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Mit der Einführung des Alkoholverbots wurden in den USA etwa 2300 Prohibitionsermittler eingestellt, die für die Einhaltung des Verfassungszusatzes einstehen sollten. Gegen die zügig aufkeimende, organisierte Kriminalität  waren sie jedoch machtlos. Das bekannteste Beispiel ist Al Capone, der sich in  Chicago eine komplette Alkohol-Industrie aufbaute und durch die gestiegenen Alkoholpreise reich wurde. Der Polizei gelang es zwar immer wieder, wie hier um 1930 große Mengen Alkohol sicherzustellen, doch mit jeder geschlossenen Schwarzbrennerei, machte eine neue auf.

Beschlagnahmter Alkohol, etwa 1930. Mit der Einführung der Prohibition wurden spezielle Ermittler eingestellt, die nach der verbotenen Ware fahndeten. Der Erfolg hielt sich in Grenzen. Bild: AP

Vor 100 Jahren begann die Prohibition – ein Experiment mit fatalen Folgen

Am 16. Januar 1920, vor genau 100 Jahren, trat der 18. Zusatzartikel zur Verfassung der USA in Kraft. Er untersagte Herstellung, Transport und Verkauf von Alkohol in den Vereinigten Staaten. Vierzehn Jahre dauerte die Prohibition; ihre Nachwirkungen sind heute noch zu spüren.



«Das Reich der Tränen ist vorbei», jubelte der protestantische Prediger Billy Sunday. «Bald werden die Slums der Armenviertel nur noch eine Erinnerung sein. Wir werden die Gefängnisse in Fabriken umwandeln und die Gerichtsgebäude in Lagerhallen. Männer werden nun aufrecht gehen, Frauen werden lächeln und Kinder werden lachen. Die Hölle wird auf Ewigkeit zum Vermieten angeboten.»

Was Sunday so hymnisch feierte, war der Beginn der Prohibition. Als der 18. Zusatzartikel zur Verfassung am 16. Januar 1920 in Kraft trat, hatte die mächtige Bewegung gegen den Alkohol ihr Ziel erreicht. Herstellung, Transport, Verkauf, Ein- und Ausfuhr von «berauschenden Flüssigkeiten» – nicht aber deren Konsum – war nun in den Vereinigten Staaten illegal und blieb es bis Ende 1933. Knapp vierzehn Jahre, in denen die Zahl der Leberzirrhosen sank und die Mafia mächtig wurde.

Erste Gesetze zur Eindämmung des Alkoholkonsums gab es in Amerika bereits vor der Unabhängigkeit; 1735 erliess Georgia ein kurzlebiges Alkoholverbot. Maine führte dann die Prohibition 1851 ein, als erster Bundesstaat. 1869 wurde die Prohibitionspartei gegründet; 1874 der Christliche Frauenbund für Abstinenz (Woman's Christian Temperance Union, WCTU), der bald zur grössten amerikanischen Frauenorganisation anwuchs. 1893 formierte sich die so genannte Anti-Saloon-League. Bis 1916 war die Bewegung gegen den Alkohol mächtig angeschwollen und die Prohibition hatte bereits in 23 Bundesstaaten Gesetzeskraft erlangt.

Frauenrechtlerinnen für Prohibition

«Lippen, die Alkohol berühren, sollen unsere nicht berühren.» Bei diesem Bild handelt es sich womöglich um eine Parodie. Sicher ist aber, dass Frauenorganisationen an vorderster Front gegen den Alkohol kämpften. Bild: gemeinfrei

Dieser Kampf gegen den Alkohol war allerdings auch eine Reaktion auf die zunehmende Kneipendichte und den wachsenden Absatz von Bier, das – von deutschen Einwanderern in den Staaten populär gemacht – ab 1890 zum beliebtesten alkoholischen Getränk geworden war. Die konkurrierenden Brauereien finanzierten die Saloons und statteten sie mit Kühlgeräten aus; zeitweise gab es in gewissen Gegenden einen Saloon auf 200 Einwohner. Glücksspiel und Prostitution folgten auf dem Fuss.

Es waren Einwanderer aus Deutschland oder Österreich-Ungarn und deren Nachfahren, die die meisten Brauereien (z. B. Anheuser-Busch) betrieben, während der Weinanbau eher von Italienischstämmigen beherrscht wurde. Sie waren wie die polnisch- und irischstämmigen Arbeiter, die in den Saloons dem Whisky zusprachen, in ihrer Mehrheit katholisch.

