Wirtschaft
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epa08298698 A closed cafe, in Chur, Switzerland, 16 March 2020. The local government of Grisons has decided to take further measures because of the Covid-19 coronavirus. Shops and restaurants must be closed as of 12 noon today.  EPA/GIAN EHRENZELLER

Geschlossenes Café in Chur. Bild: EPA

Analyse

Lassen wir die Kleinen hängen?

Mit rund 42 Milliarden Franken will der Bund die Schweizer Wirtschaft vor einem Zusammenbruch bewahren. Doch die kleinen Selbstständigen kommen dabei schlecht weg.



Glauben wir den Ökonomen der Credit Suisse, wird bald alles wieder gut. Sollte im Sommer das Coronavirus wieder verschwunden sein, werden wir bald zur Normalität zurückkehren. Claude Maurer, Leiter der Makroanalyse bei der CS, spricht von einer «schiefen V-Kurve», will heissen: Die Schweizer Wirtschaft wird nach einer kurzen Verzögerung wieder zu Hochform auflaufen.

Basis für die optimistische Prognose der Bankanalysten ist das Fiskalprogramm des Bundes. Es umfasst insgesamt rund sechs Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) und füllt damit die Lücke, welche die Virus-Krise reisst und noch reissen wird.

Ingesamt werden wir somit mit einem blauen Auge davonkommen: Gemäss CS-Studie wird das BIP im laufenden Jahr zwar um 0,5 Prozent einbrechen, im nächsten Jahr wird es bereits wieder um 2 Prozent wachsen.

Selbst für Bankökonomen ist dies eine erstaunlich optimistische Sicht. Zum Vergleich: Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) rechnet mit einem Einbruch von 1,3 Prozent für 2020.

Glauben wir Jaqueline Badran, ist gar nichts gut. Die Zürcher Unternehmerin und SP-Nationalrätin schimpft wie ein Rohrspatz: «Die Banken machen ein Bombengeschäft, die kleinen Selbstständigen gehen pleite.» Worum geht es?

In der Schweiz gibt es rund 110’000 kleine Selbstständige. Das umfasst alles, vom Coiffeurmeister über den Handwerker bis zum Pilates-Studio. Diese können nun via Banken ein Darlehen von bis zu 500’000 Franken beantragen. Die Banken können dabei einen noch zu bestimmenden Zins verlangen – wahrscheinlich wird er unter einem Prozent liegen –, ohne dafür ein Risiko zu tragen. Der Bund haftet vollumfänglich.

Bild

Fordert mehr Hilfe für die Selbstständigen: Jaqueline Badran.

Dieser Kredit ist gemäss Badran reine Augenwischerei. «Das nützt nichts. Dann gehen diese Betriebe einfach zwei, drei Monate später pleite», sagt sie.

Unterstützung erhält sie dabei vom grünliberalen Berner Nationalrat Jürg Grossen. Gegenüber der NZZ erklärte dieser, die Obergrenze der vorgesehenen Liquiditätshilfen von jeweils 10 Prozent des Jahresumsatzes seien «wohl zu tief», wenn die Krise mehr als ein, zwei Monate dauere. Auch das zugesicherte Grundeinkommen von 3320 Franken hilft da nicht weiter.

Badran und Grossen fordern daher vom Bund, dass er nachbessere. Dass er beispielsweise einen Mieterlass für von Corona geschädigte Betriebe erlasse.

Dass die Massnahmen des Bundes bei den Kleinen weniger wirken, bestätigt auch der CS-Ökonom Maurer. «Sie müssen die grössten Opfer bringen», sagt er, verweist aber auch auf die zahlreichen Spezialtöpfe im Massnahmenpaket.

Es geht nicht nur um die Höhe der Darlehen. Es ist ein Streit darüber im Gange, ob Darlehen der richtige Weg seien. Wäre es nicht einfacher und sinnvoller, den Corona-geschädigten Betrieben direkt unter die Arme zu greifen?

Selbst der Präsident der Finanzdelegation des Parlamentes, der Zuger CVP-Ständerat Peter Hegglin, erklärt gemäss NZZ, dass der Bund in einer späteren Phase «vielleicht auf eine Rückzahlung verzichten werde».

Beatrice Weder di Mauro, Mitglied des deutschen Sachverstaendigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, haelt ihr Referat mit dem Titel

Fordert unkonventionelle Massnahmen: Beatrice Weder di Mauro. Bild: KEYSTONE

Nach Meinung prominenter Ökonomen wäre es daher sinnvoll, nicht Darlehen zu gewähren, sondern direkt Cash zu verteilen. Beatrice Weder di Mauro, die bekannteste Schweizer Ökonomin, teilt diese Ansicht. Sie ist derzeit President of the Centre for Economic Policy Research.

