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Die Welt in Karten

Spanier spenden mehr als doppelt so oft Organe wie wir – und das hat einen einfachen Grund

Im vergangenen Jahr gab es in der Schweiz 157 Organspender und -spenderinnen. Das ergibt einen Wert von 18,4 Spendern pro Million Einwohner. Im europäischen Vergleich ist dieser Wert eher tief.



In der Schweiz werden im Vergleich zu anderen europäischen Ländern eher selten Organe von verstorbenen Personen transplantiert. Dies geht aus den diese Woche veröffentlichten Zahlen hervor, die Swisstransplant zum Thema Organtransplantationen im Jahr 2019 veröffentlichte.

Das Internationale Register für Organspende und Transplantation (IRODaT) untersucht für 70 Länder, wie viele Organspender es pro Einwohner gibt. Die aktuellsten Zahlen stammen aus dem Jahr 2017.

Unangefochtene Nummer eins seit vielen Jahren ist Spanien: 46,9 Personen pro Million Einwohner haben in Spanien nach ihrem Tod Organe gespendet. Der Grund ist einfach: Spanien hat ein sogenanntes «Opt-Out»-System. Bei Verstorbenen wird standardmässig davon ausgegangen, dass sie ihre Organe spenden wollen – auch wenn sie sich nie als Spender registriert haben.

Nach Spanien folgen Portugal (34,01 Spender pro Million Einwohner) und Belgien (33,62). Die Schweiz war 2017 mit einem Wert von 17,2 Spendern pro Million Einwohner auf Rang 22. Wo sie sich mit den aktuellen Zahlen im internationalen Vergleich platziert, wird sich noch zeigen.

Am seltensten gespendet wird in Guatemala, Nicaragua und Indien. Danach folgen die Vereinigten Arabischen Emirate, Japan, Bosnien und Bolivien. Sie alle kommen nicht auf einen Spender pro Million Einwohner.

Über ein «Opt-Out»-System, wie es Spanien kennt, wird zurzeit in der Schweiz – ausgelöst durch eine entsprechende Volksinitiative – auch diskutiert. Der Bundesrat hat einen indirekten Gegenvorschlag vorgelegt, bei welchem die Angehörigen miteinbezogen werden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Walser 20.01.2020 13:27
    Highlight Highlight Da spielt anscheinend noch was anderes mit. In Spanien bekämen angeblich die Lieferanten, sprich Ärzte, pro geliefertes Organ eine Prämie. Das darf niemals sein. Sonst wirds gefährlich.
  • BeWareOfDWare 20.01.2020 11:50
    Highlight Highlight Ob das Opt-Out alleine tatsächlich einen so grossen Einfluss hat, würde ich bezweifeln. Länder wie Luxemburg, Russland, Israel oder Japan haben auch ein Opt-Out, aber eine deutlich tiefere Spenderquote als die Schweiz (https://de.wikipedia.org/wiki/Organspende). Da müssen noch ein paar Faktoren mehr berücksichtigt werden
  • Der Kaktuszüchter 19.01.2020 18:23
    Highlight Highlight Wir in Österreich haben das gleiche System wie in Spanien !
    Müssten also auch gleich viele Organe Spenden ?
  • balabala 19.01.2020 17:00
    Highlight Highlight Fragt mal Eure Verwandten oder Bekannten die in einem Spital in der Chirurgie arbeiten ob sie ihren nahen Angehörigen raten sich als Organspender einzutragen. Die Antwort wird einige hier überraschen...
    • Abcd123 19.01.2020 22:20
      Highlight Highlight Könnten Sie mir bitte die Meinung dieser Personen mitteilen? Ich kenne leider niemanden der in der Chirurgie arbeitet.
  • Verein Äpol 19.01.2020 15:45
    Highlight Highlight Das ist nicht logisch, dass in Spanien wegen der Widerspruchslösung die Spenderzahl so hoch sein soll, denn sie ist nicht in allen Ländern mit Widerspruchslösung so hoch. Und ein grosses Problem in diesen Ländern ist, dass viele Menschen gar nicht wissen, dass sie Organspender sind. Ein Bekannter von uns hat in seinem Heimatland Österreich bei Familie und Freunden eine Umfrage gemacht. Niemand(!) wusste, dass er/sie Organspender*in ist!
  • Daniel Caduff 19.01.2020 11:21
    Highlight Highlight Ich verstehe die ganze Aufregung über das Thema nicht ganz. Die Meisten scheinen ja eine klare Meinung zu haben. Wo liegt das Problem, diese Meinung auch zu äussern?

    Ladet Euch die "MedicalID" - App herunter und äussert Euren Willen und gut ist.

    Hat auch noch weitere Vorteile: Ihr könnt in der App hinterlegen, ob ihr zB. spezielle Medikamente braucht, oder welche Angehörigen im Falle eines Unfalls informiert werden sollen.

    Da wir unsere Smartphones ja eh immer mit uns herumtragen, sind diese Infos für die Sanität oder im Spital sofort verfügbar. (Funktioniert auch bei Displaysperre).
    • Abcd123 19.01.2020 22:18
      Highlight Highlight Viele haben aber Bluetooth nicht ständig aktiviert und so bringt die App leider genau nichts.
    • Daniel Caduff 20.01.2020 07:37
      Highlight Highlight @Abc123

      Doch, das funktioniert eben! Bei Android und iOS kannst Du Bluetooth auch bei aktivierter Displaysperre einschalten. Probiers aus! Die Leute in den Notfallststionen wissen das.
  • 155West 19.01.2020 11:13
    Highlight Highlight Kann mir mal jemand erklären, weshalb wir nur bei Organspenden über ein Opt Out Prinzip sprechen? Weshalb nicht auch zB beim Erbe? Mit dem Geld könnte man in Drittweltländern ja auch eine Menge Kinder retten. Oder zB Organtransplantationen damit finanzieren.