Die meisten Befürworter der Prohibition entstammten dagegen der angelsächsisch-protestantischen Mehrheitsgesellschaft, die ihre Vorherrschaft durch die Einwanderung von anderen Ethnien und Konfessionen bedroht sah und in den grossstädtischen Einwanderervierteln sowie den Ghettos der Schwarzen regelrechte Brutstätten des Lasters sah.

Im Kampf gegen «König Alkohol» trat zudem ein fundamentalistischer Reflex zutage, dessen Wurzeln im Puritanismus und letztlich in der calvinistischen Lustfeindlichkeit lagen. Die Prohibition war ein überwiegend puritanisches Projekt; Alkohol galt den Puritanern als Instrument des Teufels («Lucifer Liquids»), ihm wurden nahezu alle sozialen Missstände angelastet. In der Tat hatten die USA ein grosses Alkoholproblem – manche Väter trugen ihr ganzes Geld in die Saloons und stürzten so ihre Familien ins Elend. Von Alkohol befeuerte Gewalt traf vornehmlich Frauen und Kinder.

So ist es kein Wunder, dass sich Frauen an vorderster Front für die Prohibition einsetzten. Frauenrechtlerinnen, darunter die Woman’s Christian Temperance Union (WCTU), kämpften zugleich für das Frauenwahlrecht und das Alkoholverbot. Daneben traten so unterschiedliche Gruppierungen wie Sozialisten, Guttempler und andere Abstinentenorganisationen und sogar Ku-Klux-Klan-Mitglieder für die Prohibition ein. Zu den «drys», den «Trockenen», gehörte vornehmlich die ländliche und kleinstädtische Bevölkerung, während die Bewohner der Grossstädte mehrheitlich den «wets», den «Feuchten», zuneigten und in der Prohibition eine Schikane bigotter Puritanisten sahen.

Ku-Klux-Klan für Prohibition

Auch der rassistische Ku-Klux-Klan kämpfte für die Prohibition. Bild: gemeinfrei

Trotz der breiten Front der Unterstützer kam vermutlich nur mit dem Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg 1917 und der damit verbundenen Aufwallung antideutscher und patriotischer Gefühle genügend zusätzliche Fahrt in die Kampagne, damit sie die hohen Hürden einer Verfassungsänderung nehmen konnte. Dafür war nämlich eine Zweidrittelmehrheit im Kongress und danach die Ratifizierung durch drei Viertel aller Bundesstaaten erforderlich.

Die erste Hürde wurde am 18. Dezember 1917 genommen, als der Kongress den 18. Zusatzartikel zur Verfassung verabschiedete. Die zweite fiel am 16. Januar 1919, als mit Nebraska der 36. von damals noch 48 Bundesstaaten der Annahme zustimmte. Bis 1922 hiessen insgesamt 46 Bundesstaaten die Verfassungsänderung gut; nur Connecticut und Rhode Island waren dagegen. Ein Jahr nach dem Votum in Nebraska trat die Prohibition in Kraft; das «Noble Experiment» begann.

Beer barrels are destroyed by prohibition agents at a dump in New York City, June 18, 1931. (AP Photo)  1921, ein Jahr nach Einführung des Alkoholverbots in den USA musste die Polizei in den Staaten bereits über 90.000 illegale Brauer- und Brennereien schließen. Der sichergestellte Alkohol wurde von den Polizisten direkt im Anschluss vernichtet - so auch diese Bierfässer am 18. Juni 1931 in New York.

Prohibitionsagenten zerstören Bierfässer, 1931 in New York. Bild: AP

Noch zuvor, im Oktober 1919, hatte der Kongress gegen das Veto von Präsident Woodrow Wilson den Volstead Act verabschiedet, der sämtliche Getränke mit mehr als 0,5 Volumenprozent Alkohol als berauschende alkoholische Getränke im Sinne des Verfassungszusatzes definierte. Dies stiess manche moderate Befürworter der Prohibition vor den Kopf, die zuvor davon ausgegangen waren, dass nur harter Alkohol verboten werden würde – damit begann die Front der Befürworter noch vor dem Beginn der totalen Prohibition auf Bundesebene zu bröckeln.

