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Details zum Sonnenschiff in grüner Stadt Freiburg. Das Solarschiff befindet sich im Solardorf Vauban in Freiburg, Schwarzwald. Es ist bekannt für seine Nutzung alternativer und erneuerbarer Energien.

Das Sonnenschiff in Freiburg (D) ist bekannt für seine Nutzung alternativer und erneuerbarer Energien. Bild: Shutterstock

Neue ETH-Studie: In 30 Jahren könnte jedes Haus sein eigenes Kraftwerk haben

2050 sind Häuser, die ohne fremde Energie auskommen, in der Schweiz technisch grossflächig machbar. Sie funktionieren auch im Winter.

Bruno Knellwolf / ch media



Bis 2050 will die Schweiz den CO2-Ausstoss auf netto null senken. Der Anfang Monat vorgestellte Energieplan will Elektroautos und Wärmepumpen statt Ölheizungen. Eine Möglichkeit wären auch Häuser, die keine Energie von aussen brauchen, sondern sich selbst versorgen: energieautarke Gebäude. Was wie ein Traum tönt, kann gemäss einer im Fachmagazin «PLOS One» publizierten Studie der beiden ETH-Forscher Stefan Pfenniger und Ursin Gstöhl bis 2050 Realität werden.

Dann soll es technisch möglich sein, dass Ein- und Mehrfamilienhäuser in der Schweiz vollständige Selbstversorger sind, in denen zudem auch noch das Elektroauto getankt werden kann. Leicht realisierbar wäre diese Autarkie gemäss der Studie für energiebewusste Menschen in Einfamilienhaushalten, die Elektromobile weniger oft und über kürzere Distanzen verwenden.

In Zukunft wird der Strombedarf in der Schweiz durch die Elektrifizierung des Heizens und der Mobilität weiter ansteigen – und das möglichst CO2-frei. Selbstversorgende Häusern beziehen ihre Energie zum grössten Teil von der Sonne mittels Photovoltaikanlagen.

Die Sonnenenergie fällt bei einem solchen Haus aber nicht gleichmässig an. So kann es sein, dass ein Gebäude übers ganze Jahr gerechnet zwar so viel Solarstrom produziert wie es benötigt. Aber nicht unbedingt dann, wenn der Strom im Haus gebraucht wird – also zum Beispiel im Sommer statt im Winter. Dann entstehen in einem solchen Gebäude Energielücken.

Das ideale Selbstversorgungs-Hauser überbrückt diese Lücken mit Batterien und anderen Stromspeichermöglichkeiten. Dafür muss allerdings viel Energie gespeichert werden. Das ist somit der Knackpunkt für energieautarke Häuser.

The Aldi Suisse branch in Ingenbohl with solar panels on its roof and next to highway A4, photographed in Ingenbohl in the Canton of Schwyz, Switzerland, with solar panels on its roof, photographed on August 22, 2019. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Drohnenaufnahme der Aldi Suisse Filliale Ingenbohl mit Solarpanels auf dem Dach neben der Autobahn A4, fotografiert in Ingenbohl, Kanton Schwyz, am 22. August 2019. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

In der Zukunft könnten alle Häuser Photovoltaikanlagen auf dem Dach haben – so wie es diese Aldi-Filiale in Ingenbohl heute schon hat. Bild: KEYSTONE

Kurzfristige und langfristige Speicherung im Haus

Bei der Speicherung des Solarstroms rechneten die ETH-Forscher mit zwei verschiedenen Möglichkeiten: Zum einen mit der kurzfristigen Speicherung in Lithium-Ionen-Batterien. Zum anderen mit langfristiger Speicherung mit Wasserstofftanks, mit einem Elektrolyse-Gerät für die Umwandlung des Solarstroms in Wasserstoff und einer Brennstoffzelle für die Stromerzeugung im Haus. So muss es nicht am öffentlichen Netz angeschlossen sein.