    Ich wage zu behaupten, dass man sowas nicht wünscht, weil all die ach so selbstlosen Organspender und Opt Out Befürworter in diesem Fall um ihr “wohlverdientes” Erbe fürchten. Das wäre dann Bereicherung auf Kosten anderer. Und man will ja schliesslich bloss dann selbstlos sein, wenn man selbst nichts dafür tun muss. Prove me wrong...
    • 155West 19.01.2020 15:37
      Highlight Highlight Oder nehmen wir ein anderes Beispiel: Lediglich 2.5% der Schweizer Bevölkerung spendet regelmässig Blut (Quelle: Blutspende.ch). Was sagt uns das? Müssen Menschen tatsächlich etwas tun und aktiv werden (=ihren Ar*** bewegen) und zu Lebzeiten etwas von sich selbst hergeben, ist man zu faul. Geht's aber darum, sich moralisch überlegen fühlen zu können, ohne dass man dafür etwas tun und hergeben muss, da kommen plötzlich alle hervorgekrochen. Da spricht man von unterlassener Hilfeleistung, moralischer Pflicht und stilisiert sich selbstloser als es Mutter Teresa war.
  • nass 19.01.2020 10:58
    Highlight Highlight Alle reden hier von Freiheit ja oder nein zu sagen. Aber ich habe doch auch die Freiheit mich gar nicht mit dem Thema auseinanderzusetzen?
  • Basti Spiesser 19.01.2020 10:09
    • Daniel Caduff 19.01.2020 11:56
      Highlight Highlight Der Junge in Deinem Beispiel wurde 4x reanimiert, war also 4x auch Herztot. Der ist nur wieder "aufgestanden", weil er an lebenserhaltende Maschinen angeschlossen wurde, die für ihn die Atmung und den Blutkreislauf übernommen haben.
    • RicoH 19.01.2020 14:33
      Highlight Highlight Daniel Caduff

      Der ist nur wieder "aufgestanden"

      Ist halt bedauerlich, dass er überlebt hat und keine Organe spenden konnte 🤦‍♂️

      Sorry, aber anders kann ich deinen schrägen und pietätlosen Kommentar nicht interpretieren.
    • Medikus 19.01.2020 14:48
      Highlight Highlight So wie es aussieht wurde bei der routinemässigen Hirntoddiagnostik festgestellt, dass kein Hirntod vorlag. Genau dazu wird die Hirntoddiagnostik auch vor jeder Organentnahme durchgeführt.

      Dieser Fall bedeutet nicht, dass der Junge aus dem Hirntod erwacht ist, sondern, dass der Hirntod bei ihm nicht eintrat und er sich glücklicherweise erholen konnte.

      Dieser Artikel wurde leider mit einem sehr reisserischen Titel versehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stirling 19.01.2020 09:59
    Highlight Highlight Kann man sich dem Opt-Out wiedersetzen?
    Wenn meiner Frau bei einer Spanienreise etwas zustösst, dann möchte ich sie vollständig beerdigen und nicht nur die Überreste, die Spanien nicht gebraucht hat.
    Brauchts da eine Verfügung?
    • Daniel Caduff 19.01.2020 11:33
      Highlight Highlight Du musst Dich dem Opt-out nicht wiedersetzen. Du musst das Opt-out nur wahrnehmen. Sprich: Einfach deklarieren, dass Du nicht willst. Du hast in beiden Modellen zu 100% die Wahl.
    • RicoH 19.01.2020 14:46
      Highlight Highlight Daniel Caduff

      Heute kann jede(r), seinen Willen zur Organspende freiwillig deklarieren.

      Mit dem Opt-Out ist man zur Deklaration gezwungen, wenn man es NICHT will. Das ist ein grundlegender Unterschied, denn bisher wurde in allen Lebensbereichen immer vorausgesetzt, dass deine Zustimmung erforderlich ist.

      Warum dieser Wechsel? Man erhofft sich, dass durch Nachlässigkeit (ohne explizite Zustimmung) mehr Spender generiert werden. Aus meiner Sicht ist dieses Vorgehen ethisch nicht vertretbar.
  • Rethinking 19.01.2020 09:27
    Highlight Highlight Wir unterstreichen ja des öfteren den Sozialstaat...

    Insbesondere vordern wir von Reichen und gut Verdienenden des öfteren dass Sie mehr an den Sozialstaat abliefern sollen...

    Wäre es da nicht anders als recht auch bei der Organspende die sozialere Entscheidung zum Standard zu machen?
    • RicoH 20.01.2020 10:45
      Highlight Highlight Sozial bedeutet für mich in diesem Fall, die Interessen der Beteiligten gleichwertig zu behandeln.
      Im Opt-Out ist das meines Erachtens nicht gewährleistet, das sich mit Sicherheit nicht alle einschreiben, die nicht spenden wollen. Genauso wie heute nicht alle einen Spendeausweis beantragen, die gewillt sind, Organe zu spenden.
  • RhabarBär 19.01.2020 09:25
    Highlight Highlight Mein Körper gehört zu meinen Lebzeiten mir und nach meinem Ableben allen. Wenn ich mit diesem Gedanken nach meinem Tod ein Leben retten kann, bin ich näher bei der Nächstenliebe, als mancher Religiöse Amen sagen kann.
    • RicoH 20.01.2020 10:48
      Highlight Highlight Das kannst du heute auch, indem du einen Spendeausweis beantragst.

      Es sind nun mal nicht alle Menschen der Ansicht, dass ihr Körper öffentliches Eigentum ist.
  • Rethinking 19.01.2020 09:17
    Highlight Highlight Da sich viele mit dem Thema wohl gar nie ernsthaft befassen oder zu bequem sind sich extra zu registrieren, scheint mir das «Opt-Out»-System am Sinnvollsten.
    • RicoH 19.01.2020 14:55
      Highlight Highlight Das ist aber genau der Schwachpunkt am Opt-Out. Bei allen, die das aus irgendwelchen Gründen auch immer verpassen, wird (unberechtigt) eine Zustimmung angenommen.

