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Ökofaschismus
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Die Überzeugung, dass die menschliche Bevölkerung gezielt kontrolliert und reduziert werden muss, um die Natur zu schützen, bildet den ideologischen Kern des Ökofaschismus. Bild: Picuki.com

Der Aufstieg des Ökofaschismus

Wenn unter der grünen Patina braunes Gedankengut lauert.

Marko Kovic



Im Zuge der Coronavirus-Pandemie erholt sich die Natur stellenweise: Gewässer werden klarer, Strassen sind weniger befahren und weniger laut, die Luft wird sauberer. Diese teils drastischen Veränderungen bewegen viele Menschen zu Kommentaren à la «Der Mensch ist das eigentliche Virus» – wir sind das Übel, und das Virus ist die Heilung für den Planeten.

Der vom Oscar-prämierten Filmemacher Michael Moore produzierte Dokumentarfilm «Planet of the Humans» wird im April 2020 kostenlos auf YouTube veröffentlicht und mausert sich schnell zum Hit. Im Film wird angeprangert, dass der Kampf gegen Klimawandel durch kapitalistische Interessen unterwandert wurde (Solarpanels und Windräder und Elektroautos und Naturgas sind gut fürs Geschäft, aber nicht unbedingt immer gut fürs Klima). Die einzige wahre Lösung für Klimawandel sei, die Weltbevölkerung zu verkleinern, damit wir weniger Ressourcen verbrauchen.

Marko Kovic

Bild: zVg

Marko Kovic
denkt und schreibt zu gesellschaftlichem Wandel und Technologie-bezogenen Risiken. Zu hören ist er im Podcast Das Monokel.
kovic.ch

Im August 2019 findet in El Paso, Texas, ein Massenmord statt. Ein erst 21-Jähriger Mann erschiesst kaltblütig 23 unschuldige Menschen. Nach dem Anschlag wird bekannt, dass der Attentäter auf der berüchtigten Webseite 8chan ein Manifest veröffentlicht hat, in dem er seine rechtsextreme «White Supremacy»-Weltsicht darlegt. In diesem Schriftstück erklärt er unter anderem, dass Bevölkerungswachstum durch Zuwanderung schlecht für die Umwelt sei.

FILE - In this Aug. 6, 2019, file photo, Gloria Garces kneels in front of crosses at a makeshift memorial near the scene of a mass shooting at a shopping complex in El Paso, Texas. A hospital official said Sunday, April 26, 2020, that a man shot in the Aug. 3 attack targeting Latinos in an El Paso Walmart has died after months in the hospital. (AP Photo/John Locher, File)

Trauer um die Opfer des Massenmörders von El Paso. Bild: AP

Was haben diese drei Ereignisse gemein? Auf den ersten Blick nichts: Kommentare zu Umweltverschmutzung während der Coronavirus-Pandemie haben wenig mit der Frage nach dem besten Mittel im Kampf gegen den Klimawandel zu tun, und ein Massenmord ist nochmals ganz etwas anderes.

Doch durch alle drei Ereignisse zieht sich ein ideologischer roter Faden, der sich erst auf den zweiten Blick offenbart: der Ökofaschismus. In den drei Beispielen, so unterschiedlich sie zunächst auch wirken mögen, kommt die Überzeugung zum Ausdruck, dass die Natur einen höheren moralischen Status als manche Menschen hat – und dass die Natur nur dann wirksam geschützt werden kann, wenn die menschliche Bevölkerung gezielt kontrolliert und reduziert wird. Diese Überzeugung bildet den ideologischen Kern des Ökofaschismus.

Ökofaschismus ist eine im Grunde nicht ganz neue Ideologie, die in den letzten Jahren wieder am Erstarken ist. Es ist eine Ideologie, die nicht von einer zentralen Autorität gesteuert wird und anders als viele andere Ideologien keine wirklich berühmten intellektuellen oder politischen Fürsprecher hat.

Stattdessen ist Ökofaschismus ein eher grobmaschiges Netz aus diffusen Sorgen und politischen Vorstellungen, das teilweise von rechtsnationalistischen Akteuren gezielt eingesetzt wird, das aber auch ganz unabhängig und spontan entstehen kann, und zwar, ohne dass man sich der faschistoiden Züge bewusst ist. Und genau der Umstand, dass ökofaschistisches Gedankengut manchmal nicht ohne Weiteres als solches zu erkennen ist, macht diese diffuse Ideologie gefährlich.

Das «Öko» beim klassischen Faschismus

Faschismus ist eine ultranationalistische, diktatorische Ideologie, welche zum Ziel hat, ein mythisches «Volk» von seinen Feinden und von schlechten Einflüssen zu befreien, um es so zu der Grösse zu führen, welche ihm angeblich zusteht. Der Faschismus hat, wie wir alle wissen, das 20. Jahrhundert massgeblich geprägt, denn die faschistischen Diktaturen unter Mussolini, Hitler und Hirohito bildeten die Achsenmächte im Zweiten Weltkrieg.

Mit dem Faschismus des 20. Jahrhunderts assoziieren wir aber nicht unbedingt so etwas wie Umweltschutz oder Naturverbundenheit. Die faschistischen Regime des Zweiten Weltkriegs haben wir als brutale Vernichtungsideologien in unserer kollektiven historischen Erinnerung – und nicht als Öko-Diktaturen, die Bäume pflanzten. Doch die Natur war ein wichtiges und prominentes Motiv im Selbstverständnis und in der Propaganda des Faschismus.

Unter Mussolini wurden das ländliche Leben und eine Art Rückkehr zur Natur stark romantisiert und zelebriert. Im Vordergrund stand dabei nicht einfach die unberührte Natur als etwas Schönes, sondern die aktive Wiederherstellung der Natur: So wie die dekadente Politik der Vergangenheit, welche das Volk schwach gemacht habe, durch den Faschismus besiegt werden sollte, so sollte auch die Natur wieder restauriert und gestärkt werden.

Schuld am Niedergang des Volkes und Natur waren in dieser Weltsicht natürlich die Juden, die sich als entwurzeltes, heimatloses Volk überall in Italien breit gemacht hätten. Nur dort, wo die Juden zu schwach gewesen seien, um den italienischen Lebensraum zu kolonisieren – die Bergregionen –, sei die Einheit von Natur und Volk unberührt geblieben.

Der propagandistischen Natursymbolik liess das Mussolini-Regime auch Taten folgen. So wurde beispielsweise bereits 1923, nur ein Jahr nach Mussolinis Machtergreifung, ein Gesetz zur Förderung und Wiederherstellung von Wäldern erlassen. Das vielleicht offensichtlichste Vermächtnis der Naturnähe des italienischen Faschismus war der Monte Giano unweit von Rom: Auf dem kahlen Berghang wurde ein künstlicher Wald gepflanzt, und zwar in Form der drei Buchstaben DUX, lateinisch für Führer. Dieses gigantische Mussolini-Monument ging erst 2017 durch einen Waldbrand verloren.

Monte Giano, Italien. Wald in Form der Buchstaben DUX zu Ehren von Mussolini.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Monte_Giano_-_bosco_DUX_da_Calcariola_02.png

Waldstück in Form der Buchstaben DUX auf dem Monte Giano. Bild: Wikimedia

Die Bedeutung und die Rolle der Natur war im deutschen Faschismus noch expliziter und grösser als im italienischen, wie Janet Biehl und Peter Staudenmaier in ihrem Standardwerk «Ecofascism: Lessons from the German Experience» dokumentieren. Viele hochrangige NSDAP-Funktionäre verbanden schon früh das Motiv der Natur mit der Nazi-Ideologie, darunter Richard Walther Darré, der Vordenker der Blut-und-Boden-Mythologie, Fritz Todt, u. a. zuständig für den Bau der Reichsautobahnen, oder auch Rudolf Hess, die Nummer zwei in der NSDAP und Hitlers enger Vertrauter.

