Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Safer Sex bekommt plötzlich eine andere Bedeutung. bild: shutterstock

Spanischer Sexologe rät zu Hündchenstellung in Coronakrise – Sextherapeutin widerspricht

Ein spanischer Sexologe sagt, dass man jetzt auf die Missionarsstellung und Oralsex verzichten soll. Uns sagt die Schweizer Sextherapeutin Dania Schiftan, was sie davon hält.

Deborah Gonzalez / ch media



Die momentane Situation entspannt sich. Viele Singles können es kaum erwarten, endlich wieder Sex haben zu können. Geht es aber nach spanischen Medien, wird es nun in den Betten ziemlich eintönig werden. Denn Francisco Cabello, Direktor des andalusischen Instituts für Sexologie beschreibt, wie der Sex nach dem Lockdown aussehen soll. Und das mit ziemlich klaren Vorschlägen, wie die spanische Zeitung «La Vanguardia» schreibt.

Cabello nennt einen klaren Feind für die Gesundheit der Liebeshungrigen: der Zungenkuss. Dieser soll das Gefährlichste am Geschlechtsakt sein, weil das Virus über den Speichel übertragen wird. Schliesslich soll schon ein 10 Sekunden dauernder Zungenkuss 0.74 Milliliter Speichel übertragen.

Sexstellungen nach Plan

Knutschen ist also Tabu. Der Sex an sich aber nicht. Man dürfe miteinander schlafen, müsse jedoch gewisse Regeln befolgen. Die Wichtigste: Keine Sexstellungen, bei denen das Paar von Angesicht zu Angesicht ist. Damit fallen die herkömmlichen Stellungen weg. Bleiben solche wie die Hündchen- oder die Löffelchenstellung. Hält man sich nach Cabllos Plan, sollte man sich auf genau diese Sexstellungen konzentrieren.

Und das aus einem einfachen Grund: Bei der Hündchen- wie auch bei der Löffelchenstellung seien die Münder weit voneinander entfernt und das Risiko einer Ansteckung werde gemindert. «Totaler Unsinn», findet Sexualtherapeutin Dania Schiftan. «Das kann ich nicht ernst nehmen. Denn sobald Leute miteinander intim werden, sind sie sich nahe und Körperflüssigkeiten werden beim Sex überall und die ganze Zeit lang ausgetauscht.»

Da mache es keinen Unterschied, in welcher Stellung man sich befinde. Ausserdem könne sie nicht glauben, dass der Mund ein Problem darstelle, aber die Hände nicht. «Wenn man intim ist, sind die Hände überall auf dem Körper. Das müsste doch dann auch ein Problem sein», sagt die Sextherapeutin. Trotzdem kann sie der Stellungseinschränkung des Spaniers etwas Positives abgewinnen: «So wird das Paar aktiviert, kreativ miteinander zu werden und das bringt Schwung in die Sexualität.»

>>> Hier geht es zum Liveticker

Nein zum One-Night-Stand, Ja zum Sexfreund

Doch der spanische Sexologe geht noch weiter. Nicht nur Zungenküsse seien ein rotes Tuch. Auch Oralsex aller Art sei zurzeit undenkbar. Nur so könne man sichergehen, dass der Sex nicht ansteckend sei. Doch der Plan solle keineswegs vom Sex abraten, betont Cabello. Es sei wichtig, weiter miteinander zu schlafen, weil es die Gesundheit fördert und den Stress mindert. Derselben Meinung ist Schiftan: «Wir brauchen den physischen Kontakt und sollten ihn deswegen auch suchen.»

Man könne sich einen sogenannten Sexfreund suchen. Jemanden, mit dem man öfter ins Bett steigt. «Auf keinen Fall aber einen One-Night-Stand», sagt Sextherapeutin Schiftan. Mit einem Sexfreund könne man alles im Vornherein klären und müsse sich danach keine Gedanken über eine Ansteckung machen. Und ein weiterer Pluspunkt: Man hat mehrmals Spass mit der gleichen Person. Und während dem Spass, solle man sich keine Gedanken über den Plan des spanischen Sexologen machen: «Man soll keine Angst haben, sondern den Sex vollends geniessen.» (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die Geschichten aus dem Leben von Emma Amour:

Corona-Lockdown: «F*ck dein Bananenbrot! Und dein Sch**sspuzzle!»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

40 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Bajazzo
07.05.2020 06:34registriert February 2020
Na dann wäre ja "spanisch" auch eine absolut praktikable Methode, da sie nicht von Angesicht zu Angesicht stattfindet.
🤪
5501
Melden
Zum Kommentar
Chancho
07.05.2020 20:23registriert February 2020
Das chunnt mir spanisch vor!
🤔
5501
Melden
Zum Kommentar
Flexon
05.05.2020 21:01registriert February 2014
Die absurdeste Meldung zum Thema Corona bisher. Aber so eine Gelegenheit lässt sich Watson natürlich nicht entgegen. Sex und Corona - wer klickt da nicht 😅
53711
Melden
Zum Kommentar
40

Wer Neandertaler-Gene im Erbgut hat, muss eher wegen Corona beatmet werden als andere

Seit einigen Jahren ist nachgewiesen, dass zwischen dem modernen Menschen, dem Homo sapiens, und seinem nahen Verwandten, dem Neandertaler, ein Genfluss stattgefunden hat. Dies geschah, nachdem Gruppen des Homo sapiens Afrika verlassen hatten, weshalb sämtliche Menschen-Populationen ausserhalb Afrikas Neandertaler-Gene in sich tragen – das Genom der heutigen nichtafrikanischen Bevölkerung weist zwischen ein und drei Prozent Erbgut von Neandertalern auf.

Dieses uralte Erbe wirkt sich auch heute …

Artikel lesen
Link zum Artikel