Weder di Mauro hat bereits zwei E-Bücher zu den wirtschaftlichen Folgen des Virus mitverfasst. In der «Financial Times» spricht sie sich klar für direkte Cash-Zahlungen aus, mit der Begründung:

«Hätte dir noch zu Weihnachten jemand gesagt, dass im kommenden Jahr alle entwickelten Länder von einem symmetrischen Schock getroffen werden, und dass uns das für einige Monate bis zu 50 Prozent des BIP kosten werde […], Dinge, die sonst nur in Kriegen passieren, dann hätten alle gesagt: Du spinnst. Niemand konnte sich so etwas vorstellen.»

Um diesen Schock aufzufangen, reicht ein Vorgehen nach den gängigen Lehrbüchern der Volkswirtschaft nicht mehr aus. Die Schweiz kann zwar dank den automatischen Stabilisatoren und der erfolgreichen Anwendung für die Zuwendungen für Kurzarbeit vorläufig auf Helikoptergeld verzichten.

Geht es um die Unterstützung der Selbstständigen, sind Formalismus und Knausrigkeit fehl am Platz. «Die Unterscheidung von Fiskal- und Geldpolitik [Fiskalpolitik = monetäre Massnahmen des Bundes, Geldpolitik = Massnahmen der Notenbank, Anm. d. Verf.] fällt weg», so Weder di Mauro. «Im Krieg fallen die verschiedensten Unterscheidungen weg.»

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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • häxxebäse 25.03.2020 07:51
    Highlight Highlight Solidarität ist jetzt gefragt! Unter uns.