Vorerst erfüllten sich jedoch einige Hoffnungen der Prohibitionsbefürworter. Der Alkoholkonsum, der schon während der Teilprohibition stetig abgenommen hatte, sank von knapp 0,8 Gallonen purem Alkohol pro Kopf im Jahr 1919 auf nur noch gut 0,2 Gallonen 1921. Überdies konnten die Mediziner eine deutliche Abnahme der alkoholbedingten Todesfälle verzeichnen; so gingen die Todesfälle aufgrund von Leberzirrhose seit 1916 um die Hälfte zurück und erreichten 1920 einen Tiefstand, auf dem sie bis 1932 blieben. Nach dem Ende der Prohibition stiegen sie rasant wieder an. Auch Fälle von Alkoholpsychose nahmen ab.

Der Alkoholverbrauch pro Kopf nahm indes bereits 1922 wieder markant zu und stieg in der Tendenz während der Prohibitionsjahre weiter. Auch das Trinkverhalten änderte sich, und zwar über die Dauer der Prohibition hinaus: Der Konsum verlagerte sich von Bier und Wein zusehends auf Spirituosen, die leichter zu schmuggeln und auch einfacher zu destillieren waren. Schwarzbrennerei («Moonshining») wurde zum Volkssport; viele Leute brannten nun ihren Schnaps heimlich in irgendwelchen Scheunen. Dies führte auch zu Todesfällen: Rund 10'000 Menschen kamen ums Leben, weil sie gepanschten Alkohol oder vergällten Industriealkohol getrunken hatten.

Ein Beispiel illegaler Whiskey-Herstellung wärend der amerikanischen Prohibitions-Zeit, 1920

Whisky-Schwarzbrennerei. Bild: gemeinfrei

Verheerend fiel die Bilanz der Prohibition aber vor allem auf dem Gebiet der Kriminalität aus. So stieg die Mordrate von 5,6 pro 100'000 Einwohner im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts auf 10,0 in den Zwanzigerjahren. Dies hatte massgeblich mit einer weiteren so unerwünschten wie unvorhergesehenen Folge des Alkoholverbots zu tun: der Übernahme des nunmehr illegalen Alkoholgeschäfts durch die organisierte Kriminalität.

FILE - In this 1922 file photo spectators gather by the side of captured rum runner, Silver Spray, as they watch prohibition agents pour

Prohibitionsagenten vernichten 1922 auf einem Schmuggel-Schiff beschlagnahmten Alkohol. Bild: AP

Der Schwarzmarkt weitete sich dramatisch aus, kriminelle Netzwerke bildeten sich heraus, das Schmuggelwesen blühte, die Korruption in Polizei und Politik nahm unvorstellbare Ausmasse an. In den Städten schossen illegale Geheimbars («Speak Easies») wie Pilze aus dem Boden. In New York soll deren Anzahl von 5000 im Jahr 1922 auf 30'000 im Jahr 1927 angestiegen sein. Nutzniesser war das organisierte Verbrechen – die Mafia wurde jetzt gross und blieb es auch. Berüchtigte Bosse wie Al Capone in Chicago bauten sich eigene Alkohol-Imperien auf, deren Logistik und Know-how nach dem Ende der Prohibition dem Handel mit anderen illegalen Drogen diente.

FILE - In this Jan. 19, 1931 file photo, Chicago mobster Al Capone attends a football game in Chicago. On Thursday, Feb. 14, 2013, the Chicago Crime Commission and the Drug Enforcement Administration are scheduled to name Joaquin Guzman Loera, a cartel kingpin in Mexico, as the new Public Enemy No. 1. It will the first time since Prohibition-era gangster Capone that authorities in the city deemed a crime figure so ominous a threat to deserve the label. (AP Photo/File)

Al Capone um 1931. Bild: AP

Die ausufernde Kriminalität – 1930 waren zwei Drittel aller Gefängnisinsassen wegen Alkohol- und Drogendelikten inhaftiert – stärkte die Opposition gegen das Alkoholverbot. Entscheidender aber war die Grosse Depression, die nach dem Börsencrash am «Schwarzen Donnerstag» 1929 begann. Sie führte zu massiven wirtschaftlichen und sozialen Problemen, die dringender erschienen als die Bekämpfung des Alkohols. Zudem hofften immer mehr Leute, die Abschaffung der Prohibition würde die lahmende Wirtschaft ankurbeln und dem Staat dringend benötigte Steuereinnahmen verschaffen.