      Wenn schon, müssten alle dazu verpflichtet werden, sich positiv oder negativ dazu zu äussern.
    • Rethinking 19.01.2020 15:27
      Highlight Highlight Nun ja... Wir halten ja so viel auf unsere Solidarität. Warum sollte diese nur Geld umfassen?
    • RicoH 20.01.2020 10:51
      Highlight Highlight wolge

      Die Solidarität ist beim Geld nicht gegeben. Wenn dem so wäre, würde dein Erbe automatisch dem Staat übergeben, dann damit kannst du ja nach dem Tod auch nichts mehr anfangen. Ich glaube nicht, dass das in deinem Sinne wäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Exodus 19.01.2020 07:02
    Highlight Highlight @Watson
    Im Titel steht "und das hat einen einfachen Grund". Der im Artikel angegebene Grund bzw. die Widerspruchslösung (oder "Opt-Out"-System) ist NICHT der einzige Grund.
    In vielen Länder wo die Widerspruchslösung gilt, gibt es zwar tendenziell mehr Organspender als Länder wo es die Zustimmungslösung gibt, aber auf jeden Fall nicht so viele wie in Spanien.
    Die spanische Bevölkerung steht postmortalen Spenden sehr positiv gegenüber. DAS ist der Hauptgrund!
    Genau darüber wäre ich neugierig gewesen mehr zu erfahren. Z.B. Wissen was die Leute bewegt, oder ob es ein Organspendeprogramm gibt.
  • DrDeath 19.01.2020 02:32
    Highlight Highlight Wenn ich hirntot bin, dann bin ich weg, existiere nicht mehr, Klappe zu, Affe tot, kein Weg zurück. Wie sollte es mich (der nicht mehr existiert) dann noch kümmern, was mit meinen Organen passiert? Nicht warum, sondern WIE? Kümmert es die gelöschte Windows-Installation, wenn ich das Netzteil aus dem Rechner ausbaue?

    Klar, es gibt Menschen, die aus religiösen Gründen anders denken, oder mit dem Gedanken einfach nicht klarkommen. Um mit Göthe zu sprechen: "Will niemand seinen Glauben rauben". Darum bin ich für die Widerspruchslösung.
  • Elmas Lento 18.01.2020 23:44
    Highlight Highlight Schon nur den eigenen Angehörigen zu liebe sollten sich alle mal famit beschäftigen und ihren Wunsch festhalten (egal ob ja oder nein). Im schlimmsten Fall müssen sich sonst nämlich die Angehörigen damit auseinandersetzen und entscheiden. Ich gehe zwar davon aus das meine Verwandten mich gut genug kennen um in meinem Sinne zu entscheiden, in diesem Fall will ich ihnen diese Entscheidung aber nicht auch noch zumuten.
  • MRJ 18.01.2020 23:15
    Highlight Highlight Ich finde den Gedanken schön, z.B. nach einem tödlichen Unfall mit meinen Organen jemandem helfen zu können. Mir nützen sie in diesem Moment jedenfalls nichts mehr.

    Und wer das nicht möchte, soll nein sagen dürfen! Und wem das wichtig ist, soll eben von der Opt-out Möglichkeit gebrauch machen und den damit verbundenen Aufwand betreiben.

    Sprecht über das Thema, entscheidet euch dafür oder dagegen, aber entscheidet euch und überlasst den Entscheid nicht euren Angehörigen.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.01.2020 01:15
      Highlight Highlight Warum muss jemand, der nicht will, in einer (inter-)nationalen (Pranger-)Datenbank erfasst werden und sich womöglich auch noch erklären müssen? Das wird ja jetzt schon verlangt, wenn man z.B. eine Patientenverfügung ausfüllt.

      Vielmehr sollten jene erfasst sein, die Spenden wollen.

      Für die Opt-in-Methode könnte man z.B. die dritte Oberstufe der Schule wählen. Dort kann dann die Lehrperson allen einen Opt-in-Zettel hinlegen. Wer will, füllt ihn aus, die anderen lassen ihn leer. Ganz ohne Nötigung.
    • MRJ 19.01.2020 07:57
      Highlight Highlight Wie kommst du darauf, dass man am Pranger stehen würde?
      Wie kommst du darauf, dass man sich erklären müsste?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 19.01.2020 09:05
      Highlight Highlight Nehmen wir an, es gäbe eine Data-Breach. Eine Liste voller Spendeunwilliger, öffentlich bekannt mit Name und weiteren heiklen Details.

      Es gibt diverse Szenarien. Warum sollte jemand, der nicht Spenden will, in einer Liste landen?

      Es macht mehr Sinn, dass die, die wollen, in einer Liste landen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 18.01.2020 22:33
    Highlight Highlight Es wird Zeit, das Organe gezüchtet und/oder gedruckt werden.
    Das hat zudem den sehr großen Vorteil, das die Patienten danach nicht jahrelang teure und ungesunde Medikamente einnehmen müssen.

    • DrDeath 19.01.2020 02:26
      Highlight Highlight Das hat aber auch den Nachteil, dass vermögende Patienten sich dann die vermutlich sündhaft teuren Spenderorgane zur Lebensverlängerung drucken lassen würden, und wir die ultimative Zweiklassengesellschaft bekämen. Vermutlich wären mit Ersatz von Herz, Leben und Nieren allein 150 Jahre Lebensdauer problemlos möglich (hab ich mal wo gelesen). Bevor wir solche Möglichkeiten erforschen, sollten wir die ethischen Grundlagen klären.
    • Iambatman 19.01.2020 10:44
      Highlight Highlight Die Forschung an solchen Lösungen läuft auf Hochtouren.
  • Ataraksia Eudaimonia 18.01.2020 22:11
    Highlight Highlight Also, im Balkan(und sicher nicht nur dort) ist selbst Kremation 'problematisch'- man geht davon aus dass man für Paradies diesen Körper doch noch gebrauchen könnte...Ich persönlich glaube nicht dass man im Jenseits einen intakten Körper noch braucht aber möchte keine fremde Organe für mich und meine anderen spenden weil ich glaube dass jede/r eine eigene Energie hat und es nicht gerade optimal ist sich in dem Sinne zu 'tauschen'. Selbst Schmuck kann starke Energie des Vorgängers lange strahlen. Das ist mein Blickwinkel auf diese komplexe Angelegenheit...
  • CMNT 18.01.2020 22:06
    Highlight Highlight Leute... Ich bin echt geschockt.