Walther Darré
Von Bundesarchiv, Bild 119-2179 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5338058

«Reichsbauernführer» Richard Walther Darré. Bild: Wikimedia/Bundesarchiv

Auch unter Hitler wurde Natur- und Umweltschutz gesetzlich kodifiziert, allen voran mit dem Reichsnaturschutzgesetz von 1935. Der propagandistische Zweck der Naturverliebtheit der Nazis war ein ähnlicher wie im faschistischen Italien: Zwischen deutschem Volk und Natur bestehe eine mythische Verbindung, welche nach Jahren der Weimarer Dekadenz wieder gestärkt und vom Einfluss der entwurzelten Juden gesäubert werden sollte. Der arische Lebensraum – den es auszudehnen galt – gehöre einzig den Ariern.

Moderner Ökofaschismus, zum Ersten

Natur und Umweltschutz waren prominente Motive in klassischen faschistischen Ideologien, und sie schlugen sich auch in konkreter faschistischer Politik nieder. Doch insgesamt hatten Natur und Umweltschutz eine eher instrumentelle Rolle im klassischen Faschismus: Sie waren Mittel zum Zweck, um die eigentliche faschistische Politik möglichst überzeugend und wirkmächtig zu machen.

Im modernen Ökofaschismus hingegen haben Natur und Umweltschutz ein ganz anderes Gewicht. Das ökologische Denken steht nun viel stärker im Zentrum der politischen Aufmerksamkeit, und die faschistoiden Elemente der Ideologie bilden lediglich das instrumentelle Mittel zum Zweck, um das übergeordnete Ziel des Umweltschutzes zu erreichen. Unter Hitler und Mussolini wurde Faschismus also mit Naturbildern und Umweltschutz unterfüttert, im modernen Ökofaschismus aber dreht sich diese Logik: Umweltschutz steht nun im Mittelpunkt und wird mit faschistoiden Elementen unterfüttert.

Ein Vektor, über den der moderne Ökofaschismus gedeiht, sind Gruppen und Personen am rechten Rand des soziokulturellen politischen Spektrums, welche Natur und Umweltschutz für sich entdecken. Von der Alt-Right-Bewegung in den USA über die Parteien UKIP und BNP im Vereinigten Königreich, den Front National in Frankreich und die FPÖ in Österreich bis hin zu Rechtsaussen-Parteien in Polen, Ungarn oder Tschechien: Umweltschutz wird heute von rechtsnationalistischen Gruppierungen und Parteien aktiv bewirtschaftet, und zwar stets mit dem Argument, dass der Natur dann und nur dann geholfen ist, wenn Zuwanderung gestoppt wird.

In this Nov. 18, 2016, photo, Richard Spencer attends the largest white nationalist and Alt Right conference of the year, in Washington. CNN and host Jake Tapper have both apologized for an on-screen banner that Tapper said was

Richard Spencer gilt als Gründer und Anführer der Alt-Right-Bewegung in den USA. Bild: AP The Washington Post

Das alte Motiv der Einheit von Volk und Natur, von Blut und Boden wird damit heute wieder bedient, aber auf eine viel bekömmlichere und dem Zeitgeist konforme Art – es geht um Natur und Umweltschutz, und nicht um Nationalismus und Rassismus. Interessanterweise betonen solche rechtsnationalistischen Parteien und Gruppierungen zwar den Schutz von Natur und Umwelt, aber ausgerechnet den Klimawandel, die grösste Umweltbedrohung überhaupt, ignorieren oder leugnen sie, weil sie dahinter eine (jüdisch-marxistische) Verschwörung vermuten.

Moderner Ökofaschismus, zum Zweiten

Würde ökofaschistisches Gedankengut nur in rechtsnationalen Parteien, Gruppierungen und Bewegungen gedeihen, wäre dessen Attraktivität vermutlich sehr begrenzt – die meisten Menschen wollen mit solchen Gruppen und Organisationen nichts zu tun haben. Aber ökofaschistische Ideen entstehen auch ganz unabhängig, und zwar bei Leuten und in Kreisen, die im Grunde nichts mit Rechtsnationalismus am Hut haben. Ein Beispiel, wie und warum das geschieht, ist die Ecopop-Initiative, welche 2014 in der Schweiz zur Abstimmung kam.

Die Initianten aus dem Verein Ecopop wollten mit ihrer Initiative die ökologischen Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen mit gezielten Massnahmen sichern; ein Vorhaben, das an sich grundsätzlich sinnvoll und wünschenswert klingt. Doch die Art und Weise, wie dies hätte geschehen sollen, war dubios.

Die Initiative schlug zwei wesentliche Massnahmen vor. Erstens sollte ein mehr oder weniger totales Verbot von Einwanderung in die Schweiz verhängt werden. Zweitens, und nicht minder wichtig, hätte die Schweiz als Staat aktiv «Familienplanung» in Entwicklungsländern betreiben sollen. Ein weniger euphemistisches Wort für Familienplanung ist «Population Control», Bevölkerungskontrolle: Die Ecopop-Initiative sah vor, dass die Schweiz aktiv Anstrengungen unternehmen sollte, damit Menschen in Entwicklungsländern weniger Kinder zeugen.

Dass die Ecopop-Initiative forderte, in Entwicklungsländern Bevölkerungskontrolle zu betreiben, kommt nicht von ungefähr. Der Urmythos des modernen Ökofaschismus ist nämlich die malthusianische Idee der Überbevölkerung: Das Wachstum der Weltbevölkerung habe eine Übernutzung von Ressourcen und Umwelt zur Folge, was verheerende Folgen haben werde. Die Idee, dass es bald mehr Menschen geben werde, als die Erde vertragen kann, wurde in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren mit Paul Ehrlichs Buch «The Population Bomb» und mit dem Bericht «The Limits to Growth» des Club of Rome popularisiert.

Population Bomb

Paul Ehrlich popularisierte die Vorstellung einer «Population Bomb». Bild: Shutterstock

Im Überbevölkerungs-Mythos sind die grossen Sünder nicht wir im Westen, sondern Menschen in ärmeren Ländern, in denen es höhere Geburtenraten gibt. Darum, so die ökofaschistische Logik, sei es angebracht, dass politische Eliten in reichen Ländern entscheiden, wie viele Menschen in armen Ländern auf die Welt kommen, und dass sie es Menschen aus armen Ländern im Wesentlichen verunmöglichen, in reiche Länder auszuwandern.

Die Forderung, Entwicklungsländern Bevölkerungskontrolle aufzuoktroyieren, wird aktuell besonders gerne als Massnahme im Kampf gegen den Klimawandel vorgeschlagen; in technokratischen Policy-Kreisen ebenso wie im breiteren öffentlichen Diskurs, wovon beispielsweise Michael Moores einleitend erwähnter Hit «The Planet of the Humans» zeugt. Das ökofaschistische Argumentarium wird im politischen Courant normal immer akzeptabler.

Ökofaschismus macht Opfer zu Tätern

Was genau ist falsch an der Idee, aktiv zu steuern, wie viele Menschen es gibt? Es fällt zunächst auf, dass die westlichen Verfechter von Bevölkerungskontrolle nicht vorschlagen, die eigenen Geburten und Lebensjahre zu reduzieren, sondern gezielt in Entwicklungsländern zu intervenieren. Das ist nicht zuletzt darum suspekt, weil wir wissen, dass der Pro-Kopf-Verbrauch an Ressourcen in reichen Ländern um ein Vielfaches höher als in armen ist. Es wäre im Prinzip darum viel effektiver, die Bevölkerung im Westen schrumpfen zu lassen, aber kurioserweise finden sich ausschliesslich arme Länder und arme Menschen im Visier der Verfechter von Bevölkerungskontrolle.