Die Untersuchung zeigte, dass urbane, energiebewusste Menschen solche energieautarke Häuser voranbringen. Entscheidend ist aber die Möglichkeit der Sonnennutzung, die durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. Durch die verfügbaren Dach- oder Fassadenflächen und die Effizienzverbesserungen der Solaranlagen über die nächsten Jahrzehnte.

Auf gleichbleibender Fläche erzeugen diese Anlagen immer mehr Strom und erhöhen in Zukunft die Zahl von energieautarken Häusern. Am einfachsten ist die Umsetzung bei Einfamilienhäusern, die den Vorteil haben, dass mehr Solarfläche pro Bewohner zur Verfügung steht als bei Mehrfamilienhäusern. In einem Wohnblock kann man zwar eine grössere und effizientere Solaranlage platzieren. Trotzdem reicht die bestehende Dachfläche meist nicht für alle Bewohner.

Gstöhl und Pfenninger haben auch die Kosten berechnet. Alle vollständig energieautarken Gebäude wären teurer als Haushalte, die zwar vollständig elektrifiziert sind, ihren Strom aber nicht nur vom Hausdach, sondern auch aus dem Netz beziehen. Das hat vor allem mit den hohen Kosten für die Speichersysteme zu tun, also für Batterien und Wasserstofftanks.

Die elektrifizierten Haushalte am Stromnetz wären aber wiederum günstiger als solche, die zum Heizen und für Fahrzeuge noch fossile Brenn-​ und Treibstoffe verwenden. «Solaranlage, Wärmepumpe und Elektroauto lohnen sich also, auch wenn sich die volle Energieautarkie finanziell nicht rechnet», sagt Gstöhl.

Nicht berücksichtigt wurde, dass in Zukunft vielleicht auch das Elektroauto im Haus als Speicher dient. «Das wäre durchaus möglich», sagt Pfenninger. In ihren Überlegungen musste das Haus aber auch in Abwesenheit des Autos weiter unabhängig funktionieren.

«Mit intelligenten Ladestrategien liesse sich das Fahrzeug als Speicher nutzen, was über Einsparungen bei zusätzlichen stationären Batterien die Systeme billiger machen würde. In diesem Sinn ist unsere Studie also konservativ mit der Kostenrechnung»

, erklärt der ETH Forscher.

(aargauerzeitung.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Quacksalber 27.04.2020 07:35
    Highlight Highlight Was für eine frustrierende Nachricht. Die Technik ist da und wir sollen eine ganze Generation warten bis auch de Bereitschaft da ist?
  • Posersalami 26.04.2020 23:58
    Highlight Highlight Solche energieautarken Mehrfamilienhäuser gibt es bereits.
    https://reneschmid.ch/projekte/mehrfamilienhaeuser/detail/erstes-energieautarkes-mehrfamilienhaus-bruetten

    Technisch ist das gelöst. Wohlgemerkt, das Gebäude steht in Brütten im Kanton Aargau. Nicht gerade die Sonnenstube der Nation.

  • Auric 26.04.2020 17:43
    Highlight Highlight Passt gut zu dem Thema

    Michael Moores neuester Film, seit dieser Woche bei Youtube zu sehen
    Play Icon
    • Fandall 27.04.2020 10:54
      Highlight Highlight Hmm, hoffen wir das der Film weniger polemisch ist wie seine letzten Filme.
  • Auric 26.04.2020 16:03
    Highlight Highlight Was sehen meine alten Augen...

