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Schweizer Firma entwickelt Mikroplastik-Detektor



epa05183269 Two fragments of blue microplastic, likely to have originated from discarded fishing gear, are seen surrounded by diatom phytoplankton on an iPad screen connected to a microscope, having been collected in a fine mesh trawl net during a sea surface trawl through by Hong Kong University students of environmental sciences and staff from Plastic Free Seas, in the Lamma Channel, in Hong Kong, China, 27 February 2016. Plastic Free Seas is a Hong Kong environmental charity which is focussed on reducing the amount of plastics used by the public in daily life as well as cleaning up the marine environment of existing plastic trash.  EPA/ALEX HOFFORD

Schwer zu finden: Mikroplastik. Bild: EPA/EPA

Dass Mikroplastik im Meer eine Gefahr für Pflanzen, Tiere und Menschen darstellt, ist bekannt. Doch noch sind die Methoden, um die Partikelgrösse und -Konzentration zu bestimmen, zeitintensiv und unpräzis. Das EU-Projekt Nautilos will das ändern. Eine Schweizer Firma hilft dabei - mit Fluoreszenz.

Ziel des von der EU finanzierten Projekts ist es, die erforderlichen Grundlagendaten zu beschaffen, um die Gefahren und Auswirkungen von Mikroplastik auf die Meeresumwelt besser einschätzen zu können.

Zu diesem Zweck soll 2023 eine vor der norwegischen Küste verkehrende Schiffsflotte mit Messinstrumenten in einer sogenannten Ferrybox bestückt werden. Eines der Instrumente – ein neuartiger Sensor – soll erstmals langfristig und systematisch Daten und an Ort und Stelle die Konzentration und die Partikelgrössenverteilung von Mikroplastik erfassen.

Aus den Bündner Bergen direkt ins Meer

Dieser Partikeldetektor wird derzeit von Ingenieurinnen und Ingenieuren des Forschungs- und Entwicklungszentrums csem in Landquart entworfen. «Das csem-Forschungsteam in Graubünden plant, bei ihrer Nachweismethode Fluoreszenz einzusetzen – ein robuster, kostengünstiger und vor allem einfach zu handhabender Ansatz», heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch.

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Video: srf/Roberto Krone

Ein von einer Partnerorganisation entwickeltes Fluidik-System wird Mikroplastik-Partikel aus dem Meerwasser filtern und mit einem fluoreszierenden Farbstoff anfärben. Diese gefärbten Plastikproben werden in regelmässigen Abständen durch das csem-Sensorgerät geleitet, wo der gefärbte Kunststoff Licht aussendet, dessen Farbe und Intensität sich je nach Art des Plastiks und Grösse der Partikel unterscheidet.

Wie kommt Mikroplastik ins Meer?

Gemäss kürzlich durchgeführten Studien stammen fast zwei Drittel des Mikroplastiks in den Meeren von grösseren Gegenständen wie Plastiksäcken und -flaschen oder Fischernetzen, die im Meer zerfallen. Das verbleibende Drittel entsteht vor allem beim Abrieb von Autoreifen auf der Strasse sowie beim Waschen von Kunststofftextilien in der Waschmaschine. Zu den weniger bedeutenden Quellen gehören Kosmetikprodukte, denen Kunststoffpartikel beigemengt werden. (aeg/sda)

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