Überbevölkerung (Symbolbild)

Verfechter einer Bevölkerungskontrolle denken bei Überbevölkerung vor allem an Entwicklungsländer. Bild: Shutterstock

Rein empirisch ist zudem auch hinlänglich bekannt, dass die Idee einer unkontrollierten Bevölkerungsexplosion schlicht ein Mythos ist, der jeder Evidenz entbehrt. Das Wachstum der weltweiten Bevölkerung dürfte mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit abflachen und sich bis zum Jahr 2100 auf unter 11 Milliarden einpendeln. Die Menschheit wächst nicht einfach unendlich weiter.

Ganz grundlegend schiessen ökofaschistische Ideen rund um Bevölkerungskontrolle aber am eigentlichen Problem vorbei. Klimawandel und sonstige Umweltrisiken entstehen nicht, weil mehr Menschen geboren werden. Umweltrisiken sind die Folge unserer rasanten Industrialisierung vor allem im 20. Jahrhundert und der durch kapitalistische (Fehl-)Anreize gesteuerten Nutzbarmachung und Nutzung der Natur und natürlicher Ressourcen. Wir leben, wie der Umwelthistoriker und Soziologe Jason Moore argumentiert, im Zeitalter des «Kapitalozäns»: Klimawandel und andere Umweltprobleme sind zu grossen Teilen die Folge globaler kapitalistischer Machtstrukturen und nicht individuellen Fehlverhaltens.

Kapitalismus, das sozioökonomische Betriebssystem der Welt, schafft und schärft Umweltprobleme, weil damit kapitalistischen Interessen gedient wird und weil damit weitere kapitalistische Anreizstrukturen geschaffen werden. Einzelne Menschen, die in dieses System hineingeboren werden, tragen für das Problem keine Schuld – sie sind selber Opfer des Systems.

Der Ökofaschismus macht also letztlich Opfer von Umweltproblemen zu Tätern und ist komplett blind für die tatsächlichen Verursacher lokaler, regionaler und globaler Umweltrisiken. Ökofaschismus liefert einfache, für den Stammtisch taugliche Parolen und ignoriert die unbequemen Realitäten des globalen Wirtschafts- und Machtsystems vollständig.

Der gefährliche Reiz einer unscheinbaren Ideologie

Die Forderung, zum Zwecke des Umweltschutzes Einwanderung abzuklemmen und auch aktiv zu begrenzen, wie viele Menschen es überhaupt gibt, ist auf eine ganz intuitive Art verlockend, denn diese Idee bedient unsere romantische Vorstellung eines harmonischen Gleichgewichtes zwischen Mensch und Natur. Dass die Mittel, um dieses vermeintliche Gleichgewicht herzustellen, erstens faschistoide Züge haben und zweitens ziemlich unwirksam sind, weil die tatsächlichen Ursachen des Problems anderswo liegen, geht dabei vergessen.

Und genau hierin liegt die Gefahr des Ökofaschismus. Ökofaschismus ist eine diffuse Ideologie, die oft gar nicht als solche wahrgenommen wird, weil es vordergründig ja um Natur und Umweltschutz geht. Es ist eine Ideologie, die den Blick verengt und die Welt in gute weisse Menschen im Westen und böse braune Menschen im Rest der Welt unterteilt. Es ist eine Ideologie, die totgeglaubtes faschistisches Gedankengut damit durch die Hintertür zu neuem Leben erweckt.

Lügt polnische Regierung um Wald abzuroden?

Video: srf/SDA SRF

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167Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 19.05.2020 05:59
    Highlight Highlight Bevölkerungszahl stabilisieren oder reduzieren!
    Jede Nation sollte im Interesse des Ökosystems Erde versuchen, seine Bevölkerungszahl zu stabilisieren oder gar zu reduzieren. Wir brauchen ökologische Vorbilder für andere Länder. Der politische Druck auf Länder mit starkem Bevölkerungswachstum muss erhöht werden, zum Beispiel via Belohnung einer wirksamen freiwilligen Familienplanung. Im Übrigen ist der Ressourcenverbrauch eines Menschen in der Schweiz meist höher als in den Abwanderungsländern.
  • Holunderblütensirup 18.05.2020 21:08
    Highlight Highlight Das ist ja so logisch wenn man 1 und 1 zusammenzählt, dass die Welt nicht Platz für unendlich viele Menschen hat (gleichzeitig). Trotzdem traurig wie die Thematik Immer wieder missbraucht wird um Hass zu schüren. „Die in Afrika sollen an Hunger sterben, das hilft der Umwelt“ solche Aussagen habe ich schon in meinem eigenen Umfeld gehört.
  • schicht_im_schacht 18.05.2020 16:12
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Mutzli 18.05.2020 18:22
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Mandarinchen 18.05.2020 13:20
    Highlight Highlight Es wird leider immer Personen geben die extrem anfällig für Faschismus sind. Da entscheidet einzig der Kommissar Zufall ob es Öko, Linke oder Rechte Faschisten werden...
    • Zeitreisender 19.05.2020 01:13
      Highlight Highlight Extremistische Strömungen mit bestimmten gesellschaftlichen Strukturen jeglicher Art können durchaus mit Faschismus verglichen werden. Der Begriff ist jedoch geschichtlich betrachtet ausnahmslos nationalistisch geprägten Gruppierungen zugeordnet. Der Begriff "Linksfaschismus" ist ein politischer Kampfbegriff der (meist) bürgerlich-rechten Seite und wird von der Politikwissenschaft im Zusammenhang von Linksextremismus nicht verwendet.

      Zudem: "Kommissar Zufall" entscheidet nicht über den Werdegang eines Extremisten, sondern löst einen Fall unvorhergesehen.
  • Max Monti Calvary 18.05.2020 11:42
    Highlight Highlight Seit je her setzte bei mir Brechreiz ein, als ich im Mainstream lesen durfte: „Wer Kinder macht ist ein CO2-Sünder und tötet unseren Planeten.“ Und Kinder seien eine reine Alltagsbelastung und stehen der persönlichen Freiheit im Weg. In der Zeit vor diesem Artikel, galt doch noch eine Familienplanung (Kinderwunsch im Allgemeinen) und Schutz Dieser als braunes Gedankengut.

    B R A V O Watson
    (Dieser Artikel war der Grund, mich für Kommentare zu registrieren!)
  • pimp 18.05.2020 10:58
    Highlight Highlight Gleiche Lebensstandards auf der ganzen Welt sollten ein Ziel eines jeden sein, der sich sozial nennt. Die Umwelt kann dabei jedoch zum wirklichen Problem werden. Denn wenn 4 Milliarden Afrikaner, Inder und Chinesen beginnen so zu leben wie wir jetzt, dann kommt es wirklich zu einer Klimakatastrophe. Deshalb wäre eine Bevölkerungskontrolle in diesen Ländern wahrscheinlich sinnvoll, nicht direkt um das Klima zu schützen, sondern um ihnen ein Leben zu ermöglichen, wie wir es haben, ohne die Welt an den Rand der Zerstörung zu bringen.
    • bbelser 18.05.2020 12:41
      Highlight Highlight Wieso sollten Entwicklungsländer an unserem auf Verschwendung und Überfluss basierenden Lebensstandard Mass nehmen? Wieso gilt bei so vielen unreflektiert unser Lebensstandard als das Optimum einer lebenswerten Welt?
  • Hypatia 18.05.2020 10:33
    Highlight Highlight "Rein empirisch ist zudem auch hinlänglich bekannt, dass die Idee einer unkontrollierten Bevölkerungsexplosion schlicht ein Mythos ist, der jeder Evidenz entbehrt."

