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Ein paar Geister-Schnappschüsse der Hobby-Fotografin Ada Emma Deane, die am Ende als Betrügerin entlarvt werden konnte.  Bild: allmystery

Keine Angst, das ist nur ein Bettlaken: So wurde den Menschen vor 100 Jahren das Geld aus der Tasche gezogen

Der Glaube an Geister ist so alt wie die Menschheit selbst. Schliesslich wissen wir bis heute nicht, was mit unseren Seelen nach dem Tod geschieht – geschweige denn, ob wir überhaupt eine haben. Aber wenigstens fallen heute nur noch die Wenigsten auf (schlecht gemachte) Geisterfotografien herein. Im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert sah das noch ganz anders aus. 



Ausgerechnet Sir Arthur Conan Doyle, der mit seinen «Sherlock Holmes»-Romanen der Überlegenheit kühler Logik ein literarisches Denkmal gesetzt hatte, war ein feuriger Verfechter des Spiritismus. Er glaubte an Geister und an Geisterfotografie und an Menschen mit speziellen Verbindungen zum Jenseits. Diese «Medien» mochten ihn dann auch glauben machen, dass sein im ersten Weltkrieg gefallener Sohn sich als Geist zurück in seine Welt geschlichen hätte. Und so hockte er – von der Existenz übersinnlicher Phänomene restlos überzeugt – bis zu seinem Tod im Jahr 1930 im «Psychic Bookstore», seiner okkultistischen Bibliothek. 

Die falschen Grüsse aus dem Jenseits 

http://cultureandcommunication.org/deadmedia/index.php/Spirit_Photography Hier wird ein Mann, während er fotografiert wird, von einer geisterhaften Erscheinung mit wallendem Leichentuch und Totenkopfgesicht überrascht.

Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1889: Die beiden Herren fürchten sich auf sehr theatrale Weise vor dem Phantom.  Bild: cultureandcommunication via spiegel

Die Fotografie war Mitte des 19. Jahrhunderts noch immer ein zauberhaftes Medium, behaftet mit dem Nimbus des Übernatürlichen. An den Vernunftglauben gefesselt, hofften die Menschen, die fotografische Linse sehe und speichere vielleicht mehr von der Welt. Mache vielleicht sogar das sichtbar, was man mit dem blossen Auge nicht erschauen kann: die Seelen der Verstorbenen, Geister und übernatürliche Wesen. Die Spiritisten beschwörten also eifrig alle Arten von Gespenstern, und die Geisterfotografen lichteten ab, was da anscheinend aus dem Jenseits herauf gekrabbelt kam. 

Der Markt war günstig, man konnte viel Geld mit einfachen Methoden machen: Ein bisschen Mehrfachbelichtung hier, ein bisschen Nachbearbeitung da – oder man warf dem Foto-Assistenten einfach ein Laken über den Kopf. 

Ektoplasma: Das Material, aus dem die Geister sind

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Das Medium Mary Marshall während einer ihrer Séancen: Ektoplasma entströmt ihrem Mund.  bild: psychictruth

Den Begriff Ektoplasma kennt man aus den «Ghostbusters»-Filmen. Ursprünglich wurde er vom französischen Mediziner Charles Richet in die Parapsychologie eingeführt und sollte eine Substanz bezeichnen, die den Medien bei ihren Geister-Sitzungen aus den Körperöffnungen strömt. Ein grau-weisses Etwas, das mehrere Meter lang werden konnte und sich schliesslich zu einem ganzen, sich selbstständig bewegenden Wesen auswachsen konnte – einem Phantom. 

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