    So viele Blitze habe ich selten in den Meinungen zu einem Artikel gesehen.

    Wer von den Kritikern hat eine Person im Familien- oder Freundeskreis, der auf ein Organ gehofft hat(te)?

    Ich wünsche es keinem, aber ich bin mir sicher, dass dies viele angstbehaftete, vorgefertigte Meinungen ganz schnell über Bord werfen würde.

    Gute Gesundheit euch allen!
    • DuhuerePanane 18.01.2020 23:57
      Highlight Highlight Sorry, aber etwas Toleranz ist hier gefragt. Wenn jemand seine Organe nicht spenden will, dann ist Kritik völlig fehl am Platz.
  • Locutus70 18.01.2020 22:03
    Highlight Highlight Ich habe mir die Zahlen für Deutschland mal angeschaut: 2008 gab es 34 Mio. Menschen mit Organspenderausweis und 1313 Organspender. 2017 gab es 36 Mio. Menschen mit Organspenderausweis und 797 Organspender.
    Auch wenn ich eine Opt-Out-Regelung befürworte - für Deutschland und auch die Schweiz glaube ich liegen die Probleme angesichts dieser Zahlen woanders.
  • Miicha 18.01.2020 20:50
    Highlight Highlight Alle Verschwörer können beruhigt sein, selbst wenn ihre Niere dem Höchstbietenden verkauft wird - das werden sie im Grab nicht mehr mitbekommen 🙄 Wie kann man ernsthaft wegen solcher Ideen gegen Organspende sein.
  • Glücksbringer 18.01.2020 20:38
    Highlight Highlight Wenn ein Kind von euch dringend ein Organ zum Überleben braucht und es viele frisch Verstorbene gibt, die nicht spenden wollten, wie ist dann eure Meinung?
    • Mügäli 18.01.2020 21:16
      Highlight Highlight @Glücksbringer - wenn die Verstorbenen nicht spenden wollten, dann ist dies zu akzeptieren. Wie stehen Sie dazu?
    • RicoH 18.01.2020 22:01
      Highlight Highlight So wie du das gerade darstellst - so traurig das Beispiel auch ist – würdest du es begrüssen, dass man Verstorbene als "Ersatzteillager" betrachten sollte.

      Ich finde, dass das aus ethischen Grundsätzen etwas zu weit geht. Ein jeder sollte über seinen Körper bestimmen dürfen – auch über den Tod hinaus.
    • Qui-Gon 18.01.2020 22:44
      Highlight Highlight @RicoH: darf er ja auch. Es gibt keinen Zwang, man kann nein sagen. Dass man das halt muss, finde ich vertretbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Schnee 18.01.2020 20:12
    Highlight Highlight „Wer verdient an den Organspenden?
    Niemand. Organspenden sind unentgeltlich. Das Transplantationsgesetz verbietet den Handel mit Organen.“

    behauptete Watson. Das stimmt natürlich indirekt überhaupt nicht. Abgesehen von illegalen Profiten gibt es ein Verdienen daran durch Immunsupressiva. Eine Analyse der Medikamentenkosten gemäss santesuisse zeigt die Kostentreiber: Immunsuppressiva und Krebsmedikamente (22 Prozent des Gesamtumsatzes)

    Die NZZ titelte vor nicht ganz einem Jahr: „Viele Organspenden erfolgen nach Suizidfällen:“ angeblich weil Angehörige eher zustimmen.

    Auch das bedenkenswert.
    • Iambatman 19.01.2020 10:43
      Highlight Highlight Wenn du schon mit Statistiken und Zahlen kommst, dann bitte wenigstens korrekt.

      Hast du eine Ahnung, für was Immunsuppressiva überhaupt eingesetzt werden?
      Meinst du, dass dies lediglich bei Transplantationen nötig ist? Autoimmunerkrankungen, Vaskulitiden, überschiessende Immunreaktionen bei Infektionen/Sepsis und Krebserkrankungen sind nur ein KLEINER Auszug von den Anwendungsgebieten dieser Medikamente.

      Angesichts der kleinen Zahl an Transplantationen in der CH sind diese ein SEHR kleiner Teil dieser 22%.

      Hör also auf, Angst zu schüren mit falschen interpretierten Zahlen.
  • Mutbürgerin 18.01.2020 20:00
    Highlight Highlight Opt-out ist ok, das korrigiert heute sowieso jeder bereits, der sich nicht von der KESB bevormunden lassen will. Gilt das nur für Schweizer oder für alle Einwohner? Die meisten Ausländer können weder Deutsch noch kennen sie unsere Gesetze und werden dann halt ausgeweidet. Vermutlich gibts aber für diese von unseren Gutmenschen Privilegien aufgrund von religiösen Vorbehalten.
    • RicoH 18.01.2020 22:07
      Highlight Highlight Einen Kommentar mit dem Begriff "Gutmenschen" kann man nicht ernst nehmen, denn er muss von einem schlecht denkenden Menschen stammen.
    • Qui-Gon 18.01.2020 22:47
      Highlight Highlight Dachte schon, ich könnte dich mal herzen, dann folgte aber sofort der übliche Scheiss. Unsere Gesetze gelten nur für Schweizer, wusste ich gar nicht... 🙄
    • Habibti03 18.01.2020 23:31
      Highlight Highlight Krass, was für eine Denke muss man haben, wenn man auch dieses Thema als erstes Mal mit Gutmenschen & Ausländer assoziiert? 🤦🏼‍♀️
    Weitere Antworten anzeigen
  • virus.exe 18.01.2020 19:57
    Highlight Highlight Wer kein Spender sein will, soll auch nicht empfangen dürfen.
    • RicoH 18.01.2020 22:09
      Highlight Highlight Wer genau sagt dir denn, dass diejenigen, welche kein Organ spenden, auch eins erhalten wollen?
  • Martin Fluxus 18.01.2020 19:39
    Highlight Highlight "Der Grund ist einfach: Spanien hat ein sogenanntes «Opt-Out»-System" - Es nervt ziemlich, diese schlicht falsche Schlussfolgerung in gefühlt jedem zweiten Artikel zurzeit zu lesen.