    Als ich geboren wurde, lebten circa 3 Milliarden Menschen auf der Erde. Heute rechnen wir mit etwa 8 Milliarden Menschen.

    Diese exponenzielle Entwicklung ist empirisch belegt und ist keineswegs ein "Mythos". Wer hingegen in die Zukunft schaut, und diese dann auch noch "empirisch" zu belegen sucht, ist nur ein Spekulant, der mit Scheinfakten hantiert.



    • TJ Müller 18.05.2020 12:40
      Highlight Highlight Hä? Nur weil du in dne 50ern geboren wurdest heisst dass nicht, dass bei dir Mathe anders funktioniert. Hier sind die Bevölkerungszahlen der Welt, da ist nichts exponentiell, die Kurve ist klar am abflachen. Dies weil halt noch nicht ganz alle Länder den Demografischen Übergang ganz durchlaufen haben. Aber Hauptsache was behaupten, gell? Zu deiner Zeit konnte man halt noch einfacher etwas behaupten, da es schwerer war an die richtigen Daten zu kommen. Zum Glück hat sich dies geändert. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1716/umfrage/entwicklung-der-weltbevoelkerung/
      Benutzer Bild
    • Nosferal 18.05.2020 13:41
      Highlight Highlight Ein solches Wachstum nennt man "Losgistisches Wachstum. Anfänglich gibt es tatsächlich ein exponentielles Wachstum, welches sich dann aber ab einem bestimmten Punkt stark abflacht bzw. eine bestimmte Schranke nicht überschreitet. Die Kurve können Sie sich als ein leicht gekipptes S vorstellen. Eine Bakterienkultur ist ein Paradebeispiel für ein solches Wachstum.

      Bezüglich der Weltbevölkerung gibt zwei hervorragende Ted Talks von Hans Rosling:

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    • Max Monti Calvary 18.05.2020 13:43
      Highlight Highlight Sehr richitg / wichtig..!
      Danke & Bravo
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  • Ökonometriker 18.05.2020 09:14
    Highlight Highlight Warum muss bei Watson immer jeder Artikel mit Kapitalismuskritik enden? In der viel ärmeren kommunistischen Sovjetunion wurde ja beispielsweise mehr als doppelt so viel CO2 pro Kopf ausgestossen wie in der Schweiz...

    Hier liegt ein klassisches geopolitisches Gefangenendilemma vor, wie bei den Atomwaffen: keiner möchte seine CO2-Emissionen unilateral reduzieren, da er dann relativ an Macht verliert. Das politische System spielt hier keine Rolle.
    Die kurzfristig einzige Lösung wäre auch hier ein global bindendes Abkommen, das den CO2-Ausstoss pro Kopf limitiert.
    • Turw41th 18.05.2020 11:34
      Highlight Highlight Weil die UdSSR ja auch tatsächlich kommunistisch war, nur weil sie es behauptet haben.... Ausserdem... 'Kritik am Kapitalismus' = Kommunismus? Really? Diese Schlussfolgerung ist auf dem Niveau von Trump-Anhängern.
    • TheRealSnakePlissken 18.05.2020 12:23
      Highlight Highlight Das sowjetische staatskapitalistische System unterschied sich vom westlichen Kapitalismus durch die noch idiotischere Ressourcenverschwendung: Ersetzt wurde der krisenanfällige Marktmechanismus durch ein Kommandosystem, um das Kapital zu alloziieren. "Wir brauchen Gummistiefel!" Nicht x Fabriken, die sich konkurrenzieren, eine reicht, um Gummistiefel für die ganze Welt herzustellen. Ging schief, weil der Mensch kapriziös ist: er will auswählen, und weil der Fabrikdirektor Parteimitglied und nicht Ingenieur sein musste.. Fazit: Die Gummistiefel blieben als Sondermüll in den Regalen stehen.
    • Ökonometriker 18.05.2020 12:38
      Highlight Highlight @Turw41th: Ich habe nirgends geschrieben, dass Kritik am Kapitalismus = Kommunismus ist. Aber Kommunismus ist ein alternatives System zum Kapitalismus. Und weder im planwirtschaftlichen Kommunismus noch in der chinesischen sozialistischen Marktwirtschaft ist die Lage bez. CO2-Ausstoss besser.

      Beim Verhältnis CO2 pro Wohlstand fährt das kapitalistische Europa sogar weltweit am besten.
      Ich sehe daher nicht, warum ein anderes ökonomisches System das Problem lösen würde. Das Problem muss auf überstaatlicher Ebene angegangen werden. CO2-Ausstoss darf nicht grenzenlos möglich sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 18.05.2020 06:08
    Highlight Highlight Alles schön und gut, nur gerettet haben wir unseren Planeten nun trotzdem nicht...
  • DrDeath 18.05.2020 00:55
    Highlight Highlight Sagt die Erde zur Venus: "Mir ist sterbenselend, ich hab schimm Homo Sapiens." Sagt die Venus drauf: "Keine Sorge, das geht bald vorbei!"
    • Spooky 19.05.2020 08:43
      Highlight Highlight DrDeath

      Hehe! Dieser Witz wurde schon im alten Griechenland erzählt. 😆
    • Grubinho 19.05.2020 10:35
      Highlight Highlight hahahaha, so lustig. Jemand soll den Notarzt rufen, ich ersticke gleich.
    • DrDeath 19.05.2020 11:49
      Highlight Highlight Sagt die Erde zum Mars: "Ich hab Homo Sapiens!" Sagt der Mars drauf "Huch! Steck mich blos nicht an!"
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zyniker haben es leichter 17.05.2020 23:18
    Highlight Highlight Der natürliche Cap spielt keine Rolle, 11 Mrd (aktuell 7.65) können nicht mit unserem Lebensstandard leben und wir wollen wohl kaum alle in Megastädten/Slums leben auf wenigen qm. Dass man in den armen Ländern ansetzt ist logisch, denn wir hätten ohne Migration nicht nur den Cap erreicht sondern würden weniger, ganze Dörfer und Städte würden entweder günstigen Wohnraum bilden oder würden von der Natur zurückerobert, das ist doch wünschenswert? Gerade auch für die ärmeren Länder wäre es einfacher mit weniger Bevölkerungswachstum, es ist zum Wohle Aller... ausser den Predigern ewigen Wachstums.
  • Sapientia et Virtus 17.05.2020 22:59
    Highlight Highlight Ich kann dem Argument, die Entwicklungsländer verbrauchen weniger Ressourcen pro Kopf als wir, nicht viel abgewinnen. Unser langfristiges Ziel müsste doch sein, dass die Afrikaner einen ähnlichen Lebensstandard haben, wie wir? Solange das so ist, bringt es sehr viel, dort gegen die Bevölkerungsexplosion anzukämpfen!
    • bbelser 18.05.2020 10:10
      Highlight Highlight Du möchtest, dass die Entwicklungsländer sich auch 30-50% foodwaste leisten können?
      Dass alle in einer eigenen Blechkiste im Stau stehen können?
      Dass alle täglich Quälfleisch in sich reinstopfen können und täglich Billigstkleider aus Sklavenhaltung wegschmeissen können?
      Unser "Lebenstandard" ist ein Verschwendungshohn sondergleichen.
      Das wünsche ich keinem einzigen weiteren Land.
    • Satan Claws 18.05.2020 11:57
      Highlight Highlight @Sapientia et Virtus

      Dass wir über unsere Verhältnisse leben ist egal?

