieser Beitrag dreht sich um die Enthüllungen eines jungen Westschweizer Journalisten, der eine Gruppe von Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern in der Romandie «infiltriert» hat. Dies im Auftrag des Westschweizer Online-Mediums Heidi.news, das nun in einer Serie über die Akteure und ihre beunruhigenden Ansichten berichtet.

Die Pandemie war geplant. Das Virus existiert nicht. Alles eine riesige Verschwörung, in Kombination mit 5G und obligatorischen Impfungen, um die Bevölkerung zu …

Artikel lesen
Link zum Artikel