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An Bord befinden sich tausende antike Amphoren. screenshot: twitter/reuters

Griechenland öffnet seine «Akropolis des Meeres»

Am 3. August wird erstmals ein altes Schiffswrack in Griechenland der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei wird das archäologische Wunder mit modernen Techniken verbunden – um es zu schützen.



Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. sank ein Holzschiff vor der ägäischen Insel Alonnisos. Auf dem Schiff waren tausende von Amphoren mit spitzen Tonkrügen, die für den Handel im gesamten Mittelmeerraum verwendet wurden.

Der Zugang zu Unterwassergebieten ist in Griechenland normalerweise eingeschränkt, um deren Integrität zu gewährleisten. Dank der Computerüberwachungstechnologie konnte die Regierung jedoch das Tauchen am Schiffswrack in Peristrea ermöglichen.

Unterwasserkameras überwachen den Standort und verwenden die Bilderkennungssoftware, um Administratoren sofort zu benachrichtigen, wenn das Wrack in Gefahr ist.

«Wir hatten das Glück, mit einem der schönsten alten Wracks der Welt zu beginnen. Es wird ‹Akropolis der Seewracks› genannt», sagte George Papalambrou, Assistenzprofessor für Kraftantrieb an der Nationalen Technischen Universität von Athen gegenüber Reuters. Das massgeschneiderte Überwachungssystem, welches mit Solarenergie betrieben wird, könne in einer anderen Form auch an anderen Unterwassersystemen eingesetzt werden.

Es sei das erste Mal im europäischen Raum, dass ein solch grosses Schiffswrack mit so vielen antiken Objekten für die Öffentlichkeit und Taucher geöffnet wird, sagt Dimitri Kourkoumelis, Unterwasserarchäologe, gegenüber «Reuters».

Gemäss Archäologen soll das Wrack Einblicke in den Handel des goldenen Zeitalters von Athen geben. Die 3000 - 3500 Amphoren an Bord haben möglicherweise Wein transportiert. (cki)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pepe le Fart 31.07.2020 14:10
    Highlight Highlight Ich find das doch relativ heikel das nun jeder Taucher sich an einem Schiffswrack des 5. Jahrhunderts v. Chr. machen kann. Auch bei sauberer Ueberwachung, ob sich da jeder an die Regeln hält? Zudem kann auch ungewollt Schaden entstehen gerade beim Tauchen. Ich hoffe die Archäologen haben sich das richtige Wrack ausgesucht.!
  • Bündn0r 31.07.2020 12:10
    Highlight Highlight Ich liebe Wracktauchgänge, aber so mancher hat weder die Ausbildung, noch den Anstand alles so zu hinterlassen wie vorgefunden.
    Bleibt zu hoffen, dass Diebstahl verhindert wird und nicht jeder Idiot mit OWD, aber ohne jegliche Tarierung und Trim da versenkt wird. 22 m sind echt verlockend...

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