    In Frankreich und Italien etwa liegt die Spenderate nur unwesentlich höher als bei uns -und wesentlich tiefer als im Musterland Spanien-, obwohl auch dort die Widerspruchslösung gilt.

    Es kommt eben auf viel mehr an als nur auf die Art des Zustimmungsmodells. Stichworte: Verbesserung der Abläufe in den Krankenhäusern, Sensibilisierung des Personals, Transplantationsbeauftragte, ...
    • Locutus70 18.01.2020 22:26
      Highlight Highlight @Martin Fluxus - das sehe ich auch so. Was mich wundert ist, das die Medien so unkritisch mit dem Thema umgehen.
      Entweder ist man da zu faul zum recherchieren oder es passt eben zum eigenen Weltbild. Beides ist für Journalisten eigentlich ein NoGo.
    • Daniel Caduff 19.01.2020 10:58
      Highlight Highlight Danke für diese interessante Ergänzung! Wusste ich nicht. Was denkst Du, müsste sich konkret verbessern, damit wir in der Schweiz auf ähnliche Werte kommen?
  • bokl 18.01.2020 19:22
    Highlight Highlight Bei einem Opt-out System kann meiner Meinung nach nicht mehr von Spendern gesprochen werden. Spenden bedingt für mich eine aktive Einwilligung.
  • homo sapiens melior 18.01.2020 19:20
    Highlight Highlight Niemand spendet seine Organe, weil die nebenan das auch tun. Vergleiche und Vorwürfe sind kontraproduktiv.
    Informationen helfen. Was passiert, wenn man Spender ist? Wie sicher ist das? Wie ist der Ablauf? Werde ich Schmerzen haben? Bin ich sicher tot? Solcherart sind die Informationen, die in Artikeln immer wieder wiederholt werden sollen. Jedenfalls wenn man mehr Spender will. Alles andere ist Blabla, um Traffic zu generieren.
    Und wer jetzt sagt, man kann die Infos ja im Netz suchen, versteht die Menschen nicht. Klar kann man. Aber warum sollte das jemand tun, der nicht interessiert ist?
  • Kant 18.01.2020 19:16
    Highlight Highlight Singapur hat folgendes System: man hat ein Opt-out. Aber wer sich Opt-Outed, wird im Fall, dass man eine Spende braucht, gegenüber jenen, die sich zur Spende zur Verfügung stellen, weniger priorisiert. Das heisst, Nicht-Spender werden in der Priorität herabgestuft gegenüber als potentiellen Spendern. Das ist aus meiner Sicht fair, denn man kann nicht einfach sagen - ich spende nichts und erwarte dann ohne konsequenzen dasselbe wie jene, die spenden wollen.
    • xlt 18.01.2020 19:46
      Highlight Highlight Finde ich das beste System. Wer nicht bereit ist zu geben, soll auch nicht bekommen.
    • RicoH 18.01.2020 22:34
      Highlight Highlight Ich bin auch der Meinung, dass Spender bevorzugt behandelt werden sollten.

      Das Opt-Out hat dennoch ein Schwachstelle:

      Es beruht auf dem Vorsatz, dass Menschen sich mit dem Thema auseinander setzen und schriftlich festhalten, wenn sie nicht gewillt sind, Organe zu spenden.

      Was ich meine: wir wissen heute, dass nicht alle Menschen, die Organe spenden wollen, einen Spendeausweis beantragen.

      Warum also soll man davon ausgehen, dass die Menschen, die nicht spenden wollen, das mit Sicherheit beantragen?
    • RedWing19 18.01.2020 22:58
      Highlight Highlight Ist denn das Leben eines potenziellen Spenders mehr wert als dasjenige eines Nichtspenders?
    Weitere Antworten anzeigen
  • butteraufsbrot 18.01.2020 19:15
    Highlight Highlight Bin generell auch für ein Opt-Out System, da es vieles erleichtert und lange Diskussionen ein Stück weit verhindert.
    Leider ist ein wissenschaftlicher Nutzen weiterhin umstritten. Das System hat wahrscheinlich einen leicht positiven Einfluss auf die Spenderate, viel wichtiger sind jedoch eine gute Aufklärung, Organisation & Zusammenarbeit mit Angehörigen und anderen Spitälern.
    Wen’s interessiert, das BAG hat dazu meines Wissens auch eine Studie der ETH in Auftrag gegeben.
    Trotzdem sollte es meiner Meinung nach eingeführt werden.
  • Scaros_2 18.01.2020 19:09
    Highlight Highlight Ich habe eine Zeit lang im Spital gearbeitet. Ich habe erlebt wie Menschen dort über Spender reden und wie man diese "behandelt". Auch die entnahme dieser etc.

    Man kann glück haben und man hat jemand, der dies schätzt und mit Respekt die entnahme macht.

    Und es gibt Ärzte wo alles "schnell schnell" gehen muss. Da reist man den Körper förmlich auf und schneidet das ding einfach raus. Kollateralschaden? Egal, der Mensch ist Tot und wird zugenäht. juckt keine Sau.

