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Jack Ma nicht mehr reichster Chinese – TikTok-Besitzer steigt auf



Jack Ma, founder of Chinese e-commerce firm Alibaba Group, attends a conference to commemorate the 40th anniversary of China's Reform and Opening Up policy at the Great Hall of the People in Beijing, Tuesday, Dec. 18, 2018. Ma hasn't been seen since he angered regulators with an October 2020 speech. That is prompting speculation about what might happen to the billionaire founder of the world's biggest e-commerce company. (AP Photo/Mark Schiefelbein)
Jack Ma

Jack Ma Bild: keystone

Jack Ma ist einer Studie zufolge nicht mehr der reichste Chinese. Der Gründer des Online-Riesen Alibaba und des Finanzkonzerns Ant Group rutschte auf den vierten Platz ab.

Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten «Hurun Global Rich List» - der chinesischen Version der Forbes-Liste - hervor. In den beiden Vorjahren stand Ma mit seiner Familie noch ganz oben, doch bekam er im vergangenen Jahr Ärger mit den Behörden. Neue Nummer eins ist demnach Zhong Shanshan, der den Lebensmittelkonzern Nongfu Spring und den Impfhersteller Beijing Wantai Biological Pharmacy kontrolliert. Sein Vermögen wird auf 550 Milliarden Yuan (rund 85 Milliarden Dollar) geschätzt.

Auf dem zweiten Platz folgt Pony Ma, der Hauptaktionär des Internetriesen Tencent. Er steigerte den Angaben nach sein Vermögen um 70 Prozent auf gut 74 Milliarden Dollar. Drittreichster Chinese ist Collin Huang, Gründer und Chef des E-Commerce-Unternehmens Pinduoduowie, mit einem Plus von 283 Prozent auf umgerechnet knapp 70 Milliarden Dollar.

Der Gründer von ByteDance, dem Mutterkonzern des weltweit vor allem bei jungen Leuten gefragten sozialen Netzwerks TikTok, schaffte es erstmals in die Top 5: Zhang Yimings Vermögen wird auf 54 Milliarden Dollar geschätzt.

Auch Jack Mas Vermögen wuchs, und zwar um 22 Prozent auf fast 56 Milliarden Dollar. Sein Sturz vom Thron kommt, «nachdem Chinas Regulierungsbehörden die Ant Group und Alibaba wegen kartellrechtlicher Probleme zügelten», wie es im Hurun-Bericht heisst. Ma war nach dem gescheiterten Börsengang von Ant im vergangenen Herbst von der Bildfläche verschwunden. In einer Rede hatte er damals die Aufsichtsbehörden in China kritisiert. Es gab zahlreiche Spekulationen über seinen Verbleib.

Ma meldete sich schliesslich im Januar in einem 50-sekündigen Video seiner Stiftung zu Wort, in dem er sich an Lehrer in ländlichen Gebieten wandte. Beobachter konnten nicht zuordnen, an welchem Ort das Video aufgenommen wurde. Der Clip verbreitete sich in Windeseile über den chinesischen Kurznachrichtendienst Weibo. Die Aufsichtsbehörden hatten den 37 Milliarden Dollar schweren Börsengang von Ant in Shanghai und Hongkong einen Riegel vorgeschoben. Es hätte der grösste Börsengang der Welt werden sollen. (aeg/sda/awp/reu)

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