Demo gegen die Prohibition

Demonstration von «wets» gegen die Prohibition. Bild: gemeinfrei

Wirtschaftskrise und Prohibition waren die dominierenden Themen im Wahlkampf 1932. Der Demokrat Franklin D. Roosevelt siegte haushoch gegen den Amtsinhaber Herbert Hoover – damit waren die Tage der Prohibition gezählt. Der 18. Verfassungszusatz wurde nun durch eine erneute Verfassungsänderung, den 21. Zusatzartikel, aufgehoben. Am 5. Dezember 1933 ratifizierte ausgerechnet der sittenstrenge Mormonenstaat Utah als 36. Staat den Artikel, und die Prohibition auf Bundesebene war endgültig vorbei. Die Bundesstaaten erhielten jedoch ausdrücklich das Recht, weiterhin Alkoholverbote zu erlassen. Erst in den Sechzigerjahren gab Mississippi als letzter Staat die Prohibition auf.

Ende der Prohibition

1933 endete die Prohibition auf Bundesebene. Bild: gemeinfrei

Prohibitive Züge im Umgang der Amerikaner mit Alkohol sind noch heute deutlich sichtbar: Öffentlicher Alkoholkonsum ist an vielen Orten verpönt oder gar verboten – wer auf der Strasse ein Bier trinkt, sollte es in eine Tüte stecken. Nach wie vor gibt es zahlreiche Landkreise, die den Verkauf von Alkohol nicht erlauben, besonders im bibeltreuen Süden. Junge Amerikaner müssen warten, bis sie 21 Jahre alt sind, bevor sie legal Alkohol konsumieren dürfen. Noch immer gibt es in der amerikanischen Gesellschaft einen starken puritanischen Reflex, der möglicherweise auch erklärt, warum die USA seit den Achtzigerjahren trotz den ernüchternden Erfahrungen der Prohibition einen ebenso fruchtlosen «Krieg gegen Drogen» führten.

Schnapsbrennerinnen sind auf dem Vormarsch

Video: srf

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39Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • pinche wero 16.01.2020 18:09
    Highlight Highlight Ach Amerika, wieso lassen wir dich bloss ein eigenes Land sein ?
  • fools garden 16.01.2020 17:59
    Highlight Highlight Der fruchtlose Krieg gegen Drogen wird auf der ganzen Welt geführt, es wird mit dem Finger auf jeden "Drögeler" gezeigt und das organisierte Verbrechen blüht munter weiter.
    Danke Herr Huber toller Artikel.
  • neoliberaler Raubtierkapitalist 16.01.2020 17:59
    Highlight Highlight Warum sind eigentlich die Religiösen gegen Alkohol? Jesus hat doch nur Wein getrunken, wenn auch wohl mit einem tiefen Alkoholgehalt?
    • bullygoal45 16.01.2020 21:38
      Highlight Highlight Würde mich jetzt wundernehmen: Wieso weniger Alkohol? Hat man in der Antike bis Jahr 0 einfach weniger gären lassen oder hat man den Wein gemischt?
    • Balikc 17.01.2020 08:37
      Highlight Highlight Fragen über Fragen...
      Benutzer Bild
    • PeteZahad 17.01.2020 08:59
      Highlight Highlight @bullygoal:
      Das veränderte Klima sorgt dafür, dass die Trauben mehr Sonne kriegen = mehr Zucker = höherer Alkoholgehalt.

      "Ein Beispiel: Seit den 1980-er Jahren stieg der Alkoholgehalt von Weinen aus dem Languedoc alle zehn Jahre um ein Prozent."


      https://www.derwesten.de/gesundheit/winzer-schlagen-alarm-wein-hat-immer-mehr-alkohol-id6465721.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • GraveDigger 16.01.2020 15:49
    Highlight Highlight In den USA geht das Experiment weiter.. in anderer Forum

    Oxicontin ist ein solches Experiment das einige unglaublich reich machte und bestimmte Kreise sehr Reich wurden und lächerliche Strafen bekamen. Jeder Hund in der Mikrowelle bringt mehr $$ bei Klagen ein....

    Die US Bevölkerung ist nicht zu beneiden bezüglich Opioidkrise.

    Die korrupte US Regierung und Pharma verdienen Milliarden und haben schon zehntausende getötet.
  • terence 16.01.2020 15:36
    Highlight Highlight Uf das es Guiness
    • pamayer 16.01.2020 22:47
      Highlight Highlight Guinness. 2 x 2. prost.
  • dommen 16.01.2020 15:29
    Highlight Highlight "der puritanische Reflex" ist auch der Grund für die vordergründig zur Schau gestellte Prüderie, während im Hintergrund die grösste Pornoindustrie der Welt läuft...
  • feuseltier 16.01.2020 15:00
    Highlight Highlight Dieser Artikel macht durstig auf mehr. .. Da gönn ich mir doch glatt noch einen. . Prost
  • Digichr 16.01.2020 14:48
    Highlight Highlight Passend dazu auch die geniale Simpsons Folge "Der mysteriöse Bierbaron"
  • hüttechäs 16.01.2020 13:51
    Highlight Highlight Spannender Artikel über einen spannenden Teil der Geschichte. Danke!