    Daher bin ich einfach gegen Organspenden wenn ich keine Garantie habe auf den Respekt den man einem Menschen geben soll.
    • Lucida Sans 18.01.2020 23:26
      Highlight Highlight Danke, das hat mich auch schon beschäftigt, weil ich von Fachleuten ein paar Andeutungen gehört habe. Ich habe mir dann überlegt, dass das sehr daneben ist, andererseits kann man jemandem helfen, was für mich den Ausschlag für die Spende gibt.
    • Iambatman 19.01.2020 10:55
      Highlight Highlight Und was soll man als Chirurg denn machen? Jedesmal unter Tränen die Transplantation durchführen, mit Enya Musik im Hintergrund und bei Kerzenlicht?
      Transplantationen sind extrem zeitkritisch und für Chirurgen ist das daily business. Ich habe noch nie erlebt, dass ein Körper aber respektlos behandelt wird oder unnötig beschädigt wird. Für dich als Laie mag das so aussehen, aber es ist normal, wie auch bei normalen Operationen, dass es im OPs manchmal etwas grob zu und her geht. Das hat aber nichts mit Respektmangel zu tun.
  • Papedipupi 18.01.2020 19:03
    Highlight Highlight Man könnte Leute auch einfach verpflichten, ihre Haltung kund zu tun, bspw durch die Eltern bei Geburt / bei der Aushebung / auf dem Standesamt oder so.
    • wildi blotere 18.01.2020 20:24
      Highlight Highlight Diesen dritten Weg, netst opt in und opt out, finde ich auch der beste. Ich verstehe nicht weshalb die Leute hier blitzen. Ich finde nämlich diese Möglichkeit wird öffentlich zu wenig diskutiert.
      Es gäbe viele Möglichkeiten, z.B. auch auf dem Fahrausweis eintragen oder auf er ID.
    • CaptainLonestarr 19.01.2020 05:47
      Highlight Highlight Man hat auch die Freiheit sich gedanklich nicht mit dem Tod auseinandersetzen zu müssen.
    • Daniel Caduff 19.01.2020 11:03
      Highlight Highlight zB. Jedes Jahr auf der Steuererklärung einfach ankreuzen, ja oder nein. Wäre sehr unkompliziert und der Entscheid könnte jederzeit revidiert werden.
  • w'ever 18.01.2020 19:01
    Highlight Highlight gewisse personen haben ja schon fast die vorstellung, dass ihnen ein organ mal einfach so an der busstation entnommen wird...
    • RicoH 18.01.2020 22:52
      Highlight Highlight Das ist etwas krass formuliert, widerspiegelt aber gewisse Ängste, dass Organe zu früh entnommen werden könnten, denn für eine Organentnahme ist das Zeitfenster entscheidend.

      Man kann aber auch nachlesen, dass sich die Wissenschaftler bis heute noch nicht ganz einig sind, wann genau ein Mensch Tod ist.

      Daraus lässt sich schliessen: wenn man es zu 100% weiss, ist es möglicherweise zu spät für eine Organentnahme .
    • Iambatman 19.01.2020 10:57
      Highlight Highlight RicoH: Hör doch endlich auf mit diesen Falschinformationen, und sonst gib eine Quelle an.
      Es gibt einen wissenschaftlichen internationalen Konsens, wann jemand tot ist, und dies wird vor jeder Organspende SEHR genau geprüft.
    • RicoH 20.01.2020 10:12
      Highlight Highlight Veröffentlichung der Stellungnahme des Deutschen Ethikrates:

      Der Deutsche Ethikrat brachte am 24.02.2015 seine Stellungnahme zu "Hirntod und Organspende" heraus. Auch hier nahm die Studie von Alan Shewmon großen Raum ein. Für 7 Mitglieder ist der Hirntod nicht der Tod des Menschen, für 18 Mitglieder ist der Hirntod der Tod des Menschen.
      Für alle ist der Hirntod das Kriterium für die Organentnahme.

      https://epub.uni-regensburg.de/36487/1/Chronik%20des%20Hirntodes.pdf
  • Back in Time 18.01.2020 18:54
    Highlight Highlight Ich persönlich bin gegen ein 'Opt Out'. Aber egal, welche Variante, das eigentlich Entscheidende ist, dass sich so viele Menschen wie möglich mit dem Thema befassen und eine Entscheidung dafür oder dagegen treffen müssen. Das wird bei Opt Out auch nicht automatisch besser, es werden dann halt einfach mehr Organe von Leuten entnommen, die sich nie entschieden haben. Ob das wirklich gut ist?
  • spaddeloni 18.01.2020 18:54
    Highlight Highlight Liebe Leute

    Die Opt Out Lösig heisst jeder darf zu jeder Zeit seinen Willen kundtun, dass er oder sie NICHT Spenden möchte.

    Niemand verbietet euch nein zu sagen.

    Ich begreife diesen Wiederstand gegen solch eine Lösung echt nicht.
    • Vally Schaub 18.01.2020 19:15
      Highlight Highlight Ich auch nicht...liegt wohl an meinen spanischen Wurzeln.
      Die Spende tut ja keinem weh und nein sagen ist absolut erlaubt und legitim.
    • Cédric Wermutstropfen 18.01.2020 22:13
      Highlight Highlight Mir geht es um die Erwartungshaltung die mit einem opt out mitschwingt. So als ob es das natürlichste der Welt sei einem wildfremden Menschen ein Organ zu spenden und damit sein Leben künstlich zu verlängern.

      Ich bin zurzeit zwar als Organspender eingetragen, weil ich mich bewusst dafür entschieden habe, werde aber bei Eintreten eines solchen Systems meinen Nichtwillen bekunden, weil mir opt out einfach zu sehr nach gierigem Aasgeiertum klingt.
    • RicoH 18.01.2020 23:22
      Highlight Highlight Nun, es gibt doch einen Einwand.

      Wir wissen, dass es einige Menschen gibt, die bereit sind, ihre Organe zu spenden, die jedoch keinen Spenderausweis besitzen oder beantragt haben.

      Und warum? Weil sie entweder zu bequem oder nachlässig sind, oder einfach den Zeitpunkt dazu verpasst haben. Weil man sich dessen bewusst ist, soll mit dem Opt-Out mehr "freiwillige" Spender legal generiert werden.