    Kauft gutscheine beim coiffeur/kosmetiker/autohändler/jogalehrer/musiklehrer ❤
    Gutscheine helfen ihnen über die runden zu kommen, bis (und falls) der staat hilfe bietet.
  • Platon 24.03.2020 23:31
    Highlight Highlight Natürlich lassen wir die Kleinen hängen! Das habe ich schon 3h nachdem Ueli die Massnahmen präsentiert hat gesagt! Eine Coiffeuse braucht kein Darlehen, sie braucht einen Lohn!!!
  • Nathan der Weise 24.03.2020 21:15
    Highlight Highlight Spare in der Zeit dann hast in der Not
  • Simonj 24.03.2020 19:08
    Highlight Highlight Ich seh die Hilfen für Selbständige auch als Lippenbekenntnis. Hab testweise das Formular ausgefüllt. Kann im Moment nur 50% arbeiten da ich mit meiner Freundin hälftig die Kinderbetreuung teile. Also Anspruch eigentlich klar. Nur Wird der Anspruch gemäss letzter Steuererklärung ermittelt. Bei mir 2018 und in dem Jahr habe ich vor allem angestellt und wenig selbständig gearbeitet - Wie wohl einige im Kulturbereich arbeite ich Projektbasiert in unterschiedlichen Anstellungsverhältnissen. Ich rechne mit einer Entschädigung von ca 300.- pro Monat der reale Lohnausfall beträgt um 3000.-
  • poltergeist 24.03.2020 18:38
    Highlight Highlight Und was passiert wenn die Leute sich in dieser Krise besinnen und den ausufernden Konsum überdenken und bescheidener werd... Oh, da habe ich wohl geträumt. Im Ernst, das Geld ist vermutlich bei den Kleinunternehmern besser angelegt als wenn es wieder in die Börsen gepumpt wird.
  • WHYNOT 24.03.2020 18:33
    Highlight Highlight Badran darf man ruhig auch mal Populistin schimpfen
  • benn 24.03.2020 18:20
    Highlight Highlight Ich habe genau das vor einer woche vorhergesagt aber nicht weil ich ein genie bin sondern nur weil es so offensichtlich ist wie in der schweitz lobbiert und politisiert wird. Banken bekommen geld dür kredite vom staat, schlagen eine hohe marge drauf und geben es weiter ohne mehrwert zu leisten, fallen die kredite aus stellt die bank dem bund rechnung, natürlich inkl. Bankmarge. Eine lizenz zu geld drucke-verdammte gauner! Aber die dämlichen wähler sind selber schuld!
  • WHYNOT 24.03.2020 18:19
    Highlight Highlight Die Bankangestellten werden in den nächsten Tagen und Wochen Nachtschichten leisten und sehr wohl versuchen KMU‘s zu retten, denn da klaffen die Interessen nicht auseinander. Aber selbstverständlich werden sich die Bankangestellten von einigen anhören müssen, sie hätten Unternehmen ruiniert. Dies selbst im Wissen, dass etliche dieser Unternehmen schon vorher nicht überlebensfähig waren. Als Banker kannst du es Löpfe & Badran nie Recht machen. Ihre ideologische Verblendung verbietet es ihnen.
    • Dageka 25.03.2020 21:47
      Highlight Highlight Schon recht dreist, wenn ein Bankangestellter nach 2008 anderen Unternehmen die Überlebensfähigkeit abspricht...
  • Gubbe 24.03.2020 18:07
    Highlight Highlight An alle die jetzt jammern, nach der überstandenen Corona-Krankheit gibt es sicher Arbeit. Wir haben keine Arbeitskriese, es ist die Krankheit, die uns am Ärmel hält.
  • WHYNOT 24.03.2020 18:07
    Highlight Highlight Badran&Löpfe als siamesische Zwillinge zu bezeichnen mag übertrieben erscheinen, trifft aber den Nagel auf den Kopf. Dann nämlich, wenn es darum geht die Schweizer Banken in ein schiefes Licht zu rücken und die Angestellten als blutrünstige Abzocker darzustellen sind unsere Sozialisten gerne dabei. Sie machen sich mitschuldig, dass die CH-Banken überreguliert in die 3. Liga abgestiegen sind und das Geschäft den US-Banken überlassen haben, indem sie zusammen mit der EU den AIA akzeptiert haben und die US-Banken sich ins Fäustchen lachen und 2stellige Mrd-Gewinne schreiben.. Nur weiter bashen...
    • magnet1c 24.03.2020 20:09
      Highlight Highlight Es gibt immer zwei Seiten einer Medallie. Die meisten können eben nicht differenzieren.
  • Heidi73 24.03.2020 18:01
    Highlight Highlight Unterstützt die kleinen Geschäfte direkt! Kauft Pflegeprodukte bei eurer Kosmetikerin und Coiffeur, bestellt einen Blumenstrauss, kauft Bücher bei eurem lokalen Buchhändler. Fast alle kleinen Geschäfte hier in SH bieten (teilweise gratis) Lieferservice an. Super Sache👍
    • JJTheBigDog 24.03.2020 18:53
      Highlight Highlight Klingt alles schön und gut, aber ohne Einkommen unmöglich.
    • Heidi73 24.03.2020 19:30
      Highlight Highlight JJ: ich meine ja die, die noch arbeiten. Die sollen die kleinen Läden so beschäftigen.
  • Cpt. Jeppesen 24.03.2020 17:48
    Highlight Highlight In vielen der Kommentare fehlt mir Differenzierung und Verständnis. Z.B. warte ich darauf, dass mein Coiffeur wieder öffnet.Er wird ab sofort wieder Geschäft machen. Allerdings wird er die 4 Wochen schlecht ausgleichen können, da Haare bei allen gleich langsam wachsen.
    Schlimmer dran sind Läden die Kleidung verkaufen.Die haben jetzt das Lager voll mit Frühjahr und Sommer-Mode.Diese ist bis ein paar Wochen wertlos, weil dann die Saison vorbei ist.Darüber hinaus verstopft sie das Lager. Dazu kommt, Kunden die verloren sind (weil sie ab jetzt im Internet kaufen) sind nur teuer wieder zu gewinnen.
  • Grötzu 24.03.2020 17:47
    Highlight Highlight der Bund in einer späteren Phase «vielleicht auf eine Rückzahlung verzichten werde».
  • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 24.03.2020 17:27
    Highlight Highlight Jetzt redet plötzlich keiner mehr von Selbstverantwortung. Was ich ja zwar an sich gut finde. Schlecht finde ich, dass immer sofort von Selbstverantwortung die Rede ist, wenn ein Bürger mit kleinem Einkommen ohne Reserven in eine finanzielle Notlage kommt. Die Kleinen mit ihren privaten Katastrophen sind immer selbst verantwortlich.
    • rodolofo 24.03.2020 18:15
      Highlight Highlight Die Massnahmen des Bundesrats sind staatliche Bevormundungen, Einschränkungen und Verbote.
      Also trägt der Staat auch eine wesentliche Mitverantwortung dafür, dass Betriebe schliessen müssen, oder nur noch eingeschränkt funktionieren können!
      Wenn man die Selbstverantwortung wirklich laufen liesse, dann würde das Wirtschaftsleben weiter gehen, wie bisher, weil es ja müsste!
      Dann liesse man aber auch die Coronavirus-Pandemie frei mitlaufen, mit den entsprechenden Folgen...
      Besser wäre ein gemeinsamer Mittelweg, mit gegenseitiger Unterstützung, ohne Versuche, die Notlage der "Kleinen" auszunutzen!
  • firekillerolten . 24.03.2020 17:25
    Highlight Highlight Früher hiess es Krisen Gewinner/Profiteur!
    Heute … Banker!!!
  • Locutus70 24.03.2020 17:15
    Highlight Highlight So düster würde ich (bin übrigens auch ein kleiner Selbstständiger) das nicht sehen. Letztlich profitieren die KMUS (gerade im Bereich Gastronomoie, Hotelerie, Coiffeur usw.) auch davon, wenn größere Firmen ihre Mitarbeiter halten bzw. deren Kaufkraft.
    Was ich ändern würde wäre weg vom Gießkannenprinzip, hin zu einer Hilfen der Mittel z. B. pro Mitarbeitenden.
  • FRILIE 24.03.2020 17:10
    Highlight Highlight Wer interessiert eigentlich der BIP wirklich? Also ich bin auch Unternehmer und mich nicht wirklich, denn ich möchte gar nicht in so einer Möchtegern Wirtschaft leben. Ich bin froh über Kurzarbeitsentschädigung, die Miete fällt auch weg, da es gesetzlich nicht zahlen musst da du deiner Tätigkeit nicht nachkommen kannst. Ausländischen Firmen soll kein Rappen zugute kommen denn die Profitieren sowieso hier in der Schweiz. Wenn mann nichts arbeitet hat man ja auch kein ausgaben, die Schulden, ja das weiss mann ja sollte man keine machen. Alles easy macht euch nicht viel gedanke. FRIEDEN🔆
  • Madison Pierce 24.03.2020 17:03
    Highlight Highlight Was ich sehr wichtig finde: wir alle können die kleinen Firmen unterstützen. Wir können nicht dringende Anschaffungen verschieben und nach der Krise beim Händler vor Ort tätigen, anstatt jetzt beim Grosshändler aus dem Ausland zu bestellen. Wir können jetzt das Haus frisch streichen oder den Gartenteich bauen lassen, von dem wir schon lange träumen. Jetzt im Restaurant reservieren für später und schon mal eine Anzahlung machen etc.