    "Solarenergie aus dem Veloweg"

    Play Icon


    und ich dachte der letzte Redakteur hätte mitbekommen dass sowas die dümmste Idee seit dem Marxismus ist
  • rodolofo 26.04.2020 15:11
    Highlight Highlight In diesem Zusammenhang möchte ich auf
    "Leben mit der Energiewende TV" und auf "Transparenz TV" hinweisen.
    Da sind Unmengen an Informationen rund um das Thema "Energiewende" sehr unterhaltsam und begeisternd aufbereitet.
    Play Icon

    Play Icon
    • Fandall 27.04.2020 10:58
      Highlight Highlight Hm, gemacht von einem freien TV-Journi, da hab ich automatisch Vorbehalte. Die sog. Energiewende in Deutschland kann man schlecht auf die Schweiz übertragen (viel Kohle- und Windstrom).
      Aber mal reinschauen kann ja nicht schaden :-)
  • Lienat 26.04.2020 14:22
    Highlight Highlight Warum erst in 30 Jahren? Das ist HEUTE Stand der Technik und verfügbar:

    https://www.homepowersolutions.de

    Jetzt müssen die lokalen EW's nur noch begreifen, dass Sie in Zukunft nicht mehr der Energielieferant, sondern der Langzeitspeicher für den Kunden sein werden und entsprechende Geschäftsmodelle aufbauen. Denn die Langzeitspeicherung mit P2G/P2L lässt sich im mittelgrossen Massstab (einige MW bis einige 10MW auf Mittelspannungsebene) viel wirtschaftlicher, effizienter und sicherer aufbauen als im durch Mikroanlagen Eigenheim.
    • Posersalami 26.04.2020 23:58
      Highlight Highlight https://reneschmid.ch/projekte/mehrfamilienhaeuser/detail/erstes-energieautarkes-mehrfamilienhaus-bruetten

      Das klappt alles längst für MFHs.
    • Fandall 27.04.2020 11:05
      Highlight Highlight Coole Sach!
      Brennstoffzellen sind halt noch schweineteuer und die Lebensdauer (finde ich noch wichtig für eine Hausanlage) ist noch mässig.
      @Poser: Die technische Herausforderung sind die bestehenden Gebäude.
      Bei Neubauten sind natürlich die Bauherren gefragt, aber bei der gegenwärtigen Bauerei von Renditeobjekten habe ich da wenig Hoffnung. Was könnte man machen um diese Art zu bauen auch für die Bauherren (falls nicht selber bewohnt) attraktiv zu machen?
    • Posersalami 27.04.2020 11:40
      Highlight Highlight @Fandall: Wir brauchen 1) eine Pflicht, das EE Potential bei JEDEM Neubau auszuschöpfen, 2) eine sinnvolle Finanzierung durch Bauherr und öffentliche Hand 3) ein Konzept, wie das alles zusammengeht mit den Energieerzeugern und Speichern. Es macht mMn. wenig Sinn, die Technik in jedes Haus einzubauen. Cluster auf Ebene zB. Quartier mit einer grossen Anlage sind sicher deutlich wirtschaftlicher. Nur ein paar Beispiele, ohne Anspruch auf Vollständigkeit!
  • Bronko 26.04.2020 13:41
    Highlight Highlight Ich habe die Vision, falls uns die Erde nicht um die Ohren geflogen ist bis dahin, werden wir in 30 Jahren sogar ungeahnt weiter sein und theoretisch nicht nur in energetisch autarken Wohneinheiten leben können, sondern auch lokal selbstversorgende Kleinst-Modelle in Sachen nachhaltiger Nahrungsgewinnung kennen. Anstatt auf dem Mars werden wir das erworbene Wissen aus der Forschung wohl eher hier einsetzen müssen.
  • Donspliff 26.04.2020 12:16
    Highlight Highlight wiso erst in 30 jahren?
  • Hzwo 26.04.2020 11:39
    Highlight Highlight Dass man den Strom selbst mit PV auf dem Dach erzeugen kann ist nichts neues, war schon vor 30J. so. Plus Solarthermie und WP zum Heizen/Brauchwasser.
    Wasserstroff in jedem Haushalt erzeugen, speichern und rückverstromen? Denke nicht. Ineffizient. Das Stromnetz darf ruhig weiter existieren. Wir haben jetzt schon viel dezentrale Erneuerbare und es werden noch viele dazukommen.

