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In this handout photo provided by Markus Rex, head of the MOSAiC expedition, a view of the North Pole from RV Polarstern, Wednesday, Aug. 19, 2020. A German icebreaker carrying scientists on a year-long international expedition in the high Arctic has reached the North Pole, after making an unplanned detour because of lighter-than-usual sea ice conditions. Expedition leader Markus Rex said Wednesday the RV Polarstern was able to reach the geographic North Pole because of large openings in sea ice that would normally make shipping in the region above Greenland too difficult. (Markus Rex/Alfred Wegener Institute via AP)

Der Eisverlust von Grönland beschleunige sich und sei nicht mehr zu stoppen. Bild: keystone

Grönlands Eisschild schmilzt immer schneller



Das grönländische Inlandeis hat 2019 einen neuen Negativrekord erreicht: Der Masseverlust war grösser als im bisherigen Rekordjahr 2012. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bremerhavener Alfred-Wegener-Instituts (AWI) und des Potsdamer Geoforschungszentrums (GFZ).

Die Wissenschaftler hatten dafür Satelliten- und Modelldaten ausgewertet. Die Studie erschien am Donnerstag im Fachjournal «Communications Earth & Environment».

2017 und 2018 hatte es nur geringe Massenverluste gegeben. «Nach zwei Jahren 'Atempause' sind 2019 die Massenverluste wieder stark gestiegen und übertreffen alle Jahresverluste seit 1948, wahrscheinlich sogar seit über 100 Jahren», sagte Ingo Sasgen, Glaziologe am AWI in Bremerhaven und Autor der Studie am Freitag. Als Inlandeis – auch Eisschild genannt – wird eine flächenartige Vergletscherung bezeichnet, die das vorhandene Relief fast vollständig bedeckt.

epa08560270 A handout satellite image made available by the National Aeronautics and Space Administration (NASA) shows sea ice south of the Scoresby Sound (Kangertittivaq) fjord system along the Denmark Strait, on the eastern coast of Greenland, 03 July 2020 (issued 22 July 2020). The ice in picture had drifted more than 1,000km from the Arctic Ocean, NASA reported. Arctic sea ice is subject to some serious travel restrictions. Penned in by major land masses, most ice that forms in the Arctic Ocean stays there for the duration of its existence -- typically one to four years before melting. Some ice, however, escapes the Arctic Ocean through a handful of passages and then drifts south.  EPA/NASA HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

82 % der Fläche Grönlands sind vom Grönländischen Inlandeis bedeckt Bild: keystone

Einfluss warmer Luft

Das Inlandeis in der Antarktis und das in Grönland sind die grössten Eisschilde der Erde. Die Massenbilanz eines Jahres ergibt sich aus der Differenz zwischen Eiszunahme durch Schneefall und Eisverlusten durch Schmelzen und Eisausstoss am Rand in den Ozean. Die Massenverluste in Grönland fielen den Angaben zufolge 2019 mit 532 Milliarden Tonnen deutlich höher aus als im bisherigen Rekordjahr 2012 (464 Milliarden Tonnen). Dies entspreche einem global gemittelten Meeresspiegelanstieg von 1.5 Millimetern. «Immer häufiger haben wir stabile Hochdruckgebiete über dem Eisschild, die den Einstrom von wärmerer Luft aus den mittleren Breiten und damit das Schmelzen begünstigen», sagte Sasgen.

Erst Mitte August hatten Forscher von der Ohio State University berichtet, der Eisverlust von Grönland beschleunige sich und sei nicht mehr zu stoppen, selbst wenn die Erderwärmung sofort ende. Der jährliche Schneefall reiche nicht mehr, um ihn aufzuwiegen. (cki/sda/dpa)

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8 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Emil Eugster
21.08.2020 10:26registriert June 2020
Das interessiert hier scheinbar niemanden.
In fünf Jahren, wenn die Folgen der Erwärmung noch deutlicher spürbar werden, hören wir dann die Reklamationen warum nicht früher gewarnt wurde und keiner was gesagt hat.
Zu einem Artikel über Greta Thunberg gibt es aber sofort dutzende und hunderte beleidigende Kommentare, weil sie sich erlaubt uns daran zu erinnern uns über die wissenschaftlichen Tatsachen zum Klimawandel zu informieren.
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Andre Buchheim
21.08.2020 11:37registriert November 2019
Das ist wirklich eine beängstigende Entwicklung. Und immer noch glauben viele, wir könnten weiter so machen, weiter uns und die Erde ausbeuten, weiter Konsumgeil sein bis zum erbrechen, weiter mehr und sinnloses Produzieren, weiter und mehr Müll und Gift in die Umwelt einbringen. Kollektiver Suizid? Was da wohl für eine psychische Erkrankung dahinter steckt? Ich will's Euch verraten, es ist eine, die nicht als solche anerkannt wird und weithin sogar als normal gilt: der menschliche Egoismus!
Jeder hat die Wahl, ob er Ego oder Liebe als Lebensgrundlage kultiviert!
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