      Wenn es ihnen dort so gut geht wie uns, werden die Geburtenraten sinken. Das ist ein Teil vom demografischen Übergang. Mehr dazu in diesem ausgezeichneten Video:

      Play Icon

    • PVJ 18.05.2020 13:29
      Highlight Highlight Ist es nicht so, dass Wohlstand zum Rückgang der Geburtenrate führt? Vor hundert Jahren waren auch bei uns die Familien noch grösser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kronrod 17.05.2020 22:49
    Highlight Highlight Es ist lustig, wie sich viele der Erkenntnis verweigern, dass die Zuwanderung schlecht ist für die Umwelt. Dabei ist die Statistik klar: ein durchschnittlicher Syrer verursacht beispielsweise nur ein Drittel soviel CO2-Ausstoss wie ein Schweizer. Jeder Einwanderer, der aus einem Entwicklungsland zu uns kommt und sich unserem Lebensstil anpasst, führt also zu einer Erhöhung des weltweiten CO2-Ausstosses um ein paar Tonnen pro Jahr. Ich weiss nicht, was daran so schwer zu verstehen ist.
    • Satan Claws 17.05.2020 23:22
      Highlight Highlight @Kronrod

      Das Ziel ist es, dass es allen gut geht. Der Wunsch wie wir zu leben ist verständlich. Das Problem sind doch nicht jene, die jetzt wenig Ressourcen benötigen, sondern jene die zu viel von allem nehmen.
    • Mutzli 17.05.2020 23:50
      Highlight Highlight @Kronrod
      Ich hingegen weiss nicht, was so schwer daran zu verstehen ist, dass die von Ihnen beschworenen Einwanderer aus Entwicklunsländern einen Bruchteil aller migrierenden Ausmachen.
      Unten Grafik BFS zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund nach Staatsangehörigkeit. Die 4 grössten: Italien, Deutschland, Frankreich, Portugal.
      Sind das neuerdings Entwicklungsländer?

      Die Schweiz hat, im Vergleich zu unseren Nachbarländern eine relative gute CO2-Bilanz.

      D.h. nach Ihrer Logik, ist diese Migration gut für die Umwelt, denn wenn Deutsche sich an unser Co2-Profil anpassen wär das dann Reduktion
      Benutzer Bild
    • Papedipupi 18.05.2020 00:20
      Highlight Highlight Das heisst v.a., dass unser Lebensstil nicht gut ist fuer die Umwelt. Aber je nach dem, wie man es deuten will.
    Weitere Antworten anzeigen
  • einmalquer 17.05.2020 21:41
    Highlight Highlight "Es ist eine Ideologie, die den Blick verengt und die Welt in gute weisse Menschen im Westen und böse braune Menschen im Rest der Welt unterteilt."

    Es ist also Rassismus.
    • Panic4Clicks 18.05.2020 09:29
      Highlight Highlight SwissWitchBitch: Sie machen denselben Denkfehler. Nur weil jemand weiss ist, ist er nicht böse.
    • Panic4Clicks 18.05.2020 10:47
      Highlight Highlight Wieder, selber Denkfehler. Du bist in der Rassimusdebatte dir selber auf den Leim gegangen.
    • einmalquer 18.05.2020 10:52
      Highlight Highlight Das generelle Problem dieses Aufsatzes steht schon ganz am Anfang:

      "ökofaschistisches Gedankengut manchmal nicht ohne Weiteres als solches zu erkennen"

      Oder klarer ausgedrückt: Wer anders argumentiert hat die Erkenntnis nicht.

      Damit wird auch gleich eine sinnvolle Diskussion abgewürgt.

      Es ist ungefähr die gleiche Argumentation die auch Verschwörungstheoretiker benutzen.

      Sinnbildlich auch die Sentenz: "Ecopop-Initiative, welche 2014 in der Schweiz zur Abstimmung kam" ohne den Zusatz, dass sie abgelehnt wurde.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 17.05.2020 21:16
    Highlight Highlight Parteitag der Grünen 2017 - eine junge Kenianerin wurde eingeladen zu referieren. Die Grünen dachten natürlich: Junge Frau, schwarz - passt perfekt zu uns.
    Und dann kam die große Überraschung: Die ganzen schönen EU-Träumereien hat sie weggewischt und gegen die EU und ihre Großmannspolitik gewettert.

    Faschismus ist keine Frage von rechts oder links. Er ist scheinbar tief verwurzelt in Europa und Nordamerika gegenüber anderen Regionen der Welt.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.05.2020 21:39
      Highlight Highlight "Faschismus ist keine Frage von rechts oder links."

      Also eine Frage der Mitte? Oder eine Frage an DJ Bobo?
    • Rabbi Jussuf 17.05.2020 22:42
      Highlight Highlight <man sollte solche Begriffe wie "Faschismus" nicht überbewerten wie das Kovic tut. Das führt nur dazu, dass dann alles und jedes faschistisch ist, was einem grade nicht passt.
      Kennen wir ja schon von den "Nazis" und "Populisten" etc.
      Was er da macht, ist eigentlich eine Art unlauterer Philosophie.
      Verstehe nicht, dass sogar Leute mit ein bisschen Grips in diese einfache Fallgrube fallen.
    • Max Monti Calvary 18.05.2020 14:50
      Highlight Highlight Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, welche sie MEINEN, dass sie Grips hätten.
      Hr.Kovic hat den wichtigsten Mainstream-Artikel der letzten 15 Jahre verfasst und hat verstanden, wie enorm diese "Philosophie" unseren Alltag, genauer unser ganzes Leben bestimmt und mit einseitig undurchdachten Einschränkungen durchzieht. In 10 bis 15 Jahren werden das eventuell auch Sie verstehen. Ich selber brauchte fast 10 Jahre um zu verstehen, was damit gemeint war, dass der nächste Faschismus, wie vorher gesagt, im linken Kleid daher kommen wird. Jetzt, wo es exakt so gekommen ist, verstehe ich komplett.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 17.05.2020 20:32
    Highlight Highlight Etwas verstörend, dass der Ökofaschismus nur rechts geortet wird. Wenn der Deutsche Grünen-Politiker Habeck öffentlich darüber sinniert, ob eine Diktatur wie China für den Umweltschutz besser wäre als die Deutsche Demokratie, dann zeigt das vor allem eins: Solches Gedankengut ist bis in die höchsten Positionen der Grünen salonfähig.

    ("Vielleicht gibt es irgendwann mal eine Revolte in China, aber erst einmal ist das System effizienter", Habecks vollständige Rede ist per google auffindbar.)

    Habeck wird übrigens schon mal als kommender Grüner Kanzler gehandelt.
    • willy wodka 17.05.2020 21:26
      Highlight Highlight Aber unrecht hat er ja nicht? Sich eine Diktatur wie in China zu wünschen wäre skandalös und höchst verwerflich, dennoch hat er mit dieser Aussage recht. Sklaverei wäre ja auch gut für die Wirtschaft, trotzdem ist es gut, dass sie verboten ist.
    • Varanasi 17.05.2020 21:50
      Highlight Highlight Um den Umweltschutz ging es in dem ganzen Interview nicht. Nur um die verschiedenen Systeme:

      "China, da gibt es eben keine Opposition und keine Mitbestimmung, und wenn die Fehler machen, dann werden die trotzdem nicht abgewählt. Vielleicht gibt es irgendwann mal eine Revolte in China, aber erst einmal ist das System effizienter."