    Mit WP kann man übrigens auch im Sommer das Haus kühlen und die Abwärme nutzen um einen riesigen Speicher im Boden aufzuheizen der dann im Winter zum Heizen per WP angezapft werden kann. Dadurch gefriert er wieder u.s.w
  • dmark 26.04.2020 11:05
    Highlight Highlight Wieso erst in 30 Jahren und warum immer diese Lithium-Ionen-Akkus?
    Die Li-Ion sind zu gefährlich und auch empfindlich gegenüber Unter- und Überspannung. Da nimmt man besser Lithium-Eisenphosphat (LiFePO4). Das ist erstens sicherer (die brennen nicht) und zweitens passt die Spannung derer auch an die der Blei-Akkus und können diese einfache ersetzen.
    Wasserstoff wird nur die erste Form in Sachen "Umwandlung von Strom" sein. Gelagert wird dann eher ein weitaus ungefährlicherer und einfach zu lagerndes Medium, wie Methanol oä. sein. Wasserstoff selbst braucht viel Druck und flüchtet sehr schnell.
    • Manulu 26.04.2020 12:59
      Highlight Highlight Das Lithium-Eisenphossphat nich brennt ist eine Mär. Die brennen genau so. Die Zukunft wird Salzwasser resp. Salz sein.
    • Lienat 26.04.2020 13:52
      Highlight Highlight Lithium-Ionen ist ein Überbegriff für diverse, miteinander verwandte Technologien zu denen auch LiFePO4 gehört 😉
    • dmark 26.04.2020 15:37
      Highlight Highlight @Manulu:
      Die Eisenphosphat-Akkus musst du schon arg vergewaltigen, bis die sich mal in Rauch auflösen.
      Sicher, Salz könnte eine Lösung werden - gerade für den stationären Gebrauch - weil Gewicht.

      @Lienat:
      Klugscheisser ;)
      I.d.R. werden im "Volksmund" unter Li-Ion-Akkus die mit den häufig eingesetzten Oxiden wie Cobalt(II)-oxid und Mischoxiden wie Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxiden bezeichnet, welche eine höhere Ladeschlussspannung aufweisen.
      Aber recht hast du - die LiFePO4 gehören auch zur "Familie".
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 26.04.2020 10:37
    Highlight Highlight Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, auch hier wird Wasserstoff im privanten Bereich keine rolle spielen. Viel zu kompliziert, zu wartungsintensiv und dadurch auch viel zu teuer. Das wird sich m.M.n auch nicht bis 2050 ändern.
    • rodolofo 26.04.2020 15:21
      Highlight Highlight Wasserstoff wird dann eine Rolle spielen, wenn es mit den Solarthermischen Grosskraftwerken in der Wüste richtig losgeht!
      Dann wird es auch solare Bandenergie geben, was die vorübergehend kompliziertere Herausforderung, schwankende "Erneuerbare" aus Photovoltaik und Windkraft mit schwankendem Verbrauch in Übereinstimmung zu bringen und zu speichern, wieder vereinfachen wird.
      Seitdem Marokko SELBER solche Grosskraftwerke baut und betreibt, wurde das Projekt "desertec" neu wiederbelebt!
      Mit jedem solchen solarthermischen Grosskraftwerk kann zukünftig ein AKW ersetzt und stillgelegt werden.
  • H.P. Liebling 26.04.2020 10:33
    Highlight Highlight Grundsätzlich wäre das doch wünschenswert. Dazu müssten allerdings in vielen Gemeinden die heute teilweise untragbaren Bauzonenordungen angepasst werden. Von Ortsbild und "schützenswerten Dachlandschaften" etc. ganz zu schweigen. Der (richtige) Schritt in die Richtung energetisch unabhängige Häuser und die subjektiven Wahrnehmungen der Behörden, wie nun wo gebaut werden darf oder nicht, bilden einen klassischen Zielkonflikt.
  • Atavar 26.04.2020 10:31
    Highlight Highlight Auch auf heutigem Stand ist es mit der Klimapolitik des Bundes nicht nachvollziehbar, weshalb PV keine grössere Förderung erfährt...