    In einigen Kantonen gibt es zudem sympathische Aktionen wie Gutscheine für eine Stange Bier in der Lieblingsbeiz für 100 Fr.
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 24.03.2020 17:30
      Highlight Highlight Gilt generell, dass man besser den Dorfladen und den lokalen Händler unterstützen soll. Manchmal reicht das Einkommen nicht aus... vielleicht sollte man auch mal an die Löhne denken, und zwar an die Löhne der normalen Angestellten.
  • Domino 24.03.2020 16:58
    Highlight Highlight Auch bei Normalsituation plant ein Selbständiger etwa einen Monat Ferien im Jahr ein. Dieses Jahr werden wohl sehr viele Schweizer ihre Ferien in der Schweiz verbringen. Das wird vieles auffangen.

    Wird tatsächlich am 19. April wieder hochgefahren wird der Schaden überschaubar sein. Später wäre wohl verherend.
    Darum noch 3.5 Wochen stillhalten 👍
    • Citizen321 24.03.2020 17:24
      Highlight Highlight träum weiter, am 19. April wird gar nichts hochgefahren...
  • Firefly 24.03.2020 16:55
    Highlight Highlight Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Gesellschaft allgemein resilienter gegenüber solchen Kriesen machen. Die Wirtschaft würde solche Kriesen besser überstehen, vor allem die Kleinen und Selbstständigen und man könnte nach der Kriese Vollgas geben.
    • Faktenchecker 24.03.2020 18:01
      Highlight Highlight Und wer bitte zahlt dies Grundeinkommen? Das würde gar nichts lösen in dieser Situation.
    • Firefly 24.03.2020 18:48
      Highlight Highlight @Faktenchecker und wer Zahlt denn jetzt die Managerlöhne der Swiss? Eben!
  • Madison Pierce 24.03.2020 16:52
    Highlight Highlight Laut meinen Informationen wird sich der Zins für das Darlehen bei zwischen 1 und 1.5% bewegen. Dies, weil der Bund nur für den Kredit und das erste Jahr der Zinszahlungen haftet. Das Risiko für Zahlungen nach dem ersten Jahr liegt bei der Bank. (Was auch richtig ist, sonst wäre es ein absolut risikoloses Geschäft für die Banken.)