      Nachzulesen hier:

      https://correctiv.org/faktencheck/politik/2019/06/21/will-habeck-ein-system-wie-in-china-virales-video-verzerrt-aussage-des-gruenen-politikers



    • Stefan Morgenthaler-Müller 17.05.2020 21:57
      Highlight Highlight Was denn bitteschön soll ein linker Faschismus sein? Entweder man ist links, dann ist man kein Faschist oder man ist ein Faschist und ist nicht links.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 17.05.2020 20:05
    Highlight Highlight Der Film nannte keine Lösungsvorschläge und wies mehr darauf hin das der Kapitalistische Ansatz gegen Klimawandel mehr Marketing ist als irgendwas anderes.

    Was gut ist - man soll aufhören Geld in falsche Richtung zu verblöden.

    Aber selbst im Film werden schon Lösungen genannt - zB. das die Solarzellen der NASA durchaus den gewünschten Effekt erbringen.

    Umweltfreundlich zu sein muss sich auch Lohnen - CO2 Steuern mit Rückfluss zu Leuten die weniger CO2 erzeugen usw. wären ein Beispiel um das Kapital durch den Markt zu regulieren. Dann lohnt sich investition in eine Zukunft.
    • Rabbi Jussuf 17.05.2020 23:04
      Highlight Highlight blueberryCO2
      Steuern haben nun mal nichts mit freiem Markt zu tun.
      Windräder und PV funktionieren in einem Freien Markt nicht und werden immer ein Nischendasein führen. Da liegt Moore völlig falsch. Ohne massive Subventionen und Regulierung funktionieren die angesprochenen Technologien nicht.
    • Padcat 18.05.2020 11:21
      Highlight Highlight @RabbiJussuf der gesamte Energiemarkt funktioniert nicht ohne Subventionen und Regulierung (keine Angst, ich kenne mich da gut aus), das ist deshalb ein sehr schlechte Argument. Mir ist keine Energieproduktion bekannt, welche gänzlich ohne Subventionen wirtschaftlich ist, ausser die Pump-Speicherwerke.
    • Rabbi Jussuf 18.05.2020 11:51
      Highlight Highlight Padcat
      Hast du dich da grad verschrieben? Die Pumpspeicher sollen ohne Subventionen laufen?
      Dabei sind das doch die, welche am meisten Subventionen oder Querfinanzierung brauchen.
      Die müssen ja zusätzlich zu allem anderen ihren Strom noch einkaufen.
      Ich sagte ja: ohne MASSIVE Subventionierung UND Regelung. (wie z.B. der Einspeisevorrang).
      Jedenfalls ist diese "grüne" Energie bei Weitem nicht so billig wie von entsprechender Seite immer propagiert wird.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik Treier 17.05.2020 19:47
    Highlight Highlight Wenn wir unsere Anstrengungen nicht unternehmen um dem Menschen zu dienen und ihn zu schützen, wer soll uns dann je dafür danken?

    Ich verstehe die Weltsicht die zu solchen Ansichten führt, im Grunde genommen geht es um Selbsthass, denn wenn jemand sagt er hasse Menschen und der Mensch sei eine Plage spricht er in der Regel genau von der Person, von der er vorgibt die Ausnahme darzustellen, sich selbst.

    Solchen Menschen sollten wir helfen, denn das ist einfach nur traurig...

  • Varanasi 17.05.2020 19:28
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich hätte gerne mehr dieser Art und weniger bla bla.
    • bbelser 18.05.2020 10:23
      Highlight Highlight Dem möchte ich mich anschliessen.
      Obwohl einiges blabla auf Watson auch ganz amüsant und entspannend ist und damit zur Bekömmlichkeit solcher Artikel wie hier beiträgt. ;-)
  • rodolofo 17.05.2020 19:27
    Highlight Highlight ...
    Der Faschist will keine Symbiosebeziehungen eingehen, sondern HERRSCHAFTSBEZIEHUNGEN!
    Den Faschisten geht es also immer zuerst um MACHT und um die sadistische Ausübung von Macht.
    Auf der anderen Seite sieht sich der Ökologist nicht als überlegen und als mehrwertig anderen Menschen, oder anderen Tieren und Pflanzen gegenüber!
    Der Ökologist sieht "Erziehung", oder "Entwicklungshilfe" nicht als Einbahnstrasse, sondern als Prozess des gegenseitigen Geben und Nehmens, so dass keine Ausbeutung und kein Raubbau passieren, sondern eine ganzheitliche Lebensqualität und ganzheitliches Wohlbefinden.
  • rodolofo 17.05.2020 19:21
    Highlight Highlight Ökologismus und Faschismus sind unvereinbare Gegensätze, die einander gegenseitig ausschliessen!
    Warum?
    Der Faschismus geht von der Vorstellung aus, dass Mensch und Natur unvollkommen seien und durch fortwährende Erziehung und Zucht auf ein höheres Level gehoben werden sollen.
    Der Ökologismus ist das pure Gegenteil davon!
    Er geht davon aus, dass alle Wesen und Naturgewalten in ihrer ganzen Vielfalt und Pracht bereits vollkommen SIND, dass also der Mensch im Prinzip nichts daran verbessern muss.
    Allerdings können und sollen Menschen SYMBIOSEBEZIEHUNGEN mit nicht-menschlichen Lebewesen eingehen.
    • Firefly 17.05.2020 19:57
      Highlight Highlight "Der Ökologismus ist das pure Gegenteil davon!
      Er geht davon aus, dass alle Wesen und Naturgewalten in ihrer ganzen Vielfalt und Pracht bereits vollkommen SIND, dass also der Mensch im Prinzip nichts daran verbessern muss."

      Geht es beim Ökologismus nicht darum, dass der Mensch von "richtigen" Weg abgekommen ist und wieder zurückgeführt werden muss zu (seiner) Natur?

      Wenn ja, kann das durchaus faschistische Züge tragen.
    • rodolofo 17.05.2020 21:16
      Highlight Highlight @ Firefly
      Ich spreche vom Faschismus und vom Ökologismus in Reinkultur, also von idealisierten Extremen, an denen wir Menschen und orientieren.
      Natürlich züchten auch Biobauern und setzen neue Technologien und neues Know How ein!
      Und natürlich sind Faschisten nicht immer nur brutal und verächtlich!
      Im Menschen mischen sich die Extreme, so dass eigentlich alle Menschen "Öko-Faschisten" sind, von hellgrün über dunkelgrün bis hin zu schwarz-grün...
      Aber wie gesagt: Die Grundprinzipien "Ökologismus" und "Faschismus" sind gegensätzlich und beissen einander.
    • Maracuja 17.05.2020 21:42
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Grohenloh 17.05.2020 19:16
    Highlight Highlight Irgendwie ging beim Aufzeigen der modernen ökofaschistischen Bewegungen derjenige Teil der Klimabewegung vergessen, der offen und klar Demokratie, persönliche Freiheit und unser sozialliberales Wirtschaftssystem abschaffen will, um das Klima zu retten.

