Wissen
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Laubwald im Herbst, Herbstwald

Laubbäume sind für die Aufforstung besser geeignet als Nadelbäume. Sie geben mehr Feuchtigkeit ab und strahlen das Sonnenlicht besser zurück. Bild: Shutterstock

Hier könnte man Bäume gegen den Klimawandel pflanzen – in der Schweiz und weltweit



0,9 Milliarden Hektar der Landfläche der Erde würden sich zur Aufforstung eignen; dort gepflanzte Bäume könnten zwei Drittel der von Menschen verursachten CO2-Emissionen binden. Diese Ergebnisse einer ETH-Studie hat watson heute ausführlich vorgestellt.

Derzeit ist die Erde von 2,8 Milliarden Hektar Wald bedeckt. Die ETH-Forscher berechneten, dass es unter den aktuellen klimatischen Bedingungen maximal 4,4 Milliarden Hektar sein könnten – also 1,6 Milliarden Hektar mehr. Davon sind die eingangs erwähnten 0,9 Milliarden Hektar nicht von Menschen genutzt. Das entspricht ungefähr der Fläche der gesamten USA.

Die Studie zeigt ferner, wo eine Aufforstung weltweit am besten möglich wäre. Der Löwenanteil der dafür geeigneten Flächen entfällt auf diese sechs Staaten:

Gesamte verfügbare Fläche, auf der Bäume wachsen könnten (aktueller Waldbestand und für Wiederaufforstung geeignete Fläche).

Die Karte zeigt die gesamte verfügbare Fläche von 44 Milliarden Hektar, auf der Bäume wachsen könnten (aktueller Waldbestand plus für Wiederaufforstung geeignete Fläche). Die blauen Flächen markieren dicht bewaldete Gebiete, gelbe Flächen sind nur dünn bewaldet. Karte: Crowther Lab / ETH Zürich

Diese Fläche ist für die Wiederaufforstung von Wäldern verfügbar (ohne bestehende Wälder, Landwirtschaftsflächen, Wüsten und Städte).

Diese Karte zeigt die Fläche von 0,9 Milliarden Hektar, die für die Wiederaufforstung von Wäldern verfügbar ist (ohne bestehende Wälder, Landwirtschaftsflächen, Wüsten und Städte). Karte: Crowther Lab / ETH Zürich

Risk assessment of future changes in potential tree cover.
(A) Illustration of expected losses in potential tree cover by 2050, under the “business as usual” climate change scenario (RCP 8.5), from the average of three Earth system models commonly used in ecology (cesm1cam5, cesm1bgc, and mohchadgem2es). (B) Quantitative numbers of potential gain and loss are illustrated by bins of 5° along a latitudinal gradient.

Diese Karte zeigt die erwarteten Veränderungen der potentiellen Waldbedeckung bis zum Jahr 2050, falls die gegenwärtige Klimapolitik beibehalten wird. Die Säulengrafik rechts zeigt die Verluste und Gewinne entlang von Breitengraden. Karte: Crowther Lab / ETH Zürich

Die Studie erstellt hat das Crowther Lab an der ETH Zürich. Auf seiner Website stellt das Lab ein Karten-Tool zur Verfügung, mit dem die potentielle Aufforstung weltweit für jeden beliebigen Ort visualisiert werden kann.

Die Wissenschaftler arbeiteten nicht mit Satellitenbildern, sondern mit vorhandenen Daten. Sie speisten Informationen zu Böden und klimatischen Bedingungen für 70'000 Orte auf dem Globus ein und entwickelten Algorithmen, die das Aufforstungs-Potenzial mittels Künstlicher Intelligenz berechnen.

Aufforstungs-Potential in der Schweiz und weltweit

(dhr)

Diese Karte zeigt dir, wo der Wald steht

Video: other_external/DLR

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Protest gegen das Waldsterben

1.35 Millionen Hektare abgeholzt

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

16 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
«Shippi»
06.07.2019 17:29registriert March 2015
Ich werd dann mal meinen eigenen Wald im Garten pflanzen...
511
Melden
Zum Kommentar
V-REX
06.07.2019 17:13registriert October 2015
Ich bin dann mal Bäume pflanzen.....
502
Melden
Zum Kommentar
Borki
06.07.2019 23:55registriert May 2018
Wenn man schon nur daran denkt, was für ein riesiges Potential unsere EFH-Dörfer eigentlich hätten... Wieviele haben eine Rasenfläche, die sie nie brauchen, wo locker 2-3 Bäume darauf Platz hätten?
Das würde die Dörfer etwas abkühlen, CO2 binden und bei den richtigen Baumarten die Biodiversität extrem fördern.
Nur im Herbst wäre es etwas lärmig, wenn die Bünzlis ihr Laubbläser hervorholen...
434
Melden
Zum Kommentar
16

Abschussbefehl: Australier töten in den kommenden Tagen 10'000 Kamele

Australien brennt. Das ist mittlerweile bekannt. Auch dass Flora und Fauna extrem darunter leiden, ist bekannt. Bilder von verbrannten Kängurus und brennenden Koalas gehen um die Welt. Doch die Dürre in Australien fordert auch andere tierische Opfer: Kamele.

Wie The Australian berichtet, werden ab Mittwoch während fünf Tagen 10'000 Kamele geschossen. Passieren wird dies im lokalen Verwaltungsgebiet Anangu Pitjantjatjara Yankunytjatjara (APY), einer Aboriginal Community im Bundesstaat South …

Artikel lesen
Link zum Artikel