    Das grössere Problem wird wie im Artikel erwähnt die Limite von 10% des Umsatzes sein. Für mehrere Monate Ausfall reicht das je nach Branche nicht. (Der Umsatz ist sowieso eine schlechte Kennzahl. Wieso soll ein Händler viel mehr bekommen als ein Dienstleister?)
    • Andy 24.03.2020 17:02
      Highlight Highlight Die 10% dürfte auch schwer zu definieren sein für Geschäfte, welche weniger als 1 Jahr existieren. Oder deren Business-Plan keine Linearen Einnahmen/Ausgaben beinhaltet...
  • Todesstern 24.03.2020 16:46
    Highlight Highlight Das Geld wird einfach von dem Start direkt oben rein fliessen in die grossen Firmen und die Multinationalen Konzerne. Der kleine Büezer wird sehr wahrscheinlich leer ausgehen und den Job verlieren.

    Wir wissen doch wie das abläuft, bei jedem Finanzcrash läuft es ähnlich ab.

    Zu den möge man bedenken es handelt sich hier um einen Kredit. Bei Krediten gibt es nur einen Gewinner nämlich die Bank.
  • Antiypanikmacher 24.03.2020 16:45
    Highlight Highlight Es ist klar, dass Journalisten in einer Notlage sind. Kaum News außer Korona, Polituker sind sich von links bis rechts weitestgehend einig, ausser den ewig gestrigen auch wieder links und rechts. In all den Pressekonverenzen habe ich nie gehört, dass irgend jemand gesagt hätte dass die komunizierten Beträge Limiten sind. Hr. Löpfe schauen Sie sich die Pressekonferenz an, dann sind auch Sie informiert und müssen sich nicht auf Parlamentaruer hören, die sich selber aus dem Spiel genommen haben (Abruch der Session). Also machen Sie nicht auf Trump, sondern halten Sie sich an die Fakten!!
    • Andrea Kaehlin 24.03.2020 18:26
      Highlight Highlight Die Limiten wurden so kommuniziert und sind in den aktuellen Formularen des Bundes zu finden. SIE sollten sich an die Fakten halten.
  • molekular 24.03.2020 16:42
    Highlight Highlight Naja, halt wie im Casino: Die Bank gewinnt immer.
    • Firefly 24.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Und wenn sie nicht gewinnt wird sie gerettet.
  • Ludwig van 24.03.2020 16:40
    Highlight Highlight Man sollte mal mit dieser Polemik aufhören. Wir wissen ja noch gar nicht, wie lange diese Krise dauern wird, deshalb ist es zu früh, jetzt zu sagen dass die Staatshilfen viel zu wenig sind. Falls der Shutdown tatsächlich länger dauert als erwartet, kann man auch die Staatshilfen verlängern.
  • Robin Hood 24.03.2020 16:29
    Highlight Highlight Was bringt ein Darlehen, wenn kein Einkommen da ist? Dies führt nur zu einer Verschuldung welche später möglichst wieder getilgt werden muss. Es ist nicht nachvollzeihbar warum die betroffenen Selbständigen nicht wie alle anderen einfach Kurzarbeit beantragen können nachdem sie jahrelang in den Topf der Ausgleichskasse eingezahlt haben.
  • MartinZH 24.03.2020 16:28
    Highlight Highlight Vielen Dank für die Analyse. 👍

    Was nach wie vor völlig unklar ist: Mit welcher Leistung können Solo-Selbstständige rechnen, wenn sie keine AG oder GmbH haben? 🤔

    Es sind ja nicht alles "Künstler" oder "Event-Organisatoren". Neben den Taxi-Fahrern, für die es auch noch keine Lösung gibt, arbeiten viele Leute selbstständig auf Honorar-/Mandats-Basis im Bereich Beratung und Coaching.

    Es gibt auch viele freischaffende Texter, Journalisten, Layouter, Grafiker, Wissenschaftler, etc. Viele haben auch keine Aufträge mehr.

    Gibt es für all' diese Berufsgruppen ebenfalls eine unbürokratische Hilfe?
    • elco 24.03.2020 17:41
      Highlight Highlight So wie ich das verstanden haben, bekommen nur Firmen oder Selbsständige Hilfe, welche vom Staat gegroundet wurden. Also Wirte Coiffeure usw.
      Für die zu erwartende Rezession, welche alle treffen wird, gibt es keine Absicherung.
    • MartinZH 24.03.2020 21:47
      Highlight Highlight Ich habe jetzt die Stellungnahme von Colette Nova im SRF-Kassensturz mitverfolgt. Das ist total schwach!