    Aus der Prohibition könnte man hinsichtlich Drogenkrieg etwas lernen, sollte man meinen ...

    Übrigens, die Ironie der ganzen Geschichte: die Prohibition hat den Durchbruch von heute beliebten Spirituosen wie Gin oder Rum in den USA erst ermöglicht.

    Und ja, ich mag Alkohol :D Allen ein fröhliches Anstossen heute! 🍻 Der Donnerstag ist ja bekanntlich der Freitag des Freitags ;)
  • Dominik Treier 16.01.2020 13:40
    Highlight Highlight Ach herzallerliebst... Und was haben die USA und ihre Nacheiferer aus dieser Zeit und ihren Geisseln bis heute gelernt? Nichts!

    Noch immer wird versucht rein gesellschaftliche Probleme, welche sich im Konsum von Suchtmitteln manifestieren, durch deren einfaches Verbot verschwinden zu lassen, weil die unbequemen Wahrheiten über gesellschaftliche Ungerechtigkeit und Intoleranz, die diese Menschen zu erzählen hätten nur mit genügend Brettern der Diskreditierung vor den Köpfen der Menschen weiter bequem verborgen werden können...
    • Dominik Treier 16.01.2020 15:14
      Highlight Highlight Aber eben... Alle Drogen zu legalisieren und wie Tabak oder Alkohol zu besteuern würde wohl zu viele Fehler unserer Gesellschaft aufzeigen, die manche nicht sehen wollen und sie lieber auf die angebliche Charakterschwäche einzelner abschieben...
      Da nehmen die Erzkonservativen gerne die Unterstützung des organisierten Verbrechens mit Geld, dass dem Staat dann auch noch zur Prävention und Schadensminimierung fehlt und die Kriminalisierung Unschuldiger in Kauf...

      Man wird ja noch auf ein Ende mit Schrecken hoffen dürfen...
  • Hier Name einfügen 16.01.2020 13:29
    Highlight Highlight Ist die zweite Foto echt, oder ist das die Monty Python Truppe? 😂😂🤣
  • Senji 16.01.2020 13:24
    Highlight Highlight Vielen Dank für den Artikel inlusive der Schlussbemerkung zum war on drugs. In seltener Perfektion wurden die Fehler im Umgang mit Alkohol kopiert und auf Drogen angewendet. Und erneut profitiert ausschliesslich das organisierte Verbrechen. Nur wurde dieses Mal nicht heimisches Schaffen gefördert, sondern die Kartelle weiter südlich...
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.01.2020 13:18
    Highlight Highlight "Heute vor 100 Jahren begann die Prohibition – ein Experiment mit fatalen Folgen", dass auch heute noch ohne Erfolg bezüglich harten Drogen, Canabis und Anabolika weitergefühert wird...
    Nur ich bestimme, welche toxischen Substanzen ich meine Körper zuführen möchte
    • Flo1914 16.01.2020 15:54
      Highlight Highlight Nein, du bestimmst und bezahlst deine Highs, die Allgemeinheit (Krankenkasse) bezahlt deine Entzüge.
    • beaudulac 16.01.2020 17:36
      Highlight Highlight @flo; wenn ich mal ne line ziehe oder ne pille schmeisse oder kiffe muss ich doch nicht in einen kk finanzierten entzug. da fehlen etliche zwischenschritte. finde deinen kommentar nicht nur ein bisschen übertrieben. da sollte man doch eher darauf achten, wie viele rezeptpflichtige schmerz- und beruhigungsmittel eher der sucht als sonstwas dienen. und da ist schon der konsum von der allgemeinheit finanziert...
    • raues Endoplasmatisches Retikulum 16.01.2020 19:11
      Highlight Highlight Ich würde hohe Steuern, die über die Krankenkassenpremiere an die Bevölkerung zurückverteilt werden auf Alkohol, Tabak, leere Kalorien und Drogen unterstützen, so sieht Eigenverantwortung aus. Frei Konsumieren und eigenverantwortlich die Kosten tragen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cirrum 16.01.2020 13:08
    Highlight Highlight Beweise genug, dass Verbote nichts bringen.. ausser das Kriminelle unglaublich viel damit verdienen... und natürlich die Waffenlobby die die Kriminellen bekämpfen..
  • Heinzbond 16.01.2020 12:57
    Highlight Highlight Wieder mal ein sehr interessanter Artikel über die Prohibition, danke her Huber.
    Zwei Dinge sind mir aufgefallen, wieder mal sind die deutschen (mit!)schuld.
    Und gut gemeint ist nicht gut gehandelt...
  • John Henry Eden 16.01.2020 12:54
    Highlight Highlight Verbote sind die einfachste Möglichkeit, auf komplexe Fragen und Probleme zu antworten.