    Natürlich ist Faschismus nicht nur über fehlende Demokratie, Staatswirtschaft und fehlende persönliche Freiheit definiert. Aber die erwähnte Bewegung verbreitet genug Dünkel („wir retten das Klima gemeinsam und ohne Rücksicht auf Verluste“), dass man durchaus einen faschistischen Einschlag erkennen darf. Oder nicht?
    • Firefly 17.05.2020 20:02
      Highlight Highlight Naja, die meisten wollen nicht abschaffen sondern ändern ohne alles in Frage zu stellen. Denn sie sehen klar, dass ohne Änderung die Nebenwirkungen unseres jetztigen Wachstums und Konsums und deren Auswirkungen die Umwelt aller, eben gerade Freiheit, Demokratie und sozialliberales Wirtschaftssystem gefärdet sind.
    • DemonCore 17.05.2020 21:51
      Highlight Highlight Schöne Verhöhnung von tatsächlichen Faschismus-Opfern, wenn du die Klimabewegung als faschistisch titulierst... Völlig daneben.
    • Varanasi 17.05.2020 22:11
      Highlight Highlight Wenn du damit XR meinst, da gehe ich mir dir einig.
      Diese Gruppe tut den Klimaaktivisten wie FfF keinen Gefallen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nino F. 17.05.2020 19:10
    Highlight Highlight Super Artikel, bitte mehr davon!
  • Steibocktschingg 17.05.2020 19:04
    Highlight Highlight Wahrscheinlich ist es vielen dieser Leute, die so Dinge wie "Der Mensch ist ein Virus" oder "wir müssen die Bevölkerung schrumpfen" nicht mal klar, was für ein Denken dahintersteckt.

    Witzig ist es ja dann auch, wenn Rechtspopulisten und Neoliberale hysterisch und panikerfüllt so Tatsachen wie den Klimawandel, dass unsere Art zu wirtschaften mitschuldig ist daran und wir wohl sowohl Wirtschaft als auch Gesellschaft anders organisieren müssen, natürlich ohne Aufgabe unserer zivilisatorischen Errungenschaften als "Ökofaschismus" beschimpfen.

    Daher vielen Dank für diesen Artikel!
  • Borki 17.05.2020 18:48
    Highlight Highlight (2/2) Soll es ernsthaft faschistisch sein, wenn ein reiches Land einem armen Land seine Hilfe anbietet, z.B. durch Bildung und Zugang zu Verhütungsmitteln für junge Frauen das Bevölkerungswachstum in den Griff zu bekommen?

    Wenn schon historische Argumente gebracht werden: Wieviel menschliches Leid hat das zu starke Bevölkerungswachstum der Europäer ab ca. 1400 wohl verursacht? Und ich meine damit sowohl die Entbehrungen in den kinderreichen Familien hier als auch das unendliche Leid des durch Überbevölkerung (mit-)verursachten Kolonialismus in Übersee.
    • Locutus70 17.05.2020 19:18
      Highlight Highlight @Borki - Natürlich ist es das. Die Afrikaner sind Menschen wie du und ich - und sie können selbst entscheiden was immer sie wollen.

      Soll jetzt der links-grüne Faschismus den Kolonialismus ablösen?
    • Varanasi 17.05.2020 19:26
      Highlight Highlight Locutus70

      Oben im Artikel sind folgende Gruppen aufgeführt.
      Links-grün? Wohl weniger....

      „Von der Alt-Right-Bewegung in den USA über die Parteien UKIP und BNP im Vereinigten Königreich, den Front National in Frankreich und die FPÖ in Österreich bis hin zu Rechtsaussen-Parteien in Polen, Ungarn oder Tschechien: Umweltschutz wird heute von rechtsnationalistischen Gruppierungen und Parteien aktiv bewirtschaftet“
    • FACTS 17.05.2020 20:10
      Highlight Highlight @Locutus70: Wer spricht den Afrikanern den mit dem Anbieten freiwilliger Verhütungsmethoden etc. ihr Selbstbestimmungsrecht ab? Sind den etwa die Frauen in Westeuropa unfreier geworden, indem sie ihre Familienplanung mit Pille etc. selbst in die Hand nehmen konnten? Geburtenkontrolle muss doch nicht Zwangssterilisation etc. bedeuten! Vielmehr sollen die potentiellen Eltern über die Anzahl ihrer Kinder selber entscheiden können! Fragwürdig wäre es, moderne Verhütungsmethoden Afrika vorzuenthalten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magenta 17.05.2020 18:46
    Highlight Highlight Ich stehe dem Prinzip des stetigen Wachstums grundsätzlich kritisch gegenüber, auch z.B. in der Wirtschaft. Den ungebremsten menschlichen Populationszuwachs erachte ich als Quelle vieler Probleme.

    Ich persönlich habe schon längst die Entscheidung getroffen, auf Kinder zu verzichten, auch wenn ich Kinder mag - in meinen Augen ein zwar bescheidener, aber wichtiger Beitrag.

    Ich würde Kinderlosigkeit nicht von anderen erwarten oder gar verlangen und bezeichne mich deshalb nicht als Ökofaschistin. Trotzdem stehe ich klar zu meiner Haltung.
  • Borki 17.05.2020 18:33
    Highlight Highlight Jeder, der das momentan noch ungebremste Wachstum der Menschheit für kritisch haltet, ist also ein Faschist? Danke dafür!!!

    Das Wachstum der Menschheit versuchen zu drosseln, hilft dem Klima und der Natur. Den Pro-Kopf-Verbrauch zu drosseln natürlich auch. Das eine Tun, das andere nicht lassen!