      Der Bundesrat sagt: "Wir lassen niemanden im Stich." In Tat und Wahrheit ist es aber so, dass zehntausende Bürger und Steuerzahler im Stich gelassen werden. Die Schnellschuss-Verordnung des BR ist absolut kärglich und unzureichend! Das Versprechen, niemanden "im Stich zu lassen" wird mit dieser Verordnung überhaupt nicht eingehalten.

      Frau Nova sagt es dann auch klar: Die Betroffenen sollen sich auf dem Sozialamt melden. Hallo? Gehts eigentlich noch? Wirklich schwach der BR in der Krise!
    • wasserstoffblond 25.03.2020 01:28
      Highlight Highlight @elco: Taxichauffeure sind also nicht vom Staat "gegroundet"? Während Fahrschulen nicht mehr praktizieren dürfen, muss ein Taxifahrer mit 4 Nasen, nur einen Huster entfernt, im Auto rumfahren? Um bitte schön welche Kunden zu fahren? Das ist nicht eine "zu erwartende Rezession". Das ist ziemlich direkt betroffen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • stadtzuercher 24.03.2020 16:28
    Highlight Highlight Jeder Angestelle würde einem frech ins Gesicht lachen, wenn man ihm sagen würde, er müsse jetzt mit 3320 Fr pro Monat auskommen. Aber die Selbständigen und Inhaber kann man natürlich damit abspeisen.

    Genauso wie man die Selbständigen und Inhaber von KMU jahraus jahrein Arbeitslosenversicherungen zahlen lassen kann, ohne ihnen dafür eine Leistung zu geben.

    Die Selbständigen werden in der Schweiz von der Lobby der Grossfirmen und der Lobby der Staatsangestellten einfach verarscht. Um schlicht mal zu sagen was Sache ist.
    • Astrogator 24.03.2020 17:06
      Highlight Highlight „ Jeder Angestelle würde einem frech ins Gesicht lachen, wenn man ihm sagen würde, er müsse jetzt mit 3320 Fr pro Monat auskommen.“

      Für viele Menschen in diesem Land ist das ein reguläres Einkommen. Und wenn du IV-Rentner bist klingen 3320 im Monat wie unglaublicher Reichtum.

      Wenn wir in dieser Gesellschaft also den Konsens haben, dass dieser Betrag und weniger für ein ganzes Leben reicht, wieso sollte es nicht für ein paar Monate reichen?

    • Babuschka11 24.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Genau. Und das wird sich hoffentlich nach und durch diese Krise ändern. Ein Schandfleck der geflissentlich ignoriert wurde ... Aber Zahlen darf man immer.
      Die Stundung hilft auch nicht, es droht eine Aufschiebung der Verschuldung, wie zurecht bemängelt wird. Da muss noch nachgebessert werden.
  • Special K 24.03.2020 16:28
    Highlight Highlight Wir alle können etwas tun. Unterstützt kleine Läden und Betriebe, die jetzt geschlossen sind. Bestellt zum Beispiel Gutscheine.

    hilf-dem-gewerbe.ch

  • bebby 24.03.2020 16:28
    Highlight Highlight 50% des BIP?
  • Berner_in 24.03.2020 16:27
    Highlight Highlight Lieber 100‘000 Kleine retten, als das Geld in ein Swiss pumpen, die einer ausländischen Gesellschaft gehört.
    • Glenn Quagmire 24.03.2020 17:02
      Highlight Highlight Dir ist schon bewusst, dass viele Kleine die Swiss zum Überleben brauchen? Angestellte nicht mitgerechnet.

      Deine herrlibergsche Stammtischpolemik ist unüberlegt!

      Bund und Banken sollen allen helfen!
    • Astrogator 24.03.2020 17:08
      Highlight Highlight Man kann die Swiss als Fluggesellschaft schon retten, aber nicht wenn sie als Lufthansa-Tochter weiterbesteht.
    • Andy 24.03.2020 17:29
      Highlight Highlight 100'000 Kleine retten UND günstig zurückkaufen wäre doch ne Option...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Atavar 24.03.2020 16:27
    Highlight Highlight Sehr geehrte Frau Badran, bezüglich der von Ihnen gewünschten Mieterlasse:
    Auch Vermieter haben Verpflichtungen, die sie erfüllen müssen. Auch dort gibt es grössere und kleinere Fische.
    Etwas Differenzierung täte gut.