    Warum man etwas tut, ist dann schnurzegal. Wenn es ist verboten, ist es verboten und gut ist...

    Diese «Kapitulationslogik» haben weltfremde Konservative nicht für sich allein gepachtet. Bald stimmen wir über das Verbot der Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung ab.

    • peeti 17.01.2020 09:34
      Highlight Highlight Äpfel und Birnen...
      Wenn du zum Tod ganzer Bevölkerungsgruppen aufrufst, ist das ‘warum’ in der Tat schnurzegal. Es gehört verboten.
  • Turicum04 16.01.2020 12:41
    Highlight Highlight Sollte man mit dem Handel von Rohöl machen! Die Folgen wären himmlisch!
  • Glenn Quagmire 16.01.2020 12:36
    Highlight Highlight @Quizgott: was passierte mit den Weinbergen in Kalifornien während dieser Zeit? War Messewein in Kirchen auch tabu oder ein Schlupfloch?
    • El Vals del Obrero 16.01.2020 14:13
      Highlight Highlight Vielleicht sind ja nur deswegen so viele US-amerikaner so stark religiös.
  • Dummbatz Immerklug 16.01.2020 12:28
    Highlight Highlight Interessanter Artikel, danke!
  • Nelson Muntz 16.01.2020 12:26
    Highlight Highlight Dabei musste Mann diese Vogelscheuchen doch schönsaufen 🤣🤪
    Benutzer Bild
    • Glenn Quagmire 16.01.2020 17:39
      Highlight Highlight Ist das eine Werbung einer Destillerie?
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 17.01.2020 17:42
      Highlight Highlight @Glenn
      Ist das jetzt nur fies, oder schon diabolisch? 🤣🤣🤣👍
  • Nelson Muntz 16.01.2020 12:19
    Highlight Highlight Gabs damals auch Katapultieren?
    Benutzer Bild
  • DerAlteBenisun 16.01.2020 12:18
    Highlight Highlight Die NZZ schrieb ebenfalls zum Thema und leitete den Text auch mit Billy Sunday ein...

    https://www.nzz.ch/international/usa-alkoholverbot-vor-100-jahren-im-rausch-der-nuechternheit-ld.1534119
  • Füdlifingerfritz 16.01.2020 12:16
    Highlight Highlight Wer sich dieser Thematik auf eine spannende und unterhaltsame Art und Weise nähern möchte: Die Serie "Boardwalk Empire" mit Steve Buscemi in der Hauptrolle ist sehr empfehlenswert.
  • Kiro Striked 16.01.2020 11:53
    Highlight Highlight Genauso wie die USA den Krieg gegen Alkohol mit ach und Krach verlor.

    Verliert die Welt gerade den Krieg gegen Drogen.

    Ein Freund von mit hat noch ne Flasche Schwarzgebranntes von seinem Urgrossvater als Andenken. Getrunken haben die das, vermischt mit viel Wasser, trotzdem war es höchst ungesund. Sein Urgrossvater wurde von dem Zeug Blind.
    • beaudulac 16.01.2020 17:31
      Highlight Highlight brennen will gelernt sein 😂

In Deutschland waren die Flüchtlinge nicht mal willkommen, als es Deutsche waren

Wer glaubt, für Fremdenfeindlichkeit brauche es Menschen aus fremden Ländern, irrt. Nach dem verlorenen Krieg drängten sich Millionen Flüchtlinge und Vertriebene aus den deutschen Ostgebieten in Rest-Deutschland. Heute gilt ihre Aufnahme als vorbildlich – doch in Wahrheit schlugen ihnen damals Hass und Verachtung entgegen und der offen ausgesprochene Gedanke, nicht nach Westdeutschland, sondern nach Auschwitz zu gehören.

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