      Kurz: nicht jeder, der sich nicht einschreiben/melden wird, ist mit einer Organspende einverstanden. Warum soll es hier anders sein, als beim Antrag auf einen Spenderausweis?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mügäli 18.01.2020 18:34
    Highlight Highlight Ich habe lange gebraucht um mich zu entscheiden ob ich meine Organe nach meinem Tod spenden will. Die Auseinandersetzung mit seinem eigenem Ableben, die Ängste betr. Entnahme waren bei mir hinderlich. Durch einen Fall in der Familie ist mir aber die Wichtigkeit bewusst geworden und ich habe mich damit auseinander gesetzt und entschieden.
    Die Lösung mit dem «Opt-Out»-System finde ich nicht gut. Jeder sollte sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden dürfen. Die Bestimmung über meinen Körper muss auch nach dem Tod gewährleistet sein.

    • kelu77 18.01.2020 19:29
      Highlight Highlight Ich habe mir diese Dinge auch überlegt, jedoch nur ziemlich kurz... Wenn ich Tod bin, weiss ich sowieso nicht was mit meinem Körper passiert. So kann ich vielleicht aber ein anderes Leben retten, deshalb war es schlussendlich eine leichte Entscheidung.
    • Pafeld 18.01.2020 20:00
      Highlight Highlight Während wir auf Leute warten, die zu zaghaft sind, sich mit dem eigenen Tod auseinandersetzen zu wollen, zahlen andere Menschen dafür einen hohen Preis. Sorry, das aktuelle System gewährt eine Freiheit auf eine Situation, von der wir eh nichts mehr davon haben, während andere deshalb sterben müssen. So kann es nicht weitergehen.

      Wenn nicht das Opt-Out-System, dann doch so, dass nur registrierte Spender auch einen Anspruch auf ein Transplantat haben. Suchtkranke schliesst man aufgrund ihrer mangelnden Willensstarke ja schliesslich auch davon aus. Warum sollen Zauderer und Egoisten profitieren?
    • Mügäli 18.01.2020 20:56
      Highlight Highlight @Pafeld - jeder hat das Recht, sich solange Gedanken darüber zu machen wie er nunmal benötigt. Das ein anderer Mensch stirbt ist nicht die Schuld eines Nicht- Spenders oder eines Unentschlossenen sondern es ist Schicksal. Es gibt keine Selbstverständlichkeit, es ist ein Geschenk und Segen für einen Betroffenen.
      Ihrem 2ten Absatz kann ich soweit zustimmen, dass Jemand der nicht Spendet auch kein Empfänger sein sollte aber mit Egoismus glaube ich hat dies nichts zutun. Es ist eine persönliche Entscheidung welche durch viele Einflüsse/Glauben/Überzeugung getroffen wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wendy Testaburger 18.01.2020 18:32
    Highlight Highlight Irgendwie scheinheilig.
    Wenn ich zu Sex nicht ausdrücklich "Ja" sage kann ich im Nachhinein vielleicht bald von einem Übergriff sprechen.
    Ich finde es gut wenn es beim Thema Organspende auch weiterhin so gehandhabt wird. In beiden Fällen geht es um körperliche Integrität.
    • little.saurus 18.01.2020 18:35
      Highlight Highlight Ausser das du in einem Fall tot bist und es dir egal ist. Im anderen Fall leidest du hingegen bis zu deinem Tod
    • DerRaucher 18.01.2020 19:03
      Highlight Highlight Äpfel und Birnen. Aber ja, nimm deine Organe lieber mit ins Grab, oder lass sie einäschern. Das wird dir bestimmt was bringen wenn du tot bist.
    • Wendy Testaburger 18.01.2020 19:08
      Highlight Highlight Wenn ich tot bin können mir keine Organe mehr entnommen werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Starforrze 18.01.2020 18:28
    Highlight Highlight Die Grundidee hinter einem Opt-out ist nicht schlecht, aber heikel. Besser fände ich z.B. jeder bekäme mit 18 ein Informationsschreiben mit ausfüllbarem Spenderausweis -> awareness.

    Dies mag durchaus kontrovers sein, aber alle verdienen an der Transplantation, ausser die Spenderfamilie. Klar, die Organspende darf nicht zum Geschäft werden mit der Gefahr, dass Ärmere dazu verleitet werden bzw. notgedrungen spenden. Aber was wäre z.B. mit einem staatlichen Fond, der die Familie so um die 3-5k oder so auszahlt? Nicht so viel, das es zum Geschäft wird, aber dennoch etwas für die Hinterbliebenen.
    • Back in Time 18.01.2020 18:40
      Highlight Highlight Wer verdient denn an Organtransplantationen? Soweit ich weiss, werden nur die Kosten verrechnet, die anfallen. 'Verdienen' würde aber bedeuten, dass jemand mehr erhält als nur für die reine Kostendeckung nötig ist. Dein Vorschlag mit dem Fonds, der den Hinterbliebenen etwas zahlt, wäre aber genau das, es wäre ein Gewinn für diese Hinterbliebenen.
    • RicoH 18.01.2020 23:58
      Highlight Highlight Back in Time

      Das ist aber eine romantische Vorstellung, die du uns hier präsentierst.