    Geschäft für Banken: Ja, ich finde es "schade", dass die Banken dafür noch Geld machen und kein Risiko tragen. Da hat die Lobby keine schlechte Arbeit geleistet - auch die 15% nach 500k sind wenig.

    Helikoptergeld: Verstehe den Wunsch. Wird wohl auch kommen und als "letzte Verteidigungslinie" mMn unterstützenswert. Am Ende bezahlt das aber jeder und jede von uns...
    • Big ol'joe 24.03.2020 18:45
      Highlight Highlight Was haben denn die Landherren für Verpflichtungen?

      Übrigens ist es für die auch besser die Läden gehen nich alle Hops, sonst müssen sie schnell mit den Mieten runter und der ganze Immobilienmarkt ziehts gleich mit runter... da schauen die noch viel übler ins Rohr als mal n paar Monate auf die Gült zu verzichten!
    • Atavar 25.03.2020 08:45
      Highlight Highlight @Big ol'joe
      Um sehr einfache zu nennen: Hypothekarzins- und Ammortisation, Unterhaltsverpflichtungen...

      Dein "Übrigens" kannst du dir schenken. Stundung, Reduktion, Ratenzahlung sind alles ebenfalls gangbare Varianten.

      Beispiel: Meine Vermieter haben eine EK-Rendite von ca. 1,7%. Auf die können sie ggf. verzichten. Danach wird es für die ein Verlustgeschäft und ich habe meine Probleme zu ihren gemacht. Wie vielen Personen ist jetzt geholfen?
  • Cosmopolitikus 24.03.2020 16:20
    Highlight Highlight Die alles entscheidende Frage ist, ab wann das gewohnte Wirtschaftsleben wieder seinen Lauf nehmen kann?
    Wenn es beim 19. April bleibt und danach langsam wieder alles hochgefahren werden kann, wird die zur Verfügung stehende Unterstützung in den meisten Fällen ausreichen.
    Bei einem längeren Unterbruch, wiegen Umsatzausfälle, übrige Lohn- und Nebenkosten, etc. zu schwer und es Bedarf weiterer Gelder. Dann könnten sogar die zur Diskussion stehenden 100 Milliarden knapp werden.
    Meine Hoffnung für alle ist, dass wir am 19.04. das Gröbste überstanden haben!
    • Skeptischer Optimist 24.03.2020 17:19
      Highlight Highlight Es wird nicht beim 19. April bleiben.
  • DruggaMate 24.03.2020 16:15
    Highlight Highlight Wir sind an einem Punkt an dem "die Grossen" nun auch einmal gefragt sind, nicht nur im Sinne von Firmen und juristischen Personen, sondern auch - oder sogar speziell - Privatpersonen. Diese Kriese muss genutzt werden um die wachsende Schere zwischen Arm und Reich einzudämmen. Es braucht mehr sozialen Ausgleich und wenn es schlussendlich Einzelne sind, die im Angesicht dieser Weltweiten Krise, Initiative ergreifen und einen Teil ihres Vermögens teilen.

    Da teilt sich dann auch irgendwo die Spreu vom Weizen.
    • Satanarchist 24.03.2020 16:47
      Highlight Highlight Die Reichen verschanzen sich in ihren Luxusanwesen und beten dem Pöbel #staythefuckathome vor.
      Als der Notre-Dame letztes Jahr gebrannt hat, haben die Reichen mit ihren Millionen nur so um sich geworfen. Jetzt, wo man das Geld wirklich verdammt dringend benötigt, sind alle ruhig.
      Ein Schelm, der Böses denkt.
    • Astrogator 24.03.2020 17:11
      Highlight Highlight „ Als der Notre-Dame letztes Jahr gebrannt hat, haben die Reichen mit ihren Millionen nur so um sich geworfen.“
      Öhm nö, sie haben Millionen versprochen, Stand jetzt ist aber noch kein Cent von den versprochenen Millionenspenden der reichen Familien geflossen.