    Viele Standards von Mindergie sind (wenn man den Baustandard will) verpflichtend und nicht unbedingt gut für's Bauen bzw. anschliessende Bewohnen.

    Aber PV auf dem Dach ist immer noch selten... Das verstehe wer will.
    • lucasm 26.04.2020 10:41
      Highlight Highlight Mit meiner kürzlich installierten PV Anlage produziere ich die kWh deutlich günstiger, als mir der Stromversorger eine kWh liefert. Ich erachte die Förderung als ausreichend. Wieso sich jedoch nicht mehr Leute eine PV Anlage montieren lassen, gerade wenn eh schon das Dach saniert wird, ergibt sich mir auch nicht.
    • FrancoL 26.04.2020 10:41
      Highlight Highlight Etwas wirrer Kommentar.
    • FrancoL 26.04.2020 10:57
      Highlight Highlight @lucsm; Wenn man genau rechnet ist Deine Aussage mehr als gewagt.
      Das heisst nicht, dass man nicht PV-installieren soll, aber betrachtet man alles mit (also auch die graue Energie) dürfte Deine Aussage so nicht zutreffen. Nimmt man noch eine Speicherung für die Wintermonate dazu, dann geht die Rechnung nicht auf.
      Aber sie muss nicht aufgehen es ist eine Investition in die Zukunft und das soll auch etwas wert sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alice36 26.04.2020 10:09
    Highlight Highlight Da hat wohl die Intelligenz-Elite die Rechnung ohne die Geld-Elite gemacht. Glaubt den tatsächlich jemand die grossen Energie Versorger (Öl und Elektrizität) seien an dezentralen Lösungen interessiert?
    • aglio e olio 26.04.2020 13:28
      Highlight Highlight Das dürfte in der Tat die grösste Hürde sein.
    • rodolofo 26.04.2020 15:31
      Highlight Highlight In Deutschland findet gerade ein Angriff der Energieversorger auf die "viel zu erfolgreiche" Energiewende der BürgerInnen statt:
      Play Icon
  • FrancoL 26.04.2020 09:49
    Highlight Highlight Es wäre schön wenn man bei der Speicherung von Solarenergie nicht nur die Photovoltaikebene in den Vordergrund stellen würde sondern auch die weit einfachere Thermische Nutzung nicht vernachlässigen würde, denn die Effizenz ist bei der Thermischen Nutzung nicht zu vernachlässigen.
    Ein guter Mix von PV und Thermischen-Kollektoren mit den entsprechenden Speichereinheiten ist in Zukunft gefragt um Sonnenenergie optimal zu nutzen.
    • DerHans 26.04.2020 10:30
      Highlight Highlight @FrancoL ich bin ihrer Meinung, jedoch verstehe ich nicht warum die thermische Nutzung weit einfacher sein soll als PV?
    • Helios 26.04.2020 10:46
      Highlight Highlight @ FrancoL

      Sehe ich genauso! Sehe wenig Sinn darin elektrische Energie, wessen grosse Vorteil der einfache Transport über grosse Strecke ist, lokal zu Speichern um dann in Wärme zu wandeln.

      Bei der Solarthermischennutzungjwird Wärme erzeugt, diese als solche gespeichert und dann als solche genutzt. Im Gegensatz zu Solarvoltaikmodule sind die Solarthermischrn Module viel simpler und zudem in der Produktion ökologisch unbedenklich.