      Für ein Spital ist das Dienstleistung (Organ entnehmen) und Vertrieb (Organ liefern). Da alle oder zumindest ein grosser Teil der Spitäler gewinnorientiert sind, ist es schlichtweg utopisch zu glauben, dass diese es zum Selbstkostenpreis machen.
    • Iambatman 19.01.2020 11:05
      Highlight Highlight @RicoH
      Wieder absolutes FakeNews gelabere von dir.
      Wie auch jeder andere Eingriff am Allgemeinversicherten wird auch der Preis für eine Transplantation nicht vom Spital, sondern vom Tarmed festgelegt, einem Verrechnungssystem, auf das ein Spital direkt KEINEN Einfluss hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 18.01.2020 18:27
    Highlight Highlight Ich finde Organspenden sollte freiwillig sein. Niemand hat das Recht an meinem Tod zu profitieren, ohne meine Einwilligung. Wer jetzt sagt das sei unsolidarisch, stimmt ist es. Warum muss ich mit Menschen die ich nicht kenne solidarisch sein? Wer meint es sei egoistisch, nicht egoistischer als diejenige Person die wegen meinen Organen hofft zu überleben.
    • Basubonus 18.01.2020 18:40
      Highlight Highlight Leuten mit dieser Einstellung wünschte man am Liebsten, dass sie sterben, weil sie vergeblich auf ein Spenderorgan gewartet haben...
    • David Veraguth 18.01.2020 18:44
      Highlight Highlight Sie haben den Artikel wohl nicht richtig gelesen/verstanden - auch mit opt-out ist die Organspende nach wie vor freiwillig. Der einzige Unterschied ist, dass man sich explizit "austragen" lassen muss, wenn man seine Organe mit ins Grab nehmen will.
    • DerSchöneVomLande 18.01.2020 18:44
      Highlight Highlight Typisch schweiterisch. Profitier ich nicht so dürfen andere auch nicht. Fueterniid.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DunkelMunkel 18.01.2020 18:26
    Highlight Highlight Es ist wichtig, dass für dieses Thema mehr sensibilisiert wird. Wir sind dringend auf Spender angewiesen. Aber ein Opt out System würde ich niemals unterstützen, das ist ein absolutes no go.
    • DerSchöneVomLande 18.01.2020 18:50
      Highlight Highlight Warum? Die spende ist noch immer freiwillig...
    • DunkelMunkel 18.01.2020 19:41
      Highlight Highlight Ganz einfach, wenn sich die Leute nicht bewusst dafür oder dagegen entscheiden, wird es eine große Anzahl Leute geben, die es nicht mitbekommen werden. Dazu kommt, dass es sein kann dass man jemandes Spenderausweis nicht findet oder die Person zuerst falsch identifiziert wird und dann fälschlicherweise als Spender ausgeschlachtet wird. Daher Und vielen anderen Gründen darf ein Optout unter keinen Umständen jemals eingeführt werden. Aber es braucht Spender und dafür braucht es sensibilisierend, dass mehr Leute sich dafür entscheiden.
    • spaddeloni 18.01.2020 21:02
      Highlight Highlight Kannst du bitte ausführen warum es ein no go ist?
      Ich möchte es echt verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • LillyRose 18.01.2020 18:26
    Highlight Highlight Ich hab das über die Patientenverfügung geregelt.
  • _Qwertzuiop_ 18.01.2020 18:23
    Highlight Highlight Uns wurde im Ethikunterricht vor Jahren eine Karte verteilt, was ich damals Doof fand: erst ab 16 darf man diese Unterzeichnen. Habe sie mir dann ein Jahr darauf beim Arzt geholt, aber finde es schade, dass man sich nicht schon vorher entscheiden kann. Ich meine man kann sie ja auch einfach entsorgen wenn man es nicht mehr will...
    • Roman h 18.01.2020 18:40
      Highlight Highlight Ab welchem Alter soll man den so etwas entscheiden dürfen?
      Ich meine es ist doch ganz normal das man als Kind viele Sachen nicht alleine entscheiden oder unterschreiben darf.
      Eher finde ich es fragwürdig das man Kinder versucht zu überreden seine Organe zu Spenden.
      Jeder weiss doch das Kinder leicht zu beeinflussen sind
    • _Qwertzuiop_ 18.01.2020 18:55
      Highlight Highlight Sehe das Problem nicht, sowas schon mit 12 oder 14 entscheiden zu dürfen. Es ist keine Lebensverändernde Entscheidung und auch keine, welche du nicht jederzeit ohne Aufwand rückgängig machen kannst. Ausserdem wird Tod etc bei uns in der Gesellschaft viel zu sehr als Tabuthema betrachtet...
  • Baron Swagham IV 18.01.2020 18:16
    Highlight Highlight Der Einbezug der Angehörigen halte ich für dringend notwendig.
    Wird ja auch jetzt bei unserer Zustimmungsvariante so gehandhabt. Angehörige können, auch wenn kein Spendeausweis vorhanden ist, zur Spende von Organen einwilligen.
  • DerRaucher 18.01.2020 18:09
    Highlight Highlight Und mal wieder ist man in einer wichtigen Sache in der Vergangenheit stecken geblieben. Es wird auch kaum bewusst gemacht wie wichtig Spenderorgane sind.
    • DunkelMunkel 18.01.2020 18:25
      Highlight Highlight Raucher sind sich dessen bewusst.
    • little.saurus 18.01.2020 18:38
      Highlight Highlight Ein Raucher der eine neue Lunge möchte, hat strenge Auflagen zu erfüllen. Es ist nicht so, dass jeder einfach so ein neues Organ erhält.
    • DerRaucher 18.01.2020 19:02
      Highlight Highlight Ich hab in keinem Satz von mir selbst gesprochen. Sondern die allgemeine Thematik die in diesem Land kaum angesprochen wird. In Deutschland gab es die letzten Tage riesen Diskussionen darüber, u.a auch weil im Bundestag darüber abgestimmt wurde, ob jeder Spender sein soll der nicht ein klares Nein gibt. Ich selbst habe einen Organspendeausweis schon seit Jahren. Meine Lunge wird man wohl kaum noch verwerten können, aber es gibt noch X andere Organe.
  • Garp 18.01.2020 18:08
    Highlight Highlight Leute mit Organspendeausweis oder tatsächliche Spenden?

    Ist man verstorben, kann man keine Organe spenden, nur als Hirntoter, der noch lebt.

    Lebenserwartung in den Ländern wäre noch interessant zu wissen und wie alt die Spender, denen Organe zum Spenden entnommen werden konnten, waren.
    • surfi 18.01.2020 18:32
      Highlight Highlight Bevor die Organe entnommen werden, lässt man den Patient sterben!
      Lebend spenden kann man nur Knochenmark oder eine Niere.
    • Garp 18.01.2020 18:42
      Highlight Highlight Leber kann man auch lebend spenden. Und man ist hirntot, was als tot definiert wurde, es ist eine reine Konvention, sonst wird man bis zur Organentnahme am Leben gehalten, also künstlich beatmet etc. , sonst könnte man keine Organe entnehmen.
    • Herr Ole 18.01.2020 22:04
      Highlight Highlight Hirntot ist tot.
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