    Und wieso wird in der Argumentation nicht erwähnt, dass die mitteleuropäischen Gesellschaften schon am schrumpfen sind, es in den Entwicklungsländer z.T. aber noch beachtliche Zuwachsraten gibt? Das die Hauptleittragenden der Übervölkerung in der 3. Welt die Leute vor Ort sind? (1/2)
    • rodolofo 17.05.2020 19:36
      Highlight Highlight Die sogenannte "Überbevölkerung" in Ländern der sogenannten "3. Welt" hängt damit zusammen, dass Multinationale Konzerne und einheimische Landlords die besten Ländereien und Minen besitzen und ausbeuten, so dass der Grossteil der ansässigen Bevölkerung und die Indigenen an die uninteressanten Ränder verdrängt und zusammengepfercht werden!
      Der grosse Reichtum dieser Länder wird exportiert, nach Amerika, Europa, China, usw.
      Und der erzielte Erlös wird nur zu einem kleinen Teil in den Ländern selbst investiert, unter anderem in Privatarmeen, welche die verarmten Massen in Schach halten...
    • HiCh 17.05.2020 19:54
      Highlight Highlight Und was hat das damit zu tun, dass diese Bevölkerungen nicht verhüten und unüberlegt "zu viele" Nachkommen zeugen.
    • rodolofo 19.05.2020 07:16
      Highlight Highlight @ HiCh
      So unüberlegt ist das gar nicht!
      Wenn es keine Altersrenten gibt und die Kindersterblichkeit hoch ist, ist die einzige Altersversicherung, von den überlebenden Kindern unterstützt zu werden.
      Nicht zu unterschätzen ist auch die Freude am kindlichen Wesen! Ihre Art, voll präsent zu sein und alles so zu nehmen, wie's kommt, aufmerksam, lernbegierig, emotional, ehrlich, wärmt die Herzen der Menschen im tiefsten Elend und im dreckigsten Schmutz!
      Die Kinder sind das Licht der Menschen!
      Und traurige Kinderaugen zerreissen uns das Herz...
  • FACTS 17.05.2020 18:15
    Highlight Highlight Zur (eigenverantwortlichen) Geburtenkontrolle: In vielen Entwicklungsländern - wie zuvor bis zum Pillenknick in den Industrienationen - sind insbesondere die Frauen froh um etwas mehr Entscheidungsfreiheit bei der Familienplanung durch Verhütungsmethoden etc. Warum sollte man dies - natürlich ohne Zwang - nicht fördern und zugleich die Umwelt schützen? Und gute Ideen werden nicht allein deshalb schlecht, weil sie auch schlechte Menschen hatten und pervertierten...
    • schicht_im_schacht 18.05.2020 16:02
      Highlight Highlight Dabei gehen meiner Meinung nach die kulturellen und religiösen Unterschiede vergessen. In verschiedenen Religionen ist Geburtenkontrolle, bzw. Verhütung nicht erlaubt, z.B. im katholischen Glauben. Wären religiöse Führer bereit Verhütung zu legitimieren, wäre es für die Gläubigen einfacher die Hilfsmittel auch zu nutzen, da sie damit nicht mehr gegen die Gesetzte Gottes verstossen würden. Und kulturell gesehen sind viele Kinder wichtig in ärmeren Ländern. Nicht alle kommen durch und die anderen können mithelfen und die Eltern im Alter unterstützen. Pragmatisch.
  • Huitzilopochtli 17.05.2020 18:11
    Highlight Highlight Schon lange nicht mehr einen so interessanten Artikel auf Watson gelesen, danke. Sehr schön aufgezeigt, unter welchen Umständen sich braun und grün gefährlich nahe kommen. Und überhaupt kümmert sich "die Natur" auch nicht wirklich um Grenzen von Nationalstaaten, Einwanderungsbegrenzungen sind da mMn ein recht hohles Argument...
  • De-Saint-Ex 17.05.2020 18:03
    Highlight Highlight Faschismus ist Faschismus... egal was für ein Präfix man ihm gibt.
    • Troll Watson 17.05.2020 19:08
      Highlight Highlight und was ist mit demokratischem Faschismus?
    • De-Saint-Ex 17.05.2020 20:23
      Highlight Highlight Was ist das?
    • Troll Watson 17.05.2020 22:49
      Highlight Highlight Das wüsste ich auch gerne
    Weitere Antworten anzeigen
  • El Vals del Obrero 17.05.2020 17:55
    Highlight Highlight Witzig (aber nicht zum Lachen) ist es noch, wenn Chemtrail-Gläubige da mitmarschieren, was ja sicher auch der Fall ist. Da ein angebliches Ziel der Chemtrails (und wahrscheinlich auch 5G usw.) es doch sein soll, die Fruchtbarkeit zu reduzieren, müssten die doch eigentlich diese unterstützen und nicht bekämpfen :)
    • neoliberaler Raubtierkapitalist 18.05.2020 00:03
      Highlight Highlight 5G ist potenziell verantwortlich für alles Schlechte. Jeder kann sich etwas aussuchen, deshalb glauben so viele auch diesen Quatsch.
  • Maracuja 17.05.2020 17:46
    Highlight Highlight Danke für diesen auf gute Argumente gestützten Artikel.
    • Rabbi Jussuf 17.05.2020 19:32
      Highlight Highlight Autsch!
      Ein bisschen weiter denken hätte ich dir schon zugetraut.
      An dem Text ist so vieles falsch - neben einigem Richtigen - dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll zu kritisieren.

      Eine Migrationsbegrenzung als faschistisch anzusehen, ist schon mal extrem einseitig.
      Dann die fromme Utopie, die Bevölkerungsexplosion würde schon von alleine aufhören. Aua!
      Wenn wir nicht steuernd eingreifen, kommt es lange vor der "Abflachung" zu scheusslichen Bürgerkriegen, die kurzfristig etwas Luft verschaffen, dafür aber das Wachstum der Bevölkerung weiter anheizen. Kennt man aus der Geschichte.
    • Rabbi Jussuf 17.05.2020 19:41
      Highlight Highlight Kovic lässt diese Regel einfach unter den Tisch fallen.
      Dann: Kein Wort zu XR oder ähnlichen Gruppen, die den Klimawandel als Mittel brauchen um eine Transformation einzuleiten. Das ist Sozialismus pur. Im Gegensatz zum Faschismus kennen diese Leute keine Grenzen.
      Wer keine Grenzen will, der will auch keine Demokratie, oder einen Rechtsstaat, noch einen Sozialstaat und schon gar keine funktionierende Wirtschaft. Es folgt Verarmung und damit wäre dann das Thema Klimaschutz oder Umweltschutz vom Tisch und eine neue Welle der Bevölkerungsexplosion nicht zu verhindern.
    • Rabbi Jussuf 17.05.2020 19:55
      Highlight Highlight Mit etwas Goodwill kann man diesen neuen Sozialismus auch als Bestandteil des Faschismus sehen. Das müsste aber klar benannt werden! Kein Wort davon in Kovics Text.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gowynda 17.05.2020 17:44
    Highlight Highlight Oft hört man Dinge wie: "Der Natur ginge es besser ohne den Menschen". Aber das ist eine abstruse Vorstellung. Die "Natur" will nichts und ihr ist es egal, ob sie existiert, ob sie kaputt geht und ob es Menschen gibt. Sie ist kein Individuum.
    Zu sagen, der Mensch sei gegen den "Willen" der Natur, ist das gleiche, wie zu sagen, Sünden sind gegen den Willen Gottes. In beiden Fällen wird etwas konstruiert, das einen Willen hat, was aber eigentlich nur die Projektion des menschlichen Willens darstellt, um diesem mehr Kraft zu verleien.
    Nur der Mensch will, dass "die Natur" nicht zerstört wird.

    • marsen 17.05.2020 17:54
      Highlight Highlight Stimme voll zu!
      Die Natur und Tiere zu Vermenschlichen hiflt niemandem.
    • auloniella 17.05.2020 18:32
      Highlight Highlight Mhh jein, rein evolutionär gesehen ging es anderen Arten schon besser wenn wir nicht in praktisch jede ökologischer Nische rumpfuschen würden. Neue Arten entstehen auch nur verdammt langsam und in eher ungestörten Gebieten, wo gibts die noch?

      Nur weil andere Arten sich nicht melden können macht es das aktuelke rasante Artensterben nicht besser.
      Die Natur ist kein Individuum richtig. Aber als einzige Art erkennen wir was wir anrichten, da darf man schon etwas Verantwortung verlangen.
    • Steibocktschingg 17.05.2020 18:55
      Highlight Highlight Abstrus ist es schon nur deswegen, weil auch der Mensch Teil der Natur ist und somit sein ganzes Handeln ebenfalls natürlich. Nur weil eine Art sich ihren eigenen Lebensraum nimmt, ist es nicht unnatürlich, sondern schlicht ein Faktor, der über ihr Überleben mitentscheidet.
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  • Rellik 17.05.2020 17:26
    Highlight Highlight Super Artikel mit guten Argumenten. Ich finde immer jeder der ein Problem in der Überbevölkerung sieht, sollte bei sich selber mit dem Lösen beginnen
    • karl_e 17.05.2020 17:47
      Highlight Highlight "Das Lösen" ist folglich der Selbstmord?
    • elco 17.05.2020 18:17
      Highlight Highlight Ja. Greta wir warten.
    • Liserl 17.05.2020 19:18
      Highlight Highlight Soylent Green, war mir schon immer klar das wir dorthin gehen, leider ist das menschliche Hirn zu was anderem nicht fähig!
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In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

Der Volkszorn kocht, und der Redner weiss genau, was die Leute hören wollen: «Die Flücht­lin­ge müs­sen hin­aus­ge­wor­fen wer­den, und die Bau­ern müs­sen da­bei tat­kräf­tig mit­hel­fen», ruft Jakob Fischbacher*. Der Kreisdirektor des bayerischen Bauernverbandes giesst kräftig Öl ins Feuer und nimmt sogar das Nazi-Wort «Blutschande» in den Mund.

Was hier nach Sachsen im Jahr 2016 klingt, ist Bayern im Jahr 1947. Und die Flüchtlinge, die Fischbacher hinauswerfen will, kommen nicht aus Syrien …

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