      Jenni Energietechnik macht das bereits seit Jahrenzehnten. Das Konzept finde ich, gerade weil so simpel, bemerkenswert.
    • FrancoL 26.04.2020 11:50
      Highlight Highlight @Helios; YES Oil of Emmental!
      Das macht Freude und ist nachhaltig.
      Natürlich sollen auch die PV-Anlagen ihren Platz haben, aber wie es Jenni immer wieder erwähnt; da wird mit unterschiedlichen Bandagen gekämpft und zur Zeit ist die PV-Lobby recht stark, wie Jenny meint zu stark.
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 26.04.2020 09:39
    Highlight Highlight Da wird die Öllobby und ihre Anhänger noch lang mit allen Mitteln dagegen kämpfen.
    Es ist beruhigend zu wissen dass wir auch ohne diese Ölschurkenstaaten auskommen könnten.
    Übrigens auch Kunststoffe lassen sich ohne Öl herstellen.
    • FrancoL 26.04.2020 10:44
      Highlight Highlight @Aurum; Es ist nicht nur die Politik, es sind die Menschen die Wahlen treffen, die heute noch die Energie beim Bauen eher in den Hintergrund stellen und Anderes in den Vordergrund. Es sind die Menschen die nicht bereit sind das Geld für Nachhaltigkeit auszugeben und dies nicht nur beim Bauen.
      Es sind Menschen die wählen gehen und somit eine Politikrichtung bestimmen.
    • FrancoL 26.04.2020 13:09
      Highlight Highlight Bestens dann sind wir gleicher Meinung.
    • Auric 26.04.2020 16:08
      Highlight Highlight Du könnest Dich ja auch mal weiterbilden und die Verschwörungstheorien zu bösen Kohlenstoff sein lassen.
      Wer Kohlenstoffhaltige Energieträger will, ist ein Humanist, weil nur durch die ist die Menschheit so gross, so wohlhabend, so alt und so gesund geworden.

      Ergo wer die Dekarbonisierung will ist ein Misanthrop, weil die ist nur machbar, wenn dabei ein Grossteil der Menschheit draufgeht, aber dieser Teil ist ja glücklicherweise der ANDERE Teil also z.B. diejenigen anderer Hautfarbe, die auf anderen Kontinenten leben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tagomago 26.04.2020 09:34
    Highlight Highlight Axpo und ihre Lobbyisten im NR werden es zu verhindern wissen.
    • Manulu 26.04.2020 13:20
      Highlight Highlight Gib im Google mal Axpo und Photovoltaik ein. Auch die haben dazugelernt.
  • Ökonometriker 26.04.2020 09:18
    Highlight Highlight Wie sehen die Autoren die Kostenentwicklung der Solarzelle? Sind mit Konzepten wie z.B. Elon Musks Solar Roof substantielle Preissenkungen möglich? Welche Effizienzsteigerungen erwartet man in Zukunft?

    Die Zahl der autarken Einfamilienhäuser dürfte insbesondere wegen der zunehmenden Verdichtung in Zukunft wohl gering sein. Wenn die aktuelle Bevölkerungsentwicklung anhält, haben wir 2050 knapp 12 Mio. Einwohner in der Schweiz. Da wird das Gros der Bevölkerung in Mehrfamilienhäuser wohnen. Man bräuchte also noch massive Effizienzsteigerungen, um auch MfHs autark betreiben zu können.
    • pontian 26.04.2020 12:22
      Highlight Highlight Das ist mit der heutigen Technologie schon möglich (zumindest für freistehende MFHs). Bericht zu einem autarken Haus in Wetzikon:

      Play Icon
    • Matrixx 26.04.2020 12:26
      Highlight Highlight Effizienz ist nicht zwingend nötig.
      Wir haben die nötige Fläche, dass auch ineffiziente Solarmodule genug Strom liefern.
      Man ist in wenigen Jahren soweit, dass man volltransparente, organische Solarmodule bauen kann. Die sind zwar ineffizient, aber wenn man jede Glasscheibe im bestehenden Gebäudepark der Schweiz ersetzen würde, wäre man selbst damit unabhängig.
      Es gibt immer zwei Strategien:
      Wenig, dafür effizienter oder viel, dafür ineffizienter.
    • FrancoL 26.04.2020 13:13
      Highlight Highlight Die Autarkie ist nicht an EFHs gebunden und man sollte globaler denken und Enegie-Pools gründen, die die vielen brachen Hausdächer nutzen, doch das ist nicht nicht in die Köpfe eingedrungen. Noch arbeitet man zu viel in Einzellösungen, das ist schade.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Blitzesammler 26.04.2020 09:12
    Highlight Highlight Da es mir und sicher auch vielen anderen leider nicht nur um die Umwelt geht, sondern die eigene Geldbörse das Ganze auch finanziell tragen muss, wird es, mindestens mir, nicht möglich sein Solarzellen aufzustellen. Obwohl ich Platz habe UND an einer vorzüglichen Lage wohne an dem die Sonne mein Grundstück von morgens bis abends bescheint. Auch hier ist es leider wieder nur den finanziell gut aufgestellten möglich das Richtige zu tun.
    • Matrixx 26.04.2020 12:29
      Highlight Highlight Solarstrom ist heute bereits günstiger als andere.
      Das teure an der Anlage ist der Speicher. Lässt man den weg und speist eine Äquivalenz zum Stromverbrauch des Hauses, kriegt man eine Anlage, die sich in 2-5 Jahren amortisiert hat. Danach hat man auf Lebenszeit gratis Strom.
    • Fandall 26.04.2020 12:56
      Highlight Highlight Ja, in Zeiten von Negativzinsen sollten staatliche Förderabgaben zu sehr guten Konditionen doch möglich sein, kriegt der Staat es ja praktisch gratis. Auch wenn sich dadurch die Amortisation 2-3 Jahre verlängern würde, immer noch eine gute Investition in die Zukunft und für die Versorgungssicherheit.
      Wo ein Wille...
    • Manulu 26.04.2020 13:33
      Highlight Highlight Das ist Quatsch. PV ist so günstig wie nie, wird vom Bund mit Förderbeiträgen unterstützt und es gibt Leasing Modelle. Wenn man will, resp. richtig priorisiert, kann man sich heute PV problemlos leisten. Zudem sind die Kosten (Investition) nach rund 10Jahren amortisiert. Meine PV Anlage ist von Helion. Die bieten verschiedene Finanzierungsmodelle.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ich mein ja nur 26.04.2020 09:09
    Highlight Highlight In 30 Jahren ... 😂 Die könnten sich noch wundern.
  • Badummtsss 26.04.2020 08:45
    Highlight Highlight Ist heute schon umsetzbar. Doch die wenigstens vermögen dies. Hier müsste der Staat weit mehr subventionieren, ansonsten Wunschdenken...
    • Manulu 26.04.2020 13:36
      Highlight Highlight Das stimmt nicht. Es ist immer eine Frage der Prioritäten. Aber wenn man sich bspw. lieber ein neues Auto leistet ....!
    • Badummtsss 26.04.2020 15:08
      Highlight Highlight Nein, das hat nichts mit Prioritäten zu tun, das ist Tatsache. Ein Standard Haus ohne jegliche energetische Nachweise auf einem 08-15 Grundstück benötigt ein Normalo schon 600-700k von einer Bank.
      Ein Haus mit verbesserten Minergie Standard und einer Photovoltaik Anlage mit Energiespeicherzelle und und und verursacht X Kosten. Welche niemals unter 1mio Bausumme geht.

      Ein normalo kriegt das Geld nicht von der Bank.
    • Lienat 26.04.2020 20:10
      Highlight Highlight Da sich die Kosten auf Dauer rechnen, braucht es eigentlich heute keine staatlichen Subventionen mehr. Was es braucht sind günstige Kredite, Leasingmodelle und Genossenschaftsprojekte. Das meiste davon gibt es bereits. Das Problem ist wohl eher, dass der Strom so günstig und die Versorgung so selbstverständlich ist, dass sich viele Leute gar keine Gedanken darum machen.

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