Wirtschaft
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So stark wie noch nie: Frauenanteil in Chefetagen steigt auf 10 Prozent



Es geht voran: In den Geschäftsleitungen der Schweizer Grossfirmen steigt der Frauenanteil – wenn auch von tiefem Niveau aus. Bei den 100 grössten Firmen ist im Durchschnitt jedes zehnte Geschäftsleitungsmitglied eine Frau.

Kam es im letzten Jahr in den Geschäftsleitungen dieser Firmen zu einem personellen Wechsel oder einem Abgang, wurde immerhin jede fünfte Vakanz mit einer Frau besetzt, wie das Kadervermittlungsunternehmen Guidoschilling berechnet hat. Die Unternehmen setzen dabei stark auf eigene Karriereförderung: So sind von den neu in die Geschäftsleitungen aufgenommenen Frauen rund 60 Prozent unternehmensintern befördert worden.

Guido Schilling, Inhaber der gleichnamigen Firma, sprach an einer Medienkonferenz am Freitag in Zürich von einer «riesigen Entwicklung» im vergangenen Jahr. So sei die Zahl der weiblichen Geschäftsleitungsmitglieder bei den 118 untersuchten Grossunternehmen 2019 von 75 auf 94 gestiegen, was einem Anstieg von 25 Prozent entspreche. «Eine solch starke nominelle Zunahme innert eines Jahres gab es bisher noch nie», sagte Schilling.

Insbesondere der hohe Anteil von unternehmensintern in die Geschäftsleitung beförderten Frauen stimmt Schilling zuversichtlich, dass ein weiterer Schritt in der Sensibilisierung bezüglich Geschlechtervielfalt erfolgt ist.

Obwohl der Anteil der Frauen in den Geschäftsleitungen letztes Jahr von 9 auf 10 Prozent gestiegen ist, hat mit 53 Prozent weiterhin aber nur knapp die Hälfte der grössten Unternehmen überhaupt eine Frau in der Geschäftsleitung. Beim Kadervermittler Guidoschilling spricht man denn auch davon, dass es diesbezüglich «weiterhin Bedarf für ein klares Bekenntnis der Unternehmensleitungen und Verwaltungsräte» gebe. (sda/awp)

Ausländeranteil stabil

Die Schweizer Unternehmen werden nach wie vor mehrheitlich von Schweizern geleitet. Sowohl in den Geschäftsleitungen als auch in den Verwaltungsräten ist der Ausländeranteil gemäss dem Schillingreport stabil.

So beträgt bei den 118 grössten Unternehmen – gemessen an der Mitarbeiterzahl – der Ausländeranteil in den Geschäftsleitungen derzeit 44 Prozent. Wie Guido Schilling an einer Medienkonferenz ausführte, hat sich der Wert in den letzten Jahren auf dieser Höhe eingependelt. «Ich gehe davon aus, dass dies in naher Zukunft auch so bleiben wird», so Schilling.

Der Kadervermittler wies indes noch darauf hin, dass zwei Drittel der ausländischen Geschäftsleitungsmitglieder vor ihrer Ernennung bereits in der Schweiz oder in einem Schweizer Unternehmen tätig waren. «Sie kennen damit die Kultur des Unternehmens und dürften daher ähnlich denken und sich ähnlich bewegen wie ihre Schweizer Kolleginnen und Kollegen», sagte Schilling.

So betrachtet seien nur 13 Prozent der Geschäftsleitungsmitglieder «echte Ausländer», sprich Manager, die aus dem Ausland direkt in das Führungsgremium eines Schweizer Unternehmens aufgenommen worden. Ebenfalls stabil ist der Ausländeranteil bei den Verwaltungsräten. Er beträgt laut Schillingreport aktuell 37 Prozent. (awp/sda)

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