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9 Gründe, warum dir Biodiversität am Herzen liegen sollte

Der 22. Mai ist der «Tag der Biodiversität». Warum dich das interessieren sollte? Hier sind 9 Gründe.



Eigentlich sollte in dieser Zeit das «Festival der Natur» stattfinden: Verschiedene Veranstaltungen in der ganzen Schweiz sollten das Bewusstsein für die Biodiversität stärken und die Bewohner und Bewohnerinnen der Schweiz raus in die Natur locken. Unterstützt wird das Festival vom Bundesamt für Umwelt.

Doch Corona hat auch diesem Event einen Strich durch die Rechnung gemacht. Stattdessen entstanden in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Kati Rickenbach verschiedene Illustrationen rund ums Thema Biodiversität. watson präsentiert eine Auswahl davon – mehr zum Thema gibt's unter festivaldernatur.ch.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Die Biodiversität hat – ganz unabhängig vom Menschen – einen moralischen Wert. Dieser verpflichtet uns dazu, respektvoll mit der Natur und allen Lebewesen umzugehen. Wir sollten uns daher stets überlegen, welche Konsequenzen unsere Handlungen haben können.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Das Wohlergehen unzähliger Menschen auf dieser Erde hängt direkt von einer intakten Biodiversität ab. Die Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt ist daher von zentraler Bedeutung, etwa bei der Armutsbekämpfung und der Klimakrise. Wir tragen damit weltweit zu einer gerechten, nachhaltigen Entwicklung bei.

Biodiversität

Bild: festival der natur

In der Schweiz müssen wir dem dramatischen Verlust von Lebensräumen und Arten entgegentreten. Wir sind dazu verpflichtet – nicht nur moralisch, sondern auch rechtlich. Die Pflicht zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität basiert auf nationalen, internationalen und völkerrechtlichen Bestimmungen.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Biodiversität spielt in vielerlei Hinsicht eine entscheidende Rolle für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Sie bringt uns saubere Luft, gesunde Lebensmittel, reines Wasser und ermöglicht die Herstellung von Arzneimitteln. Zudem besitzt sie ein grosses präventives und therapeutisches Potenzial.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Jede Investorin und jeder Anleger weiss: Eine breite Diversifikation federt das Risiko ab, plötzlich mit leeren Händen dazustehen. Das Gleiche gilt auch für die Natur. Eine hohe Artenvielfalt ist die beste Versicherung, damit wir auch in Zukunft qualitativ hochstehende Leistungen der Ökosysteme nutzen können.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Pflanzen, Tiere und andere Organismen sind dann zukunftsfähig, wenn sie sich an veränderte Lebensbedingungen anpassen können – beispielsweise an den Klimawandel. Der Verlust an genetischer Vielfalt stellt diese Fähigkeit in Frage.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Die Natur bringt uns schier unschätzbare Leistungen. Manche davon kann man in Geldwerten ausdrücken. Diese entsprechen in etwa dem doppelten globalen Bruttoinlandprodukt. Die Monetarisierung der Natur ist zwar umstritten, liefert aber wichtige Argumente in politischen Entscheidungsprozessen.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Biodiversität ist für unsere Ernährung von entscheidender Bedeutung. Weltweit werden Zehntausende von Arten als Lebensmittel genutzt. Eine höhere Diversität in der landwirtschaftlichen Produktion trägt zu einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung bei, sichert stabile Ernten und fördert eine nachhaltige Entwicklung.

Biodiversität

Bild: festival der natur

Es gibt zahlreiche rationale, wissenschaftlich fundierte Argumente dafür, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern. Es gibt aber auch einen schlichten, emotionalen Grund: Sie ist von immenser Bedeutung für unsere Verbundenheit mit der Natur und für unser Lebensglück.

(lea / mit Material von festival der natur)

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9Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 23.05.2020 05:54
    Highlight Highlight "Es müssen speziell dort, wo die Artenvielfalt besonders hoch ist, grosse Flächen ausgeschieden werden. Da dies insbesondere tropische und subtropische Breiten betrifft, kollidiert das starke Bevölkerungswachstum in den ärmsten Ländern mit diesem Ziel. Die Förderung der freiwilligen Familienplanung in diesen Ländern ist deshalb die mit Abstand wichtigste Einzelmassnahme, welche den wachsenden Druck auf die verbleibenden Wildhabitate mildern kann.“ (Benno Büeler In ECOPOP Bulletin Nr. 81)
  • Bildung & Aufklärung 23.05.2020 01:13
    Highlight Highlight 10'000 Arten sterben aus.

    Also werden ausgerottet. Direkt und indirekt durch Menschen (vorallem gewisse Menschen).

    Zehntausend...

    Jedes Jahr.
  • Bildung & Aufklärung 23.05.2020 00:45
    Highlight Highlight DANKE !!!

    Und einfach mal ganz dicke Props, dass das richtigste, wichtigste, ehrenwerteste und ethischste Argument an Stelle 1 steht!

    "Die Biodiversität hat – ganz unabhängig vom Menschen – einen moralischen Wert. Dieser verpflichtet uns dazu, respektvoll mit der Natur und allen Lebewesen umzugehen."

    Diese essenzielle Grundmaxime muss endlich viel, viel stärker und bedingungsloser verstanden, vertreten und gelehrt werden.

    Kant wusste es und jedes Kind lernt es ja eigentlich auch:

    Behandle andere Lebewesen so, wie du selbst behandelt werden willst!
  • FACTS 22.05.2020 15:55
    Highlight Highlight Stimme allem voll und ganz zu, bis auf den ersten Punkt: Da wird suggeriert, dass es eine vom Menschen losgelöste Moral geben soll und die Biodiversität per se wertvoll sei, unabhängig von der Existenz des Menschen. Das kann man glauben, muss man aber nicht... ist für mich letztlich auch ziemlich irrelevant, was in einer Welt ohne Menschen richtig oder falsch wäre...
    • aglio e olio 22.05.2020 19:38
      Highlight Highlight Sehe ich anders. Denn die Aussage richtet sich ja an den Menschen und damit an seine Moral im Sinne von „verhalte dich grundsätzlich respektvoll“.
    • Bildung & Aufklärung 23.05.2020 01:05
      Highlight Highlight Ooooooch...

      Also Nihilismus. Schon traurig.

      Zudem ist Moral und Ethik ja eben gerade eine menschliche Erkenntnis, also wer, wenn nicht wir Menschen, müssen sie dann anwenden und hochhalten.

      In einer Welt ohne Menschen hätte jedes Lebewesen ein Recht auf seine Existenz, solange es sie innerhalb der Spielregeln der Natur verteidigen kann.
      Auch nicht immer schön (aber kein Vergleich zu dem was manche Menschen tun) aber Tod geschähe nie aus Bösartigkeit und Ignoranz.

      Zudem gäbe dann auch keine bewusste Vernichtung von Spezies und Arten.
      Und ausser Meteorit etc. auch nieee so extremst.



    • Bildung & Aufklärung 23.05.2020 01:10
      Highlight Highlight Oder ums noch simpler zu veranschaulichen:

      Wenn du alleine auf der Welt wärst, keinerlei menschliche Ideologien kennen würdest.

      Dann würdest du ja auch selbstverständlich dein eigenes Leben und deine Existenz als richtig, wertvoll und schützenswert einstufen.

      Würdest logischerweise sagen: "Ich habe ein Recht zu existieren."

      Genau dieses Recht haben demnach also auch alle anderen Lebewesen, die genau wie du auf diesem blauen Planeten leben. Leben dürfen und leben wollen.

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