      Die Herrschaften wünschen mitzureden was genau mit ihrem Geld renoviert wird und verhandeln immer noch mit dem französischen Staat über die Bedingungen ihrer Spenden. Müsste sich ja auch irgendwie mit Steuern verrechnen lassen....
    • Andy 24.03.2020 17:34
      Highlight Highlight Schön wäre es.. Aber wer denkst du hat die stärkere Lobby auch in diesen Zeiten? Genau darum würde es sich lohnen da als Volk wirklich sehr genau hinzuschauen und auch Mitbestimmungsrecht zu verlangen. Der Staat sind ja schlussendlich wir.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MORGLUM 24.03.2020 16:10
    Highlight Highlight Seh ich auch so. Denen die haben wird auch jetzt gegeben und wer nihts hat schaut mal wieder in die Röhre. Zuerst alles grossspurig verbieten, doch die Folgen eines solchen Massnahme trahen dieselben wie immer, die 2/3 des Volks das auch sonst bei jeder Einsparung getrofren wird.
    Und nachher ist die Politik erstaunt das ihr niemand mehr vertraut.
  • Garp 24.03.2020 16:10
    Highlight Highlight Klar werden die Kleinen hängen gelassen, das ist schon fast immer so. Viele wollen auch die kleinen Alten nun hängen lassen. Man spielt verschiedene Gruppen gegeneinander aus.
    • phreko 24.03.2020 16:58
      Highlight Highlight Es werden im Leben immer Gruppen gegeneinander ausgespielt!

      Die Frage ist hier dann mitunter Leben der Alten oder Zukunft der Jungen...
    • Garp 24.03.2020 17:37
      Highlight Highlight Du gehörst mit zu den Aufwieglern, phreko. So einfach ist es eben nicht, phreko, wie Du es Dir machst. Es gibt nicht _die_ Alten, genau so wenig wie _die_ Jungen. Ich war mit Jungen immer solidarisch und hab mich für sie eingesetzt und nun soll ich einen Arschtritt bekommen?
    • phreko 24.03.2020 18:28
      Highlight Highlight Garp, das hat nichts mit dir persönlich zu tun.

      Aber wie schon die bestehenden Staatsschulden, wird auch die Corona-Sanierung von den Jungen bezahlt werden (wie auch die nicht ausreichend finanzierten Renten). Kommt nun noch eine Depression hinzu, dann heisst das bei den Jungen Gürtel ganz ganz ganz eng schnallen, insbesondere bei denjenigen die dann ins Arbeitsleben einsteigen sollten.

      Natürlich ist der Wunsch gross, dass sich die Jungen nicht zu fest damit auseinandersetzen und ruhig bleiben.
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  • Andy 24.03.2020 16:10
    Highlight Highlight Zu Zeiten von Negativzinsen, zusätzlicher Arbeit für die Banken welche u.A. auch Arbeitsplätze sichern und Staatsgarantie bzw. Fast-Staatsgarantie (für Darlehen über 500K), nachdem wir unseren Super-Banken welche sich immer wieder mit enormer "Gesetzestreue" hervortun, sollten wir GANZ GENAU hinschauen, dass Banken sich nun nicht auch noch selber bereichern. Ich hoffe es ist nicht so wie "immer", aber falls doch hoffe ich auf den Shitstorm des Jahrhunderts dafür.. Das dürfen wir nicht zulassen!
  • uicked 24.03.2020 16:04
    Highlight Highlight Eigentlich dürfen die "Grossen" nichts erhalten. Von uns Bürgern wird auch "verlangt" eine kleine Reserve von 2-3Mt. in der Rückhand zuhaben. Für "Notfälle". Also kann man solche Rückstellungen auch von Konzernen erwarten. Die 42.Mia sollten direkt an die "Kleinen".
    • 3599bb39-26f6-4967-9cc6-f5f72d5a2c56 24.03.2020 17:33
      Highlight Highlight Genau. Der Bürger ist selbstverantwortlich, wie schon fast gebetsmühlenartig wiederholt wird. Die Grossen sind es offenbar nicht...

15 Bilder von Idioten, die «Keine Panik!» irgendwie falsch verstanden haben 🤦

Ja, es ist keine alltägliche Situation, die wir aktuell wegen des Coronavirus durchstehen. Aber Panik hat noch nie jemandem geholfen.

Irgendwie sind die folgenden Bilder aber trotzdem amüsant. Ärgerlich, absurd und amüsant zugleich.

Um noch einmal schnell in Erinnerung zu rufen: ES GIBT KEINE LEBENSMITTEL-ODER-WC-PAPIER-ENGEPÄSSE! KEINE! ES HAT GENUG FÜR ALLE!!!!(WARUM SCHREIEN WIR EIGENTLICH SO?)

(sim)

Hinweis: Der Detailhandel in der Schweiz ist auf die momentane Lage vorbereitet. Mehrfach haben …

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